München: 150 Lebensrechtler protestieren gegen Stapfs Abtreibungsklinik

Rund 150 Lebensrechtler haben am 1. Juli vor der Abtreibungsklinik des Arztes Friedrich Stapf in München-Freiham demonstriert. Sie forderten die Schließung der Einrichtung.  unspecified

Außerdem kritisierten sie scharf, dass der Münchner CSU-Schatzmeister und Immobilienunternehmer Hans Hammer dem Mediziner die Räumlichkeiten vermietet hat.

Zu der Kundgebung „Echte Hilfe für Mütter und Kinder – Zukunft statt Abtreibung“ hatten die Lebensrechtsorganisationen „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) und der bayerische Landesverband der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) aufgerufen.

Laut der CDL-Vorsitzenden in Bayern, Christiane Lambrecht, wollten die Teilnehmer „friedlich und mahnend“ auf das menschliche und ethische Drama der Abtreibung hinweisen. Sie beklagte, dass Frauen im Schwangerschaftskonflikt oft alleine gelassen und wegen fehlender Unterstützung regelrecht zur Abtreibung gedrängt würden.

Als Symbol habe man 100 brennende weiße Kerze in Form eines leeren Kinderwagens aufgestellt.

Während der Ansprachen der Lebensrechtler habe Stapf an einem offenen Fenster seiner Klinik gestanden und zugehört, so Lambrecht gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Ein Gespräch mit ihm habe es aber nicht gegeben.

Wie Lambrecht weiter sagte, steht das Abtreibungszentrum  –  täglich würden dort bis zu 20 ungeborene Kinder getötet  –  auch beispielhaft für die vielen täglichen Abtreibungen in Deutschland. Ebenso sei die Einrichtung ein Zeichen für die „Kultur des Wegschauens“, die die Gesellschaft bei dem Thema Abtreibung mittlerweile kennzeichne.

Die CDL-Landesvorsitzende kritisierte scharf, dass der Staat „so gut wie nichts“ für das Lebensrecht der von Tötung bedrohten ungeborenen Kinder tue. „Im Gegenteil: Er wacht darüber, dass ein flächendeckendes Netz von Abtreibungsgelegenheiten vorgehalten wird und bezahlt die meisten Abtreibungen im Rahmen der Sozialhilfe, finanziert von unseren Steuern.“

Quelle und FORTSETZUNG der Meldung hier: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/lebensschuetzer-fordern-abtreibungsklinik-schliessen-97420.html

Foto: CDL

 

 


16 Kommentare on “München: 150 Lebensrechtler protestieren gegen Stapfs Abtreibungsklinik”

  1. Dorrotee sagt:

    Mich wundert es, dass der Hr. Stapf am offenen Fenster den Demonstranten zugehört hat.
    Ich las vor kurzem, dass er einen Lebenrechtler vor seiner Abtreibungspraxis tätlich angegriffen hat.
    Liegen seine Nerven blank, oder rüstet er sich zur nächsten juristischen Auseinandersetzung?
    Unwahrscheinlich, dass er seine Tötungspraxis einstellt.
    Wir dürfen diesen Abtreiber Stapf nicht im Gebet vergessen.

    Dem CSU-Schatzmeister Hammer gehört das Amt entzogen. Skandalöse Geschäftspraktik!

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  2. Gast auf Erden sagt:

    @Marienzweig

    Es mag, Ihrer Ansicht nach, vernünftig sein die verschmolzene Ei-und Samenzelle immer als Entstehung eines neuen Menschen zu sehen.

    Aber diese Zellen als ganzen neuen Menschen zu sehen, ausgestattet mit allen Persönlichkeitsrechten von erwachsenen Menschen und vor allem diesen gegen das Lebensrecht der Frau, die ihn -oft genug unfreiwillig- beherbergt auszuspielen, ist mehr als schäbig. Es ist unethisch, unmoralisch und unmenschlich von Frauen zu verlangen, dass sie ihr Leben immer und jederzeit für ein entstehendes Leben im Embryonalstadium aufopfern MÜSSEN. Freiwillig jederzeit; durch Gesetz oder social pressing erzwungen, nie und nimmer!

