EKD distanziert sich von Luthers scharfer Ablehnung des Islam und wünscht „Dialog“

Die reformatorischen Abgrenzungen gegenüber dem Islam können nicht ohne weiteres in die Gegenwart übertragen werden. Köln-MoscheeDSC_0596_ShiftN

Diese Ansicht vertritt die Konferenz für Islamfragen der EKD  (Evangelischen Kirche in Deutschland) in einem Impulspapier „Reformation und Islam“. Es wurde im Vorfeld des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017 veröffentlicht.

Wie es darin heißt, müsse das Verhältnis zwischen evangelischer Kirche und Islam neu bestimmt werden.

BILD: Große Moschee mit Minarett in Köln (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

So müsse mit Blick auf das protestantische Kernwort „solus Christus“ (allein Christus) gefragt werden, „wie die darin zum Ausdruck gebrachte Exklusivität Jesu Christi in einer religiös pluralen Gesellschaft so zum Ausdruck gebracht werden kann, dass sie im Dialog nicht als anmaßend oder überheblich wahrgenommen wird“.

Martin Luthers Bewertung des Islam wirke aus heutiger Sicht vielfach polemisch und einseitig; sie stehe damit „in einer deutlichen Spannung zu gegenwärtigen dialogischen Ansätzen, die dem Selbstverständnis und der Eigenständigkeit des muslimischen Glaubenszeugnisses Respekt und Achtung entgegenbringen möchten“. Das bedeute nicht, dass Fehlentwicklungen im Islam nicht auch benannt werden dürften.

Quelle: http://www.idea.de


Bud Spencer: Schauspieler, katholischer Familienvater und Lebensrechtler verstorben

Sein letztes Wort war DANKE

Carlo Pedersoli, besser bekannt als Bud Spencer, war ein gläubiger Katholik. Der 1929 in Neapel geborene Filmstar starb am vergangenen Montag im Alter von 86 Jahr en. Sein Sohn Giuseppe überbrachte die Nachricht von seinem Tod: „Papa ist sanft von uns gegangen. Er hat nicht gelitten, wir waren alle bei ihm und sein letztes Wort war ‚Danke‘.“afc127c26a

Und er ging, wie er lebte: im Beisein seiner Familie, begleitet von seiner Frau Maria Amato, mit der er 56 Jahre verheiratet war  – und seinen drei Kindern. Ein Mensch, der sich nicht scheute, klare Überzeugungen zu äußern: „Der Glaube ist ein Dogma für mich, ein absoluter Wert.“

Auch in sittlicher Hinsicht vertrat er eindeutige Ansichten: „Als Katholik bin ich überzeugt, dass Abtreibung und Scheidung die Familie zerstört haben“, erklärte er in einem Interview.

Der Filmstar füllte mit Terence Hill die Kinokassen der halben Welt mit seiner besonderen Komik des Spaghetti-Westerns.

Bevor Spencer jedoch zum Kino kam, feierte er zahlreiche Erfolge als Schwimmer. Er nahm an den Olympischen Spielen in Helsinki 1952 teil und an jenen in Melbourne 1956; als Wasserballspieler gewann er bei den Mittelmeerspielen 1955 in Barcelona Gold für Italien und war sieben Mal italienischer Meister über 100-Meter-Freistil.

Er hatte Jura studiert und sprach sechs Sprachen. Nachdem er die Kinoarbeit beendet hatte, startete er unterschiedliche unternehmerische Tätigkeiten, darunter die Gründung einer Fluglinie Mistral Air, die heute Teil der italienischen Post ist  – oder der Entwurf einer Jeans-Kollektion.

Spencer war ein Mann ohne Komplexe –  und zudem fähig, seine Körpergröße und seinen Faustschlag mit dem Bild von Gutmütigkeit und Zärtlichkeit zu verbinden.

