Papst Franziskus, der Islam, die Enttäuschung: Folgt der Abschied vom Papalismus?

Von Michael Charlier

Nun haben die überaus erstaunlichen Pressekonferenzen, die Franziskus stets im Flugzeug zu geben pflegt, also doch ihr Gutes gehabt: Nach seinen Erklärungen auf dem Rückflug aus Krakau ist dieser Mann, wenn er sich zu weltlichen Dingen äußert, endgültig nicht mehr ernst zu nehmen.  Radio Vatikan

Und da er auch schon deutlich gemacht hat, daß er nicht beabsichtigt, sich mit der Autorität des Petrusamtes zu Fragen der Glaubens- und Sittenlehre zu äußern, können wir auch hier beruhigt sein: Da kommt nichts mehr, was einen Katholiken im Gewissen berühren könnte  –  außer einer gelegentlichen und aus jedem Mund willkommenen Bekräftigung dessen, was schon immer galt.

Eine Woche nach der rituellen Schlachtung des Priesters Hamel am Altar in Frankreich und im zehnten Jahr einer im Namen des Islam tobenden blutigen Christenverfolgung im Orient so zu reden, wie Franziskus im Flugzeug vor der Presse geredet hat, nimmt dem Mann die letzte Glaubwürdigkeit, die man ihm in Ansehung seines hohen Amtes noch zugestehen wollte.

Seine Erklärung ist derart absurd, daß selbst die überaus Franziskus-freundliche Presse sie, so weit wir sehen, nicht im Wortlaut verbreitet hat, sondern peinlich berührt auf Zusammenfassungen auswich. Etwa in der Art: Der Papst habe vor einer Gleichsetzung von Islam und Gewalt gewarnt.

Schon in der ersten Erklärung seines Pressesprechers zum Priestermord  –  der Papst selbst hielt sich vornehm zurück  –  hatte sich gezeigt, daß die Kirche der Bergoglio, Lombardi, Spadano, Madariaga, Kasper, Galantino und wie sie alle heißen, mit dem Terror im Namen des Propheten nicht umzugehen weiß. Sie ist nicht ansatzweise imstande oder auch nur willens, dieses überaus tatkräftige Dementi ihres von Illusionen und säkularen Rücksichten bestimmten Umgangs mit dem Islam zur Kenntnis zu nehmen. RadioVatikan

Schlüsselwort der Erklärung war die Bezeichnung des Mordes als „absurd“. Allerdings sind Mord und Totschlag seit 1500 Jahren die mal mehr, mal weniger dominierende Konstante in der Praxis des Islam gegenüber den Christen gewesen.

Ein Moslem, der einem Christen den Kopf abschneidet, befolgt schließlich nur eine radikale, aber vom Lebensbericht des Propheten selbst beglaubigte Lesart vieler Verse des Korans und einen dementsprechend in zahllosen Lehrschriften und Predigten wiederholten Auftrag: „Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Ungläubigen, wo ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf.“ (Sure 9.5) 

Und auch für den Christen, der seinen Glauben kennt und ernst nimmt, haben solche Taten nichts „absurdes“. Sie entsprechen nur zu genau dem, was Christus vorausgesagt hat: Haben sie mich verfolgt, sie werden euch auch verfolgen (Joh. 15,26).

Damit entsprechen sie nicht nur einer Prophetie von vor 2000 Jahren, sondern auch einer unmittelbar mit der Kreuzigung des HERRN einsetzenden Praxis und seitdem nicht mehr endenden Kette von blutigen Verfolgungen; Verfolgungen, in denen sich die Anhänger des Islam seit über 1000 Jahren immer wieder hervortun.

Unzählige Christen sind diesem Furor zum Opfer gefallen; viele, deren Namen bekannt sind, werden von der Kirche als Märtyrer hoch in Ehren gehalten verehrt und um Fürsprache bei dem HERRN, für den sie ihr irdisches Leben verloren haben, angerufen. 1523

Jede Tat, die zu einem Martyrium führt, ist grausam, unmenschlich, abstoßend und welche Worte sich sonst noch aufdrängen mögen – aber was an Märtyrern und Martyrium ist „absurd“?  –  Es sei denn, man habe sich längst vom Glauben an den HERRN über Leben und Tod verabschiedet oder empfindet ein aus einem Glauben heraus begründetes Handeln überhaupt als „absurd“, „unlogisch“ oder sonstwie aus der Zeit gefallen.

Wahrhaft absurd aber ist es, wenn man Verbrechen hierzulande – der Papst nennt als Beispiel einen Schwiegermuttermord – mit den aus ihrer Religion begründeten Mordtaten fanatischer Moslems gleichsetzt und als private Lehre verkündet: „Man kann nicht sagen, es ist nicht richtig zu sagen, dass der Islam terroristisch ist.“

Doch lesen Sie selbst:

„Ich mag es nicht, von islamischer Gewalt zu sprechen, denn jeden Tag, wenn ich die Zeitungen durchblättere, sehe ich Gewalttaten, hier in Italien: da ist der, der seine Freundin oder seine Schwiegermutter tötet, und das sind gewalttätige katholische Getaufte. Würde ich von islamischer Gewalt sprechen, müsste ich dann auch von katholischer Gewalt sprechen?

Nicht alle Muslime sind gewalttätig. Das ist wie ein Obstsalat, in den Religionen gibt es die Gewalttätigen. Etwas ist wahr: in fast allen Religionen ist da immer ein kleines fundamentalistisches Grüppchen. Auch wir haben das. Und wenn der Fundamentalismus dazu kommt, zu töten – man kann mit der Zunge töten, das sagt der Apostel Jakobus, nicht ich, und man kann mit dem Messer töten – es ist nicht richtig, den Islam mit Gewalt zu identifizieren. …

Ja wir können sagen, daß der sogenannte ISIS ein islamischer Staat ist, der sich gewalttätig präsentiert, weil er uns als seinen Personalausweis zeigt, wie sie die Ägypter abschlachteten. Aber das ist ein kleines Grüppchen, man kann nicht sagen, es ist nicht richtig zu sagen, daß der Islam terroristisch ist.“

Das war’s denn wohl  —  war’s das?

Lange habe ich überlegt, welche Aufgabe der Ratschluss Gottes wohl dem Pontifikat von Franziskus zugedacht haben mag. Mir scheint, die Rolle des Mannes aus Argentinien besteht darin, der Kirche den Papalismus auszutreiben.

Drei Jahrhunderte von Päpsten, die trotz punktueller Schwächen und gelegentlicher strategischer Fehleinschätzunge den Glauben und die Sittelnlehre der Kirche überzeugend vertreten haben, führten – zusammen mit autoritären Neigungen vergangener Zeiten – in weiten Teilen der Kirche dazu, im Papst nicht den Nachfolger des Petrus zu sehen, der selbst den HERRN dreimal verleugnet hat, sondern einen irdischen Stellvertreter Christi mit gottgleicher Allwissenheit und Autorität.

Nach drei Jahren Franziskus sind von diesem Papstbild nur noch lächerlich wirkende Restbeständen übrig geblieben. Unerhörtes ist geschehen: Nicht nur Kirchenmitglieder, die alles ändern wollen  –  auch Katholiken, die nichts als katholisch sein wollen, haben das Vertrauen in den Papst verloren.

Das hat enorme Auswirkungen. Sicher stand auch bisher schon in jedem Lehrbuch, daß ein Papst die Lehre der Kirche nicht ändern kann. Doch damit hätte ohnehin nie jemand gerechnet, galt doch der Papst als der Wächter und Beschützer der Überlieferung.

Beginnend mit den Unruhen des 2. Vatikanums, die heute in Franziskus ihre Verkörperung gefunden haben, ist diese Gewissheit geschwunden. Zunächst erwachte Argwohn, inzwischen hat dieser sich gewandelt zu Entschlossenheit.

Sollte Franziskus formelle Änderungen versuchen, die den Rahmen dessen überschreitet, was immer schon gelehrt und geglaubt worden ist, würden ihm zwar immer noch genug Schönredner und Opportunisten folgen – aber gleichzeitig würde er einen Widerstand provozieren, der ihn zum Urheber einer Kirchenspaltung machte. Das verdeckte Schisma, das die Kirche seit Jahrzehnten zerreißt, müsste manifest werden.