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    • Bernhard sagt:

      Ich bin zwar nicht Marienzweig, aber mir scheint, als hätten Sie tatsächlich auf meinen Beitrag geantwortet, deswegen antworte ich mal auf Ihren.

      Wenn nicht ab der Empfängnis, wann soll ein Mensch dann als Mensch betrachtet werden? Sind alle anderen Definitionen nicht ein bisschen willkürlich?

      Ich glaube, man kann Christen und Konservativen nicht den Vorwurf machen, ihnen sei das Schicksal werdender lediger Mütter egal. Gerade die Kirchen haben viele Hilfsangebote für sie, auch finanzielle.

      Es stimmt, dass es in dieser Hinsicht von Natur aus eine gewisse „Asymmetrie der Geschlechter“ gibt. Ein Erzeuger kann sich aus der Verantwortung stehlen, eine Mutter kann es nicht. Dennoch ist das kein Grund, das Kind zu töten, das am allerwenigsten dafür kann. Vielmehr müssen die Rechte der Mütter gestärkt und die Männer mehr zur Verantwortung gezogen werden.
      N.B.: Im Christentum darf nicht der Mann alles und die Frau nichts, was oft fälschlicherweise unterstellt wird.

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  3. Gast auf Erden sagt:

    Da haben Sie etwas falsch verstanden Frau Küble; fast achtzig Prozent ist die Versagerquote bei Enthalstamkeit. Ich habe die genaue Zahl aus dem Artikel in THE LANCET nicht mehr im Kopf, aber sie liegt sicher zwischen 75 und 80 Prozent.
    NFP hat keine so hohe Versagerquote, aber wenn Sie dies als EINZIGE Verhütungsmehtode zulassen, liegt sie sicher weitaus höher als die der Kondome, weil Verhütungsmethoden etwas sehr individuelles sind. Ein Paar kann mit Kondomen sehr gut umgehen, das ander zieht die NFP vor, oder chemische Kontrazeptiva. Und wenn man sich gegen Kondome sperrt, wird die Versagerquote dort höher sein, als bei NFP und umgekehrt.
    Das Stichwort zu diesem Themenkomplex ist Compliance, Vor allem bei der von der römisch katholischen Kirche propagierten Abstinenz ist die Compliance besonders schlecht und die Versagerquote entsprechend sehr hoch. Dies belegen auch die Zahlen aller Metastudien, die zum Thema „abstinence only!“ in den USA erstellt wurden. Die Tennagerschwangerschaften sind dort erschreckend hoch; viel höher als in europäischen Ländern in denen reine Enthaltsamkeitsprogramme nur von einzelnen Organisationen und nicht flächendeckend gefordert werden.

    @Bernhard

    Es ist noch nie eine Frau getötet worden, weil sie abgetrieben hat.>/i>

    Diese Aussage ist definitiv falsch!

    Ich hoffe, dies ist ihrer völligen Unwissenheit geschuldet und kein eklatanter Verstoss gegen das Gebot vom falschen Zeugnis.
    Es gibt zu diesem Thema nicht nur das von mir erwähnte Theaterstück aus der Weimarer Republik, sondern auch einen französischen Filmklassiker nach dem wahren Fall der Marie-Louise Giraud mit dem Titel „Eine Frauensache“. Unter der Regie von Altmeister Claude Chabrol hat Isabelle Huppert in dieser Tragödie eine grandiose schauspielerische Leistung vollbracht.Sehenswert, bedenkenswert.
    Im übrigen können Sie über die von mir im ersten Beitrag erwähnten Länder mit totalem Abtreibungsverbot wie zum Beispiel Nicaragua, bei AMNESTY INTERNATIONAL nachlesen, wie viele Frauen und Mädchen dort jedes Jahr ums Leben kommen. Sie müssen aber auch gar nicht so weit gehen. Ein paar Kilometer hinter der deutschen Hauptstadt beginnt ein Land, in dem es für Frauen gefährlich wird, wenn eine Abtreibung medizinisch indiziert ist, um der Frau Leben und Gesundheit zu erhalten. Polen wurde erst kürzlich vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt einer mehrfachen Mutter hohen Schadenersatz wegen Erblindung zu leisten, weil ihr ein Abbruch verweigert wurde, OBWOHL dieser nach polnischem Gesetz erlaubt gewesen wäre.
    Man ist dort eben päpstlicher als der Papst katholisch und das kann für Frauen und Mädchen, die schwanger werden, sehr gefährlich werden und sie Gesundheit oder gar das Leben kosten. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie, ausser bei http://www.amnesty.org hier: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-74549740.html

