Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) lehnt Bundeswehreinsatz für Innere Sicherheit ab

Auch nach den schrecklichen Anschlägen in mehreren Städten weist die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wiederholte Forderungen nach dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren strikt zurück. PICT0157

Der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow sagte am heutigen Dienstag in Berlin:

„In dieser angespannten Situation sind Besonnenheit und Augenmaß gefragt. Gerade nach dem allseits gelobten Einsatz der Polizei im Zusammenhang mit dem Münchner Amoklauf verbieten sich solch olle Kamellen. Der Ruf nach der Bundeswehr suggeriert, dass die Polizei nicht mehr Herr der Lage wäre und es eine Notstandssituation gäbe  –  aber das ist absolut falsch.“

Die Bundeswehr sei für die äußere, die Polizeien der Länder und des Bundes seien für die innere Sicherheit zuständig, bekräftigte der GdP-Vorsitzende. Diese Trennung habe sich in Krisenzeiten bewährt, und auch heute gebe es keinen Grund, diese Trennung aufzuheben.
Es sei unzweifelhaft, dass die gegenwärtige Terrorlage Polizistinnen und Polizisten stark beanspruche. Der Ruf nach der Bundeswehr sei aber der falsche Weg, die Sicherheitslage zu verbessern.
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„Terroristen sind gefährliche Straftäter. Sie zu verfolgen, dingfest zu machen und vor Gericht zu stellen ist eine Aufgabe von Polizei und Justiz, die bislang auch erfolgreich bewältigt wurde“, betonte Malchow. Die jüngsten Anschläge hätten eindrucksvoll belegt, dass die Polizeien der Länder und des Bundes auch innerhalb kürzester Zeit gut ausgebildete und entsprechend ausgerüstete Polizeibeamte an den Ort des Geschehens bringen könnten.
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6 Kommentare on “Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) lehnt Bundeswehreinsatz für Innere Sicherheit ab”

  1. Tafelspitz sagt:

    Der Aufstand in der DDR 1953 wurde durch das Militär niedergeschlagen, wenn es auch das sowjetische war und die Angst ist nicht unbegründet, dass Politiker zu ihrem Machterhalt es gegen die eigenen Bürger einsetzen könnten. Insofern gebe ich der Polizei schon recht, wissen wir denn, wer als politisches Oberhaupt das Schicksal unseres Landes lenkt, ähm lenken wird. Spannende Frage auch in den USA und offen gesagt, mein Herz schlägt für keinen der beiden Präsidentschaftsanwärter und auch da wird es oder wird es nicht um solche Fragen gehen. Natürlich, bei größeren Katastrophen, wenn zum Beispiel Diktatorenanhänger aus muslimisch nicht aufgeklärten Kulturen im Gastland zum Krieg mit dem fehlinterpretierten Begriff „Ungläubige“ auf unsere Bürger losgehen, dann wird es sich im Extremfall nicht vermeiden lassen, dass das Militär zum Schutz der Bürger im eigenen Land aktiv werden muss, aber ansonsten gebe ich der Polizei in ihren Aussagen völlig recht, nur eine Kriegssituation kann das ändern.

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  2. Bernhard sagt:

    Ich bin auch gegen einen Einsatz der Bundeswehr im Innern. Warum auch? Die Bundeswehr ist nicht dafür ausgebildet und, wie „klimaleugner“ anmerkt, allgemein schlecht ausgebildet.

    Es wäre besser, die Polizei stärker aufzustocken und nicht weiter zu besparen, wie es bisher geschehen ist.

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  3. klimaleugner sagt:

    Die Polizei hat auch keine Ressourcen, darauf aufzupassen, daß sich die Bundeswehrsoldaten im Einsatz nicht verletzen oder sonst irgendwelchen Blödsinn anstellen.

    Wer einmal in dieser Gurkentruppe gedient hat, fragt sich sowieso, welchen Sinn diese Diskussion hat.

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    • "GsJC" sagt:

      Sie haben in einer „Gurkentruppe“ gedient?

      Dann ist die „Gurkentruppe“ mit Ihrem Ausscheiden um eine „Gurke“ ärmer geworden.

      Und – wo „gurken“ Sie jetzt im zivilen Bereich herum?

      Haben Sie in allen Teilstreitkräften gedient = Heer, Marine und Luftwaffe?

      Aber Sie wissen, dass z. B. die Luftwaffe mit ihren Flugzeugen auf Anforderung ziviler Stellen mit Wärmebildkameras Vermisste sucht und so durchaus auch zivile Anliegen mit ihrem Einsatz unterstützt?

      Die Hilfsmaßnahmen bei Naturkatastrophen sollten Ihnen auch nicht ganz unbekannt sein, – von den Auslandseinsätzen einmal ganz zu schweigen.

      Von daher ist die Diskussion nicht ganz abwegig, – Teile (!) der Bundeswehr kurzfristig zum Objektschutz einzusetzen, um die Polizei zu entlasten. Es macht für einen Soldaten keinen großen Unterschied, ob er eine ausländische Botschaft oder eine Kaserne sichert.

      Für eine „Gurke“ ist die Objektsicherung allerdings nicht möglich.

      MfG

      P.S.

      Die Liste der Auslands- und Katastropheneinsätze der „Gurkentruppe“ seit 1960 finden Sie hier – aber das war Ihnen bestimmt bekannt …

      https://de.wikipedia.org/wiki/Auslandseins%C3%A4tze_der_Bundeswehr

      Bei einem außer Kontrolle geratenen Brand im Jahr 1975 in der „Lüneburger Heide“ wurden 11000 Bundeswehrsoldaten eingesetzt.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Brand_in_der_L%C3%BCneburger_Heide

      Einige „Gurken“ sind nur knapp dem Tod entronnen. Während die Panzer, die Schneisen in der brennenden Wälder schlugen, – verbrannten, konnten die Besatzungen gerade noch von Hubschraubern gerettet werden.

      http://60jahrebundeswehr.de/als-die-heide-brannte/

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  4. Sorge sagt:

    Für mich hört sich das analog der Rivalität zwischen der FBI und der CIA in den USA an. Meinetwegen sollen sie bei Bedarf zusammen arbeiten zum Wohl der Nation. Aber wahrscheinlich verstehe ich die „Komplexität“ der Lage zu wenig. Jeder hat eben Angst, Steine aus der Krone zu verlieren.

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