Das Feindbild vieler Medien: Nicht der Islamismus, sondern der „Rechtspopulismus“

Von Dr. David Berger

Wer nur die Kommentare von deutschen Politikern und Medienleuten zur Kenntnis nimmt, der wird glauben, dass die Terrorakte in Brüssel auf das Konto von Rechtspopulisten oder Neonazis gehen. Es sind aber keine AfD- oder Pegida-Anhänger, die als Selbstmordattentäter Unschuldige in den Tod bomben. Wir müssen endlich offen über die Feinde und deren Ideologien sprechen!  pressefotoberger11

Diese fast reflexartig erfolgenden Kommentare sind sozusagen eine kaum verändertere Neuauflage der Statements, die viele Politiker angesichts des Terrors von Paris im vergangenen Jahr von sich gaben:

Nach anfänglicher Betroffenheit konnten sie mit der größten Sorge, die sie im Zusammenhang mit dem Blutbad empfanden, nicht lange hinter dem Berg halten: der Angst, ihre Partei könnte dadurch Wählerstimmen verlieren. Das sagten sie natürlich nicht so, sondern sie warnten unaufhörlich davor, nun den Islam als ganzen zu beschuldigten.

Und statt sich energisch auf die Seite der Juden in unserem Land zu stellen (denn die Anschläge von Paris waren auch ganz wesentlich antisemitisch motiviert), solidarisierte man sich mit den Moslems. Nicht weil man Moslems so gerne hat, wie mancher Verschwörungstheoretiker vielleicht jetzt munkeln wird. Sondern schlicht aufgrund der Tatsache, dass man Angst hatte, dass islamkritische Parteien wie die AfD nun aus der Katastrophe Kapital schlagen und den etablierten Parteien Wähler abluchsen könnten.

Junge Grüne: Keine Angst vor Islam, sondern vor Rechtspopulismus

Auch diesmal glaubt man sich in einem Deja-vue. Eine der ersten im Chor der gefährlich Desorientierten war Irina Studhalter von den „Jungen Grünen“, die sich selbst auf Twitter als feministische Campaignerin bezeichnet.

Das Blut der Opfer von Brüssel war noch nicht trocken, als sie auf Twitter wissen ließ: „Ich habe Angst. Nicht vor dem Islam, nicht vor dem Terror – sondern vor der rechtspopulistischen hetze, die folgen wird. #Brussels“

Dass die selbst ernannte Campaignerin für diese Position keine Kampagne mehr initiieren muss, sondern diese bereits zum guten Ton in jenen Ländern gehört, die bislang vom Terror weitgehen verschont geblieben sind, zeigten dann die weiteren Reaktionen.

Dunja Hayali, bereits bekannt für ihre die Tatsachen ideologisch vernebelnden Statements, tönte auf Facebook in alt bekannter Weise: „geschockt. fassungslos. nach der Türkei, jetzt Belgien. Terror bleibt Terror. egal wo, egal von wem. aber dieser Hass vergiftet alles. er bombt sich fest: in Taten, in Worte. aber hoffentlich nicht in unsere Köpfe, in unsere Herzen. mehr worte habe ich nicht. dh“

Künstliche Hysterie um Beatrix von Storch

Weil sich so recht keine rechtspopulistische Hetze einstellen wollte, erklärte man dann schlicht die Aussagen der üblichen Verdächtigen dazu und echauffierte sich künstlich. So etwa über einen Tweet der AfD-Politikerin Beatrix von Storch (siehe Foto):AFD_EU_Abgeordnete

„Viele Grüße aus Brüssel. Wir haben soeben das Parlament verlassen. Hubschrauber kreisen. Militär rückt an. Sirenen überall. Offenbar viele Tote am Flughafen und am Zentralbahnhof. Hat aber alles nix mit nix zu tun.“

Die Süddeutsche Zeitung sieht darin einen „nicht überbietbaren Zynismus“ und die Unfähigkeit, Anteil zu nehmen. Noch schlimmer sei allerdings ihre nachfolgende ausführliche Stellungnahme auf Facebook: „Sie hat erneut einen schrecklichen terroristischen Anschlag für ihre eigenen Zwecke und für die politische Agenda der AfD genutzt“ urteilt die Tageszeitung aus München.

