Eichstätter Priester: Kirche war zu nachlässig beim Schutz für christliche Flüchtlinge

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Auf „Katholisch.de“, dem Internetportal der Deutschen Bischofskonferenz, wurde am 15. März 2016 ein Interview mit dem griechisch-katholischen Priester Andreas Thiermeyer veröffentlicht; der Geistliche ist Flüchtlingsbeauftragter des Bistums Eichstätt.  76aa47d054
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Er kritisiert, daß die Kirche „viel zu lange“ zu den Übergriffen auf Christen in Flüchtlingsunterkünften „geschwiegen“ habe. Skeptisch äußert sich der Diözesanbeauftragte zudem über die Integrationsfähigkeit strenggläubiger Muslime.
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Der Priester versteht sich nicht allein als Anwalt christlicher Flüchtlinge, sondern aller Asylbewerber. Allerdings erwähnt er ein wesentliches Problem:
 Es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Prägung und ihrer Religion einfach nicht fähig für die Demokratie sind. Ihnen jetzt die erste Hilfe in der Not zu leisten, ist selbstverständlich, aber dauerhaft kann ihr Weg nicht nach Europa führen…

Wenn jemand ein strenger Muslim ist, dann tut er sich oft sehr schwer mit der Demokratie, mit einer Gleichberechtigung von Mann und Frau, dann tut er sich sehr schwer mit Religions- und Gewissensfreiheit.“

Auf die Frage nach der schwierigen Lage christlicher Flüchtlinge antwortet Pfarrer Thiermeyer:

„Wenn sie dezentral untergebracht sind, dann geht es schon. Aber wenn sie in Gemeinschaftsunterkünften leben, haben sie es oft schwer. 95 bis 98 Prozent der Bewohner sind Muslime. Und wer die Mehrheit hat, gibt den Ton an. Manche Christen getrauen sich nicht einmal, sich zu ihrer Religion zu bekennen, weil sie Angst haben, gemobbt zu werden.“Nachrichten_Kopfbalken_1 - Kopie

Auf die Rückfrage nach konkreten Aussagen erläutert er:

„Ein Beispiel sind die Gemeinschaftsräume: Ein Christ ist für einen gläubigen Muslim ein „Ungläubiger“ und „Unreiner“. Er verunreinigt die Küche, wenn er sich darin betätigt.
Ich habe auch schon gehört, dass Frauen sich in der Nacht nicht trauen, zur Gemeinschaftstoilette zu gehen, weil sie Angst haben vor anderen Flüchtlingen. Sie haben irgendwo ein Töpfchen oder eine Dose und verrichten da ihre Notdurft.“
Die Reporter-Frage, ob es sich hierbei um die Regel oder um Einzelfälle handelt, beantwortet der Priester wie folgt:
„Ich kann nur das wiedergeben, was man mir anvertraut. Es gibt in dieser Hinsicht ja eine große Schamgrenze. Ich höre von einzelnen Fällen, aber es sind nicht wenige.“

Schutzräume für homosexuelle Flüchtlinge  – aber nicht für christliche?

Daher schlägt der Geistliche vor, Flüchtlinge nach Religionen und Ethnien getrennt unterzubringen.

Auf die Frage, ob seitens der Kirche ausreichend auf die erwähnten Übergriffe gegen Christen hingewiesen wurde, erklärt der Flüchtlingsbeauftragte:

„Nach Köln getrauen sich nun die Bischöfe, das Thema anzusprechen. Aber bis dahin wollte man eigentlich nichts hören. Es ist schon verrückt: Es werden Schutzräume eingerichtet für homosexuelle Flüchtlinge, aber für Christen getraut man sich das nicht.“

Mittlerweile hätten sich die Erzbischöfe Schick und Koch geäußert, Kardinal Woelki wolle im Erzbistum Köln ein Flüchtlingsheim speziell für Christen einrichten:
„Aber man war lange viel zu zurückhaltend. Das werfen uns unsere orientalischen Mitbrüder ja auch vor: Warum schweigen die europäischen Bischöfe zu dem Unrecht, das Christen hier und im Nahen Osten geschieht?“
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Der HERR hört das Seufzen der Gefangenen und ER befreit die Todgeweihten

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 102 (101), 2-3.16-17.18-19.20-21.

