Das Wahlbeben sollte eine Rückkehr zu Vernunft und traditionellen Werten bewirken

Von Klaus Hildebrandt

Das jüngste Wahlbeben sollte für alle Parteien ein Anlaß sein, in sich zu gehen, allen voran die Berliner Strategen, auch wenn es sich diesmal “nur” um Landtagswahlen handelte. image

Aber auch die AfD muss sich jetzt überlegen, wen sie zur bestmöglichen Vertretung ihrer Interessen und Glaubwürdigkeit in die drei Landesparlamente entsendet. Ich denke, vielen Wählern gingen nach den unaufgeregten Redebeiträgen der diversen AfD-Vertreter anschließend die Augen auf, wie völlig normal sich diese Partei präsentierte, nachdem man ihnen bis zur letzten Minute vor den Wahlen weitgehend jede Möglichkeit zur Selbstdarstellung und Werbung nahm.

Von rechtsextremen Äußerungen fehlte wie immer jede Spur. Die sachliche und souveräne Stellungnahme Frauke Petrys hat mich persönlich sehr beeindruckt.

Die meisten Probleme sind in Berlin hausgemacht

Im September geht’s weiter mit Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin. Die gestern erfolgte “kleine Bundestagswahl” war nur ein Vorgeschmack auf die “große Bundestagswahl” im Herbst 2017, wo dann wohl erst richtig abgestraft wird, denn so gut wie alle Probleme, die wir auf Ebene der Länder und Kommunen heute erleben, kamen sämtlich aus dem sozialistisch geprägten Berlin.

Lassen wir uns also nicht nochmal täuschen, wenn CDU und SPD jetzt alles dran setzen werden, sich in den Augen der Bürger aufzuwerten. Sie werden uns trösten und beschenken, was das Zeug hergibt. Dieser Brainwash mit Unterstützung des deutschen Staatsfunks hätte noch in der DDR funktioniert, aber nicht hier. 159481-3x2-teaser296

Wer sich so benimmt und ordentliche Menschen als Pack, Rattenfänger und Rechtsextreme beschimpft und mit allen Mitteln zu unterdrücken versucht, ist kein wahrer Demokrat.

Kann es denn wirklich sein, dass – gemäß dem offiziellen Wahlergebnis –  in Sachsen-Anhalt rd. ein Viertel der Menschen rechtsextrem sind und mit kahl geschorenen und tätowierten Köpfen und Baseball-Schlägern durch die Straßen laufen? Also dummes Zeug.

Abschließend ein Hinweis auf die gesellschaftliche Bedeutung einer guten Familienpolitik, die “dank” der überproportional vielen Berliner Gender-Frauen unter Kanzlerin Merkel den Todesstoß versetzt bekam.  Ich persönlich werde die AfD in hohem Maße daran messen, ob und wie sie ihr Wahlversprechen bzgl. der Erneuerung und Förderung der traditionellen Familie einhält und umsetzt, wie das gestrige Interview Frau Petrys glaubhaft vermuten lässt.

Auch das unbequeme Thema Abtreibung sollte in diesem Zusammenhang endlich angepackt werden, denn eine Gesellschaft, die massenhaft abtreibt und durch die Übernahme der Kosten sogar noch fördert, ist in meinen Augen nicht glaubwürdig.

Anstatt ein ständiges, nur dem Schein nach hektisches “Schräubchendrehen” an allem Möglichen braucht unser Land eine Rückkehr zu traditionellen Werten und Vernunft. Wie die gestrigen Wahlen zeigen, liegt es also am Wähler selbst, über die Zukunft seines Landes mit zu entscheiden und Politiker wieder an ihren Taten (nicht Worten) zu messen.

Schon gewichtige Aussagen wie “Der Islam gehört zu Deutschland” dürfte eigentlich kein Politiker von sich geben, ohne vorher das Volk gefragt zu haben, das ihm seinen Stuhl bezahlt. Die breite Unzufriedenheit in der deutschen Bevölkerung wurde durch die sprunghaft gestiegene Wahlbeteiligung deutlich. Was wir unter dieser Bundesregierung zurzeit erleben, hat mit Recht und Ordnung kaum noch etwas zu tun.

Ergänzend dazu hier ein Beitrag von Dr. Josef Bordat zu den Landtagswahlen: https://jobo72.wordpress.com/2016/03/14/alles-ist-anders/

 


11 Kommentare on “Das Wahlbeben sollte eine Rückkehr zu Vernunft und traditionellen Werten bewirken”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Der Theologe und Journalist und Philosoph David Berger mit seiner „Philosophia Perennis“

    https://philosophia-perennis.com/

    Jihad Watch by Robert Spencer, BLOG zu Islam und Islamismus und Islamisten usw.

    http://www.jihadwatch.org

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  2. Bernhard sagt:

    Ich bin auch für eine faire Beurteilung der AfD. Allerdings bedeutet Fairness, das Gesamtbild zu betrachten und sich nicht nur ein paar Punkte herauszupicken.