Wir danken Herrn Michael Charlier für die freundliche Abdruckerlaubnis. Erstveröffentlichung dieses Artikels hier: http://summorum-pontificum.de/meldungen/weltkirche/886-omnes-sancti-martyres-orate-pro-nobis.html


31 Kommentare on “Papst Franziskus, der Islam, die Enttäuschung: Folgt der Abschied vom Papalismus?”

  1. Holger Jahndel sagt:

    @Stjepan:

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    Doch muss hier bedacht werden, dass der Petrus im Gegensatz zu den übrigen Aposteln (Bischöfen) diesbezüglich eine Sonderstellung einnimmt, weil der HERR zunächst ihm, und nur ihm allein, die Binde- und Lösegewalt übertrug, und hinterher erst der Gruppe der übrigen Apostel, womit der HERR dem Petrus wiederum eine Sonderstellung gegenüber den übrigen Aposteln (Bischöfen) gab. Das zeigt sich ja bereits beim ersten Konzil der katholischen Kirche Apg. 15, aber auch in all den Kapiteln der Apg. zuvor, wo aufgezeigt wird, dass Petrus eindeutig die höchste Stellung unter allen Aposteln einnahm. Und das hat sich in dieser Hinsicht bis heute nicht geändert!
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    Allerdings: Auch die syrische bzw. assyrische Kirche von Antiochia (die zweitälteste christliche Gemeinde der Welt nach der christlichen Ur-Gemeinde im Jerusalem im Urchristentum!) sieht sich wie auch noch mindestens zwei andere Kirchen in der apostolischen Tradition und Nachfolge und Sukzession der Bischöfe und Apostel und hier u.a. auch speziell eben des Apostels Petrus. Auch diese Kirche beansprucht damit eben den Stellvertreter-Titel des Apostels Petrus und kann sich direkt von diesem herleiten! Und steht zudem noch in einer Kirchenunion mit Teilen der Thomas-Christen und Thomas-Kirchen Indiens nach dem Apostel Thomas. Siehe zudem auch noch als liturgischen Schatz die Jakobus-Liturgie nach dem Apostel Jakobus.
    Als altes Testament gilt die griechischsprachige Septuaginta-Bibel (aus der auch das Neue Testament zitiert) mit der jüdisch-hellenistischen ägyptisch-alexandrinischen Weisheitsliteratur (aus der auch Jesus Christus selbst philologisch und theologisch nachweisbar mindestens zweimal direkt zitiert, auch wird auf die Weisheitsliteratur Bezug genommen etwa bezüglich des Heiligen Geistes als Geist Gottes und „Geist der Weisheit und Offenbarung, siehe auch die mystische theologische Sophiologie der russisch-orthodoxen Kirche Russlands – der Heilige Irenaeus von Lyon zählte noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon bzw. Neuen Testament der Bibel und übernahm auch noch Justin dem Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater die Logos-Theologie). Zum Neuen Testament wird auch noch der 1. Clemensbrief gezählt. Zudem gibt es noch die Thaddäus-Akten und Thomas-Akten und Abgar-Edessa-Brief Tradition und auch noch anderes apokryphes Sondergut als Apokryphen.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien Zur Navigation springenZur Suche springen Siegel der Syrisch-Orthodoxen Kirche Die Syrisch-Orthodoxe Kirche (aramäisch ܥܕܬܐ ܣܘܪܝܝܬܐ ܬܪܝܨܬ ܫܘܒܚܐ Ito Suryoyto Triṣath Shubħo) ist eine selbständige altorientalische Kirche, erwachsen aus dem altkirchlichen Patriarchat von Antiochien. Nach Jakob Baradai, dem Begründer der Unabhängigkeit der Kirche, wurden ihre Mitglieder häufig Jakobiten genannt, besonders in der arabischen Sprache (يعاقبة, DMG Yaʿāqiba oder يعقوبيون / Yaʿqūbiyyūn). Diese Bezeichnung wird von ihnen selbst aber abgelehnt. Oberhaupt ist seit März 2014 Ignatius Efräm II. (Cyril Afrem Karim); er war zuvor Metropolit und Patriarchalvikar für den Osten der USA.[1] Es gibt rund 2 Millionen, nach anderen Angaben 3,5 Millionen Gläubige, Dreiviertel davon leben in Indien,[2][3] etwa 100.000 in Deutschland.[4]

      https://de.wikipedia.org/wiki/Syrisch-Orthodoxe_Kirche_von_Antiochien

      Ursprünge bis zum 3. Jahrhundert Die Kirche von Antiochien ist nach der Urgemeinde in Jerusalem die älteste unter den langfristig bestehenden Gemeinden. Laut der Bibel wurde hier für die Gläubigen erstmals die Bezeichnung „Christen“ verwendet (vgl. Apg 11,26 EU).[5]

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Zeit-Fragen > 2012 > Nr.25 vom 11.6.2012 > Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?
    Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?
    Angriffsziel Schule und Kirche

    von Dr. phil. Judith Barben, Psychologin

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2012/nr25-vom-1162012/moechten-sie-zu-schule-und-bildung-eine-kleine-neurolinguistische-seelenmassage.html

    Abendland am Scheideweg

    Marius Baar DAS ABENDLAND AM SCHEIDEWEG – Ismael oder Isaak – Koran oder Bibel – Mohammed oder Jesus?
 Versuch einer Deutung der endgeschichtlichen Prophetie – 7. Auflage, Mai 1980 Die Hervorhebungen und leichte Kürzungen wurden von mir vorgenommen. Horst Koch, Herborn, im Februar 2008. Angaben zum Verfasser siehe letzte Seite. – Als aufmerksame Leser sollten … Abendland am Scheideweg weiterlesen

    https://horst-koch.de/abendland-am-scheideweg/

    Urgeschichte d. Menschheit (D.Jaffin)

    David Jaffin DIE URGESCHICHTE DER MENSCHHEIT – UNSERE GESCHICHTE Adam und Eva »Wo bist du, Adam?« Die Erbsünde Kain – »Wo ist dein Bruder Abel?« Ankündigung der Sintflut Bau der Arche Die Sintflut Die Neue Welt Gottes Bund mit Noah Noahs Söhne Der Turm zu Babel Adam und Eva Aber die Schlange war … Urgeschichte d. Menschheit (D.Jaffin) weiterlesen

    https://horst-koch.de/urgeschichte-der-menschheit/

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  3. Stjepan sagt:

    Alles, was der jetzige Papst sagt und tut, wird es seinen Nachfolgern auf dem Stuhl Petri gerade in dieser sehr schweren Zeit, die die Kirche durchmacht, sehr, sehr schwer machen! Das, was dieser Papst verbockt, werden seine Nachfolger nicht so leicht wieder ausbaden können! Daher ist dieser Papst ein ausgesprochender Egoist, der nicht mal ansatzweise an seine Nachfolger denkt! Eine Schande ist das! Seine Nachfolger bedauere ich jetzt schon! Deshalb sollten wir für sie jetzt schon sehr viel beten, damit ihnen der Herrgott, Wege aus dem Schlamasel eröffnet, den Papst Franziskus fortlaufend fabriziert.

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  4. Christoph Rebner sagt:

    in der syrischen Armee sterben Muslime für die Befreiung christlicher Dörfer

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    • Zausel sagt:

      Schlimm, aber unser gegenwärtiger Papst interessiert sich nicht sonderlich für seine Herde in Not und auch nicht dafür, dass Muslime mit einem aufgeklärten Weltbild wesentlich dafür wären, um die Wurzel des Bösen im Islam zu bekämpfen durch Aufklärung. Franziskus poliert lieber seinen falschen Heiligenschein und verspottet Gott mit seinem „Ihr Kinderlein kommet“, obwohl er weiß, dass sie sich an die Gurgel gehen, so entwurzelt sie sind. Wo war der Vatikan, um für sie Aufklärung in diesen Ländern sich stark zu machen…
      Franziskus hat nur mal soeben seine beschützende Leibwache nebst Polizeiapparat erhöht, weil er ganz genau weiß, was er anrichtet. Trotzdem, wenn die Wut stark genug ist oder der Eroberungswille des heiligen Stuhls, es wird ihm nicht helfen und er läutet mit aller Überheblichkeit den Ruin des Vatikans ein und alle wissenschaftlichen Dokumente sind auch vor der Vernichtung gefährdet.
      So gut kenne ich mich in Vatikangeschichte nicht aus, aber wie ich hier einigen Beiträgen entnehme, wurden wir demnach wissentlich belogen und durch die angebliche Zeremonie zur Papstwahl getäuscht. Soll das etwa heißen, man hat Benedikt entmündigt, damit Franziskus dubiose Amtsgeschäfte betreiben kann und somit das Papstamt beschädigt?

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  5. Kassandra sagt:

    Natürlich sollten die Menschen, die sich von Franziskus verraten fühlen, für dessen Glaubenswillkür man nur noch verächtliches empfinden kann, nicht gleich zum Bildersturm übergehen und seine Vorgänger, an denen man sicher einige Kritikpunkte hatte und auch Differenzen, gleich mit für die Anmaßungen von Franziskus verurteilen.
    Zu seinen Vorgängern sah man noch auf, weil ihnen die christliche Botschaft noch wichtig war und die Erinnerungen an sie sollte man nicht auslöschen, dann waren sie eben die letzten würdigen Vertreter des Vatikans, Johannes Paul II. und Benedikt der 16. Brauchen wir einen Vatikan, es täte Europa gut, Wächter des Glaubens zu haben, die Europa vor feindlichen politisch religiösen Masseneinwanderungen schützen und nicht wie Franziskus die christliche Herde durch unkontrollierte Masseneinwanderung bis hin zur Vernichtung des christlichen Glaubens in Lebensgefahr bringen.