HERR, höre mein Gebet!
Mein Rufen dringe zu dir.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir!
Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu!
Wenn ich dich anrufe, erhöre mich bald!

Dann fürchten die Völker den Namen des HERRN
und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.
Denn der HERRN baut Zion wieder auf
und erscheint in all seiner Herrlichkeit.

ER wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu,
ihre Bitten verschmäht er nicht.
Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht,
damit das Volk, das noch erschaffen wird, den HERRN lobpreise.

Denn der HERR schaut herab aus heiliger Höhe,
vom Himmel blickt ER auf die Erde nieder;
ER will auf das Seufzen der Gefangenen hören
und alle befreien, die dem Tod geweiht sind.

 


Angela Merkel – eine „Göttin“ und Zentralfigur einer neuen Zivilreligion?

Mathias von Gersdorff

Aus der Bibel kennen wir die Aussage Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich“.0653a-bildungsplan-demo-1-2-1448b12b252812529

Dieser Satz hat zurzeit Hochkonjunktur in Deutschland: Was Angela Merkel für alternativlos erklärt, hat den Rang eines Dogmas in der neuen Religion vieler Deutscher. In den Talkshows am Sonntagabend nach den drei Landtagswahlen war für die Mehrheit der Teilnehmenden klar: Ca. 80 Prozent wollen Angela Merkel. Die anderen sind Ketzer oder Abgefallene.

Diese neue Ersatzreligion erlebt man schon eine Weile in den sozialen Netzwerken, vor allem auf Twitter. Jegliche Kritik an Merkel wird dort als Blasphemie empfunden. Ihre Flüchtlingspolitik wird mit einem Eifer verteidigt, der schon längst die politische Diskussionsebene verlassen hat.

Christian Geyer hat in der FAZ vom 15. März 2016 treffend bemerkt: „Der Flüchtling hat sich von der konkreten Flüchtlingspolitik längst gelöst und ist in die zivilreligiöse Substanz Deutschlands eingegangen. Das haben Dreyer und Kretschmann früher und genauer erkannt, als Merkels Parteisoldaten . . . Merkels >Wir schaffen das< war von Anfang an der Versuch, Deutschland repetitiv auf eine neue zivilreligiöse Formel einzuschwören“.

Aus der Geschichte weiß man, dass Deutsche anfällig dafür sind, die weltliche Herrschaft übertrieben zu sakralisieren, wenn nicht gar zu vergöttlichen.

Für die Germanen war der Herrscher eine sakrale Figur  –  fast wie ein Priester. Die Christianisierung hat diese tief verwurzelte Einsicht nicht völlig zivilisieren können, so dass die Deutschen nie ganz akzeptiert haben, dass die weltliche und die geistliche Ordnung unterschiedliche Dinge sind. Der Investiturstreit blieb lange ein Trauma im kollektiven Gedächtnis mancher Deutscher. Das protestantische Summepiskopat (kirchliche Leitungsgewalt der Landesfürsten) ist eine sanfte Form des Cäsaropapismus.

Diese Reflexe sind heute wieder voll aufgeblüht. So erhält Merkel einen geradezu göttlichen Status und ihre Politik wird wie das Lehramt einer Religion empfunden, wie wir die Probleme dieser Welt lösen können: Flüchtlingskrise, Finanzkrise, Eurokrise, Energiekrise, Erderwärmung etc.032_29A

Daraus könnte man eine Litanei dichten:

Erhabene Angela, sprich für uns in der Welt.
Mächtige Angela, rette unser Geld vor der Finanzkrise.
Starke Angela, verschone uns vor der Klimakatastrophe.
Weise Angela, beende die Flüchtlingskrise.
Weitsichtige Angela, halte die EU zusammen
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Es scheint so zu sein, dass Existenzkrisen besonders geeignet sind, diese religiösen Reflexe dem Herrscher gegenüber zu erwecken.

„The Hero with a Thousand Faces“ von Joseph Campbell ist das Standardwerk, das diesen Sachverhalt beschreibt. Der deutsche Titel lautet „Der Heros in tausend Gestalten“.