Was hat von Storch nun konkret geschrieben?
„Wer jetzt immer noch nicht verstanden hat, worum es geht, wer jetzt wieder die Warner und Mahner attackiert und meint, das Problem löse sich mit Lichterketten, Integrationskursen und Wegsehen, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir haben ein Problem in Europa. Das Problem ist importiert. Wir vergrößern das Problem jeden Tag. Und: das Problem hat mit dem politischen Islam zu tun. Nicht mit allen Muslimen. Aber mit dem politischen Islam.“

Die Aufregung über die Aussagen von Storchs ist nur verständlich, wenn man die zum journalistischen Dogma erhobenen, fast ritualhaft abgebetenen Statements der Hayalis und Studhalters im Kontrast dazu betrachtet:

Im Hause des Gehängten ist vom Strick zu schweigen

Für sie darf sich zum islamistischen Terror in Europa nur äußern, wer zugleich die Tatsache verschweigt, dass es eine Ideologie gibt, die die Basis all dieser Terrorakte darstellt. Nur der, der zwar „Terror“ sagt und sein Entsetzen darüber kundtut, aber auf keinen Fall die genauere Benennung „islamistisch“ hinzufügt. Es gilt das strenge Gesetz, dass im Hause des Gehängten nicht vom Strick geredet werden darf.

Stattdessen gilt die dumpfe Hayali-Parole: “Egal vom wem”. Nein, es ist nicht egal von wem. Es sind keine jüdischen, christlichen, atheistischen oder buddhistischen Terrorgruppen, die derzeit dabei sind, Angst und Schrecken weltweit, besonders aber auch in Europa zu verbreiten. Es sind keine AfD- oder Pegida-Anhänger, die als Selbstmordattentäter Unschuldige in den Tod bomben. Es sind keine Neonazis mit Glatzen und Springerstiefeln, die dafür sorgen, dass das Europa der Aufklärung und der offenen Gesellschaft dem Untergang geweiht ist, wenn wir nicht endlich über seine Feinde und deren Ideologie sprechen.be2004_38_551

Beatrix von Storch, das muss ich eingestehen, obwohl ich weder mit ihr noch mit der AfD sympathisiere, hat es getan. In jenem Facebookeintrag, den man zur Grundlage des gewollten Echauffierens machte, schreibt sie:

„In aller Klarheit aber auch dies: wer jetzt immer noch nicht verstanden hat, worum es geht, wer jetzt wieder die Warner und Mahner attackiert und meint, das Problem löse sich mit Lichterketten, Integrationskursen und Wegsehen, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir haben ein Problem in Europa. Das Problem ist importiert. Wir vergrößern das Problem jeden Tag. Und: das Problem hat mit dem politischen Islam zu tun. Nicht mit allen Muslimen. Aber mit dem politischen Islam.“

Lieber stehend kämpfen als knieend sterben!

Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer dass es geradezu fahrlässig und brandgefährlich ist, dass dies von Politikern der Mitte so nicht ausgesprochen wird. Und dass wir immer vor Augen haben sollten, dass unsere Heimat, dass das Europa der Freiheit, der Demokratie und der offenen Gesellschaft, das wir angemessen Abendland nennen, nur zu retten ist, wenn wir seine Feinde klar benennen, um sie danach zu bekämpfen.

Das klingt unbequem und das wird es auch werden. Aber wir haben letztlich nur zwei Möglichkeiten: Für unsere Heimat, die Europa ist, zu kämpfen oder mit ihr zu sterben.Und nur eine Möglichkeit ist für mich wirklich wählbar, auch wenn die meisten meiner publizistischen Kollegen derzeit in eine andere Richtung gehen. Ihnen kann ich in Abwandlung jenes berühmten Satzes des von Islamisten ermordeten Charlie Hebdo-Chefredakteurs Stéphane Charbonnier nur raten: Lieber stehend kämpfen als kniend sterben!

