Ansichten eines evangelischen Theologen zur Frage: Wen sollen wir wählen?

Von Dr. Lothar GassmannBiography-Lothar-Gassmann-englisch

Vorbemerkung: Normalerweise gebe ich keine öffentliche Wahlempfehlung ab. Aber angesichts der dramatischen Entwicklungen in unserem Land und einer leider zunehmenden Fehlinformation durch viele Medien darf ich nicht schweigen, wenn ich Gott nicht ungehorsam sein möchte.

  1. Ein Christ sollte wählen gehen, denn er lebt in diesem Staat und ist daher mit dafür verantwortlich, ob die Gebote Gottes in unserem Staat noch ernst genommen werden oder nicht (z.B. bezüglich der Bewahrung des Namens Gottes vor Blasphemie, Bewahrung unseres Landes vor der Überflutung mit heidnischen Religionen, Schutz von Ehe und Familie, Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum Tod, Erhaltung der staatlichen Ordnung; vgl. 2. Mose 20,1-17).
  2. Ein Christ sollte für die Obrigkeit beten (1. Timotheus 2,2 ), aber zugleich durch sein Verhalten, sein Reden und seine politische Entscheidung Licht und Salz (Matthäus 5,13-14) im Lande sein.
  3. Ein Christ sollte sich bei seiner Wahlentscheidung davon leiten lassen, welche Partei in ihrem Programm den Geboten Gottes am nächsten steht und zugleich eine reelle Chance hat, in die Parlamente zu gelangen und Einfluss wahrzunehmen.
  4. Ein Christ ist sich dabei dessen bewusst, dass es keine rein christliche Politik geben kann, da wir in einem pluralistischen Staatssystem leben, das gläubige und ungläubige Menschen umfasst.159481-3x2-teaser296
  5. Ein Christ, der die Wahlprogramme der verschiedenen Parteien liest, wird mit Trauer bemerken, dass sich die etablierten Parteien in den letzten Jahren immer weiter von Gottes Geboten entfernt haben (Stichworte: Abtreibung, Homo-„Ehe“, Gender-Ideologie, Freigabe der Gotteslästerung, Anerkennung der Prostitution als „Beruf“, Behauptung „Der Islam gehöre zu Deutschland“, zunehmende Islamisierung unseres Landes usw.). Besonders traurig: Auch die CDU hat unter Angela Merkel einen massiven Linksruck hin zu einer sozialistischen (statt christlichen) Politik erlebt.
  6. Ein Christ, der das Verhalten der etablierten Parteien beobachtet, wird bemerken, dass sich diese zudem durch Befürwortung der Aufrichtung des neuen römischen Reiches (EU) sowie durch Planung der schrittweisen Abschaffung des Bargeldes mit schnellen Schritten dem Reich des Antichristen annähern (vgl. Daniel 2 und Offenbarung 13).
  7. Zur Zeit gibt es eine einzige Partei in Deutschland, die diesen Entwicklungen vehement entgegentritt (und in Wirklichkeit deshalb massiv bekämpft und verleumdet wird) und die zugleich eine Chance hat, in die Parlamente zu gelangen: die Alternative für Deutschland (AfD). Auch wenn ich nicht Mitglied dieser Partei bin und nicht alle ihre Inhalte und Aussagen teilen kann, so empfehle ich doch unter den gegenwärtigen bedrohlichen Umständen für unser Land, die Stimme der AfD zu geben. Es befinden sich viele überzeugte Christen in der AfD. Die AfD ist keine rechtsextreme, sondern eine bürgerlich-konservative Partei. Sie entspricht in ihrer Programmatik der CDU vor der Machtübernahme durch Angela Merkel.

P.S.: Der „Arbeitskreis Christen in der AfD“ setzt sich mit viel Erfolg für christliche Grundwerte innerhalb der AfD ein. Er ging aus dem „Pforzheimer Kreis“ hervor, der in meinem Beisein gegründet wurde und in dem sich u.a. viele ehemalige PBC- und CDU-Anhänger befinden. So lehnt die AfD z.B. mit völliger Klarheit den Genderismus und den umstrittenen Bildungsplan (mit der Zwangssexualisierung unserer Gesellschaft) ab.

Hier der Direktlink zum Landtagswahlprogramm der AfD in Baden-Württemberg. Bitte lesen und prüfen Sie selbst: http://afd-bw.de/wahlprogramm/

Dr. Lothar Gassmann, Pforzheim, www.L-Gassmann.de


9 Kommentare on “Ansichten eines evangelischen Theologen zur Frage: Wen sollen wir wählen?”

  1. Karl Otto sagt:

    Für all die aufgezählten Gründe und für die Bewahrung der Schöpfung, dem Frieden, dem Miteinander, kurz, für das Gedeihen von Mensch und Natur und einer lebenswerten Welt für alle Menschen und kommenden Generationen, wähle ich die Deutsche Mitte. Raus aus dem Verschuldungsgeld, dem Wachstumszwang, den Ressourcenkriegen. Politik geht auch anders, als bisher, ethisch, transparent und gemeinsam.

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  2. Sam sagt:

    Die AfD schürt Ängste gegen verfolgte Menschen, dabei lehrt uns die Bibel, dass wir den Fremden bei uns aufnehmen sollen.
    Die AfD vertritt die Interessen der Unternehmen und Konzerne statt die der Armen, der Witwen und Waisen, obwohl uns die Bibel dazu aufruft.
    Führende Funktionäre der AfD wollen „stolz“ sein auf „die Leistungen der deutschen Soldaten beider Weltkriege“ und bezeichnen das Holocaustdenkmal verächtlich als ein „Mahnmal der Schande“ – muss ich dazu wirklich noch etwas sagen?

