Gläubige Katholiken sind entsetzt über ein Tanztheater im Dom zu Münster

Wie bereits mehrfach im CHRISTLICHEN FORUM berichtet, werden in Münster vermehrt Gotteshäuser für rein weltliche Lustbarkeiten (z.B. Luxus-Menüs, Theateraufführungen, Tänze) verwendet; in Amelsbüren finden sogar seit Wochen Yoga-Kurse im Altarraum der Kirche direkt vor dem Tabernakel statt. imm027_26 - Kopie

Die Kritik aus den Reihen katholischer Gläubiger wird stärker und äußert sich in Beschwerdebriefen an Bischof Felix Genn, in Verteilaktionen, Protesten und Leserbriefen. 

FOTO: Die Erpho-Pfarrei in Münster bot mitten in der Kirche ein teures Luxusessen – Nähere Infos dazu HIER

Auch der Dom von Münster bleibt vor derlei Zweckentfremdung nicht verschont. Die „Westfälischen Nachrichten“ haben dazu am 4. Juni 2016 einen Leserbrief von Norbert Vogt unter dem Titel „Tanztheater im Dom – Gotteslästerliches Spektakel“ abgedruckt.

Wir veröffentlichen hier leicht gekürzt diese eindeutige Stellungnahme von Herrn Vogt aus Münster:

„Nach sakrilegischen Veranstaltungen in mehreren Münsterischen Kirchen ist nun auch der Dom auf dieser untersten Stufe angekommen. Dem dortigen Organisten Schmitz, so liest man, ist die Idee gekommen, das Tanztheater Münster in seine (?) Kirche einzuladen. 026_23A

Und tatsächlich: da sprangen sie herum, die Tänzer, verbogen sich mit allerlei Verrenkungen auf den Stufen direkt vor dem geweihten Hauptaltar mit seinen Reliquien, auf dem täglich das heilige Messopfer dargebracht wird, unweit der Sakramentskapelle.

FOTO: Einer der Türme des monumentalen Domes von Münster

Eine rein weltliche Veranstaltung im Hause Gottes, unfassbar! Jesus hat bei ähnlichen Entweihungen des Tempels die Händler rausgeworfen…

Mit welcher Begründung will man jetzt noch fotografierenden Touristen das Betreten des Altarraumes verwehren? Jedenfalls nicht mehr mit der Heiligkeit des Ortes. Natürlich war der Dom voll, dicht gedrängt starrten die Massen mit zum Teil offenen Mündern nach vorn, Theaterbesucher eben, kaum regelmäßige Kirchgänger.

Der Beifall war genauso schamlos wie das Tun der Aktiven und der Verantwortlichen. Ob die vielen hundert Teilnehmer der feierlichen Priesterweihe am hochheiligen Pfingstfest wohl wussten, welch gotteslästerliches Spektakel kurz vorher dort stattgefunden hat?

Und der Bischof? Schweigen. Fazit: Die Kirche braucht keine Feinde mehr von außen, sie macht sich selbst kaputt – und sei es unter dem Deckmantel der Kunst.“


10 Kommentare on “Gläubige Katholiken sind entsetzt über ein Tanztheater im Dom zu Münster”

  1. Pumuckel sagt:

    Es kommt immer darauf an, wie eine Kirche genutzt wird, da kann schon mal mit dem Erfahrungsaustausch unter Gläubigen ein Gläschen Wein getrunken werden, da viele Kirchen ja auch innerhalb der Kirche ihre Gemeindezimmer integriert haben. Es kann auch Musik gespielt werden, denn die spendet durchaus auch Trost, aber die Entgleisung und Entchristlichung gehört nicht in die Kirchen und auch keine Entweihung durch die kirchliche Bonzenmafia. (Muezzinrufe an Mohammed in einer christlichen Messe). Da können wir uns auch mit Schweinebraten, Knödel und Sauerkraut und ner Maß Bier in die Moschee setzen und in allem Übermut richtig schöne Schunkellieder singen, wäre doch was. Da würden wir bestimmt wie die Hunde geprügelt, weil wir uns erlaubt haben, das ehrwürdige Gotteshaus zu entweihen, sind eben zwei paar Schuh, Christ und Moslem. Da ja auf dem Katholikentag christliche Brüder und Schwestern teilweise nicht erwünscht waren, ihre Einladung abgelehnt wurde und dafür Muslime eingeladen wurden (Verkupplung von Familien mit wirtschaftlichem Interesse, Liebe nebensächlich auch ein neuer Geschäftsgedanke für archaisch denkende Menschen) und Grüne nebst polygamer Christenfee, da muss man sich bald nicht mehr wundern, wenn Kirchen demnächst im Genderstil Aufklärungsorte für die Frühsexualisierung von Kindern werden, da ist das, was in Münster passiert zwar unerfreulich und geschmacklos, aber es kann bei weitem noch schlimmer kommen.