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    • Holger Jahndel sagt:

      JIhad Watch by Rober Spencer zu Islam und Islamismus und Islamisten und Dschihad

      http://www.jihadwatch.org BLOG

      Siehe auch das Buch „Von Gott zu Allah?“ des Orientalisten Hans-Peter Raddatz und den Weblog des Theologen und Philosophen und Journalisten David Berger und den Politically Incorrect Weblog und das Buch des Inders Jaya Gopal „Gabriels Einflüsterungen“ (The misery of Islam). Sowie die bekannte Regensburger Rede des letzten Papstes Benedikt 16.
      Der frühere Kardinal Ratzinger hat eine breite Resonanz gefunden, als er auf die Verschwisterung des Christentums mit der griechischen Philosophie und die Logos-Theologie hinwies, vom „Logos“ als universelles Weltgesetz und als die universelle natürliche göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos und „Weltseele“ und „Weltvernunft“ haben die griechischen Philosophen wie etwa die Stoiker auch ihre LOGIK als natürliche Vernunft und Ratio-nalität und ihre ETHIK als natürliche vernünftige Moral und das natürliche Sittengesetz abgeleitet, welches der Apostel Paulus im Neuen Testament auch den gerechten und vernünftigen unter den Heiden zubilligte. Als ihren Anteil am Logos sozusagen, wozu er auf dem Areopag in Athen die beiden stoischen Dichter und Philosophen Aratos (zum höchten Gott) und Kleanthes (zum göttlichen Logos, „Weltseele“ und „Weltvernunft“) aus ihren damals weithin bekannten Werken zitierte. Im Koran des Islam gibt es diesen Logos-Begriff leider überhaupt nicht, und deswegen auch keine ursprüngliche originäre Verschwisterung der islamischen Theologie mit der griechischen Philosophie und ihrer LOGIK und Vernunft und Rationalität und ETHIK von der Wurzel an. Dem Islam fehlt dieser LOGOS deswegen leider extrem.

      Wie kommt die Weisheit ins Denken?

      https://www.geolitico.de/2019/01/09/wie-kommt-die-weisheit-ins-denken/

      Luthers Kirche ist tot

      https://www.geolitico.de/2017/01/18/luthers-kirche-ist-tot/

      Vergiftete Ideen Manche Ideen vergiften die Welt. Etwa die Hybris, als Nation auserwählt zu sein. Es scheint, als ob auch das 21. Jahrhundert an vergifteten Ideen scheitert.

      https://www.geolitico.de/2019/01/29/vergiftete-ideen/

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  6. zeitschnur sagt:

    Der Abschied vom Papalismus ist überfällig, das sehe ich sogar stark so – aber ob die Menschen dann wieder mehr auf Christus schauen?

    Ich bezweifle es!

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    • Guten Tag,
      Sie haben recht, daß ein letztlich unkatholischer Personenkult um den Papst und ein (ihm oft zugrundeliegender) pseudotheologischer Papalismus überwunden werden muß. Natürlich schauen die Menschen allein dadurch nicht automatisch „mehr auf Christus“ – aber ein Problem, das ein gewisses Hindernis sein kann, wäre immerhin vom Tisch. Natürlich war der Papalismus auch zu Amtszeiten jener Päpste, die sich weniger „seltsam“ äußerten als der jetzige, schon verfehlt, aber da war die Situation für naivere bzw. theologisch wenig informierte Gemüter nicht so klar erkennbar.
      Als sich zum Beispiel unser KOMM-MIT-Verlag kritisch über das tendentiell religionsvermischende Ereignis von „Assisi“ 1986 äußerte, wurden wir von dem (nicht-amtlichen) katholischen Dachverband VAM (= Vereinigtes Apostolat im Geist Mariens) per Sitzungsbeschluß als „nicht katholisch“ (weil angeblich „nicht papsttreu“) abgelehnt etc. (Dazu kam unsere Kritik an den „Botschaften“ von Marienfried, weshalb wir „nicht marianisch“ seien, wobei genau diesen Erscheinungen einige Zeit später endgültig die kirchliche Billigung verweigert wurde.)
      Auch begründete Sachkritik an päpstlichen Entscheidungen wurde vielfach als unkatholisch oder gar irgendwie häretisch empfunden.
      Diese engstirnige Sichtweise wurde erst etwas besser, als wir anhand von Kardinal Ratzingers Chile-Rede darauf hinweisen konnten, daß auch der damalige Glaubenspräfekt eher skeptisch hierüber dachte, wenngleich er natürlich Johannes Paul II. hinsichtlich seiner persönlichen Motive in Schutz nahm, also Person und Sache unterschied, was auch o.k. ist, zumal in seiner kirchlichen Stellung.
      Damals galt es also in etlichen frommen Kreisen als zumindest unschicklich, wenn man nicht zu allem Ja und Amen sagte, was aus Rom kam – heute hat sich die Stimmung auch dort weitgehend gewandelt.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Anonymous sagt:

        Hallo liebe Frau Küble,
        danke für Ihre immer wertvollen Publikationen und Kommentare. Vor einiger Zeit konnte ich mir die auch ausdrucken, das geht jetzt seit vielen Monaten nicht mehr. Haben Sie eine Idee über die Ursache und deren Behebung?
        Gruß und Segen
        Thomas M. Adam

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      • Hallo, lieber Herr Adam,
        danke für Ihre freundlichen Worte. Ich weiß nicht, warum das Ausdrucken von Artikeln bei Ihnen nicht mehr klappt. Ich habe es soeben bei mir selber probehalber versucht und unseren neuesten Artikel ausgedruckt, was kein Problem war. Wenn es weiterhin bei Ihnen nicht funktioniert, hilft wohl nur, daß Sie einen Text in eine Mail oder eine Word-Datei kopieren und von dort her ausdrucken.
        Freundliche Grüße!
        Felizitas Küble

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    • zeitschnur sagt:

      Man muss diesen katholischen Kreisen allerdings zugute halten, dass dieser Papalismus jahrhunderte- und vor allem extrem jahrzehntelang als Ausweis der Rechtgläubigkeit in die Hirne eingebrannt wurde – nicht zuletzt durch Päpste und eine Mehrheit der Kleriker selbst.

      Erstens war es ein Contra-„Merkmal“ des Katholischen gegen den Protestantismus, ähnlich wie die Marienfrömmigkeit, beides immer wieder auch im Extrem von Rom gefördert, v.a. im 19. Jh und was die Papst-Fetischisierung betrifft auch durch den Jesuitenorden mit harten Bandagen verteidigt.

      Zweitens muss man sehen, dass infallibilistische Ultramontane im 19. Jh die Kirche viel schlimmer „durchseucht“ hatten als die so gehassten und verfolgten Liberalen bzw Modernisten. Sie wollten auf dem Vaticanum I eine maximalistische Unfehlbarkeit definieren. Man muss es als Wunder betrachten, dass das Papstdogma dann doch anders ausfiel, denn diese Maximalisten hatten auf dem Konzil eine satte Mehrheit und Pius IX. war selbst zumindest gelegentlich voller abscheulicher Überheblichkeit. Sein berühmter Satz „La tradizione sono io“ („Die Tradition, das bin ich!“) ist einfach nur zum Gruseln und eine verstörende Entgleisung.
      Antimodernistische Kräfte aber haben gerade diesen Satz für bare Münze genommen.
      Pius X. dann hat zum 50. Jahrestag des Immaculata-Dogmas („Ad diem illum laetissimum“) so geschrieben, als habe die Kirche auf dem Vaticanum I etwas Neues definiert und damit ein für allemal alles „Liberale“ und „Modernistische“ kassiert. Auch bei ihm wird der Papst anhand Marias, die zum Steigbügelhalter des Papsttums degenerieren musste, so erhöht, als sei es der Papst, der makellos wäre… In Ansprachen bläute er den Leuten Wendungen ein wie der Papst sei „der Vater par excellence“ und dergl. Auch das ist zum Gruseln, wo doch Jesus so eindringlich davor gewarnt hat, hier irgendjemanden als „Vater“ zu bezeichnen (natürlich nur im überhöhten Sinn, aber „Vater par excellence“ ist ein mehr als überhöhter Sinn!!!). Sie werden bemerken, dass gerade die neueren Marienerscheinungen stets den Papst hochloben oder als „Märtyrer“ zeichnen, dabei ist er es seit langem, der die Kirche entscheidend mit herunterwirtschaftet…

      Wenn man aber meint, das sei nach dem Vaticanum II besser geworden, irrt man sich. Alleine die Wahnidee Johannes XXIII., er könne ein „Neues Pfingsten“ erzeugen, ist als päpstliche Selbstüberhebung kaum mehr zu toppen. Wenn Pius X. sich noch über Maria zu stellen versuchte (was an sich auch der Gipfel der Überheblichkeit ist!), so versuchte es der nachkonziliare Papst des 20. Jh mit dem Hl. Geist: er, der Papst kann ihn ausgießen, wie es schien. Auch JP II sprach ständig vom Neuen Pfingsten, das da und dort jetzt erzeugt werde, natürlich unter seiner Herrschaft, ebenso, wenn auch etwas seltener Paul VI. Von Benedikt habe ich es nicht in Erinnerung, aber dann von F. wieder gelegentlich, wenn ich da nicht was verwechsle. Diese Wiederholung eines einmaligen Heilsereignisses durch postmoderne Päpste wirkte auf mich immer blasphemisch.

