Frankreich: Terroranschlag knapp verhindert

Französische Ermittler haben offenbar einen kurz bevorstehenden Terroranschlag verhindert. Das teilte der Anti-Terror-Staatsanwalt François Molins nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa mit. Vorausgegangen war die Festnahme des Islamisten Reda K. vor einer Woche, der einem Terrornetzwerk angehört haben soll, das unmittelbar vor einem Anschlag stand. Facebook-Zitat-Stein

Es sei bislang kein klares Ziel identifiziert worden, sagte der Staatsanwalt, beim derzeitigen Stand der Ermittlungen deute aber alles darauf hin, daß die Entdeckung des Verstecks im Pariser Vorort Argenteuil eine brutale Attacke verhindert habe. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve sagte laut dpa kurz nach der Festnahme des 34-Jährigen, es sei ein Anschlagsplan im „fortgeschrittenen Stadium“ vereitelt worden.

In der Wohnung sei laut Molins ein „Arsenal in noch nicht da gewesenem Ausmaß“ gefunden worden. Die Ermittler hätten fünf Kalaschnikow-Sturmgewehre, eine Maschinenpistole, sieben Feuerfaustwaffen, 1,3 Kilogramm industriellen Sprengstoff, 105 Gramm TATP-Sprengstoff und „chemische Elemente“ sichergestellt.

Zudem hätten sich zwei Plastikkanister mit Säure, Komponenten, die als Bombenzünder verwendet werden können, fünf gestohlene Pässe, sieben Telefone und Spritzen in dem Versteck befunden.

Quelle und weiterer Text hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2016/franzoesische-polizei-vereitelt-anschlag/


Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst?

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 8,2.5.6-7.8-9.

HERR, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Was ist der Mensch, dass du seiner denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
mit Herrlichkeit und Ehre ihn gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt:

All die Schafe, Ziegen und Rinder
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

 


Israel: Militär-Erklärung zur Tötung eines palästinensischen Gewalttäters

Am vergangenen Donnerstag (24.3.) griffen zwei Palästinenser in Hebron einen Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) mit Messern an und verletzten ihn. Soldaten vor Ort setzten die Attentäter daraufhin außer Gefecht. COLLAGE-BLUSP2

Nachdem einer der Attentäter bereits auf dem Boden lag, schoss ein Soldat auf ihn und tötete ihn. Videoaufnahmen dieses Vorgangs werden derzeit im Internet verbreitet.

Der Sprecher der ZAHAL, Lt. Col. Peter Lerner, erklärte dazu am gleichen Tag:

„ZAHAL betrachtet diesen Vorfall als schwerwiegende Verletzung der Werte, Verhaltensnormen und Richtlinien für Militäroperationen der israelischen Armee. Eine Untersuchung durch die Militärpolizei ist eingeleitet worden und der beteiligte Soldat wurde in Gewahrsam genommen. Alle Soldaten, die daran beteiligt waren, und alle erteilten Befehle werden untersucht werden.“

Quelle: Israelische Botschaft


Visionärer „Rosenkranz zum Jesuskind“: Herkunft unklar, Inhalt fraglich bis unsinnig

Von Felizitas Küble

Während der klassische, seit Jahrhunderten bewährte Psalter (der freudenreiche, schmerzhafte und glorreiche Rosenkranz) die biblisch grundgelegten Glaubensgeheimnisse in den Mittelpunkt des Gebetes rückt, handelt es sich bei den Extra-Rosenkränzen  –  die meist auf angebliche „Visionen“ zurückgehen  –  in der Regel um fromme Verse und Anmutungen, die zwar nicht direkt unrichtig sind, aber reichlich kindlich bis fraglich; in keinem einzigen Fall erreichen sie die gehaltvolle Qualität des überlieferten Schneeflocke-DSC_0409-3Rosenkranzes.  

Ein Beispiel dafür ist auch der sogenannte „Rosenkranz zum Jesuskind“ (nicht zu verwechseln mit dem weitaus älteren Jesuskind-Rosenkranz im Zusammenhang mit der Verehrung des Prager Jesuleins).

Hier wird diese Andacht beispielsweise propagiert: http://www.rosenkranzgebete.de/jesus/rosenkranz-zum-jesuskind/herkunft-des-rosenkranzes/index.php

Dieser „Rosenkranz zum Jesuskind“ geht auf eine Sonderbotschaft zurück, wobei die visionäre Person namentlich nicht erwähnt wird. Dies allein macht schon stutzig.

Es heißt dann weiter: „Die allerheiligste Jungfrau Maria gibt diesem Rosenkranz ein Privileg:  Wer auch immer ihn in irgendeinem Bedürfnis beten wird, wird schnell erhört werden.“

Verstiegene Zusagen und Versprechungen

Diese „Verheißung“ ist nicht nur reichlich gewagt, schlichtweg verstiegen, zumal von „irgendeinem Bedürfnis“ die Rede ist. Der allmächtige Gott läßt sich nicht durch eine bestimmte Formel oder einen Sonder-Rosenkranz gleichsam zur Gebetserhöhrung „zwingen“.

Daran ändert auch folgende Hinzufügung nichts: „Das Jesuskind wirkt schnell und unverzüglich.  Nichts verweigert der himmlische Vater dem göttlichen Kind.“  – Gerade Christus selbst lehrt uns doch im Vaterunser die Bitte: „Dein Wille geschehe!“  – Gottes Wille möge also geschehen, nicht der unsrige (auch nicht unter einem scheinbar „frommen“ Mäntelchen).