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    • Osterglocke sagt:

      Viele Gotteshäuser werden kurz vor dem Gottesdienst erst aufgeschlossen, gerade weil sie so prachtvoll sind.

      Der Dom in Fulda auf, die Stadtpfarrkirche auch (evtl. auch wegen den Touristen??????)

      Es ist nichts frustrierender als vor einer verschlossenen Kirchentür (tagsüber) zu stehen.

      Eigentlich empfinde ich das auch als verkehrt.

      Wenn die Kirchen verschlossen sind, findet da auch keine „falsche Veranstaltung“ statt –

      So ein NICHTS im Gotteshaus gefällt Jesus sicher genauso wenig, wie Veranstaltungen.

      In einem Gotteshaus sollte man auch mal ganz alleine gehen können.

      Das Gotteshaus ist ein Haus zum Beten, sicherlich nicht nur zu den Gottesdienstzeiten.

      Aus unserer Gegend kenne ich solche außergewöhnlichen Veranstaltungen in der Kirche nicht (höchstens Konzerte – das gabs früher auch nicht)

      Gehen denn in Münster viele Menschen in die Kirche mit dem Tanztheater, dem Yoga oder dem Essen?

      In Fulda ist wohl einiger strenger. DA durfte Unheilig ja nicht mal vor dem Dom singen.

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  2. Christoph Rebner sagt:

    ich würde eine Qualifizierung von Katholiken mit Hilfe des Adjektivs „gläubig“ nicht einführen!

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    • Osterglocke sagt:

      Das Gotteshaus ist ein Haus des Betens.

      Beten kommt von Bitten.

      Die Prioritöt liegt in der Zuwendung an Gott.

      Alles dient dazu, Gott zu ehren.

      Man kann Gott auch mit Gesang, Tanz und Theater ehren.

      Ein überteuertes Dinner, teure Veranstaltungen überhaupt haben ja nix mit einem Dienst an Gott zu tun.

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    • Osterglocke sagt:

      Ich habe nochmal nachgedacht.
      Wir sind große, prächtige Gotteshäuser gewohnt und gehen davon aus, dass da einige Veranstaltungen nicht hineinpassen.
      Letzte Woche habe ich Fotos von einer Kirche in Afrika gesehen. Dort sitzen die Gläubigen bisher noch im Freien. Sie sparen Geld und wenn sie welches haben, bauen sie ein paar Steine auf die Mauer drauf.
      Ich weiß nicht, wie die Menschen sich dort verhalten.
      Generell würde es mich aber schon interessieren, ob unsere Probleme nicht auch mehr mit den prachtvollen Gebäuden zu tun haben.

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      • Ester sagt:

        1 sind „wir“ schon lange nicht mehr große, prächtige Gotteshäuser gewöhnt, meine Heimatpfarrei hat den Charme einer Tiefgarage.
        2. ist es in großen, prächtigen Gotteshäusern leichter zu glauben, auch und weil es ein Raum ist, der ausschließlich für Gott reserviert ist, was es leichter macht, an ein Interesse Gottes an dieser Welt zu glauben.
        3. passen von daher „manche“ Veranstaltungen einfach nicht hinein und
        4. weiß ich aus erster Hand, dass viele afrikanische Bischöfe froh wären, sie würden Geld kriegen für große, prächtige Gotteshäuser, aber leider geben die europäischen Hilfswerke dafür kein Geld

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  3. Bibi Coment sagt:

    Hat dies auf Wissenschaft3000 ~ science3000 rebloggt und kommentierte:
    alles läuft nach Plan …

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  4. Ulrich Thiem sagt:

    Sicher ist es immer eine Frage des Blickwinkels, der Einstellung, wie eine Sache beurteilt wird. Aber wir erleben doch in der Kirche – seit, sagen wir 1945 – eine Reihe von Änderungen, die sich irgendwann verselbständigen, die angenommen und zum Normalfall werden. Gab es vor dem 2. Vat. Konzil irgendwo einen Altartisch, gar einen für -zigtausende DM umgebauten Altarraum? Und der altehrwürdige Altar verkommt zum nutzlosen Relikt? Gibt es heute überhaupt noch einen Pfarrer, der die Kanzel benutzt? Wurde vor 2o Jahren vor dem Segen ein ziemlich persönliches Grußwort an die Gemeinde gerichtet, das den darauf folgenden Segen für das Empfinden vieler Besucher atmosphärisch verwässert, ebenso der persönliche Friedensgruß, der die Liturgie m.E. spürbar unterbricht? Ich will gar nicht darauf hinweisen, auf welche historischen Zeugnisse verwiesen werden kann im Zusammenhang mit den ersten Orgeln, die in Kirchen eingebaut wurden, auf Emporen, auf Sitzbänke, auf Öfen,Toiletten, ohne die heute eine Kirche undenkbar wäre oder die für eine Kirche im Gespräch sind? Das ist zwar z.T. Jahrhunderte her, aber es gehört zur Kirchengeschichte. Und die Gospels, die nach 1945 in die Kirchen Europas kamen, Bands, Schlagzeuge, Saxophone? Die neuen Lieder, die inzwischen in jedem Gesangbuch stehen?
    Es mutet auch mich negativ an, in einer Kirche ein Dinner zu veranstalten. Aber vielleicht hatte ein Gemeindevorstand bei einer Sanierung beschlossen, die nicht zu rettenden Bänke durch Stühle zu ersetzen und die Kirche dadurch für eíne neue Art von Veranstaltungen zu öffnen? Und: Tanz kann – je nachdem – eine durchaus religiöse Kunstform sein! Wie ebenfalls best. Schauspiele, Sprechmottetten, Musik, Bildende Kunst. (Jede Kirche ist doch vom Fundament bis zu den Glocken ein Kunstwerk – und so unterschiedlich!) Bevor die Kirche wurde, wie wir sie jetzt kennen, gab es ganz andere Ausdrucksformen für das Religiöse, die für uns heute mehr oder weniger unverständlich wären, nämlich auch künstlerische. Weil man vor 1ooo Jahren und mehr die Rede mit Worten noch nicht so ausgeformt hatte, gab man seiner Religiosität durch Gesang und Tanz Ausdruck, das weiß heute nur kaum noch jemand in der kath. Kirche. (Der Chorraum heißt z.Bsp. nicht nur so, weil dort gelegentlich mal ein Chor singt, gesungen hat oder singen könnte – sondern weil früher in diesem Raum um den Altar herum die Choreuten getanzt haben, singend und sich in best. Weise bewegend.) Jedenfalls ist ein Dinner oder eine Veranstaltung mit Tanz in der Kirche eine Möglichkeit, Menschen dorthin einzuladen, die sonst nie dorthin finden. Man muß so etwas ja nicht gut finden, aber in einer Zeit, in der es schlecht um die Kirche steht, sollte man m.E. eher Neues zulassen und im Prozeß prüfen als generell verteufeln..
    Neue Ideen, neue Einflüsse müssen sich ja nicht immer als vorteilhaft oder richtig erweisen, aber das entscheidet nie die Gegenwart, sondern erst zukünftige Menschen. Wie Papst Franziskus sagte: Macht was, macht auch Fehler und lernt dann daraus! Das ist m.E. jedenfalls eine bessere Einstellung als das ewige Festhalten an Überkommenem.

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    • Ester sagt:

      Gähn, ich kann es nicht mehr hören mit dem Leuten, die sonst nie eine Kirche betreten würden, die betreten ja gar keine Kirche, worin das Problem besteht.
      Ich habe nun schon genug Erstkommunionen mitgemacht, ja es gibt die Scheu des modernen Menschen vor dem Sakralen, aber mit dem ganze Jedöns sagt man dem Menschen: „also das Heilige, das du scheust, das ist hier nicht“
      Erleichtert geht der moderne Mensch dann und weiß, was er vorher zu wissen meinte, das sind auch nur scheinheilige Messdiener.
      Sollte der moderne Mensch, geführt durch etwaige Lebenskrisen, dann doch auf die Idee kommen, dass er spirituelle Hilfe und Wachstum benötigt, so weiß er aber aus eigener Erfahrung eins, bei der Kirche findet er sowas nicht, die wissen darum überhaupt nichts

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      • Stella sagt:

        Genau das ist auch meine Erfahrung – Gedöns, heiße Luft, mehr ist von der heutigen Kirche nicht zu erwarten.
        Auch die sogenannten Gläubigen samt ihrer Priester schrecken AUCH vor dem Heiligen zurück, darum holen sie das Unheilige in die Kirche.
        Und Franz gibt dem ganzen Gräuel nun den Gnadenstoss – fast müsste man ihm dafür dankbar sein.

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