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    • Guten Tag,
      erstens ist Abtreibung auch nach staatlichem Gesetz rechtswidrig, zweitens ist die Natürliche Familienplanuing – entgegen Ihren Falschbehauptungen – so sicher wie die Pille. Das wollen Sie, wenn nicht mir, so vielleicht doch dem (nicht gerade als Kirchenblatt verdächtigen) „Spiegel“ glauben, der dies bereits vor 9 Jahren sogar im Titel schrieb: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/verhuetung-natuerliche-familienplanung-aehnlich-sicher-wie-pille-a-467527.html
      Freundlichen Gruß!
      Feliztas Küble

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      • Bernhard sagt:

        Ich bin zwar auch ein Anhänger der natürlichen Familienplanung (im deutschsprachigen katholischen Milieu muss man sagen: „Natürliche Empfängnisregelung 🙂 ), muss aber anmerken, dass sie nur bei korrekter Anwendung sicher wie die Pille ist. Damit meine ich nicht einmal die viel zitierte erforderliche Disziplin bei der zeitweisen Enthaltsamkeit, sondern sie erfordert einiges an Beobachtungsgabe und theoretischem Wissen, um sie richtig anwenden zu können.

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    • Bernhard sagt:

      Die Versagerquote bei völliger Enthaltsamkeit liegt logischerweise bei 0%; keine Frau wird ohne Geschlechtsverkehr schwanger.
      Was Sie meinen ist: Wenn man der Bevölkerung eines Landes sämtliche Verhütungsmittel vorenthält und sie auch keine natürlichen Methoden lehrt, sondern stattdessen auf totaler Enthaltsamkeit beharrt, liegt die „Versagerquote“ (angeblich) bei 80%. Abgesehen davon, dass das von Land zu Land sicherlich sehr unterschiedlich ist, liegt der Grund darin, dass ein Großteil der Bevölkerung dann eben doch nicht enthaltsam lebt, sondern „auf Risiko“ Geschlechtsverkehr hat.
      Aber in diesem Artikel geht es ja gar nicht um Verhütungsmittel, sondern um Abtreibung.

      Ihr „falsches Zeugnis“ halte ich für eine Unterstellung, gehe aber nicht weiter darauf ein, weil ich diesen Punkt Ihrer Ausführung falsch verstanden hatte.
      Ich habe eingeschränkt, in Deutschland ist keine Frau deswegen getötet worden, wobei ich dabei auch die Bundesrepublik im Blick hatte (davor will ich es nicht ausschließen).

      Der Europäische Gerichtshof ist für mich keine moralische Instanz, deswegen können m.E. seine Urteile auch nicht als Beleg für Recht oder Unrecht eines Sachverhalts herangezogen werden.
      Meines Wissens ist auch nach christlicher Lehre eine Abtreibung nicht verweflich, wenn Leben gegen Leben steht. Und selbst wenn Christen auch dann nich abtreiben dürften (ich müsste mich schlau machen), dann könnte man hier durchaus darüber reden, wie das staatliche Gesetz in dieser Hinsicht aussehen sollte.
      Der zitierte Fall von der Erblindung ist natürlich ein absoluter Härtefall. Wenn ich eine Frau wäre, würde ich da wahrscheinlich nicht abtreiben (es sagt sich leicht als Mann, aber ich bin trotzdem ziemlich sicher, dass ich die Kraft dazu aufbrächte). Dort würde ich aber nicht den Stab über einer Frau brechen, die sich anders entschieden hat.