    Die AfD ist in keinster Weise christlich und die Landeskirche handelt richtig, sich von solch einer menschenverachtenden, rechtsradikalen Partei zu distanzieren.

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  3. anonym sagt:

    Christsein bedeutet Jüngerschaft. Jünger wollen ihrem Herrn immer ähnlicher werden.

    Was hat Jesus seinen Jüngern aufgetragen hat? Nächstenliebe! Daran werden Christen gemessen.

    Den traditionellen Kirchen fehlt eine Vision, wie sich das Reich Gottes in dieser Welt ausbreiten kann.

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  4. Osterglocke sagt:

    Es ist halt derzeit modern,Schlagzeilen, die Republikaner und auch wieder die FDP zu wählen. Die CDU und die SPD sind halt gerade out.

    Wir können ja Gott sei Dank frei wählen und wer sich nun von dem aktuellen Zeitgeist unter Druck gesetzt fühlt, ist selbst schuld.

    Klar ist es für ein christliches Land einfacher und auch bequemer, wenn sich nun die Zahl der Christen von alleine vermehren würde.

    Da es in unserem Land keine Menschen wie Bonifatius mehr gibt bzw. Christen die mit der Flamme der Liebe Menschen mit anderem Glaubenshintergrund mit ihrem Glauben anstecken können haben die Christen scheinbar bald verloren.

    Ein paar Priester kenne ich auch und wenn ich sie frage, wo sie am liebsten Arbeiten möchten dann antworten sie: in der Diaspora.

    Jetzt können sie sich doch austoben ☺

    Tut mir leid, ich bin kein bonifatius-ähnlicher Typ😢

    Jesus hat den Menschen das 11 Gebot gegeben.

    „Liebt einander, wie ich Euch geliebt habe“

    Jesus wurde von einem der von ihnen erwählten Apostel verraten.

    Da wird sich nicht viel geändert haben.

    Die Verräter sitzen in den eigenen Reihen.

    Die christlichen Kirchen werden auch ohne Zutun von Andersgläubigen leerer.

    Ich finde es jedenfalls schön, wenn muslimische Kinder im Sxhülergottesdienst freiwillig mit in die kath. Kirche gehen. ……..

    Es gibt ne Menge negativer Schlagzeilen, die uns Angst machen.

    Wenn man aber Augen und Ohren öffnet, erkennt man auch ne Menge nicht erwähhnter positiver Nachrichten.

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  5. Bernhard sagt:

    AfD bedeutet aber auch die Tweets von Beatrix von Storch und die Äußerungen von Björn Höcke. Ob die so christlich sind, möge sich jeder selber überlegen.

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    • Puplinger sagt:

      Genau ! Eine Schande für einen sich Christ Nennenden, Propaganda für die AfD zu machen !

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    • Dorrotee sagt:

      @ Bernhard.
      Was Höcke betrifft, so sollte man immer seine ganze Rede hören. Vieles wurde aus dem Zusammenhang gerissen. Soweit ich weiß, werden innerhalb der AfD bei Nazi-Verdachtsfällen Parteiausschlußverfahren wie in jeder demokratischen Partei eingeleitet.
      Gerade Frau von Storch setzt sich für das christliche Menschenbild ein.

      Als die CDU in der Nachkriegszeit aufkam, fande man dort jede Menge ehemalige NSDAP-Mitglieder, erst recht bei der FDP und in anderen Parteien. Aller Anfang ist schwer. Kann man gut bei Wikipedia nachlesen.

      Man ist es so leid, dass diese Partei ständig niedergemacht wird. Mobbing in reinster Form!
      Gestern bei Maischberger konnte Stegner gar nicht oft genug sagen, dass nun Nazis ins Parlament einziehen werden.

      Niemand widersprach ihm deutlich. Es war eine Inzenierung gegen die AfD.
      Wahrscheinlich habe die alle kalte Füße bekommen.
      Jan Fleischhauer hatte recht gute Argumente, warum die AfD wächst.

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    • Armin S. sagt:

      Zu Höcke:
      Martin Walser hat bei der Verleihung des „Friedenspreises des Deutschen Buchhandels“ im Oktober 1998 in seiner Dankesrede ganz ähnlich argumentiert wie Höcke, vielleicht noch schärfer. Walser wörtlich:
      „In der Diskussion um das Holocaustdenkmal in Berlin kann die Nachwelt einmal nachlesen, was Leute anrichteten, die sich für das Gewissen von anderen verantwortlich fühlten. Die Betonierung des Zentrums der Hauptstadt mit einem fußballfeldgroßen Alptraum. Die Monumentalisierung der Schande.“

      Zitat zum Holocaustdenkmal in Berlin von Rudolf Augstein
      Spiegel-Gründer und -Herausgeber Rudolf Augstein formulierte damals ganz ähnlich wie Martin Walser:
      „Dieses Schandmal ist gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet.“ Augstein bedauerte die Rückgratlosigkeit der Regierenden: „Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität“.

      „In der ganzen Weltgeschichte gibt es keinen Präzedenzfall von einer Nation, die Mahnmäler errichtet zur Verewigung ihrer eignen Schande.“
      Avi Primor, ehemaliger israelischer Botschafter in Deutschland, 2005

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  6. Adolf Breitmeier sagt:

    Da wird die Landeskirche Herrn Dr. Gassmann ziemlich stark rüffeln, fürchte ich. >> Wie kann man als evangelischer Pfarrer nur christlich denken, igitt (Satire aus).

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