Offener Brief einer evangelischen Christin und Apothekerin an Kanzlerin Merkel

Von Almut Rosebrock

Almut RosebrockSehr geehrte Frau Kanzlerin Merkel! 

Zunächst ein interessanter Artikel aus der Schweizer „Weltwoche“ vom 3. Juni: http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2016-22/artikel/gesinnungs-mafia–die-weltwoche-ausgabe-222016.html

Sie, Frau Merkel, haben am 31.5. mit dem Vorwurf „widerwärtig“ gegen Alexander Gauland (AfD) noch einmal nachgetreten, um klarzumachen, was man im modernen, meinungsfreien Deutschland sagen bzw. besser nicht sagen darf.

Herr Gauland hat sich entschuldigt – und ist sich nicht sicher, überhaupt das gesagt zu haben, was ihm eifrige Journalisten in den Mund legten. Bei der AfD ist man ja wachsam dabei, jedes „kritische“ Wort gleich an die große Glocke zu hängen und (möglichst) negativ auszulegen.

Sie, Frau Kanzlerin, und die anderen Politiker, reden in großen Tönen: Tolle Wirtschaft. Alles super usw.

Es gibt Eltern, deren Kinder eine Berufsausbildung und zwei Studien haben, die aber keinen passenden Arbeitsplatz finden  – und Politik (und Wirtschaft) jammern:Fachkräftemangel“!032_29A

Eine Altenpflegerin sagte mir letztens, in ihrem Seniorenheim stehe leider schon länger nicht mehr der MENSCH im Mittelpunkt. Ich erlebe alte Menschen, die aus einer „Reha“ im Krankenhaus kränker wieder herauskommen, als sie hineingegangen sind. In Kindergärten, in der Schule – die Dokumentationspflichten nehmen überhand. Es bleibt immer weniger Zeit für den Menschen  –  und die Menschlichkeit!

Ein Wust von Neuerungen und „Verbesserungen“ überflutet die Mitarbeiter in allen Bereichen, auch in Behörden, Betrieben, Apotheken, Arztpraxen, Krankenhäusern.

Die hochgelobte „4.0-Technologie“ beschäftigt die Menschheit. Aber sie vergrößert die Abhängigkeit!

Die Politik vergeudet und verbaut Millionen und Milliarden in (unnötige) Prestige-Großprojekten wie Stuttgart 21, Berliner Flughafen, Elbphilharmonie, usw.

Ich als Bürgerin fühle mich von Ihnen nicht vertreten.

Sie sind zwar die „Obrigkeit“ – dazu steht auch etwas in der Bibel (Röm. 13,1). In Mt.22,21 sagt Jesus zur (hinterlistigen) „Steuerfrage“, gerichtet an die Pharisäer: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist – und GOTT, was GOTTES ist.“159481-3x2-teaser296

Wir können in gewisser Weise dankbar sein, in diesem System zu leben, da doch relative Freiheit und Wohlstand herrschen.

Aber die Politik der „freien Märkte“ zeigt (mir) klar ihre Begrenzungen und Schwächen! Da, wo der Preiswettbewerb die eigene Produktion in die Knie zwingt – weil nur noch mit „Arbeitssklaven“ in Billiglohnländern gefertigte Waren „konkurrenzfähig“ sind.

Da, wo Pharmafirmen ihr Hauptaugenmerk auf das Gewinnen von Ausschreibungen für „Medikamentenlose“, Ausschreibungen der Krankenkassen, setzen (müssen!).

Weil man, nur wenn man den höchsten „Kassenrabatt“ anbietet, eine Chance hat, dass die produzierten Medikamente über die gesetzliche Krankenkasse abgerechnet werden dürfen. Andere Präparate darf die Apotheke nicht abgeben. Macht sie einen Fehler, haben die Krankenkassen das Recht, g a r  nichts zu bezahlen! (Apothekerin: mein Beruf!)

Die Höhe der „Rabatte“, die die Pharmafirmen den kranken Kassen nach Abgabe und Abrechnung (über die zentralen Abrechnungsstellen für Rezeptabrechnung – von den Apotheken bezahlt) (zurück-) zahlen, ist geheim.

Da ist der Mauschelei Tür und Tor geöffnet! Die Qualität der Arzneimittel spielt keine Rolle mehr. Wie mit Vernunft und Verstand in Kontinuität – und möglichst hierzulande – produziert werden kann. Hauptsache billig (Roh- und Wirkstoffe aus Indien o.ä.)

Die aktuelle Politik versucht, den Markt (den all-verherrlichten) über Subventionen zu beeinflussen. So werden in Brüssel oder anderswo ständig neue Subventionen beschlossen für etwas, was dort als „förderungswürdig“ erkannt wird. reichstag_flaggen_368s

Ob das aus Sicht des jeweiligen Landes und der Bürgerinnen und Bürger dort sinnvoll und vordringlich ist – ob den Bürgern dort nicht vielleicht ganz andere Probleme unter den Nägeln brennen – in Brüssels Glaspalästen interessiert das niemanden wirklich.

