Evang. Kirchenmann findet Islamisten harmloser als „radikale Bibelgruppen“

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat ihre Besorgnis über das Wirken evangelikaler Christen geäußert. 038_35

„Was die Gefährdung von sächsischen Jugendlichen angeht, bereiten etwa radikale Bibelgruppen viel größere Probleme als Islamisten“, sagte der Beauftragte für Weltanschauungs- und Sektenfragen, Harald Lamprecht, der Dresdner Morgenpost.

Den aktuellen Anlaß dieser Äußerung lieferte der Fall der 15 Jahre alten Linda Wenzel aus Pulsnitz. Anfang Juli reiste sie nach Syrien, um sich der Terrormiliz IS anzuschließen. Lamprecht sah in dem Interview, das vor dem Terroranschlag von Würzbug veröffentlicht wurde, darin keinen Grund zur Sorge. Der Anteil sächsischer Jugendlicher an den 810 aus Deutschland ausgereisten IS-Rekruten läge „im unteren einstelligen Bereich“.

Weit größeren Zulauf würden dagegen die christlichen Fundamentalisten erfahren. Auch sie erstrebten eine „göttlich gebotene Ordnung, die zwangsläufig das Verhältnis zur Demokratie in Frage stellt“. Das attestierte den „Evangelikalen in Sachsen“ 2014 eine gleichnamige Studie der SPD-nahen Heinrich-Böll-Stiftung.

Sektenbeauftragter Lamprecht hatte bereits im vergangenen Jahr die Teilnehmer der Pegida-Proteste als die eigentlichen Friedensstörer ermittelt und Moslems als Verbündete im Kampf gegen den Islamismus empfohlen.

Quelle: Wochenzeitung „Junge Freiheit“


7 Kommentare on “Evang. Kirchenmann findet Islamisten harmloser als „radikale Bibelgruppen“”

  1. Erzengel sagt:

    Wenn es Probleme mit radikalen Bibelgruppen gibt, sollte das innerkirchlich geregelt und nur – wenn überhaupt – in angebrachten Maßen etwas nach außen dringen.
    Leider sieht die Realität anders aus: Es wird dabei maßlos übertrieben und aufgebauscht, daß ein völlig falsches Bild von tiefgläubigen Christen gezeigt wird.
    Mit solchen öffentlich gemachten Äußerungen schadet man der Kirche sehr, und man hebt islamische Gruppen auf den Altar. Darauf warten ja viele: den Islam vor den Christen-Gott zu stellen. Und das wäre ein totaler Alptraum !

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    • Osterglocke sagt:

      Für mich gibt es nur einen Gott.

      Es gibt keinen Islamistengott plus einen Christengott plus einen Buddhistengott usw.

      Mohamed hat selbst auch gekämpft und Schlachten geführt und dies ist das Problem.

      Ich kenne mich nicht ganz so gut aus, aber evtl. hat Mohamed einfach „irdisch, menschlich“ gehandelt.

      Der Weg aber ist ja Jesus. Was uns von ihm übermittelt wurde, zeigt ja auch, dass seine Wurzeln aus einer „anderen“ Welt stammen.

      Rein „irdisch“ gesehen hat ja Jesus nicht gerade gewonnen.

      Ob den Jugendlichen, die sich radikalisieren lassen, Gott überhaupt eine Rolle spielt?

      Es gibt so viele Menschen, deren Seele krank ist, die psychisch krank sind.

      Auf junge Menschen, die keinen Halt im Leben finden, muß man aufpassen.
      Hierbei ist es denke ich nicht ganz so wichtig, welchen Taufschein die Eltern haben.

      Das Gottes-Reich ist das Ziel und ich glaube, wir entfernen uns gerade mit ganz großen Schritten in die falsche Richtung.

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  2. B.Jacob sagt:

