Beatrix v. Storch: Griechenland sollte eine Volksabstimmung über EU-Verbleib erwägen

Zur Einigung der Eurogruppe über einen erneuten Schuldenschnitt für Griechenland im Jahr 2018 erklärt Beatrix von Storch MdEP (siehe Foto), Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des EU-Parlaments, stellv. Vorsitzende der EFDD-Fraktion, stellv. Bundesvorsitzende der AfD und Vorsitzende des AfD-Landesverbands Berlin:AFD_EU_Abgeordnete

„Schäuble hat dem IWF einen Schuldenschnitt zugestanden, der IWF betreibt im Gegenzug durch den Aufschub ins Jahr 2018 Wahlkampfhilfe für die CDU für die Bundestagswahlen 2017.

Diese politischen Ränkespiele der Euroretter werden auf dem Rücken der reformmüden griechischen Bevölkerung und der deutschen Steuerzahler ausgetragen. Griechenland hat im Euro keine Chance. Es ist jetzt ein Hochsteuerland. Nach Eurostat wuchs die Abgabenquote von rund 33 Prozent 2010 auf 39 Prozent 2014. Zudem wurden jüngst weitere Steuerhöhungen beschlossen, um die Schulden von mehr als 180 Prozent des BIP tragen zu können.

Schon aus dem Vergleich zu Deutschland mit einer Abgabenquote von 39,5 zeigt sich, dass Griechenland nicht wettbewerbsfähig werden kann. Mittlerweile ist der Punkt erreicht, an dem Griechenland möglicherweise nicht nur aus dem Euro, sondern auch aus der EU austreten sollte. Die Brüsseler Überregulierung ist ein eklatanter Wettbewerbsnachteil, der Wachstum und Reformen verhindert.

Es wäre ein Standortvorteil, wenn die Griechen sich den strangulierenden EU-Vorschriften mit einem Referendum entzögen. Deutschland wird auf die Rückzahlung der ohnehin uneinbringlichen Kredite verzichten.“

 


5 Kommentare on “Beatrix v. Storch: Griechenland sollte eine Volksabstimmung über EU-Verbleib erwägen”

  1. Niemand sagt:

    Hat man in Brüssel einfach mal schon daran gedacht, dass man Europa wie damals die Alliierten unter sich aufteilen könnte, je mehr es in die wirtschaftliche Schieflage gerät. Warum sollte der Ami, wo sich Chinesen eingekauft haben, Interesse daran haben, den Europäern zur globalen Wirtschaftsmacht zu verhelfen. Putin hat man so brüskiert, der sollte wohl auch kein Interesse daran haben, Verlierer sind mit der Brüsseler Wirtschaftspolitik alle Europäer!
    Für einen Orden, ein Lob machen wir doch alles mit.

    Gefällt mir

  2. A. Gernandt sagt:

    Selbst der IWF teilt die Brüsseler Geld-Hilfspolitik nicht, weil sie den betroffenen Ländern mehr schaden als helfen. Wovon soll man bitte sparen, wenn man nicht bereit ist, den griechischen Produzenten mit Krediten und KnowHow unter die Arme zu greifen, wenn erkennbar ist, dass ihre Firmen sich durchaus auf dem internationalen Markt nach einer Erholungsphase behaupten könnten. Man setzt in Brüssel nur auf Sparpolitik, um das Land zur Privatisierung zwecks Globalisierung zu zwingen, um so zu einem Superstaat zu werden. Dass Putin schon fast wie ein rettender Engel auftreten kann, weil er nämlich klare Ziele zu wirtschaftlich funktionierenden Infrastrukturen hat, die das Land wieder wirtschaftlich voran bringen und natürlich russische Konzerninteressen durchsetzen kann, war absehbar. Die Griechen werden wohl Reißaus nehmen von Brüssel, da die Brüsseler Eurokraten das Land ausgeblutet für die Banken und die Finanzhoheit haben (denke man an Zypern zurück, wo alle Banken über Nacht schlossen und die Bürger enteignet und entmündigt waren) , produzierende Betriebe in Griechenland nicht mit notwendigen Krediten gefördert wurden und somit die Chance des Landes, wieder in das Verhältnis eines gesunden Brutto-Inlandsproduktes BIP zu kommen, durch eine verheerende Sparpolitik, wie selbst der IWF kritisiert, noch viel tiefer in den Ruin getrieben haben. Mit den neuesten Entscheidungen von Herrn Draghi steigern sich die Kopfschmerzen und auch die Sorge darum, welches Land nun als nächstes in den Ruin schlittert. Es ist gut, dass auch mal der IWF die Brüsseler Geld vernichtenden Entscheidungen kritisiert. Vielleicht werden wir eines Tages, sollte Putin es schaffen, das Land zu modernisieren, noch neidisch auf Griechenland schauen, das sich aus den Fesseln der EU Finanzdiktatur befreit hat. Schade nur für die amerikanischen Freunde der Brüsseler Eurokraten, die ja schon in Deutschland durch ihre Klagewelle nationale Firmen an den Existenzrand quetschen.

    Gefällt mir

  3. Füchschen sagt:

    Der Patient Griechenland wird nicht der einzige bleiben, dank der EU-Wirtschaftsmechanismen wurde lahm gelegt statt angekurbelt und unmögliche Bedingungen an die Kreditvergabe geknüpft und die Wirtschaftskraft des Landes ausgehebelt. Dies alles für einen Globalisierungs- und Privatisierungsprozess, wo die Griechen gezwungen werden, das letzte Tafelsilber ihres Landes an internationale Konzerne und Finanzhaie zu verscherbeln. Der stolze Hafen von Piräus, den haben sich teilweise schon die Chinesen gekrallt und so sieht nach meinem Verständnis keine wahre Hilfe für ein EU-Bruderland aus. Eine Hilfe wären Kooperationen mit europäischen Firmen gewesen, ohne Brachialgewalt wirtschaftlicher Enteignung. Firmen, die in Griechenland durchaus die Chance hätten, auf dem Markt zu bestehen, bekommen keine Kredite, nur weil der Finanzadel der EU globalisierende Abhängigkeiten schaffen will. Europäische wirtschaftliche Zwangsehe halt und die Bürger müssen die Lasten dieses abgehobenen Traumes eines europäischen Großstaates tragen, der auch noch…….

    Gefällt mir

  4. Adolf Breitmeier sagt:

    Ob Schuldenschnitt oder nicht, das Geld sieht keiner wieder – und die, die es haben, das sind nicht die Griechen. Im Grunde werden wir genau so beschissen wie die Griechen. Da wir das Geld sowieso nie mehr sehen > auch nicht in tausend Jahren!!! – sollten wir einfach darauf verzichten. Das sähe nach nobler Geste aus, ist aber in Wirklichkeit nur eine Anpassung an eben diese Wirklichkeit.

    Gefällt mir

  5. Fledermaus sagt:

    Wenn man in Brüssel die Wirtschaftsmechanismen nicht aushebeln und die EU als Spielcasino behandeln würde, dann hätte man begriffen, wie man Griechenland wirklich hilft und nicht, indem man die Wirtschaft lahm legt, um weiter eine unsinnige Umverteilungspolitik zu betreiben!!! Nach Griechenland werden andere kommen, die in die Krise abstürzen. Brüssels Geldpolitik ist das Problem ohne jeglichen wirtschaftlichen Sachverstand oder der Papiertiger hat Angst, dass seine Tantiemen den Bach runter gehen, da es schon längst in der EU kein gesundes Wirtschaftsverhältnis mehr gibt.

    Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s