      Und das Kirchenvolk lernte den Blick weg von Christus auf dessen angeblichen „Stellvertreter“ zu lenken. Für mich war allerdings ein Papst vor allem Nachfolger Petri! Die Überbetonung des „Stellvertreters“ birgt die Gefahr, dass der Mann sich selbst vergötzt. Er begreift nicht, dass er selbst nichts ist, sondern Platzhalter für eine Repräsentanz ist. Ein weiteres Missverständnis der Männer generell, aber auch stark beim Papsttum, ist, dass sie sich einbilden, sie seien auch Stellvertreter der ganzen Kirche bzw. der Frauen und Kinder, der Herde, einzelner Bistümer oder einer Familie.
      Das ist natürlich Irrsinn – sie müssen sich nach der Schrift selbst vollkommen unterordnen unter Christus, um dem Herrn den Weg freizugeben ins eigene Herz und das aller anderen…
      „Repräsentanz Christi“ heißt, dass sie mehr als jeder andere sichzurücknehmen müssen, damit Christus in den objektiven Sakramenten und der Lehre sichtbar bleiben kann.
      Eine Repräsentanz der Kirche aber war nie gemeint. Der Papst steht an der Spitze der Hierarchie, aber die Kirche ist und bleibt in Christus selbst das, was sie ist – im Zweifelsfall, wenn er versagt und untreu wird, auch ohne ihn.

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      • Guten Tag,
        Sie haben – wie ich finde – in der Sache ganz recht (manches erscheint mir recht scharf formuliert oder zugespitzt geschrieben, was aber wohl im Sinne einer Verdeutlichung gemeint ist). Es ist im wesentlichen genau diese Problematik, wie sie von Ihnen geschildert wird. Aber der Blick durch die Kirchengeschichte zeigt, daß das Werk des HERRN nicht nur alle häretischen Anfechtungen auf dogmatischer Ebene überwunden, sondern auch alle Päpste überstanden hat – eben auch die weniger guten bis völlig kläglichen oder schlechten Amtsinhaber.
        Selbst der heilige Petrus – von Christus direkt erwählt – hat seinen HERRN dreimal verleugnet – und er wurde vom hl. Paulus beim 1. Apostelkonzil korrigiert. Als Petrus ihn von seinem Leidensweg abhalten wollte, widersprach Christus deutlichst dieser Versuchung: „Hinweg von mir, Satan“. Daß ER gleichwohl diesen persönlich fehlbaren Petrus dazu bestimmte, seine Herde zu weiden und damit die junge Kirche zu führen, zeigt einmal mehr, daß die Kirche nicht so sehr auf menschlicher Großartigkeit beruht, sondern auf Christi Gnade und Kraft – und auf seiner Verheißung, daß die Pforten der Hölle die Kirche – durch alle Wechselfälle hindurch – insgesamt nicht besiegen wird.
        Es gab in der Kirchengeschichte oftmals sogar grundsätzliche Irritationen um den Papst (ich erinnere an die – nicht gerade wenigen – Gegenpäste, bisweilen mehrere auf einmal!), was schon in der christlichen Antike begann (vgl. den Gegenpapst Hippolyt, immerhin später trotzdem heiliggesprochen, meines Wissens sah er seinen Irrtum ein und starb zudem als Märtyrer).
        Der Papst ist eben durchaus nicht „Herr“ der kirchlichen Lehre, sondern ihr oberster DIENER, er muß der getreue Verwalter des Glaubensgutes sein, das er nicht erschafft, sondern zu h ü t e n hat.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • zeitschnur sagt:

        Naja… irgendwann ist mir eben mit Schuppen von den Augen gefallen, welch ein Irrsinn darin steckt, wenn ein schwacher Mensch behauptet, er könne nun ein „Neues Pfingsten“ einleiten oder sich allen Ernstes einbildet ,er sei selbst die „Tradition“ oder „der Vater par excellence“.
        Solche Sätze sind schon in sich selbst zugespitzt und „überspannt“.
        Wir haben bloß die Sensibilität dafür verloren, dass das nicht geht, weil wir dem Papst viel zu viel zugestehen, was wir jedem anderen übelnähmen…
        Und das mit dem „Vade retro, Satana!“ als ein härtester Appell Jesu an den, der gerade zuvor noch dessen Gottessohnschaft bekannt hatte, ist auch sehr eindrücklich und vielleicht auch ein Schatten von dem, was wir mit dem Felsen, mit Petrus zu erwarten haben würden – eben beides… das klare und scharfe Christusbekenntnis und zugleich die Verneinung von dessen Mission auf Erden um eines satanischen Machtstrebens willen…

        Es spricht ja durchaus für die Brisanz der Sache, dass es Petrus selbst war, der später sagte, der Satan gehe umher wie ein brüllender Löwe.
        Man kann sich denken, dass der Böse am Papsttum stets am meisten interessiert war: von da aus würde es ein Leichtes sein, alles noch schneller und effizienter zu verderben.

        Man darf aber daraus nicht schließen, dass es am besten keinen Papst gäbe – genau das nicht! Denn ohne Papst wäre andererseits auch die Durchwirkung der ganzen Menschheit mit dem Evangelium nicht effizient möglich gewesen.

        Beim Papst fällt es eben auch besonders auf, dass jeder von uns zutiefst gefährdet ist, solange er den Kampf hier noch nicht vollends bestanden hat. Und doch bedient sich Gott der Menschen für sein Werk. Ich glaube, dass sich seine Zusage an die Kirche so lesen muss, dass die Kirche nämlich, wenn sie wirklich auf uns gebaut würde, überwunden würde von den Pforten der Hölle. Aber weil Jesus sie hält, kann es nicht passieren.

        Die hierarchische Ordnung ist eine Effizienzordnung im natürlichen Zusammenhang – jede integralistisch-ultramontane Schwärmerei von wegen „das bildet himmlische Hierarchien ab“ ist nicht zulässig, denn wir wissen ja gar nicht, in welchen Dimensionen sich die „Heerscharen Gottes“ befinden und können darum auch nicht im Ernst glauben, der Himmel habe die erbärmliche Struktur irdischer Machteliten (auch das so ein Lieblingsbegriff Pius X.: er und die obersten Hierarchen seien die „Elite“…)…

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      • Holger Jahndel sagt:

        1) Jesus Christus machte Maria, die „neue Eva“, am Kreuz im Neuen Testament nach damaligem jüdischen Recht mit den entsprechenden damals dafür gebräuchlichen jüdischen Worten und mit der entsprechenden damals dafür gebrauchlichen jüdischen Formel zur Adoptiv-Mutter seines „Lieblingsjüngers“ des Apostel Johannes bzw. diesen damit zu ihrem Adoptiv-Sohn und so auf diese Weise damit natürlich zu seinem Adoptiv-Bruder. Dies hebt natürlich beide im besonderen Rang heraus bzw. hervor. Auch sagte Jesus Christus laut Neuem Testament zu Johannes Dinge, die er selbst dem Apostel Petrus ausdrücklich mitteilte. Es gab ja auch die iro-keltische bzw. iro-schottisches Johannes-Kirche auf den britischen Inseln und in der Bretagne in Frankreich und in Galizien in Spanien nach dem Apostel Johannes als koptisch-pelagianisches Johannes-Christentum. Diese koptisch-pelagianische Johannes-Kirche als Johannes-Christentum nach dem Apostel Johannes wurde von den Kopten aus dem ägyptischen Alexandria begründet. Sie ging mitsamt ihren Heiligen und Theologen wie dem Heiligen St. Patrick als dem großen Missionar Irlands und dem Heiligen Johannes „Scottus“ Eriugena als großen Mystiker und Philosophen (nach Dionysios Areopagita als christlichem Theurgen und hermetischen Neuplatoniker und Mystiker) dann im Mittelalter auch in die katholische Kirche nach den beiden Aposteln Petrus und Paulus ein bzw. in ihr auf. Gegenwärtig gibt es eine starke Bewegung, die alten iro-keltischen bzw. iro-schottischen Gottesdienste und Liturgien wiederzubeleben und als geheiligte kirchliche Rituale und Liturgien und Meßfeiern wieder ins Leben zu rufen und zu feiern. Meines Wissens nach gab es im iro-keltischen bzw. iro-schottischen Christentum auch Äbtissinnen, die – wie in der katholischen Kirche auch – teilweise auch die Bischofswürde innehatten. Tatsächlich hatte die Äbtissin eines Klosters auch in der katholischen Kirche als einzige Frau eine quasi Priester-gleiche Stellung. Das Neue Testament berichtet noch von einer Diakonin namens Phoebe und weiblichen Prophetinnen, wie es ja auch im alten Testament weibliche Prophetinnen und auch eine weibliche Richterin als Hierokratin in Israel gab. Engel und Menschen, Richter etwa, werden im Alten Testament auch teilweise als „Götter“ bezeichnet, was meiner Ansicht nach in Richtung der jüdischen Merkabah- und Thronwagen-Mystik und der prophetischen Henoch-Literatur nach dem Propheten Henoch deutet. Laut Neuem Testament salbte Maria auch die Füsse Jesu Christi bzw. ölte sie ein.
        Weiterhin wird auf die Textstelle im Alten Testament hingewiesen „Steht nicht geschrieben: Ihr seid Götter?“ und der Apostel Paulus zitiert auf dem Areopag in Athen im Neuen Testament auch die beiden stoischen Dichter und Philosophen Aratos (zum höchsten Gott) und Kleanthes (zum göttlichen Logos, bei ihm die „Weltseele“ und „Weltvernunft“) aus ihren damals sehr bekannten Werken. Meiner Ansicht nach deutet dies im Sinne der Genesis, wo steht das Gott den Menschen nach seinem Abbild oder als sein Abbild erschuf, in Richtung mystischer jüdischer Kabbalah mit dem Anthropos (NT und AT) und Jesus Christus als „himmlischen Adam“ und „neuen Adam“ und platonischen Ideal-Mensch beim Apostel Paulus als Adam Kadmon bzw. göttlichen Urmensch oder kosmischen Adam. Den „Menschensohn“ (Hoheitstitel, siehe auch Propheten Daniel als „Rab-Mag“ im Original-Text als Original-Titel als oberster der sterndeutenden Magier-Priester der monotheistischen persisch-medischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier bzw. Parsen nach dem Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster im Alten Testament der Bibel mit seiner Prophezeiung vom Kommen des „Menschensohnes“ als erwarteter göttliche Erlöser) des Alten und Neuen Testamentes (Eigenbezeichnung von Jesus Christus als Hoheitstitel) und LOGOS bzw. „Wort Gottes“ und „Pantokrator“ als himmlischer Herrscher und Messias und Heiland – siehe dazu auch die „Magoi aus dem Osten“ im neuen Testament der Bibel die ihn verehrten und ihm huldigten und den jüdischen Theologen und Mystiker und hermetischen Philosophen Philo(n) von Alexandrien und Elias Erdmanns Aufsatz zu ihm und seine anderen freien Online Texte, etwa auch zur christlichen Mystik und hermetischen Philosophie als Naturphilosophie und Religionsphilosophie.
        Siehe auch den Propheten Henoch im äthiopischen Henoch Buch, aus dem der Apostel Paulus im Neuen Testament der Bibel im Judas-Brief auszugsweise zitiert, und das Jubiläen-Buch im breiteren und engeren Bibel-Kanon der Kopten Äthiopiens bzw. der äthiopisch-koptischen Tewahedo Kirche. Der Heilige Irenaeus von Lyon zählte auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Neuen Testament der Bibel und übernahm von Justin dem Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater die Logos-Theologie.