Zudem heißt es, das Jesuskind habe der visionären Person gesagt: Um was du auch immer bitten wirst, werde ich dir geben – wirst du erhalten. Merke es dir!“

Abgesehen davon, daß Gott sich nicht zu widerholen braucht („werde ich dir geben, wirst du erhalten“), entspricht auch diese Zusage nicht der Haltung, wie sie Christus gelehrt und vor seinem Leiden und Sterben selber vorgelebt („Nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“) hat.christus

Falschmystisches Verdrängungsprinzip

Statt der freudenreichen, schmerzhaften oder glorreichen Glaubensgeheimnisse, die wir beim „normalen“ Rosenkranz beten, soll hier die folgende Formel gesprochen werden:

„Jesuleins Herz, geboren aus der allerheiligsten Jungfrau Maria im Bethlehems Stall – segne die ganze Menschheit, erneuere ihre Herzen, umstrahle die Familien, lehre sie Gott lieben.“

Abgesehen davon, daß die Gottesmutter nicht allein „Jesuleins Herz“, sondern den ganzen Christus geboren hat, fragt man sich, warum die Gebetsbitten theologisch eher nebensächlich sind:

„Erneuere ihre Herzen“: Welche Herzen? Etwa die der „ganzen Menschheit“?

Was heißt sodann: „Umstrahle“ die Familien?  – Und warum sollen allein die Familien „Gott lieben“? 

Weshalb ist hier nirgends von Erlösung die Rede? Das wichtigste Heilsgeschehen durch Christus ist nicht der Segen oder die „Herzenserneuerung“, auch nicht das „Umstrahlen“ der Familien, sondern die Rettung der Menschen aus ihrer Verlorenheit.   media-390606-2 - Kopie

Wie so oft bei fromm klingenden  „visionären“ Botschaften wird also das Wesentliche, das Entscheidende durch etwas weniger Wichtiges oder gar Fragwürdiges  v  e  r d r ä n g t  (falschmystisches Verdrängungsprinzip).

Die angeblich „begnadete“ Person, welche diesen Extra-Rosenkranz angeblich von „oben“ erhielt, berichtet außerdem, daß der „ganze Himmel“ diesen Rosenkranz ebenfalls bete, ja sogar folgendes wird geschildert: „Das Jesuskind kniete in der Luft nieder, faltete die Händchen zum Gebet und betete zusammen mit mir den Rosenkranz.“

Dies ist offensichtlich blühender Unfug, zumal auch das Vaterunser zum Rosenkranz gehört; der Gott-Mensch hat es natürlich nicht selber gebetet, sondern seine Jünger aufgefordert: „So sollt ihr beten!“  – Wie sollte denn Christus z.B. sagen: „Vergib uns unsere Schuld“ oder „Und erlöse uns von dem Bösen“.  – ER bedarf ja keiner Erlösung, sondern ER ist selber der Erlöser.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Polizeigewerkschaft will schärfere Gesetze: Fällt Deutschland unter die Räuber?

„Bundesländer verhalten sich wie Provinzfürsten“

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert vor dem Hintergrund bundesweit gestiegener Wohnungseinbruchszahlen im Jahr 2015, endlich effektive Maßnahmen zur Bekämpfung auf den Weg zu bringen. 033_30

DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt sieht vor allem die Länder am Zug: „Wir brauchen dringend die Einrichtung eines länderübergreifenden Vorgangsbearbeitungssystems, das recherchefähig sein muss.

Es kann nicht sein, dass eine kriminelle Bande eine Reihe von Einbrüchen in Sachsen begeht, dann weiterreist nach Nordrhein-Westfalen und dort niemand bei der Polizei auf Erkenntnisse zuvor begangener Straftaten zugreifen kann. An dieser Stelle verhalten sich die Länder immer noch wie Provinzfürsten.“

Außerdem unterstützt die DPolG den Vorschlag der CDU Hamburg, die Gesetze bei Einbruchskri-minalität so zu verschärfen, dass sie zumindest auf einen Teil der Täter abschreckend wirken. Der oft bei Gerichtsverfahren gegen Einbrecher angewandte minderschwere Fall soll abgeschafft werden und dafür der Wohnungseinbruchdiebstahl in den Katalog der schweren Straftaten aufgenommen werden.

Gewerkschaftschef Wendt hierzu:

„Es muss endlich gehandelt werden, sonst bekommen die Bürgerinnen und Bürger den Eindruck, Deutschland fällt unter die Räuber.

Es muss endlich klar werden, dass Wohnungseinbrüche die Bürgerinnen und Bürger erheblich beunruhigen und für die, die zum Opfer werden, jahrelange psychische Belastungen die Folge sein können.

Die Fälle, die aufgeklärt werden, lassen immer häufiger den Schluss zu, dass es sich bei Haus- und Wohnungseinbrüchen um bandenmäßig, organisierte Kriminalität handelt. Reisende, nicht ortsansässige Täter erschweren nicht selten die Ermittlungserfolge.

Deshalb brauchen wir dringend eine höhere Aufklärungsquote, denn nur wenn das Entdeckungsrisiko hoch ist, erhöht man den Druck auf die Täter.

Dazu gehört auch, neue Ermittlungsinstrumente wie das Predictive Policing einzusetzen, um durch Datenerfassung und –auswertung Strukturen und Verhalten von Kriminellen zu erkennen und vorherzusagen. Angesichts knapper Personalausstattung der Polizei sind wir darauf angewiesen, die Kräfte so gezielt wie möglich einzusetzen.“

Quelle: http://www.dpolg.de/aktuelles/news/dpolg-laender-muessen-endlich-ihre-erkenntnisse-austauschen/