    Es stimmt, die AfD sagt im Bezug auf Familie und Lebensschutz viel Gutes (was sie tun würde, wissen wir nicht). Es stimmt, dass sie sich in letzter Zeit eher harmlos präsentiert hat. Richtig ist auch, dass die Wahlprogramme wenig wirklich Bedenkliches enthielten.
    Man muss aber berücksichtigen, eine Partei ist nicht unbedingt so wie sie sich im Augenblick präsentiert, und Wahlprogramme sind eben für eine Wahl und deswegen auch für einen bestimmten Wählerkreis geschrieben. Darüber, was die wichtigen Leute in der Partei wirklich denken, sagt es nicht unbedingt etwas.

    Und da fängt auch schon die andere Seite an: Die Äußerungen eines Björn Höcke lassen mich nichts Gutes erahnen. Und er ist offensichtlich nicht der einzige, der so denkt. Allgemein gibt sich die AfD im Osten der Republik nicht immer „bürgerlich-konservativ“, sondern oft eher deutsch-national. Und im Fall von Björn Höcke auch einfach menschenverachtend.

    Deswegen würde ich sagen: Die Partei ist noch sehr jung und hat ihre Richtung noch nicht ganz gefunden. Es gibt sicherlich engagierte Christen und konservative „Bürgerliche“ darin. Aber auch ausgemachte Nationalisten und – das ist meine These – auch Rechtsextreme. Es gibt m.E. keinen Grund, die AfD jetzt als Ganze in die rechtsextreme Ecke zu stellen oder jede Auseinandersetzung mit ihr abzulehnen. Ihr aber ein generelles Unbedenklichkeitszeugnis auszustellen oder sie als DIE Rettung für Deutschland zu präsentieren, dafür ist es auch viel zu früh.

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    • Osterglocke sagt:

      Ich hab hier ein paar Infos, die Fulda nach dem 2. WELTkrieg betreffen:

      46 % der Häuser waren gering bis total veschädigt

      200 000 cbm Trümmer und Schutt

      eine ganze Reihe Vermisste, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene

      In Deutschland befanden sich rund 8 Millionen ausländische Arbeitskräfte,
      davon sollten in FD 12000 untergebracht werden. Etliche wurden in ohre Heimat zurückgeführt und in 1947 waren es noch 2700.

      Die Einheimischen kämpften um ihr tägliches Brot.
      In der Zeitung wurde geraten Wildfrüchte zu sammeln, Zuckerrübenmus zu machen und gefrorene Kartoffeln nicht wegzuwerfen.

      Es gab Carepakete für Fuldas Arme.

      Es gab Wohnungsnot.

      Die Verhältnisse in den Schulen waren sehr schlecht.

      💥💥💥💥💥💥💥💥💥💥💥💥💥💥

      Trotz allem haben Fuldaer noch Flüchtlinge aufgenommen und sind hier nicht weggelaufen.

      Wir alle sind sehr verwöhnt, das ist unser Problem.

      Auf der anderen Seite gibt’s das Internet.

      Die ganze Welt kann auf Google-Earth schauen, wo es am schönsten und gepflegtesten aussieht.

      Wir sollten dafür sorgen, dass die 60 Millionen Flüchtlinge weltweit keinen Grund zur Flucht haben.

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      • Bernhard sagt:

        Ich stimme vollkommen zu, dass wir dafür sorgen sollten, dass die Menschen keinen Grund zur Flucht mehr haben. Leider haben die westlichen Länder das viel zu wenig getan, sie haben vielmehr Fluchtursachen geschaffen. Und leider ist es gerade die CDU, die solche Fluchtursachen in der Vergangenheit befürwortet hat.

        Es mag sein, dass wir heutzutage verwöhnt sind. Allerdings muss man anmerken, dass viele Menschen ja gerade helfen wollen – was wiederum von den Rechten und „Konservativen“ gebrandmarkt wird („Gutmenschen“).

        Das Problem an der Ankunft so vieler Flüchtlinge ist nicht, dass sie uns etwas wegnehmen könnten. Das Problem ist, dass unsere Gesellschaft, unser Staat, unsere ganze Kultur ins Wanken geraten kann, wenn der Anteil der Muslime eine gewisse Schwelle übersteigt. Und so eine Gefahr war anno 45 gar nicht gegeben.