Quelle und vollständiger Text hier: http://de.catholicnewsagency.com/story/das-war-bud-spencer-katholik-und-lebensschutzer-0927


CDU und CDL gegen fremdnützige Forschung an geistig behinderten Menschen

Anlässlich der heutigen Stellungnahme der Dt. Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) zur fremdnützigen Forschung an nichteinwilligungsfähigen Personen erklärt der stellv. Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Hubert Hüppe (siehe Foto), zugleich Berichterstatter für Medizinethik der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Gesundheit sowie Mitglied im Bundesvorstand der Organisation „Lebenshilfe“: 130325-hueppe-1422x744

„Die Psychiatrie-Fachgesellschaft DGPPN beklagt, dass die derzeit geplante gesetzliche Regelung zur fremdnützigen Forschung an nichteinwilligungsfähigen Personen aufgrund der vorgesehenen Bedingungen eine solche Forschung an Menschen mit geistigen Behinderungen unmöglich macht.

Diese Kritik zeigt, dass die heute diskutierte gesetzliche Lockerung ein bioethischer Türöffner ist für fremdnützige Forschung auch an Personen, die niemals vorher in der Lage waren, eine grundsätzliche Zustimmung zu erteilen.

Dies bestätigt die Befürchtung, dass der vermeintlich eng begrenzbare Tabubruch weitere Forderungen nach fremdnütziger Forschung an weiteren Gruppen von Nichteinwilligungsfähigen nach sich zieht, wie z.B. Menschen mit sog. geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen.

Erschreckend ist auch, dass Ärzte ihre nichteinwilligungsfähigen Patienten fremdnütziger Forschung aussetzen wollen.

Im übrigen ist der Psychiatrie-Fachgesellschaft DGPPN zuzustimmen, wenn sie ausdrücklich davor „warnt, eine so sensible, die Patientenautonomie betreffende Neuregelung überstürzt zu treffen“, und eine „breiten gesellschaftlichen Dialog fordert.“

Hinweis: Die DGPPN-Stellungnahme steht unter http://www.dgppn.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/article//forschung-in.html

Christdemokraten für das Leben e.V., Kantstr. 18 in 48356 Nordwalde b. Münster
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Union bedauert, daß die SPD eine Bestrafung von Prostitutierten-Ausbeutung blockiert

Einigung bei Menschenhandel und Zwangsprostitution

Die Koalition hat sich im Rahmen der Berichterstattergespräche zum Gesetzentwurf über Menschenhandel und Zwangsprostitution geeinigt. Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker: Fussmatte__

„Es ist gut und wichtig, dass sich Freier von Zwangsprostituierten in Zukunft strafbar machen. Zwangsprostitution lebt von der Nachfrage, deshalb muss bei denen angesetzt werden, die dafür bezahlen: Ein Freier, der Anzeichen von Zwangsprostitution erkennt, darf sich nicht mit dem Satz rausreden dürfen: „Ich hab‘ für alles bezahlt, der Rest ist mir egal!“. Die Einführung der Freierstrafbarkeit ist seit den Koalitionsverhandlungen ein wichtiges Anliegen der Union, das nun gegen anfänglich massiven Widerstand der SPD endlich umgesetzt wird.

Wichtig ist, dass gegen Menschenhändlerbanden zum Mittel der Wohnraumüberwachung gegriffen werden kann. Dies gibt neue Ermittlungsansätze, denn am Ende kommt es entscheidend darauf an, kriminelle Strukturen aufzudecken und den Tätern auch habhaft zu werden.

Wir bedauern, dass nicht gleichzeitig die Strafvorschriften zur Ausbeutung von Prostituierten und Zuhälterei reformiert werden konnten. Hierzu war das SPD geführte Bundesjustizministerium nicht bereit. Es bleibt deshalb eine Unwucht, weil Arbeitsausbeutung, zum Beispiel als Erntehelfer, stärker sanktioniert werden kann, als die Ausbeutung in der Prostitution. Dabei macht es doch einen großen Unterschied, ob man beim Erdbeerpflücken ausgebeutet wird, oder durch entwürdigende und traumatisierende sexuelle Übergriffe. In der aktuellen Reform des § 177 StGB erkennen wir an, welch hohen Wert die sexuelle Selbstbestimmung hat. Deswegen hätten die Opfer in der Zwangsprostitution noch mehr Schutz verdient gehabt.“


Christus ernennt Simon zum Felsen der Kirche

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 16,13-19:

In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Petrischlüssel
Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elias, wieder andere für Jeremias oder sonst einen Propheten.
Da sprach er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!
Jesus sprach zu ihm: Selig bist du, Simon Bar Jona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.
Dir will ich die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.