Wie die Regensburger Dom-Besetzung von ultralinken Antifas vereinnahmt wird

Von Dr. David Bergerpressefotoberger11

Seit gestern Mittag besetzen laut Medienberichten etwa 40 Migranten aus den Balkanländern den Dom von Regensburg. Kurz nach der Besetzung war ich da, habe mit Bürgern, Besetzern und mit „Refugees welcome“-Aktivisten gesprochen.

Eine Gruppe von etwa 8 Personen steht in einem der Seitenschiffe des altehrwürdigen Doms von Regensburg, daneben sind zwei Altäre mit professionell beschrifteten Bannern belegt. In einer  Ecke neben dem Altar liegt ein zusammengerollter Schlafsack.

Die Gruppe wird etwas lauter. „Eine Schande“ sei das, erregt ein etwa 50jähriger Mann aus der Gruppe im Dialekt der Region, zwei Frauen stimmen ihm zu: „So wird der Dom entweiht!“

Auch ein Geistlicher mit römischem Priesterkragen schüttelt sichtlich verärgert sein Doppelkinn, als einer der Bürger selbst den Bischof hart kritisiert. Die Polizei habe doch das Angebot gemacht, die Domkirche zu räumen, er es aber abgelehnt.

Einer anderer will den sonst als eher konservativ geltenden Bischof gar zusammen mit den Flüchtlingen zu Angela Merkel schicken. Die Stimmung ist angespannt….

Seit gestern Mittag halten sich etwa 40 Migranten aus den Balkanländern im gotischen Dom zu Regensburg auf, der größte Teil von ihnen sollen Roma sein, die hier als Flüchtlinge nicht anerkannt werden, da ihre Heimatorte als zu den sicheren Herkunftsländern gehörend eingeschätzt werden.

Die Banner sind allerdings alle in einwandfreiem Deutsch verfasst, von den Flüchtlingen keine Spur …

Regensburger Dom Besetzung 7

Ich streune daher einfach weiter etwas herum, öffne Türen und gehe durch dunkle Gänge. Bis ich auf einmal an den Zugängen zur Domschatzkammer stehe und dort reges Leben herrscht.

BILD: Politische Transparente im Dom St. Peter (Foto: David Berger)

Offensichtlich haben sich die Flüchtlinge dort niedergelassen, vor allem Familien, kleine Kinder laufen durch die Gegend, eine fast heitere Stimmung. Es dauert etwas, bis ich jemanden finde, der etwas Englisch spricht und wir uns ansatzweise verständigen können.

Sie seien hier für eine bessere Unterkunft, aber das sei hier auch nicht gut. Die Banner hätten sie zwar gesehen, aber der Mann scheint erst durch mein Gespräch mitzubekommen, dass das etwas mit ihnen zu tun hat.

Ganz anders drauf sind da schon die Damen und Herren, die vor dem Bauzaun an der Dauerbaustelle Dom einen Stand aufgebaut haben und um Spenden und Unterschriften bitten.

Als naivem Interessierten gibt mir eine schlanke junge Frau mit schwarzen Lederstiefeln eifrig Auskunft. Bei den Flüchtlingen handele es sich um rassistisch Verfolgte.  Rassisten und Rechte seien das, die Bosnien oder Montenegro als sichere Herkunftsländer bezeichnen. Es gäbe eine Menschenrecht auf Migration, auch um ein gleichberechtigtes Leben hier in Deutschland zu führen…

Wie sie sich so schnell organisieren konnten, da doch erst ein paar Stunden seit der Dombesetzung vergangen sind, will ich wissen. Man sei eben gut vernetzt, sagt ein junger Mann aus dem Hintergrund  und meine Nachfrage, ob die Organisation von der Antifa ausginge, verneint man zunächst. Erst als ich auf Presseberichte zu sprechen komme, die den Antifa-Hintergrund eindeutig belegen, räumt man „eine Zusammenarbeit“ ein, es seien aber auch andere Linke dabei.