Quelle: http://www.theeuropean.de/david-berger/10819-islamistischer-terror-in-bruessel#


8 Kommentare on “Das Feindbild vieler Medien: Nicht der Islamismus, sondern der „Rechtspopulismus“”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Philosophia Perennis – der Theologe und Journalist und Philosoph David Berger usw.

    https://philosophia-perennis.com

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  2. Anonym sagt:

    Wieviele Straftaten begehen jährlich in Deutschland rechtsradikale Täter?

    Statistiken lügen nicht!

    Natürlich müssen Haßprediger in Moscheen gestoppt werden. Salafistische Umtriebe müssen verboten werden. Genauso wie die Ausbreitung fremdenfeindlichen Gedankengutes.

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    • Horst sagt:

      Seit die Familienministerin die Mittel im Kampf gegen Linksextremisten gestrichen hat, um sie für den Kampf gegen rechts einsetzen zu können, scheint es die Linksradikalen nicht mehr zu geben. Antifa und Co. können nun unbeobachtet alle Andersdenkenden zusammenprügeln – nach Lust und Laune. Was ist aus dieser Republik nur geworden?

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    • Christoph Rebner sagt:

      Na, wieviele denn?

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      • Anonym sagt:

        Lt. Jahresstatistik des Bundesinnenministeriums haben rechtsextreme Straftaten in 2015 gegenüber 2014 um 30% zugenommen.

        921 rechtsextreme GEWALTTATEN wurden in 2015 verzeichnet. Darüber hinaus gibt es eine Dunkelziffer.

        Gewalttaten müssen verhindert werden, egal, ob diese von der rechten oder linken Szene oder von Männern an Frauen begangen werden.

        Wer Gewalttaten verharmlost oder relativiert, der wird zum geistigen Mittäter.

        Fingerzeige auf rechte oder linke Gewalt lösen das Problem nicht. Die Bürger werden vor Gewalt nur durch Polizeipräsenz geschützt.

        Deshalb müssen wir dafür eintreten, dass das Polizeipersonal aufgestockt wird. Auch wenn es zusätzliche Steuern kostet.

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  3. Adolf Breitmeier sagt:

    Für einen Mohammedaner und einen Islamversteher sind solche Anschläge mit Mord und Vernichtung nichts anderes als GOTTESDIENST, denn genau solches fordert Mohammed von den Anhängern des Mondgötzen Allah, Herr des Sirius und Vater von drei (verleugneten) Töchtern im KORAN (Obama nennt ihn heilig!!!). Gottesdienst stellt man sich anders vor. Wer die Urheber so deutlich nennt wie Frau von Storch (ich gehöre ihrer Partei nicht an), der wird erbarmungslos niedergeknüppelt. Endlich ein OPFER. Was sie sagte, war schlimmer als alle Morde zusammen. So muss man das machen. Haltet den Dieb!!! Allerdings kommt auch die ohnmächtige Wut über die eigentlich selbst zu verantwortenden Zustände und Umstände in Deutschland und Europa hinzu. Aber Zorn ohne Macht wird verlacht. Oder wie hier: niedergemacht!!

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    • Endlich!—-wenn auch nur in einer kleinen Zeitung, von der ich zuvor nie etwas gelesen hatte, die wohl ja auch kirchlich (Christlich) eingebunden ist—–dennoch: nachdem die Gleichschaltung aller, auch von mir zuvor sehr geschätzten Zeitungen (etwa „Die Zeit“), Journaillen und TV-Kanälen…meist „main media“ genannt… so offenbar geworden ist, dass ich inzwischen von einer so straffen Zensur , die in propagandistischen Journalismus abgleitet, nicht mehr nur enttäuscht bin, mich sorge und , ja, mich inzwischen verhöhnt fühle—- ich denke, man muss nicht mehr (so wie ich) Linguistik studiert haben , um dieses scheinbar alle Intelligenz der Leser verdrängenden???…auf jeden Fall müßte jeder moderat intelligente und nachdenkende Leser empört, zornig… und vielleicht gar schon in eine, bei so offenkundiger Zensur=Gleichschaltung und nun in propagandistische Wortführung abgeglittener Journalismus ja auch immer gewollte(!!!) , aus Verzeiflung geborene Lethargie abgedriftet sein!
      Auch ich gehöre keiner Partei an: aber , ganz auffällig bei der „AfD“, die schon fast im Vorhinein als „rechtspopulistisch“ tituliert wurde…dieses degradierende Adjektiv wird ja inzwischen immer beigefügt, als gehöre es mit zum eigentlichen Namen der Partei —und das ist eine altbekannte progandistische Methode, die dann jegliche Perspektiven-Öffnung versperrt, also als „Gemeinwissen vorausgesetzt, eine Aburteilung, die analysefrei genau das tut, was man dieser Partei fraglos unterstellt, nämlich „Populismus“… im Sinne von einseitiger Argumentation, die dann der „Volksverhetzung“ verdammt nahe kommt.