        2) Es gibt auch noch die Altkatholiken bzw. die altkatholische Kirche, die römisch-katholische Kirche hatte auch schon Kirchenunionen mit den Kopten und der byzantinischen orthodoxen Kirche, als deren direkte Nachfolgerin sich auch die russisch-orthodoxe Kirche versteht. U.a. deswegen ist auch die alte byzantinische Messe, welcher die russisch-orthodoxen Altgläubigen trotz langer Verfolgung und Unterdrückung bewahrten, auch von der römisch-katholischen Kirche nach den beiden Aposteln Petrus und Paulus anerkannt. Neuerdings haben sich Teile der ukrainischen Kirche dem orthodoxen Patriarchat in Konstantinopel unterstellt. Siehe übrigens auch den byzantinischen Hermetiker Marcos Psellos und die mystische theologische „Sophiologie“ und die jüdisch-alexandrinische „Weisheitsliteratur“ im Alten Testament der griechischsprachigen Septuaginta-Bibel. Der 1. Clemensbrief nimmt sehr viel Bezug darauf, die orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens bzw. Ostkirchen folgen meist als Theologen Justin dem Märtyrer (Kirchenlehrer und Kirchenvater) und dem Heiligen Irenaeus von Lyon, siehe aber auch die gesamte Patristik noch mit Johannes „Scottus“ Eriugena und Lactantius als Laktanz und Firmicus Maternus und Ambrosius usw.

        3) Ich würde ihnen persönlich als Konfessionen die pietistischen Quäker mit ihren Meditationen und ihrem inneren Geistlicht als lebendiger Spiritualität empfehlen und generell die Pietisten. Siehe etwa auch die pietistischen Kreise um das Fräulein Katharina von Klettenberg als evangelisch-protestantischer Nonne. In ihrem Umfeld wurde auch stark die christliche Kabbalah und hermetische christliche Mystik studiert und existierte eine echte lebendige Spirtualität. Siehe etwa Welling.
        Auch die christlichen Rosenkreuzer nach Jan Comenios (siehe seine hermetische „Pansophie“-Philosophie) und dem hermetischen Arzt und Hygieniker und Spaghyriker und christlichen Kabbalisten van Helmonte als Mystiker wären nennenswert und empfehlenswert.

        Wie kommt die Weisheit ins Denken?

        https://www.geolitico.de/2019/01/09/wie-kommt-die-weisheit-ins-denken/

        Luthers Kirche ist tot

        https://www.geolitico.de/2017/01/18/luthers-kirche-ist-tot/

        Vergiftete Ideen Manche Ideen vergiften die Welt. Etwa die Hybris, als Nation auserwählt zu sein. Es scheint, als ob auch das 21. Jahrhundert an vergifteten Ideen scheitert.

        https://www.geolitico.de/2019/01/29/vergiftete-ideen/

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  7. ostrpeterroesch sagt:

    Die Stellung des Papstes ist zweigeteilt. Zum einen die Berufung, zum anderen das Amt.
    Benedikt ist Papst per Berufung, aber nicht im Amt; Franziskus ist im Amt, aber er ist nicht Papst per Berufung. Deshalb nennt sich der Jesuit Franziskus selbst auch nur „Bischof von Rom“. Wir haben also keinen Papst, sondern Teilpäpste. Und deshalb, weil es derzeit keinen vollgültigen Papst gibt – und nur deshalb! – steht die päpstliche Wohnung leer. Das ist alles, das ist schon des ganzen Rätsels Lösung, weshalb das Papsttum der Gegenwart so inhaltslos erscheint.

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    • Bernhard sagt:

      Hä??!?

      Erstens gibt es m.W. in der katholischen Theologie nicht diese künstliche Unterscheidung von „per Berufung“ vs. „im Amt“; man kennt nur die Unterscheidung zwischen „Person“ und „Amt“.

      Zweitens halte ich es für unnütze Sophisterei, „zwei halbe“ statt „einen ganzen“ Papst zu postulieren.

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      • ostrpeterroesch sagt:

        Berufung und Amt sind grundsätzlich zwei verschiedene Dinge, deshalb erfolgt die reguläre Einsetzung eines Beamten mit den Worten „unter Berufung ernenne ich . . . “ o. ä. Der Berufung kann die Person folgen, oder aber es bleiben lassen. D. h. man kann die Ernennungsurkunde ablehnen, und damit sich dem Amt verweigern.

        Es gibt jedoch auch, selten, das Amt ohne Berufung, gerade auch im angesprochenen kirchlichen Bereich, siehe z. B. hier
        https://books.google.de/books?id=3pk52fZsTpMC&pg=PA181&lpg=PA181&dq=Amt+ohne+Berufung&source=bl&ots=iSlnW-S6lE&sig=Vd-lidqmy45Dzs9cSgovW5Q-sro&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjflNy4vrTOAhWCuRQKHZ7HC60Q6AEISTAI#v=onepage&q=Amt%20ohne%20Berufung&f=false
        Dieser Fall liegt bei Franziskus vor, er ist vom Konklave ins Amt bestimmt – also im Ggs. zu Benedikt nicht berufen! – worden; dies erklärt auch die Hinnahme der berichteten Regelwidrigkeiten bei der Wahl des Franziskus. Franziskus ist nur „Amtspapst“, da ist alles nicht so wichtig.

        Und so kriegt alles seinen Sinn: Nach den Regeln des Jesuitenordens und den Bestimmungen des Ignatius von Loyola hätte der Jesuit Bergoglio eine Berufung ins Papstamt gar nicht akzeptieren dürfen, denn Jesuiten verstehen sich vom Grundsatz her als Diener der Päpste, sie dürfen deshalb nicht in das entsprechende Amt BERUFEN werden. Wohl aber können sie in das Amt BESTIMMT werden, und nur das ist mit dem Konklave geschehen.

        Ich finde es selbst sehr merkwürdig, daß selbst Kirchenexperten und Kirchenjuristen diese an sich einfachen kirchenrechtlichen Gegebenheiten kaum öffentlich thematisiert haben.

        Sie sehen, meine Ausführungen sind keine „Sophsterei“. Sie führen ins Herz unseres Gegenwartsverständnisses und all der Wirrungen, von der unsere katholische Kirche jetzt heimgesucht wird.

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      • zeitschnur sagt:

        Ihre Argumentation verstehe ich nicht – was meinen Sie genau mit dem Unterschied von „Berufung“ und „Amt“? Ihr Link ist nicht hilfreich, weil es sich auf evangelische Verhältnisse bezieht und auf die preußische Verfassung der ev. Kirche eingeht.

        Im übrigen ist Benedikt rechtskräftig zurückgetreten und F. ist rechtmäßig gewahlt worden. Es ist eine seltene und unerträgliche Konstellation, aber so ist es nun mal.

