Pakistan: Mörder von ermordetem christlichem Ehepaar auf freiem Fuß

„Ich habe heute keine guten Nachrichten“, schreibt die Rechtsanwältin Aneeqa Maria Anthony an die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM):

„Heute, am 16. April 2016, wurde der Ziegeleibesitzer Yousaf Gujjar, der hauptverantwortlich dafür ist, dass das christliche Ehepaar Shahzad Masih und Shama Bibi wegen angeblicher Blasphemie in einen Ziegeleibrennofen gestoßen und bei lebendigem Leib verbrannt wurde, aus Mangel an Beweisen auf Kaution aus dem Gefängnis entlassen.“
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Yousaf Gujjar hatte dem christlichen Ehepaar Schutz vor einem Mob von mehr als 2000 aufgehetzten Muslimen angeboten, dann jedoch gnadenlos ausgeliefert. Die Islamisten rissen dem Paar die Kleider vom Leib, schleppten sie nackt um die Ziegelei und schlugen auf sie ein. Dann stießen sie das Paar hintereinander lebendig in den Brennofen, wo sie verbrannten. Shama war im vierten Monat schwanger. 

Die IGFM berichtete darüber im Dezember 2014. Die Menschenrechtsverteidigerin Aneeqa Anthony ist nun selbst in größter Gefahr; sie teilte der IGFM mit:

„Wir haben den Fall vom ersten Augenblick an verfolgt. Bis heute wurden 106 Personen aufgrund unserer Recherchen als Beschuldigte inhaftiert und wir werden weiterkämpfen bis zum Schluss. Bitte beachten Sie: Yousaf Gujjar ist dafür verantwortlich, dass meine Familie und ich seit drei Monaten nicht mehr nach Hause können, dass wir vertrieben wurden und bedroht werden, meine Kinder mit dem Tode bedroht werden – und nun ist er aus dem Gefängnis raus!

Diese Person trägt die Schuld, dass ein christliches Ehepaar lebendig verbrannt wurde, dass meine Familie und ich bedroht wurden, können Sie sich vorstellen, was er jetzt tun kann? Ich bin verzweifelt und ohne Hoffnung, voller Qual und Schmerzen über dieses höchste Maß an Ungerechtigkeit für die drei Kinder von Shama und Shahzad, die ihre Eltern in der Hand dieses Mannes und seiner Helfershelfer haben leiden sehen müssen.“ 4077304320

Der Zeitpunkt für die Freilassung von Yousaf Gujjar ist systematisch vorbereitet und inszeniert worden. Rechtsanwältin Anthony, die sich sofort nach dem Verbrechen um die Kinder gekümmert hatte und dann beharrlich und nachhaltig die Verfolgung der Täter und Mitläufer aufnahm, hat sich durch die Festnahme so vieler Beschuldigter nicht nur Freunde gemacht.

Im Dezember 2015 erließ ein Mullah eine Fatwa (islamisches Rechtsgutachten), weil sie angeblich „die religiösen Gefühle aller Muslime verletzt. Wir erlassen diese Fatwa gegen sie und alle ihre Komplizen. Sie alle sollen getötet werden, wo auch immer sie gesehen werden.“

Frau Anthony musste ihr Büro verlassen und untertauchen und kann die Verfahren nicht weiter verfolgen. Bislang hat es die IGFM geschafft, den Kontakt zu ihr aufrecht zu halten. Die Bemühungen, für Frau Anthony und ihre Familie ein sicheres Aufnahmeland zu finden, waren bisher nicht von Erfolg gekrönt. Das deutsche Auswärtige Amt sah bisher keine besondere Gefährdung.

Mehr Infos zur Menschenrechtslage in Pakistan: menschenrechte.de/pakistan


One Comment on “Pakistan: Mörder von ermordetem christlichem Ehepaar auf freiem Fuß”

  1. Adolf Breitmeier sagt:

    So ist er, der gelebte Islam. friedlich, freundlich, frei (Ironie). Und so was gehört zu Deutschland, nach den Worten führender Politiker wie Herr Gauck (höchster Repräsentant unseres Staates) und Frau Dr. Merkel (die Politik bestimmende Bundeskanzlerin, zwar nur ,,Dritte“ in der protokollarischen Hierarchie, aber die mächtgste und einflußreichste der Repräsentanten). Warum verbringen diese Leute nicht einmal ihren Urlaub dort – inkognito, zeigen aber, dass sie Christen sind. Die Nähe von Ziegeleien sollten sie aber dann doch meiden!

    Liken


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