FORTSETZUNG des Erlebnisberichts von Dr. Berger hier: https://philosophia-perennis.com/2016/07/06/news-regensburg-refugees/


6 Kommentare on “Wie die Regensburger Dom-Besetzung von ultralinken Antifas vereinnahmt wird”

  1. Füchschen sagt:

    Anonym, da Du die Gendersprache ansatzweise verwendest, bist Du bestimmt eine Grüne, egal. Wie können Grüne ohne jeglichen Sachverstand eine Kirchenbesetzung bejubeln und das Angebot für die Flüchtlinge, in das Gemeindehaus umzuziehen, torpedieren?
    Kirchenschändung ist nicht tolerierbar, würden das Christen in einer Moschee wagen, würden sofort die Handschellen klicken und wir sind historisch geprägt ein christlich jüdisches und kein islamisches Land, punkt. Dem Umzug hätte nach dieser erzeugten Aufmerksamkeit wirklich nichts im Wege gestanden, oder befürwortest Du Kirchenschändung, die Entwicklung bis hin zur Christenverfolgung, Denunzierung der Christen, die keinen Anspruch auf ihren christlichen Glauben mehr haben sollen, obwohl eigentlich Glaubensfreiheit im Grundgesetz verbrieft ist?

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  2. D sagt:

    Wir brauchen die Mittel des Dialoges, um das ideologisch instrumentalisierte Weltbild der Verblendeten zu erschüttern und sie zum logischen Denken zu bewegen und die Macht der Eliten, die sie benutzen, zu brechen. Und wenn nur eines der Schafe verloren ging….er ging um es zu suchen. Eine verblendete Mehrheit wird sicher den Absprung in die Realität verweigern, aber jeder einzelne, der wieder auf den rechten Weg findet, ist ein Gewinn. Wendehälse werden alle Egoisten, wenn es nur um ihren Vorteil geht und sie so nicht mehr weiterkommen wie bisher, aber um die geht es nicht. Es geht um den Dialog, um Menschen aus dem ideologisch diktierten Irrweg zu befreien, früher nannte man es Rotlichtbestrahlung, wo das eigene Volk zum Klassenfeind wurde, heute ist es Grünlichtbestrahlung, wo der Mensch mit deutschen Wurzeln zum Feind erklärt wird. Es lohnt sich, einander nicht aufzugeben, dass macht uns menschlich.
    Holt die Schafe aus den Klauen der Wölfe heraus!

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  3. Anonymous sagt:

    Schade, dass hier so viele Falschinformationen verbreitet werden. Ich finde es sehr traurig, dass die Solidarität der Helfer_innen hier in Missgunst gezogen wird. Der Vorwurf einer „Vereinnahmung“ durch Antifa oder „Ultralinke“ ist an den Haaren herbeigezogen. Die Geflüchteten sprechen für sich selbst, stellen die Forderungen und waren auch bei der heutigen Soli-Demo (9. Juli 2016) zugegen und nahmen Stellung. Alle Redebeiträge waren allein von den Geflüchteten.
    Der Helferkreis, welcher am Infostand zu finden ist, übernimmt die Logistik außerhalb des Domes sowie Hilfe im Notfall, zeigt sich solidarisch mit den Menschen im Dom zeigt und bietet Support. Aus welchem Hintergrund dir Helfer_innen dies tun, ob aus Nettigkeit, Überzeugung oder Ideologie ist völlig irrelevant. Es geht um die Menschen im Dom, was sie zu sagen haben, die Informationsweiterleitung an die Bevölkerung und das Aufmerksammachen auf Missstände. Die Überschrift, sowie ein Großteil dieses Artikels lenkt den Fokus leider völlig weg von diesem Thema .

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    • Rumpelstilzchen sagt:

      Ihr seht die zwei Gesichter einer Medaille zu einseitig, denn ihr blendet mit Eurem Helfersymptom die Tatsache aus, dass uns die Schuldenpolitik eines Tages um die Ohren fliegt und eine Situation wie nach 1933 eintreten könnte, wo die Menschen in Deutschland auch um das nackte Überleben kämpfen müssen, während sich die Elite aus dem Staub macht. Wird sich je ein Land so sehr für deutsche, europäische Flüchtlinge stark machen und die Sozialkassen plündern, das ist fernab von jeglicher Wirklichkeit. Natürlich gibt es Einzelschicksale, die man überdenken müsste, aber kein Land verkraftet es auf Dauer, den halben afrikanischen Kontinent einzuladen und die Probleme verschärfen sich, aber werden nicht gelöst. Der Aufbau einer wirtschaftlichen Struktur in Afrika hätte auch den Menschen dort geholfen, anstatt Probleme nach Europa zu verlagern und Europa zum afrikanischen Konfliktherd auszubauen. Allein die Machtelite um die Konzerne wird es nicht zulassen, dass Menschen Entwicklungsstandards teilen und je mehr Menschen von dieser Elite abhängig werden, desto größer die Profite der Konzerne. Der große Knall kommt auf diesem Kurs auch in Deutschland und dann werdet Ihr mit eurem einzelnen Überlebenskampf voll ausgelastet sein und Euch Refuges-Welcome von selbst vergehen.