      Noch ein Punkt, der inhaltlich hier nicht ganz hingehört, aber trotzdem wichtig ist:
      Es ist nicht immer so, dass eine Frau sich selbstbestimmt für eine Abtreibung entscheidet oder ganz allein da steht und es als einzigen Ausweg sieht. In vielen Fallen wird sie von ihrem Partner dazu gedrängt oder gar gezwungen. Ich persönlich kannte schon zwei Frauen, bei denen es so war. Und zumindest die eine hätte das Kind gewollt, wenn ihr Freund (und ihre Eltern) sich nicht ablehnend verhalten hätten. Ob eine gesetzlich erlaubte Abtreibung in so einem Fall eine Hilfe für die Frau ist, möchte ich auch mal dahingestellt lassen.

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  4. Stella sagt:

    Ich will nicht dabei sein, wenn Gott uns eines Tages diese „Morulas“ und
    Blastulas“ um die Ohren haut.

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  5. Horst sagt:

    Die Heuchelei in unserem Land ist unfassbar: Wir Deutsche töten millionenfach den eigenen Nachwuchs und erwarten weitere Zuwanderung.

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    • Marienzweig sagt:

      Heuchelei allein ist es nicht, es ist Absicht!
      Dass die Politik es will, ist schon schlimm genug, dass aber die Kirchen nicht dagegen aufstehen, ist unverzeihlich!

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  6. Es wird in Deutschland nie wieder eine katholische Scharia geben, die das Leben von Frauen und Mädchen gegen das von Embryonen auszuspielen und gleich zu setzen wagt.
    Es werden hier keine Frauen und Mädchen sterben, weil ein paar selbst ernannte „Lebensschützer“ glauben, es gebe ein Recht über dem positiven Recht, wie es in unseren Gesetzbüchern steht.

    Es gilt hier positives, gesetztes Recht und kein Kirchenrecht, keine Scharia. Niemand darf und wird seinem gesetzlichen Richter entzogen.

    Und sollte jemand glauben irgendein religiöses, selbst gemachtes oder geglaubtes Recht durchsetzen zu müssen, wird diese Person sehr schnell feststellen, dass unser Recht hier gilt und auch durchgesetzt wird.
    Das musste der „Kalif von Köln“ schmerzhaft am eigenen Leib spüren und das musste Joseph Ratzinger spüren, als am Rednerpult des Reichstages vergeblich ein, vermeintlich katholisches, Naturrecht als übergeordnetes Recht einforderte.

    Und wenn sie/Sie glauben wollen, dass eine Blastula oder Morula ein „Kind“ sei, das man gegen die Frau, die es beherbergt ausspielen kann, dann werden Sie/sie sehr schnell feststellen, dass die Menschen das genau so wenig glauben, wie die Legenden von Allah oder Shiva und Thor und Zeus.