Sie, Frau Kanzlerin, haben gerade in Verdun das 12,5 Millionen teure Denkmal „gefeiert“. Die dort auftretenden Jugendlichen waren von unseren Steuergeldern „gesponsert“, um da zwischen den Grabkreuzen „herumzutanzen“.

„Schöne Bilder“ produzieren  –  das können Sie!

Leider denke ich an meine Freundinnen, denen Jugendämter, im Verein mit Gerichten, aus verschiedenen Gründen ihre Kinder weggenommen haben – und die nun, teils seit Jahrzehnten, o h n e  ihre geliebten Schätze durchs Leben gehen müssen!

Ich denke an die Menschen, die durch sexuelle oder gewaltsame Übergriffe für ihr Leben traumatisiert sind, die unter den gesundheitlichen und seelischen Folgen leiden. (Und Versicherungen sitzen am längeren Hebel, möglichst wenig oder nichts zahlen zu müssen.) Der Schaden ist auch durch GELD nicht gutzumachen! Es ist verlorenes, zerstörtes Leben! Unwiederbringlich.0022

Ich denke an die Menschen, die sich in ihrer Wohnung oder auf der Straße nicht mehr sicher fühlen  –  weil bereits eingebrochen worden ist oder sie bzw. Nachbarn oder Bekannte schon Opfer von Diebstahl, Belästigungen, Gewalt geworden sind.

Ich denke an Betroffene von Ehen oder Beziehungen mit islamischen Mitmenschen – wo Kinder ins Heimatland des Mannes entführt wurden oder werden (ich kenne Betroffene), wo Partner unter Druck gesetzt werden, bis hin zum Mord, zum Beispiel aus Eifersucht, wenn eine Trennung droht/e.

Ein Bekannter von mir ist in der Psychiatrie verstorben, weil er eine Freundschaft mit einer  muslimischen Frau hatte. Deren Eltern jedoch waren dagegen. Die folgenden „Verwicklungen“ hatten für ihn schwerwiegende Folgen. Dieser Mann weilt nun nicht mehr unter uns. Ich habe ihn gekannt und gemocht.

Die fremden Kulturen, die aktuell massiv unter uns Einzug halten, bringen neue Problematiken mit. Es sind Themen, die das menschliche Zusammenleben im Kern und im Alltag betreffen. Die hochgelobte „Integration“ wird zentral von den Bürgerinnen und Bürgern in der Nachbarschaft, den Mitarbeiterinnen in den Schulen und Kindergärten, den Inhabern und Mitarbeiterinnen der Geschäfte und Firmen, der Verwaltung geleistet.

Ich habe in Leipzig, wo ich zum Katholikentag war, mehrere Bürger getroffen, die schwer enttäuscht und desillusioniert waren ob der negativen Veränderungen, die ihre Stadt im Zuge der zunehmenden Besiedlung durch ausländische Mitbürger mitmacht. Ganze Straßenzüge sind verwahrlost und „verslummen“ (Originalton Leipziger Bürgerin).

Ich hatte an der Tram-Haltestelle herumliegenden MÜLL aufgenommen und in den Müllbehälter entsorgt. Das hatte sie beobachtet und reichte mir, nun in der Straßenbahn, ein Desinfektionstuch. Sie meinte, das habe ja keinen Sinn – der Verfall sei sowieso nicht aufzuhalten. Die Drogen hätten Einzug gehalten – und damit viele andere negative Einflüsse.

Mich macht das alles sehr traurig! Mich stören politische und mediale Diskussionen, die völlig über den Köpfen der Bürger liegen – und die die tatsächlichen Sorgen der Bürgerinnen und Bürger negieren.0018

Was bietet die Politik und die Gesellschaft an Hilfestellungen? Welche WERTE spielen heute eine Rolle? Welche Konzepte stehen da – und bieten zum Beispiel Halt und Orientierung?

Ich finde keine, die mich überzeugen.

Immer mehr „müssen“ auch Mütter bereits junger Kinder arbeiten, um Strom, Wohnen, den Lebensunterhalt zu verdienen. Die Menschen, die keine passende Arbeit finden, existieren „am Rande“.

Ich bin froh, dass ich an Gott und Seinen Sohn Jesus Christus glaube, der eine Perspektive über diese Welt hinaus gibt. Unser christlicher Gott, der Vergebung und Versöhnung möglich macht. Gott, der die Tränen abwischen wird – auch, wenn es so brutal schmerzt!!!

Wer hat in all den „problematischen Systemen“ vor unserem „widerstanden“? Wer hat die Stimme erhoben gegen Unrecht? Gegen Ungerechtigkeit? Wer hat gegen Missstände protestiert? Und dabei konstruktiv nach besseren Lösungen gesucht?

Ich wünsche mir eine Politik, die das täte. Ich habe einen Traum… .

Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen!