Campbell zeigt, dass der Werdegang vom Menschen zum Helden, der in den Olymp aufsteigt, in allen Kulturen derselbe ist: Nach mehreren Prüfungen und einem Hinabsteigen in die Unterwelt, in der er sich bewahrheiten muss, steigt der Mensch zum gottähnlichen Helden auf.

In den Augen vieler Deutscher ist genau das mit Angela Merkel geschehen: Sie überwand bisher alle Prüfungen und wird auch die Flüchtlingskrise überstehen. Sie ist gesegnet mit einer Weisheit, die sie unfehlbar macht. Am Ende werden alle Menschen erkennen müssen, dass Merkel immer recht hatte, auch in den Momenten, als der Glaube vieler wankte und sogar in Feindseligkeit umschlug. be2004_38_551

Vielleicht sind die Deutschen aufgrund ihres gesteigerten Sicherheitsverlangens besonders anfällig für diese Mythenbildung. Unsere Bundesbürger investieren wenig in Aktien, sondern bunkern lieber Geld. Sie versichern sich gegen alle möglichen Widrigkeiten des Lebens. Schon in der Jugend sorgen sie sich, wie es ihnen im Alter ergehen wird.

Vielleicht kommen deshalb Typen wie Angela Merkel so gut an: Immer noch tritt sie cool auf, als ob nichts ihr anhaben könnte. Längst steht sie über den Untiefen der Parteipolitik und der Politik überhaupt. Ihr einziger Orientierungspunkt sind die Leitsätze der Religion, die sie selber kreiert hat. Sie tritt dermaßen sicher auf, dass sie tatsächlich an diese Ersatzreligion zu glauben scheint und viele damit zu hypnotisieren vermag.

Auch diesen Sachverhalt beschreibt Joseph Campbell. Es handelt sich um eine neue Variante des Schamanismus.

In Zeiten großer emotionaler Aufregung tut der Schamane nichts anderes, als das Objekt zu sein, auf welches die Menschen ihre Urgefühle projizieren. Im Trancezustand schafft der Schamane die Kommunikation zu den höheren Kräften, indem er eine Reise antritt. Auch in dieser muss er viele Prüfungen überwinden, doch am Ende wird wieder die rechte Ordnung hergestellt.

Kann man auf diese Weise die gleichsam hypnotische Wirkung Merkels auf viele Menschen hierzulande erklären? Vielleicht können Tiefenpsychologen uns diese Frage beantworten.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und schreibt über aktuelle Themen hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


Irak: IS-Terroristen verbrennen in Mossul christliche Bücher und Broschüren

Ein vom Islamischen Staat (IS) veröffentlichtes Video dokumentiert die Verbrennung christlicher Bücher in der Region Mossul. Die Bilder zeigen, wie ein dschihadisti027_24scher Kämpfer Bücher und Broschüren in das Feuer wirft, auf deren Deckblatt ein Kreuz zu erkennen ist.

Das Video mit dem Titel “Das Büro für Bildung zerstört christliche Lehrbücher in Mossul” ist seit Ende letzter Woche über die App “Amaq News” zu sehen, die aktuelle Nachrichten über militärische Operationen und terroristische Anschläge des IS veröffentlicht.

Wie einheimische Beobachter berichten, soll es sich bei den verbrannten Büchern um Schulbücher für den Religionsunterricht christlicher Grundschüler in Mossul handeln.

Quelle: Fidesdienst


Mexiko: Katholischer Bischof unterstützt das Verbot von „Drogenballaden“

„Musik soll zur Erbauung beitragen und nicht zerstörerisch sein! Diese Art von Musik, die heute modern ist, wird den Gemütszustand vieler Jugendlicher beeinflussebildma1n. Wenn sie solche “Drogenballaden” hören, dann werden sie versuchen, Personen nachzuahmen, die illegale Aktionen propagieren, denn wer eine andere Musik hört, dem wird auch ein anderer Lebensstil gefallen”, erklärt der katholische Bischof José Galindo (Coahuila, Mexiko).

Mit dieser Position unterstützt das Oberhaupt von Torreon das geplante Verbot der Verbreitung sog. “narcocorridos” des Gouverneurs von Coahuila.