      Zur auch nur mehr in Schwarz-Weiß beschriebener Migrationsproblematik…insbesondere der weiterhin als möglich, machbar umflorten „Integration“ des Islam: Nein, man ist nicht xenophob („fremdenfeindlich“…mag das Wort nicht mal lesen, hören…es reicht!), wenn man eine kritische Haltung gegenüber dem Islam vertritt: ich verwehre mich auch ganz persönlich gegen diese Unterstellung, bzw. Gleichsetzung von berechtigter (gucken wir uns nicht mehr um??? in anderen europäischen Ländern: England, Schweden, usw.) großer Sorge, ja, auch wachsender , genau so berechtigter Ängste , besonders bei den schon direkt „Betroffenen“, .den sehr wohl Attackierten, den Verstörten… von aggressiven Verhaltensweisen von Muslimen , in keiner Weise Integration überhaupt erwägenden Islamisten und dazu noch den jeden öffentlichen Raum einnehmen dürfenden Islam-Predigern.
      Wir leben in einer säkularisierten Gesellschaft: eine Säkularisation gibt es im Islam nicht! Kann und darf es nicht geben: es ist eine allumfassende (Rechtsprechung, Sozialwesen,Politik= faschistisch-diktatorisch und all das ohne die Möglichkeit des Widerspruchs, da der „Diktator“ ja , meine Güte: frühestes Mittelalter, und jetzt noch mal…?!?—- der „Eine, Allmächtige Gott“ (Allah heißt Gott) ist… und sein Handelsvertreter auf Erden, der Herr Mohammad… und Punkt! „Friedlichen“ Islam soll es irgendwann geben (allerdings ist die Auslegung von „friedlich“ eine den europäischen Kulturen ganz sicher eher erschreckende: alle unter Kontrolle, Vorschriften bis hin zur Vermummung der Frauen, eine barbarische „Rechtsprechung“, die zudem so drastisch misogyn ist, dass man schreien möchte… )…. dieser „friedliche Islam“ ist jedoch erst dann vorgesehen, wenn die gesamte Welt islamisiert worden ist. Dankeschön, kein Interesse! Tja: das könnten wir dann nicht mehr sagen…..entweder „Sich Ergeben“= „Islam“…. auf die Knie und ….wie bitte: freie Meinungsäußerung????—- Säkularisation (Trennung von Staat und Religion) ??????, also darauf hat Allah eine klare Antwort: Todesstrafe. Aber alles eben friedlich….

      Gestern las ich von einer der unzähligen Talkshows… da geht es dann immer ja um all die vielen „moderaten Muslime“ (ja, da hab ich eine scharfe Frage: was soll das sein: sie müßten dann eigentlich austreten…alles andere ist Heuchelei! Und Geschwafel… der Koran ist sehr deutlich… und der steht im Zentrum dieser „Religion“, die in Wahrheit eine erschreckende Ideologie ist!…. es erinnert mich an das berühmte „Ein Bisschen Schwanger…“ )—- und dann kam allen Ernstes einer Politiker aus Bundesliga mit dem angeblich doch sinnvollen —-NEIN!!!—- Argument: die Integration ist durchaus wünschenswert (sorry, träum…oder schleim…weiter!)— es müßte eben aber ein…“Aufgeklärter Islam“ sein….Mensch, wie weit will man (oder: muss man???) sich noch entblöden—-Aufklärung im europäischen Sinn und kulturhistorischen Zusammenhang hieße, dass es keinen Islam mehr gäbe!
      So. und nun????

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