Almut Rosebrock, zweifache Mutter, wache Bürgerin, 48 Jahre alt

Mail: almut.rosebrock@gmail.com


6 Kommentare on “Offener Brief einer evangelischen Christin und Apothekerin an Kanzlerin Merkel”

  1. Herr Breitmeier: Aus meinem aktuellen Offenen Brief:

    Wenn sich Bürger zu Wort melden – was ich seit JAHREN, seit 2007, tue – ist es NORMAL, NULL ANTWORT zu bekommen!
    Ich habe 2 Offene Briefe an Frau Merkel geschrieben. 2010. 2016. Einen an Herrn Gabriel. Einen an Herrn Gauck. Einen an Frau Gauck. (Mit Links dazu). Usw.
    Ich mache mir echt Gedanken – und Sorgen – und lebe mein Leben verantwortlich. Bekomme für alles NULL GELD – und wenig bis keine Anerkennung.
    Das ist „NORMAL“ heute.

    Inzwischen bemühe ich mich, dass es mir piepsegal wird… Aber im Grunde genommen ist es mir NICHT egal!!!!!!!!

    Mein Vater ist mit seinen 82 Jahren seit 2 Jahren im Altenheim – und macht sich selbst Vorwürfe – weil er NIE Antworten auf SEINE ernsthaften SCHREIBEN an die Politik bekommen hat! Er sagt, in der DDR war das anders – da hatte man das „Recht auf Antwort“. Und wenn man keine bekam, durfte man nach 3 Wochen eine Eingabe bei einer höheren Stelle machen.
    Liegt das an den Vorzimmern? Wie er meint. Sind die Leute da „kriminell“, wie er meint.

    Als Christin bin ich zuerst GOTT und meiner Familie verpflichtet. Sonst glaube ich inzwischen NICHTS mehr.
    Und TSCHÜß – ab in den Urlaub!

    Almut Rosebrock, inzwischen mutige Wutbürgerin und „Populistin“ – auch auf Facebook

    Bitte sehen Sie diesen Text als „Offenen Brief“ an. Aber er wird ja wohl sowieso nicht gelesen und beachtet. Auch egal. Ich habe fertig… .

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  2. Heidi Rätz sagt:

    Sehr guter Brief, er spricht mir aus dem Herzen. Ich denke, er würde sich gut auf der Titelseite einer BILD machen, allerdings ist die ja Hofberichterstatter der CDU. Ich glaube, das sind die Gedanken, die sich die Mehrheit unserer noch nicht gehirngewaschenen oder vor dem Fernseher geparkten Bürger macht.

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  3. […] Quelle: Almut Rosebrock, 2-fache Mutter, wache Bürgerin (Diskussionen) […]

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  4. Nur Jesus ist der Herr sagt:

    Wir leben im Zeitalter der Globalisierung. Viele Produkte, welche die Konsumenten billigst in deutschen Läden einkaufen (insbesondere Kleidung und Technikgeräte), werden häuptsächlich in China oder anderen Billiglohnländern hergestellt!

    Jeder Politiker muss sich den Herausforderungen der Globalisierung stellen und darf volkswirtschaftliche Prinzipien aus wahltaktischen Gründen nicht vernachlässigen. Wir leben im Zeitalter der Marktwirtschaft. Deshalb ist es wichtig, das Christen in ihrem Einflussbereich nicht nach Vorteilsmaximierung, sondern nach Jesu Geboten leben.

    Wer ist bereit, teuerere Preise für in Deutschland hergestellte Produkte zu bezahlen?

    Die Billigketten schießen doch an jeder Ecke wie Pilze aus dem Boden. Die Billigpreise sind Ausbeutung der Menschen in Billiglohnländern. Wen kümmern diese Mißstände?

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  5. Adolf Breitmeier sagt:

    Frau Rosebrock hat in allen Punkten Recht – ebenso wie der anzulinkende Artikel. Nur: Frau Dr. Merkel wird den Brief nie lesen, und sollte Frau Rosebrock ihn an Frau Dr. Merkel gesandt haben, wird sie nie, niemals eine Antwort erhalten (das habe ich schon ausprobiert 🙂 ), denn der Brief landet wie alle ähnlichen auf dem Stapel: Armer Irrer.
    Was mich allerdings wundert, sind die überraschend guten Umfragewerte, besonders für den grüngefärbten Altkommunisten Kretschmann, oder eben auch für die Bundeskanzlerin. Da klafft irgendwie eine Lücke–
    Was man mit Gauland gemacht hat, hat Methode. Wer mit Dreck schmeisst, hofft immer, dass etwas hängen bleibt. Und die Diskriminierung ging zum Beispiel in der gestrigen (Freitag) Heute-Show weiter, obwohl Herr Welke den richtigen Sachverhalt schon längst weiß. Aber auch Satire kann viel bewirken – offensichtlich mag Herr Welke die AfD nicht, und greift auch zu nach meiner Meinung unlauteren Mitteln.
    Wer merkelhörig ist, grün angehaucht, linksversifft und ohne Wertekompass, der versucht alles, was Deutschland wieder auf die Beine helfen könnte und es vor dem Untergang behüten könnte, mies zu machen und zu unterdrücken. Wer keine echten Argumente hat – der wird gemein.

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