„Narcocorridos“ (Drogen-Balladen) sind ein musikalisches Subgenre des sog. Corrido, die einst die Heldentaten der mexikanischen Revolution besangen, und heute die Welt der mexikanischen „Narcos“ thematisieren, weshalb sie auch als mexikanische Version des Gangsta-Rap bezeichnet werden.

Quelle: Fidesdienst


CSU-Politiker fordern von Merkel dringend eine Wende in der Asylpolitik

Die Ergebnisse der Landtagswahlen sind aus Sicht der CSU vor allem auf den Asyl-Kurs der Kanzlerin zurückzuführen, an dem sie auch nach dem desolaten Wahlausgang hartnäckig festhält.  CSU facebook

Der CSU-Politiker Hans-Peter Friedrich, stellv. Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag, erklärte unumwunden: „Das Wählervotum ist eine klare Stellungnahme zu einer verfehlten Flüchtlingspolitik der Bundesregierung.“  – Er fügte hinzu: „Die Parteien müssen reagieren. Wenn die Parteien aus dem Ergebnis nichts lernen, wird die AfD im nächsten Jahr im Deutschen Bundestag sitzen – und das zweistellig.“

Schon seit September 2015 fordert die bayerische Schwesterpartei einen Kurswechsel in puncto Massenzustrom nach Deutschland. Zu den CDU-Wahlniederlagen sagte CSU-Chef Seehofer am gestrigen Montag: „Der zentrale Grund ist die Flüchtlingspolitik. Es hat überhaupt keinen Sinn, da vorbeizureden“.

„Die Botschaft aus der Bevölkerung heißt: Wir brauchen endlich wirksame Lösungen in der Flüchtlingskrise“, fordert CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer (siehe Foto).

Der bayerische Finanzminister Markus Söder pflichtet ihm bei: „Es kann ja nicht sein, dass wir einfach so zur Tagesordnung übergehen und sagen, alles bleibt so, wie es ist.“

Eine deutliche Ansage kam auch von CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer: „Die Kanzlerlin weigert sich nach wie vor beharrlich, eine Obergrenze für die  Zuwanderung festzuschreiben.“  –  Die CDU müsse ihren Kurs dringend ändern: „Dies ist auch notwendig für die Stabilität unseres Landes.“


Israel protestiert gegen iranischen Raketentest

Israel verurteilt die jüngsten iranischen ballistischen Raketentests. Ganz Israel und große Teile des Nahen Ostens liegen in Reichweite dieser Raketen, eine Region, die gegenwärtig in einen blutigen Konflikt verwickelt ist, der zu Flüchtlingswellen innerhalb der Region und nach Europa führt. 100714052333-b1-

Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden erklärte in den Medien, dass der Großteil des iranischen Raketenarsenals israelisches Gebiet erreichen kann.

Ballistische Raketentests stellen eine schwerwiegende Verletzung der Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrats dar, in der das Nuklearabkommen zwischen dem Iran und den 5+1 Mächten bestätigt wurde. Die Resolution verbietet dem Iran den Abschuss von Raketen, die mit einem Nuklearsprengkopf bestückt werden können – genau jene Art Raketen, die der Iran vergangene Woche abgeschossen hat.

Die Entwicklung von Boden-Boden-Raketen, die nuklearsprengkopftauglich sind, stellt in Frage, inwiefern der Iran beabsichtigt, das Nuklearabkommen vollständig einzuhalten.

Der Iran ignoriert weiterhin die Forderungen der internationalen Gemeinschaft und entwickelt weiter seine Aggressionsmöglichkeiten. Es scheint, die „Charme-Offensive“ von Zarif-Ruhani ist nicht mehr als ein Ablenkungsmanöver, um die wahren Absichten des Ayatollah-Regimes zu verschleiern.

Israel ruft die internationale Gemeinschaft auf, hart und bestimmt auf weitere iranische Raketenabschüsse zu reagieren und auf die anhaltende iranische Entwicklung von Boden-Boden-Raketen – eine Verletzung der Resolution des UN-Sicherheitsrats. Irans ballistisches Raketenprogramm muss aufhören.

Quelle: Außenministerium des Staates Israel