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    • Guten Tag,
      auch in unseren Gesetzbüchern steht, daß die Würde des Menschen unantastbar ist und daß jeder ein Recht auf Leben besitzt. Daher hat das Bundesverfassungsgericht hinsichtlich der „Fristenregelung“ (Abtreibungsstraffreiheit in den ersten 3 Monaten) festgehalten, daß es sich um „Unrecht“ handelt (daß dies „rechtswidrig“ sei), der Staat aber dennoch auf Strafe verzichtet.
      Merken Sie sich: Trotz Straffreiheit ist Abtreibung r e c h t s w i d r i g – und zwar hier nach staatlichem Recht.
      Insofern muß man weder ein Naturrecht noch Gottes Gebote erwähnen, um dies klarzustellen.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Ein Schwangerschaftsabbruch ist rechtswidrig, aber straffrei, nach unserem gesetzten, positiven Recht. Sie Frau Küble wollen, zusammen mit Ihren selbst ernannten Lebensschützern genau was erreichen? Weniger Abbrüche durch Schliessung aller legaler Möglichkeiten zum Abbruch einer Schwangerschaft?
        Nach dem Motto, wenn wir von weniger Abbrüchen wissen, gibts auch weniger? Träumen Sie Ihren Traum von der katholischen Shar… pardon, vom katholischen Naturrecht weiter. Und machen Sie sich auf Verhältnisse wie in Nicaragua gefasst. Dort sterben „Kinder“, wie Sie/sie Embryonen zu bezeichnen pflegen weiter und dazu jede Menge Frauen und Mädchen. Und Sie bezeichnen sich doch als -angebliche- Lebensschützerin; woran ich meine Zweifel habe. In Wahrheit wollen Sie ganz was anderes schützen, oder wieder haben. Die Oberhoheit über die Bäuche der Frauen, die seit der Adenauer-Republik verloren gegangen ist.
        Das ist der völlig falsche Weg zum Lebensschutz Frau Küble! Lesen Sie was das Dekret 770 verursacht hat, lesen Sie die Berichte von amnesty international zu Ländern mit völligem Abbruchverbot und der Situation von Frauen und Mädchen dort. Lesen Sie das Drama „Cyankali“ (Info hier: http://www.deutschlandfunk.de/paragraf-218-auf-der-buehne.871.de.html?dram:article_id=126718)
        Wenn Sie/sie Leben WIRKLICH schützen wollen, müssen Sie sich schon ein wenig mehr anstrengen, als mit Demonstrationen vor Arztpraxen. Das ist nur billig und schäbig.
        Wenn Sie Leben WIRKLICH schützen wollen, müssen Sie gegen Dumpinglöhne und Mondmieten vorgehen, für sichere und vergügbare Verhütung kämpfen, mit der alle umgehen können (nein, NFP erfüllt diese Kriterien keineswegs und Enthaltsamkeit schon gar nicht. Die hat eine Versagerquote von fast achtzig Prozent) und Frauen mit Kindern Sicherheit geben, indem sie gute Kinderbetreuung auch für Hungerlohnempfängerinnen möglich machen.
        Aber gegen all dies kämpfen Sie entweder vehement, oder durch sträfliches Nichtstun. Sie kämpfen so gegen Ihre eigenen Ziele und Absichten. Schade eigentlich, weil das Ziel weniger Abbrüche auch weniger Leiden für Frauen bedeutet. Aber darum gehts Ihnen/ihnen ja nicht, zumindest nicht in erster Linie.

        PS: Wenn wir früher an der Uni Fragen hatten, für die es keine leichter realisierbare Ecperimentiermöglichkeit gab, weil diese zu langwierig, zu teuer oder zu gefährlich gewesen wäre, haben wir versucht, uns der Problemlösung mit Gedankenexperimenten zu nähern. Ich schlage Ihnen folgendes Gedankenexperiment vor: in der katholischen Kirche hat der Eucharistiebesuch stark abgenommen. Das heisst, wer jetzt moch am Sonntag in die Kirche geht, dem ist das wirklich ein Bedürfnis. Würde es wirklich gelingen, die Teilnahme an der heiligen Eucharistie auf null zu bringen, wenn wir alle Kirchen schliessen würden? Ich glaube nicht, wenn ich die lauten Rufe gegen vermeintliche oder wahre Christenverfolgungen weltweit richtig verstandeb habe. So verhält sich das auch mit Abbrüchen. Verringern geht, aber niemals so, wie sie/Sie das glauben.