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    • Osterglocke sagt:

      Ist die Mehrheit der 10jöhrigen Kinder bei uns christlich, muslimisch oder

      Die Mehrheit der jungen Menschen wird sich sicher weder mit Gott noch mit Allah beschäftigen.

      Gleichgültigkeit bei der Masse macht sich wohl hier und dort breit – so innerlich meine ich.

      Derzeit machen uns die fanatischen Islamisten Angst und das wird noch länger andauern.

      Es wird eine Zeit kommen, da freuen wir uns über jeden Menschen, der an den einen Schöpfer glaubt.

      Der Schöpfer ist aber auch für Wunder bekannt☺

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  3. zeitschnur sagt:

    Was das Thema Familienpolitik betrifft, sollte man zurückhaltend bleiben. Letztes Jahr ging durch die Medien, dass Frauke Petry sich von ihrem Mann trennte oder er von ihr (er ist ev. Pfarrer), es gibt 4 Kinder und die „Zeit“ behauptet, sie hätte einen neuen „Lebenspartner“: http://www.zeit.de/2015/48/pfarrer-sven-petry-ehemann-afd-frauke-petry

    Klar – da weiß man nicht, was im Hintergrund steht, ich will es auch nicht bewerten, aber eines ist so sicher wie das Amen in Sven Petrys Kirche: es wird alles schwieriger, als manche sich das erhoffen.

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    • Bernhard sagt:

      Ich bin generell nicht dafür, das Privatleben der Leute in die Öffentlichkeit zu zerren, wenn sie es nicht selbst tun. Wir kennen Frau Petry nicht persönlich, deswegen können wir über ihre Ehe nicht urteilen.

      (Nebenbei bemerkt: sich einen neuen „Lebenspartner“ suchen, ist nach evangelischer Überzeugung nicht unbedingt verwerflich)

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      • zeitschnur sagt:

        Doch, das war auch in der evangelischen Lehre stets verwerflich… das weiß ich hundertprozentig aus Erfahrungen aus nächster Nähe… erst mit der liberalen Theologie ist das „aufgeweicht“ worden, ähnlich wie in der katholischen Kirche heute.

        Ich finde nicht, dass das Privatleben von Personen, die die Ambition haben, uns zu regieren, was ihre Ehe betrifft, egal ist.

        Wenn wir glauben, dass die Ehe ein Sakrament ist und selbst unser Staat die Ehe als öffentliche Institution betrachtet und rechtlich entsprechend fasst, dann ist es sehr wohl erlaubt, danach zu fragen, wie es da bei jemandem steht. Die Ehe ist – aus katholischer Sicht – genauso wenig Privatsache wie die Religion.

        Ich sagte außerdem, dass ich das bei Petry nicht bewerten will, dass ich aber daran ablesen kann, dass auch die AfD keine frommen Wünsche erfüllen wird, sondern mit denselben Realitäten kämpft, wie alle anderen auch.
        Darum gings mir.

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      • Bernhard sagt:

        Danke für Ihren Hinweis. Das wusste ich nicht. Ich dachte, in der evangelischen Kirche war die Ehe immer schon ein „weltlich Ding“ und deswegen nicht unauflöslich.

        Die Ehe ist nach katholischer Lehre von Gott gestiftet, und sie entspricht der Natur des Menschen. Deswegen kann sie nicht nach Belieben umdefiniert werden. Man ist Gott für seine Ehe Rechenschaft schuldig. Gott – aber nicht der Öffentlichkeit, zumindest nicht der säkularen Öffentlichkeit. So sehe ich das. Wenn man sich selbst das Etikett „katholisch“ anheftet, dann muss man sich auch an katholischen Maßstäben messen lassen. Das ist bei der AfD aber überhaupt nicht der Fall. Die AfD versteht sich als bürgerlich-konservative (oder auch deutsch-nationale, aber das ist ein anderes Thema) Kraft, deswegen gibt es gar keinen Anlass, über sie „fromme“ Wünsche zu hegen.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Es gäbe ja auch noch die ÖDP – aber die wird wohl genauso wenig gewählt werden wie die Republikaner und die Christliche Mitte und die PBC und die BüSo und die DSU usw.
      Die meisten Menschen sind einfach zu desinteressiert und passiv und dekadent und träge geworden. http://www.oedp.de

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  4. Joachim Walter sagt:

    Wen eine Partei entsendet, wird ja im Vorfeld einer Wahl entschieden, so hatten die Wähler ja zur Genüge die Gelegenheit, sich diese Kandidaten anzuschauen.
    Da kann man für Rheinland Pfalz sagen, eine super ausgewogene Truppe im Parlament zu haben. MfG

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