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    • Stella sagt:

      Das sehe ich ähnlich !!
      Wobei ich meine, dass Benedikt der „gültige“ Papst ist, in seiner Abschiedsrede betonte er ja, dass er Papst für ewig ist.
      Der andere ist für „the show must go on“, nichts weiter, darum unterschreibt er ja auch nur mit „Franziscus“ – wer Ohren und Augen hat…..
      Es gibt doch genügend Prophezeiungen zur „Vertreibung“ bzw. „Flucht“ eines Papstes, ganz zu schweigen von A.K.Emmerick, die ausführlich eine Zeit mit zwei Päpsten beschrieb und speziell die deutschen Bischöfe brandmarkte – „oh ihr deutschen Spitzbuben“ – also deutlicher gehts nimmer !

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  8. Bernhard sagt:

    Die Frage ist: Ist der Papst überhaupt der Stellvertreter Christi? Bzw., war Petrus der Stellvertreter Christi? Das wird immer so dahin gesagt, aber Jesus sagte zu Petrus „auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“ und „was du auf Erden bindest, wird auch im Himmel gebunden sein“. Er sagte nicht „du wirst mich in allem ersetzen, wenn ich nicht mehr auf dieser Erde weile“. Aber das nur am Rande.

    Päpste sind unfehlbar, wenn sie ex cathedra die Glaubens- und Sittenlehre verkünden; in der Beurteilung zeitgeschichtlicher oder gesellschaftlicher Vorgänge sind sie keineswegs unfehlbar (und haben das auch nie behauptet). Wenn eine Äußerung Franziskus‘ zum Islam nicht ganz realitätsnah ist, berührt das nicht seine Autorität als Papst.

    Mit dem Papalismus ist das so eine Sache… Papalismus ist vor allem in sehr traditionalistischen Kreisen zu finden – aber nur, wenn der Papst konservativ genug ist! Sonst fühlen sich eben jene Kreise befugt, ihn abzulehnen. In der Hinsicht unterscheiden sie sich gar nicht so sehr von progressiven Kreisen, die dem Papst von vornherein keine große Bedeutung beimessen.

    Ich finde diese Aufregung überzogen. Hat der Papst in einer nicht-lehramtlichen Frage eine Fehleinschätzung getätigt – na und? Das beschädigt vielleicht sein Ansehen als Mensch, seinem Amt Papst tut das erst einmal keinen Abbruch.

    Der Islam ist heutzutage aggressiv-militant und das Christentum nicht. Aber in früheren Zeiten war das anders. Das gilt vor allem für die frühe Neuzeit, aber auch für das frühere Mittelalter. Dass sich Muslime bei ihren Gewaltexzessen auf Mohammed berufen können, Christen aber nicht auf Christus, tut der Gewalttätigkeit an sich keinen Abbruch. Zumal Karl der Große oder ein spanischer Conquistador diese Frage möglicherweise ganz anders beantwortet hätte. Provokativ könnte man vielleicht sagen: Das Christentum wurde erst „zahm“ und friedlich, als es von der nicht-christlichen (und teilweise antichristlichen!) Aufklärung in eine bestimmte gesellschaftliche Nische abgedrängt wurde.

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    • Stjepan sagt:

      Ja, Bernhard, von amtswegen ist der Papst Christi Stellvertreter auf Erden:

      1.) Die Heilige Schrift sagt, daß Christus der Hirte ist. Dieses Hirtenamt hat der Herr dem Petrus ausdrücklich über alle seine Schafe, zu denen auch die einfachen Bischöfe und die Priester gehören, übertragen (Joh. 21,15-17).

      2.) Christus übergab ihm als einzigen den Schlüssel Davids, den Er selber besaß (Jes. 22,22). Er ist also der Christus stellvertretende Hausherr!
      ,
      3.) 2 Kor. 5,20 besagt, dass die Apostel bzw. Bischöfe Gesandte an Christi Statt sind, Petrus als oberster Hirte dann natürlich auf besondere Weise.

      3.) Da also auch einfache Bischöfe von amtswegen Stellvertreter Christi sind, so war es auch der Bischof Diotrephes, obwohl dieser ein Übeltäter war (Joh. 3).

      4.) Christus hat seinem Verräter, der obendrauf ein Dieb war und eine Frau, die Jesus Gutes getan hat, vor versammelter Mannschaft beschämt. Und doch blieb er bis zu seinem Ableben (Selbsmord) Apostel. Das Apostel- bzw. Bischofsamt wurde ihm zu Lebzeiten trotz alledem nicht abgesprochen (vgl. Apg. 1,15-26)

      Anhand dieser Punkte ist leicht zu ersehen, dass Papst Franziskus trotz allem der Stellvertreter Christi auf Erden ist.

      Auch wir als gläubige Laien sind es, halt nur im Kleinen, trotz unserer Sünden, Frevel, Bosheiten und Fehler!

      Freundliche Grüße

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      • zeitschnur sagt:

        Das, was Sie zitieren, zeigt allerdings, dass der Papst nicht der einzige ist, der mit einer amtlichen Repräsentanz Christi beauftragt ist, im weitesten Sinne ist jeder Gläubige informell ein Stellvertrteter Christi, wie Sie am Schluss schreiben.

        Nun wissen Sie aber sehr genau, denke ich, dass man diesen Stellvertreter-Titel immer mehr auf den Papst eingeeingt hat, und das war von Jesus mit Sicherheit nicht intendiert. Denn diese Einengung führte dazu, den Papst so zu behandeln, als sei er selber ein Quasi-Gott. Dass diese Entwicklung die Kirche in größte Gefahr bringen wird, zeigt uns Ihr Jeaja-Zitat (s.u.). Die heftigen Auseinandersetzungen vor und nach dem Vaticanum I zeigen uns das deutlichst, auch dies, dass Päpste mit einer entsprechenden Überheblichkeit auftraten, die ihnen nicht zusteht.
        Franziskus aber befindet sich in dieser überheblichen Tradition, wenn auch „theologisch-politisch“ vielleicht andersherum als der klassische Ultramontanismus, ja, man denkt, er toppt diese Tradition tatsächlich.

        Ihre Bibelzitate verschieben doch etwas den gesamten Schriftbefund durch Weglassen wichtiger Zusammenhänge:

        Die Stelle im Jesajabuch über die „Schlüssel Davids“ bezieht sich zunächst auf Eljakim, der sie erhalten soll, nachdem der Palastvorsteher Schevna sich in den Felsen ein Grab hauen wollte:

        „Da lässt er sich hoch oben ein Grab aushauen, im Felsen sich eine Wohnung ausmeißeln!“

        Das sind merkwürdige, metaphorisch klingende Worte, die man wägen sollte.
        Diesen also, der so handelte, verwarf Gott, zerknüllte ihn und warf ihn wie eine Kugel weg. (Jes 22, 16)

        Aber auch über den erwählten Nachfolger Eljakim sagt der Herr apokalyptische Worte, die auch auf unseren Petrus ein Drohwort werfen:

        „22 Ich lege ihm den Schlüssel des Hauses David auf die Schulter. Wenn er öffnet, kann niemand schließen; wenn er schließt, kann niemand öffnen.
        23 Ich schlage ihn an einer festen Stelle als Pflock ein; er wird in seinem Vaterhaus den Ehrenplatz einnehmen.
        24 Wenn sich aber all die vielen Mitglieder seines Vaterhauses mit Kindern und Kindeskindern an ihn hängen, alle die Kännchen, die Töpfe und Krüge
        25 an jenem Tag – Spruch des Herrn der Heere – wird der Pflock, den man an der festen Stelle eingeschlagen hat, nachgeben. Er wird herausbrechen und herunterfallen, sodass alles zerbricht, was an ihm aufgehängt war. Wahrhaftig, der Herr hat gesprochen.“

        Ich denke, wir haben das gehört: In dem Moment, wo sich die Menschen an ihn alleine und nicht mehr den Herrn hängen, wird die Verankerung in der sicheren Stelle, die der Herr geschenkt hat, herausbrechen und der ganze Laden, der an diesem Mann hängt, wird zusammenbrechen… Wer sich aber nicht nur an diesen Mann gehängt hat, wird gerettet.

        Es gibt übrigens noch andere „Schlüssel“-Stellen in der Schrift, die relativieren diese Zuspitzung auf Petrus. Auch die jüdische Hierarchie hatte ursprünglich einen solchen Schlüssel, missbrauchte ihn aber: https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=2283

        Während Christus den Schlüssel Davids und den des Himmel und den des Todes in der Hand hat, erhält Petrus nur den „Himmelsschlüssel“. Sie müssen verzeihen, aber das ist etwas anderes, bzw. die Nuance darf man nicht einfach verwischen.

        Das damit verbundene Binden und Lösen hat Christus dem Petrus übergeben, aber ebenso auch den Aposteln, wie Sie ja selbst sagen.

        In dem Moment aber, in dem es viele Stellvertreter Christi gibt, nivelliert sich der Begriff und es ist sachlich besser, vom „Nachfolger Petri“ zu sprechen, denn da weiß man, welcher der Stellvertreter gemeint ist.

        Ebenfalls zu bedenken ist, dass eine Repräsentanz immer heißt, dass der, der repräsentiert nicht der ist, den er repräsentiert, sondern nur ein Platzhalter.