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      • Guten Tag,
        zunächst einmal nehmen Sie bitte zur Kenntnis, daß bei NFP eine sehr hohe Sicherheit gegeben ist (weitaus besser als z.B. bei Kondomen) – Ihre erwähnte Versagerquote von 80% ist lächerlich. Falls sich Ihre 80%-Zahl aber nicht auf die zeitweilige Enthaltsamkeit (NFP), sondern auf totale Enthaltsamkeit bezog, so beträgt die Quote dann logischerweise 100%. So oder so ist Ihre 80%-Zahl völlig unsinnig.
        Ihre Rundumschläge zielen größtenteils am Thema vorbei, aber immerhin räumen Sie jetzt ein, daß Abtreibung auch nach staatlichem Recht und Gesetz „rechtswidrig“ ist.
        Erst hatten Sie den Eindruck erwecken wollen, als könnten sich Lebensrechtler allein auf göttliches Recht oder „Naturrecht“ berufen, was keineswegs so ist.
        Übrigens spricht auch das Grundgesetz positiv vom „Sittengesetz“, geistig sehr verwandt mit dem, was unter Naturrecht verstanden wird.
        Außerdem beruft es sich schon in seiner Präambel auf die Verantwortung vor Gott (und den Menschen) – also sieht es selber einen gewissen Zusammenhang von göttlichem und weltlichem Recht.
        Die „Oberhoheit über die Bäuche der Frauen“ wollen jene Personen erringen, welche Schwangere zur Abtreibung drängen oder sie schnöde im Stiche lassen, zB. Väter, die sich aus ihrer Verantwortung (samt Alimentezahlungen) stehlen wollen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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    • Marienzweig sagt:

      Sie nennen sich „Gast auf Erden“ und das ist sehr klug.
      Denn nichts anderes als ein Gast sind Sie, ein Gast auf Zeit, wie wir alle.

      „Wenn ein Menschenleben keine Bedeutung hat, wird es bedeutungslos.
      Wenn ein Menschenleben keinen Sinn hat, so wird es sinnlos werden. Vielleicht wird es sogar zum Unsinn.“ (Matthias Dippel)

      Auch wenn Sie das Engagement von „Lebensschützern“ nicht zu schätzen wissen, so hoffe ich doch sehr, dass Sie sich dem sich im Mutterleib entwickelnden Leben nicht das Lebensrecht absprechen wollen. Denn auch dieses Leben hat Bedeutung und es liegt ihm ein Sinn zugrunde.
      Wenn eine ungewollt schwangere Frau in der ersten Panik das neue Leben in ihr durch Abtreibung „beseitigen“ lässt, kann ich das nachvollziehen, zumal wenn sie sich mit ihren Problemen alleingelassen fühlt. Aber es ist inzwischen bekannt, dass sehr viele Frauen später sehr unter ihrer spontan erfolgten Entscheidung leiden.
      Zugegeben nicht alle, diese Frauen sind imstande, die ein- oder mehrere Male an sich vorgenommene Abtreibung mit einer leichten Handbewegung beiseite zu wischen.
      Da frage ich mich allerdings, wie deren Inneres wohl beschaffen sein mag.

      Eine Welt, ganz ohne „selbsternannte Lebensschützer“, geehrter @Gast auf Erden, will ich mir lieber nicht vorstellen.

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    • Bernhard sagt:

      Es ist noch nie eine Frau getötet worden, weil sie abgetrieben hat. Zumindest nicht hier in Deutschland.
      Auch wird keiner – auch kein Lebensschützer – eine Abtreibung moralisch verbieten wollen, wenn wirklich Leben gegen Leben steht. Somit ist das Argument ihres ersten Abschnitts nicht stichhaltig.

      Sie irren, wenn Sie meinen es gebe nur positives Recht, und der Mensch könne alles als Recht definieren, was ihm gerade passt. Das haben auch schon die Väter und Mütter unserer Verfassung erkannt, wenn sie einen Kern definierten, der nicht verändert werden darf.

      Wenn Ei- und Samenzelle verschmolzen sind, ist ein neuer menschlicher Chromosomensatz entstanden, den es vorher nie gegeben hat. Es ist sehr vernünftig, das als Entstehung eines neuen Menschen zu sehen.

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