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  4. Bezüglich der „Wutbürger“/ Flüchtlinge nur mal diesen kleinen Denkanstoß: Im ganzen Land (und auch in Frankreich etc.) sieht man die prahlenden Geldverschwendungsautos („SUV´s“ etc.) der oberen Mittelschichten vor den Discountern vorfahren, auf daß die Herrschaften dort billige Tomaten kaufen. Billig auf Kosten von Mensch und Natur, das kann man heute wissen, und mit der Folge, daß die Opfer des Ganzen irgendwann flüchten müssen. Und dann flüchten sie eben zu uns. Warum beginnt man nicht besser an den systemischen Kreisläufen anzusetzen und demonstriert beispielsweise gegen die obszöne Grausamkeit der SUV-fahrenden Geldbesitzer vor den Discountern? Und warum fragt man sich nicht, woher das viele Geld für die SUV´s eigentlich kommt? Zum Beispiel durch brutale „Handelsverträge“ Europas mit afrikanischen Ländern zum größten Schaden dieser Länder. Wer von AfD/Pegida schreit gegen solcherlei systemische Ursachen von Flüchtlingsbewegungen eigentlich auf?
    Ergänzend noch dieses: Mir schrieb jemand von Einwanderern die mit „Iphone“ oder „Markenklamotten“ gesehen würden. Dazu folgendes: Daß die Einwanderer Kommunikationsmittel wie Handys oder Iphones als Grundbedarf benötigen, ist bekannt. Markenklamotten? Ich weiß es nicht, vielleicht, vielleicht auch nicht. Und selbst wenn manche durch Diebstahl etwas an sich gerissen hätten (was ich wirklich nicht gut fände) – den Diebstahl haben die exotischen Völker bei uns gelernt. Seit Jahrhunderten plündert die westliche Welt jene Länder mit unfassbarer Grausamkeit aus, die zu unbedarft, zu gutmütig, zu unbewaffnet waren, um sich zu wehren. So kommt es zustande, daß sich in Deutschland, Frankreich, Luxembourg, Belgien etc. eine saturierte, bürgerlich vermopste obere Mittelschicht darüber den Kopf zerbricht, ob der neue SUV 300 PS oder vielleicht 400 PS haben soll, während weltweit etwa eine Milliarde Menschen nicht einmal wissen, wie sie Tag für Tag so etwas wie Trinkwasser für sich und ihre Familien herbeibeschafft bekommen. Trinkwasser!!
    Ich fragte: Fahren Sie Auto? Und wenn, interessieren Sie sich dafür, woher das dazu notwendige Öl herkommt? Und unter welchen Umständen dieses Öl aus dem Boden kommt, bis Sie es in Ihren Tank füllen? Beispielhaft der Fall Ken Saro Wiwa. Er und viele Freunde von ihm wurden ermordet, weil sie sich dagegen wehrten, daß ihrem Volk von westlichen Konzernen das Öl unter den Füssen weggeraubt wurde, wobei tragischerweise ungeheure Landflächen und Gewässer vergiftet wurden. Sein Volk wurde nicht nur schamlos beraubt, sondern auch noch vergiftet. Man berichtet, daß die Fische aus den Gewässern dort wie Kerosin schmecken, das bewirken die Gifte der Ölproduktion. Interessiert es Sie, woher diese Leute dort nun Ihr Trinkwasser bekommen, nachdem ihre Böden vergiftet wurden? Zumindest wenn Sie Auto fahren oder Flugzeug fliegen, sollten Sie das tun, ich verwies ja eben auf die systemischen Zusammenhänge. Protestieren Sie gegen den Raubmord im Nigerdelta, bzw. haben Sie protestiert?

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