        Das Papsttum hat aber schon früh versucht, all diese Vollmachten auf sich zu ziehen und die an sich unterwürfige Rolle eines Platzhalters aufzublähen. Ich habe daher auch Probleme mit der Rede vom „alter Christus“ – m.E. geht das zu weit oder ist missverständlich: nein, ein armseliger Mann im Amt ist kein „zweiter Christus“!, sondern einfach nur ein armrer Sünder, der sich völlig wegschenken müsste, total verschwinden muss, damit Christus wachsen kann, wie einst Johannes der Täufer sagte. Genau diese Problematik, dass die Amtsmänner das in wachsender Zahl nicht einhielten, nicht die erforderliche Haltung des Täufers einnahmen, genau dies verhinderte das Wachstum des Leibes Christi und den schuf den Zusammenbruch, den wir heute haben.

        Besonders kurios ist die Tatsache, dass sich in alter Zeit viele „servus servorum Dei“ nannten. Ab einer bestimmten Zeit (12. Jh) beanspruchte der Papst alleine diesen Titel und verbot, dass andere sich auch so nannten. https://de.wikipedia.org/wiki/Servus_servorum_Dei
        Dabei ist definitiv nach der Schrift ein Gläubiger der Diener der Diener Gottes und soll sich auch unbedingt so verstehen.
        Wenn aber das Dieneramt zum Synonym für ein Alleinherrscheramt wird, dann kehrt sich das, was ursprünglich gemeint war, ins Gegenteil.

        Und das ist das Problem, von dem wir hier reden – nichts anderes.

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      • Stjepan sagt:

        @Zeitschnur

        1.) Es ist mir aus der Kirchengeschichte keineswegs bekannt, dass man den Stellvertretertitel (allgemein) immer mehr auf den Papst eingeengt hätte. Dies ist mir nur unter den Papalisten bekannt; und der Papalismus ist eine Irrlehre! Die Kirche selbst hat diese (Irr-)Lehre nie gekannt, wovon ja auch alle Konzilien zeugen, an denen ja zusammen mit dem jeweiligen Papst auch (die) Bischöfe beteiligt waren. Das ist ja das, was Du, liebe Schwester, sagst, wenn Du erklärst, dass nicht nur Petrus die Binde- und Lösegewalt bekam, sondern auch die übrigen Apostel (Bischöfe). Doch muss hier bedacht werden, dass der Petrus im Gegensatz zu den übrigen Aposteln (Bischöfen) diesbezüglich eine Sonderstellung einnimmt, weil der HERR zunächst ihm, und nur ihm allein, die Binde- und Lösegewalt übertrug, und hinterher erst der Gruppe der übrigen Apostel, womit der HERR dem Petrus wiederum eine Sonderstellung gegenüber den übrigen Aposteln (Bischöfen) gab. Das zeigt sich ja bereits beim ersten Konzil der katholischen Kirche Apg. 15, aber auch in all den Kapiteln der Apg. zuvor, wo aufgezeigt wird, dass Petrus eindeutig die höchste Stellung unter allen Aposteln einnahm. Und das hat sich in dieser Hinsicht bis heute nicht geändert! Natürlich gab es aber vereinzelt immer wieder auch Päpste, die davon abwichen, etwa meiner Meinung nach Papst Sabinianus, der von 1 Petr. 5,1-4 ganz deutlich abwich. Und auch gerade auch diese Bibelstelle zeigt doch ebenfalls, dass der Petrus über den übrigen „Presbytern“ stand (ohne sich aber selbst als „Herr“ im Sinne weltlicher Herren aufspielte).

        2.) Du schreibst: „Denn diese Einengung führte dazu, den Papst so zu behandeln, als sei er selber ein Quasi-Gott.“ – Ja, und das kam ausschließlich von Papalisten (nicht allen)! Aber im Allgemeinen war das nie so, und der Kirche selbst war solches völlig unbekannt! Da können etwa die Adventisten mit den Lügenschichten ihrer falschen Prophetin erzählen, was sie wollen.

        3.) Weiter schreibst Du, liebe Schwester: „Ihre Bibelzitate verschieben doch etwas den gesamten Schriftbefund durch Weglassen wichtiger Zusammenhänge:“ – Das erweckt bei Dir nur diesen Eindruck, weil ich die biblischen Punkte zum Thema lediglich extrem zusammenfasste. Natürlich könnte ich mittlerweile ein Buch darüber schreiben, weil der Herrgott gerade durch dieses Thema (in der Bibel) durch mich einen Protestanten zum katholischen Glauben geführt hat! Ich war damals bei ihm zu Besuch, und er begann voll Hass über Papst Benedikt XVI. zu schimpfen, was der sich denn einbildete, zu behaupten, die kath. Kirche sei die einzige Kirche Christi. Ohne überhaupt nachzudenken, sprudelte es aus mir einfach heraus (obwohl ich selbst nicht katholischen, sondern esoterischen Glaubens war): „Ja! Er hat recht! Das steht in der Bibel!“ – Nun stand ich (als Esoteriker) im Zugzwang, ihm dies anhand der Bibel zu erklären. Und ich wurde von Gott dabei so geführt, dass ich ihm zuerst das Papsttum anhand der Bibel erläutern musste. Ich selber begann mich dabei durch mein eigenes Wort, das ich zu ihm sprach, zum katholischen Glauben zu bekehren, und wurde mit ihm zusammen gleichzeitig bekehrt!

        4.) Da ich also im Zugzwang war, musste ich die Bibel dazu studieren, um das ihm Gesagte ihm, dem Protestanten, biblisch zu beweisen. Und ich war selbst erstaunt, wie einfach das war, da doch Gott alles eingeleitet, geführt und schließlich auch vollendet hat. Deshalb weiß ich ganz genau, dass meine Ausführungen dazu völlig richtig sind, auch wenn ich sie oben nur lediglich extrem zusammengefasst habe, wofür ich Dich, geliebte Schwester, um Vergebung bitte, da ich dadurch, zumindest Dir gegenüber, einen falschen Eindruck erweckt habe, wichtige Zusammenhänge weggelassen zu haben, da ich von gläubigen Katholiken einfach erwartete, dass sie das in dieser zusammengefassten Form verstehen würden. Doch habe ich mich bei diesem Gedanken doch wohl geirrt! Das zeigt mir, Sünder, dass ich nie von mir ausgehen darf! Nun habe ich von Gott her durch Dich weiteres lernen dürfen: Nicht von „mir“ ausgehen, sondern so, wie das von anderen recht aufgefasst werden soll! Aber das ist nicht immer einfach, da ich nur Mensch bin, sündiger Mensch, und voll Fehlentscheidungen, und ohne Gottes Führung nie weiß, wie ich anderen Menschen von mir aus irgend etwas recht näherbringen soll.

        5.) Aber auch kann der liebe Gott durch solche unsere Schwächen wirken. So war ich immer sehr streng gegenüber einer sektierischen Protestantin, die in „Der Weg“-Sekte war, auch wenn wir uns übereinander extrem ärgerten. Ich hatte ein schlechtes Gewissen deshalb! Doch jetzt ist sie mir so dankbar über meine Strenge …, dass sie mir unaufhörlich sagt: „Ich danke Dir dafür! Ohne Deine Hilfe würde ich jetzt den kath. Glauben nicht (biblisch) verstehen! …“ – Ich mag diesen Lob nicht, weil ich mich selbst durch und durch verdorben fühle, doch jetzt ist sie jedenfalls katholisch, liebt die Muttergottes und betet den Rosenkranz! Und das allein zählt!

        6.) Weiter schreibst Du, liebe Schwester: „Die Stelle im Jesajabuch über die „Schlüssel Davids“ bezieht sich zunächst auf Eljakim, der sie erhalten soll, nachdem der Palastvorsteher Schevna sich in den Felsen ein Grab hauen wollte:“ – Das ist mir ja nicht unbekannt. Mein Verweis auf die Bibelstelle zeigt doch, dass ich davon ausging, dass hier die Leser doch den ganzen Text lesen, was sich doch automatisch ergeben müsste. Aber hier ging ich wieder von meiner Position aus, die mir wieder zeigt, dass ich nie von mir aus gehen darf!

        7.) Ich weiß nicht, ob Du jemals etwas von der Typologie gehört hast, die Christus uns gelehrt hat: Etwa: Jona 3 Tage im Bauch des Fisches = Christius 3 Tage in der Erde! Es gibt diesbezüglich noch viel, viel mehr Beispiele! Z.B.: Adam = Neuer Adam = Christus; Eva = Neue Eva = Maria! Lamech verkündete die 77malige Rache, Christius hingegen die 77malige Vergebung! Das AT => NT! Oder Röm. 10,1-2 => christl. Taufe (demnach auch aller Kinder aller Altersstufen)! Oder: Rettung Noahs = Rettung durch die Taufe: 1 Petr. 3,20-21. ………….

        8.) Was ich mit der von Christus gelehrten Typologie sagen will, ist: Alles, was im AT beschrieben ist, ist im NT wiedergegeben – auf entsprechende typologische Weise!

        9.) In dieser Hinsicht will ich auf Ps. 89 verweisen, in der David in Christus übergeht und daraufhin von seinen, Christi, Söhnen die Rede ist …. (das lese man dort bitte nach).

        10.) Das hat dann letztlich typologisch auch mit dem Schlüssel Davids in Jes. 22,22 zu tun.