    Anscheinend ist der gute Mann völlig verblendet, wenn er die Christenverfolgung als harmlos einstuft, wo Menschen gefoltert, getötet, versklavt werden – und Christen, die sich auf Grund dieser theologischen Dummheit in ihrem Weltbild verhärten, anklagt. Es ist das Ergebnis von einem Missbrauch des christlichen Weltbildes, wo je nach Auslegung extra Lehrkörper aus der Landeskirche, die wie Pilze aus dem Boden schießen, Christen einen Maulkorb bekommen, wenn sie nicht die ideologische Marschrichtung einhalten. So wird der Begriff Nächstenliebe verdreht in Pflicht zu einer mörderischen Willkommenskultur (Christenverfolgung in islamischen Ländern ist nach dessen Ansicht harmlos und dass sich die Völker wegen Mohammed niedermetzeln auch?).
    Auch die rauhen Sitten bei Mose werden höher bewertet als die von Christus gepredigte Liebe und Verantwortung für die Schöpfung, wo der Mensch die Freiheit hat, damit umzugehen und sich nach seinem Tode vor Gott verantworten muss. Dieser Bildung von radikalen Christen, die Freiheiten, wie Christus den Menschen eröffnet hat, einschränken, mag ich auch nicht, aber Gewalt ist von denen und ihren übergeschnappten Weltbild noch nicht ausgegangen.
    Warum evangelische Christen mit freiheitlichem Denken gleich mit dem Stempel radikal gerne gebrandmarkt werden, liegt wohl daran, dass sie den theologischen Despoten, die um Macht und Tantiemen feilschen und dafür sogar die christliche Botschaft fälschen würden, von den Menschen, die Christus lieben, in die Schranken als Pharisäer gewiesen werden. Wir hatten das historisch alles schon mal, dass Klerus Fürsten ihre Herde zu blindem Gehorsam als weltliche Herrscher unterwerfen wollten. Wo sollten sonst auch die ausufernden Spitzengehälter herkommen?

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  3. zeitschnur sagt:

    Es ist leider auch unter christlichen Fundamentalisten eine Verschärfung feststellbar. Wenn man sich alleine die Radikalisierung Bischof Williamsons vor Augen hält, muss einem das auffallen. Und wer das Internet durchstreift und liest, was diverse Evangelikale, v.a. in den USA, so von sich geben… Bis jetzt werden Sie selten tätlich, klotzen aber auf der Psychoebene mit allen Bandagen.
    Man weiß also noch nicht, wie diese Kreise sich entwickeln.

    Aber – und jetzt kommt das große Aber: sie werden keinen theologischen Anhaltspunkt finden, wenn sie den Mann am Kreuz anschauen!

    Der Islam aber hat unübersehbar ein Problem, denn es hat seinen Grund, dass es Muslime nicht schaffen, dieser Gewalteskalation der Extremisten etwas Starkes und Wirksames entgegenzusetzen.

    Die islamischen Staaten werden einer nach dem anderen zu Failed States werden, eine Lawine an verstörten und fehlerzogenen Personen werden nach Europa schwappen und dort alles durcheinander bringen, und unsere Leute, selbst fehlerzogen, wenn auch anders, werden sich teilweise ebenfalls radikalisieren.

    Solche wie dieser Sektenbeauftragte aber sind immer noch nicht im Hier und Heute angekommen. Ein politisches Aggiornamento täte dem mal ganz gut.

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  4. Dieter Hümmer sagt:

    Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten! Ein Kirchrenmann sollte dieses Gebot kennen.

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  5. Das nenne ich gelebte Ökumene: Die Eminenzen Marx, Woelki und Konsorten können noch soviel unverantwortlichen – biiiiiiep – verzapfen, es kommt mit Sicherheit ein völlig unbekanntes Kirchenfunktionärchen der Evangelen daher und gesellt sich ihnen zu.

    Thema diesmal: der Zufluß von sozusagen Hilfsterroranwärtern zur Ausbildung, die von Deutschland zur Terrormiliz IS gehen. 810 neue angehende Terroristen sind aber für Harald Lamprecht (anscheinend bereits bekannt für abwegige Schnurrpfeiferei aus der dritten Reihe) offenbar kein Problem, denn sein „Problem“ sind seine evangelikalen Mitchristen. Diese seien „Fundamentalisten“ (der Ausdruck insinuiert: Bibel-Khomeinis mit Sprengstoffgürteln, eigentlich auch Terroristen) und „auch (!) sie erstrebten eine „göttlich gebotene Ordnung, die zwangsläufig das Verhältnis zur Demokratie in Frage stellt“. Sagt zumindest die grüne „Heinrich-Böll-Stiftung“ und die muß es ja wohl wissen. Völlig schmerzfrei faselt er von „radikalen“ Bibelgruppen, ohne das in diesem Kontext seltsame Adjektiv näher zu erläutern. Trainieren die in Terrorcamps, um den „Evangelikalen Staat“ zu errichten…? Fragen! (würde hier wohl Frau Künast sagen…)

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  6. Adolf Breitmeier sagt:

    Herr Lamprecht ist entweder ein zum Islam Übergetretener > oder nach meiner Meinung ein Ahnungsloser (ich wollte nicht Naivling schreiben, das klingt so nach Dummkopf). Er sollte einmal den Koran durchackern – und wenn das nichts hilft, ein paar Wochen versuchen, IS-Leute vom Bösen abzuhalten.

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