        11) Es gibt in den Prophetenbüchern eine Stelle, wo über einen jüdischen Führenden die Rede ist, der typologisch Christus vorausbezeichnet, doch konnte ich diese Bibelstelle jetzt nicht wiederfinden. Gerade diese Stelle erläutert Jes. 22,,22 ….. ergänzend.

        Ansonsten. Deine biblischen Ausführungen auf Deiner Seite sind ansonsten super klasse! – 1A

        Doch warum ist die Muttergottes nicht zum Grab Ihres Sohnes gekommen, wie die anderen Frauen? – Die anderen Frauen glaubten genausowenig an die Auferstehung Christi, wie Seine Apostel, da sie ansonsten nicht zum Grab gekommen wären! Diese Frauen, Maria Magdalena im Vordergrund, gingen dorthin zum Grab, weil nach jüdischem Brauch Frauen dazu zuständig waren! Maria Magdalena glaubte erst durch Christi Erscheinung! Deshalb ist eigentlich gar nichts besondereres daran. Das Besondere ist, dass die Muttergottes, von der man es am ehesten erwarten müsste, zum Grab ihres Sohnes zu kommen, dass sie dorthin nicht kam! Das zeigt doch, dass sie als einzige an die Auferstehung ihres Sohnes glaubte, weshalb sie mit den Frauen nicht mitkam …

        Gott segne Dich!
        Stjepan

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      • zeitschnur sagt:

        Vielen Dank für Ihr langes Schreiben. Vieles sind persönliche Bekenntnisse, die ich einfach mit Interesse so gelesen habe und nicht kommentieren darf und will.

        Zu der von mir betonten Sache: Natürlich ist es nicht katholisch, den Papst so zu vergöttern. Es ist dies aber in weiten Kreisen der Kirche geschehen. Historisch gesehen beruht das teilweise auf absolut machtgeleiteten Ansprüchen gewisser Päpste, v.a. im Hochmittelalter, wobei man da stets sehen muss, in welchem Gesamtrahmen sich das alles abspielte. Teilweise aber v.a. nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime auf der Propaganda extremer ultramontaner Kreise. Massiv getragen wurde diese Bewegung theologisch, in zahlreichen Organen und sonstigen Publikationen vom wiederzugelassenen Jesuitenorden, der in Rom direkt massiv mitmischte und versuchte, die Bistümer an den Bischöfen vorbei zu dominieren. Selbst der extrem-ultramontane Kardnal Mannig warf den Orden am Ende ganz aus seinem Sprengel heraus – das muss man sich mal vorstellen.

        Sie schreiben, es sei „nur“ ein Merkmal der Papalisten gewesen, den papst zu vergötzen. Nun unterschlägt dieses „nur“ aber, dass der Infallibilismus ein massives Phänomen des 19. Jh war und weit ins 20. Jh schwappte. Bis heute nimmt der Papst eine geradezu charismatische Funktion ein – und genau das ist nicht biblisch begründbar, und aus der Tradition ebenfalls nicht. Dennoch ist es üblich, das so zu sehen!

        Einen gewissen Vorrang des Petrus habe ich übrigens nirgends bestritten – lesen Sie nur noch einmal genau, was ich schrieb!

        Dennoch gilt für mich, dass bei Vollmachten (etwa des Bindens und Lösens hier), die am Ende doch alle zumindest substanziell gemeinsam haben, der „Vorrang“ des einen kein substanzieller Vorrang sein kann – das wäre zumindest logisches Schließen. Es wäre lediglich ein administrativer Vorrang. Und das nivelliert die Sache definitiv eben doch…

        Dass es sich nur um einen administrativen Vorrang handelt, lässt auch der Streit zwischen Paulus und Petrus ahnen, bei dem Petrus lehrmäßig im Unrecht ist und sich mahnen lassen muss – noch dazu von einer „Nachgeburt“, wie er sich selbst nennt, Paulus, der gar nicht in der engeren 12er-Kreis gehört!

        Dafür spricht auch, dass das Papstamt weder Sakrament ist, nich mit einer besonderen Weihe verbunden wird. Ontologisch gesehen ist der Papst wirklich nur ein Bischof – mehr nicht.

        Durchforsten Sie allerdings einmal die Literatur des 19. jh, werden Sie geschockt feststellen müssen, wie weit sich die Theologie teilweise davon entfernt hatte, gerade auch die, die am Vatikan den größten Einfluss hatte.

        Es ist und bleibt ein Wunder, dass sich dieser Irrglaube, obwohl er von der Mehrheit auf dem Vaticanum I intendiert war, doch nicht durchsetzen konnte!

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  9. Welche Worte dieser Papst auch immer zu mörderischen Anschlägen und gezielten Angriffen auf Christen (nicht) finden wird, es wird immer eine Gruppe geben, die in ihm unverbrüchlich den Moses sehen, der sie aus der (angeblichen) dogmatischen Enge des kirchlichen Lehramtes in die alle ein- und niemanden ausschließende Anything-goes-Wellnesskirche als „Freiheit der Kinder Gottes“ führen soll. Dabei finden offen mit der Häresie sympathisierende Laien und Priester, fanatische Papalisten und stoische, seit jeher jeder Reflektion abholde Kirchgänger zueinander. Geltende Normen sind mit dieser ungebärdig-vorwärtstürmenden, ausschließlich augenblicksorientierten Richtung natürlich nicht vereinbar, weshalb auch gerne „Gesetz“ gegen „Barmherzigkeit“ ausgespielt wird. „Gesetz“ steht dabei für Kirchengesetz als auch „Gesetzeslehrer“= Pharisäer, Barmherzigkeit für das situationsabhängige, willkürliche Handeln der „papsttreuen“ Franziskusanhänger. Notfalls werden dafür halt Zitate zurecht gebogen und hanebüchende Vergleiche gewählt, damit man das unbarmherzige „Gesetz“ an den Rand drängen kann, das Lehramt wird dabei notwendigerweise zum Leeramt. Blöd halt nur, dass Jesus den Petrus beauftragte, seine Brüder zu stärken – und nicht zu verwirren…

    Seine linkspopulistischen Ansichten werden von den Häresiesympathisanten jubelnd begrüßt, von Papalisten als Gottes Wort in kritiklosem Gehorsam geschluckt und von den Stoikern entweder schlicht ignoriert oder solange uminterpretiert, bis es wieder in den persönlichen Bezugsrahmen „paßt“. Alle, die diesem ungezwungenen Treiben skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen, also von konservativen Konzilsbefürwortern bis hin zur Priesterbruderschaft St. Pius X, werden pauschal als Ewiggestrige gebrandmarkt, „die hinter das Konzil“ (lies: ins Mittelalter mit Inquisition und Hexenverbrennung) zurückwollen. Andersdenkende werden trotz aufdringlichem Toleranzgesäusel und Dialogsucht gnadenlos verfolgt (fragen Sie die Franziskaner der Immaculata…) oder „kaltgestellt“, denn die sind ja auch „päpstlicher als der Papst“, also Fundamentalisten, Extremisten…

    Gegenüber den die friedliche, aber leider höchst einseitige kirchliche Dialogkultur ungeheuer störenden christlichen Märtyrern der Gegenwart wird die schärfste Waffe angewandt: Totschweigen. Man entwickelt die achselzuckende Kultur der Gewöhnung – ach, natürlich schon schlimm, aber was soll man denn schon groß machen? – um dann flugs wieder ins Wolkenkuckucksheim zum Dialogisieren zurück zukehren. Um der Optik wegen nimmt der Papst zwar mal hier, mal da kurz Bezug darauf, um gleich mahnend im „Der Islam hat damit gar nix zu tun!“-Choral einzustimmen. Und so stellt er einen veritablen Genozid mit der Tötung der Schwiegermutter gleich, der IS wird zum „kleinen Grüppchen“. Würde der eigene Nachbar so etwas sagen, würde man – wohl nicht grundlos – an seiner Verstandesschärfe zweifeln…

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  10. Marienzweig sagt:

    Endlich, endlich einmal ein offenes Wort!
    Michael Charlier sei für seinen Beitrag gedankt!
    Denn müssen nicht auch die überzeugtesten Papst Franziskus-Fans erkennen, wenn sie sich selbst gegenüber aufrichtig sind, dass er mit seiner Meinung, der Islam sei keinesfalls gewalttätig, vollkommen daneben liegt?
    Sie werden vielleicht noch eine Weile brauchen, bis sie es auch zugeben können.

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  11. Sorge sagt:

    Zusammenfassung: „He (PF) is so far out on the side of the enemy that even our enemies see him as an enemy.“ – aus Mundabor’s Blog im Internet.
    Dennoch versuchte Oliver Maksan in der TP v. 04.08.16 (S. 2) das Ganze etwas zu entschärfen, da die Päpste Religionspolitiker seien, keine Islamwissenschaftler.
    Ich behaupte dennoch: entweder das ist pure Ignoranz oder Staatsraison.
    Hamed Abdel-Samad sagt sehr knapp in „Mohamed, eine Abrechnung“ : „… sie (Muslime) reagieren gewalttätig, nachdem in der dänischen Zeitung Islam mit Gewalt zusammengebracht wurde. Sie verhalten sich unvernünftig, wenn Papst Benedikt XVI. zitierte, der Islam sei nicht vernünftig.“
    Darum übte PF, bewusst oder unbewusst, eine Art der Staatsräson.

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