Ehem. CSU-Chef Stoiber hält eigenen CSU-Kanzlerkandidaten für möglich

Wie SPIEGEL-online am heutigen Samstag, den 13. August 2016 meldet, ist es derzeit offen, ob die CSU beim Bundestagswahlkampf 2017 mit einem eigenen Spitzenkandidaten ins Rennen geht. 400px-Csu-logo.svg

Unter dem Titel „Flüchtlingsstreit: Stoiber schließt eigenen CSU-Kanzlerkandidaten nicht aus“ veröffentlicht das Hamburger Nachrichtenmagazin ein Interview mit dem früheren CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber.

Auf die Frage, ob CDU-Chefin Angela Merkel automatisch auch die CSU-Kandidatin sein werde, antwortete Stoiber, dies könne er „derzeit nicht beantworten“. Er fügte hinzu: „Wir müssen zunächst inhaltlich noch einiges tun“.

Zur Begründung erklärte er, es gäbe in der Flüchtlingspolitik erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Schwesterparteien. Mit Blick auf Kanzlerin Merkel beanstandet er: „Leider geht sie nach wie vor zu wenig auf die Empfindungen, die Sorgen und Ängste der Bürger ein.“

Aus den jüngsten Umfragen gehe hervor, so Stoiber, daß nicht die CDU-Chefin, sondern der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer den „Mehrheitswillen der Bevölkerung“ ausdrücke. alle_parlamente_01_59949a9a6f

Zudem habe sich nach den Terroranschlägen der letzten Wochen gezeigt, daß die „unkontrollierte Zuwanderung“ auch ein Sicherheitsproblem für Deutschland beinhalte, „weil wir unter den Flüchtlingen leider auch eingeschleuste oder sich entwickelnde Straftäter haben.“

Aufschlußreich sind bereits die ersten Leserkommentare unter diesem Artikel des „Spiegel“.

So heißt es z.B. im ersten Beitrag, die CSU solle „als eigene Partei in ganz Deutschland antreten“, ebenso die CDU in Bayern.

Der nächste Kommentar meint, die CDU müsse im nächsten Jahr „rigoros bestraft“ werden („auch wenn man die AfD wählt“), denn nicht das Volk habe Merkel zur Kanzlerin gewählt, sondern die CDU.

Der dritte Leser schreibt etwas ironisch: „Dass ich das noch erleben darf…vollkommen einer Meinung mit Stoiber? Vor kurzem wäre der Lachanfall unvermeidlich gewesen.“  – Er fügt hinzu: „Aber der September 2015 hat alles geändert, die Kanzlerin hat Europa entzweit und irreversibel beschädigt, die Bevölkerung missachtet und wird in die Geschichtsbücher eingehen als der schlechteste Kanzler aller Zeiten. Und jeder tut gut daran, zu dieser Frau auf maximale Distanz zu gehen.“ 

Ähnlich meldet sich der vierte Kommentator zu Wort: „Hätte nie gedacht, dass ich Stoiber einmal aus ganzem Herzen recht geben würde. Merkels Kurs ist verantwortungslos und leichtsinnig. Fürs Volk hat sie nur Phrasen. Hätte Merkel wenigstens Herz, hätte sie den Notleidenden viel früher vor Ort geholfen.“

Quelle für die Zitate: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/edmund-stoiber-laesst-kanzler-frage-offen-a-1107410.html


8 Kommentare on “Ehem. CSU-Chef Stoiber hält eigenen CSU-Kanzlerkandidaten für möglich”

  1. Wolfi sagt:

    Was mich immer sehr in politischen Foren gewundert hat, dass mir bei brenzligen konservativen Kommentaren immer wieder Linke zu Seite sprangen (was mir unmöglich schien) und das sagt eigentlich nur eines, auch bei den Linken gibt es Leute mit einem gesunden Menschenbild und einem Gespür für die Politische Ideologie, die schon längst nicht mehr mit dem Parteiprogramm der Linken übereinstimmt. Ich glaube, Sahra Wagenknecht wird diesen Menschen mit einer neuen Linken eine politische Heimat geben jenseits von Parteipropaganda, getragen von Vernunft. Man könnte auch simulieren, je mehr sich die alte SPD mit ihren grünen Gesinnungsgenossen abschießt, dass sie die verschollenen sozialdemokratischen Werte wieder aus der Taufe hebt, wenn sie eine neue sozialdemokratische Linke gründet. Wenn man sogar schon aus dem Grünen Lager Oskar Lafontaine als rechtsradikal bezeichnet, der ein klar bekennender Linker ist, ich nicht, da können wir doch stolz sein, ebenfalls von der Propagandamaschinerie als vernünftige Menschen als rechtsradikal beschimpft zu werden, obwohl wir nicht rechtsradikal sind und unseren häuslichen Frieden über alles schätzen.
    Die AFD ist die Notwehrs die geblieben ists und man muss ihr auch zugestehen, dass sie unter den alten Hasen eine sehr junge Partei ist, die in der Not Verantwortung übernommen hat. Es wird Zeit, dass die CSU verprellten CDU-Wählern wieder neue Heimat gibt und Politik der Vernunft betreibt und sich nicht an der Hexenjagd gegen die AFD beteiligt hat, gleichwohl sie sicher Wähler zurück gewinnen will. .

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  2. Frankenstein sagt:

    Also Franz Josef war schon ein Kaliber, aber er ist Vergangenheit und neue Köpfe mit Sinn für Bürger und Realität wollen den Karren aus dem Dreck ziehen, nur trauen müssten sie sich. Natürlich wird nicht jeder ein Fan einer bestimmten Partei sein und die Personalquerelen der AFD, die öffentlich ausgetragen werden, gehen vielen auf den Keks, aber man muss auch fair sein, die AFD war da, wo der Bürger ohnmächtig über die Regierungspolitik war und hat ihm eine Stimme gegeben, während Alfa sich noch eine Musterpartei backen muss.
    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich die Linke spaltet in die ehemalige PDS-Partei unter Gysi und die neue sozialdemokratische Linke, die sich eher an sozialdemokratischen Werte erinnert, als die SPD selber, die schon mit den Grünen im Multi-Kulti-Wahnsinn versumpft ist. Wichtig ist, dass alle für die Zukunft dieses Landes und der Kinder zusammenhalten, eine Kinderporno-Partei, die das Wohl des Kindes gefährdet, brauchen wir nicht. Viele Köpfe, unterschiedliche Erwartungen, aber das Ziel unser Land, unsere Bevölkerung zu schützen, muss uns verbinden und nicht nur die Priorität von Parteipolitik.

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  3. Winfried Jakobi sagt:

    Die CSU sollte sich überlegen, ob sie nach der Bundestagswahl 2017 nicht mit der AfD koalieren sollte. Die beiden passen doch gut zusammen.Die CSU stellt natürlich den Kanzler, die AfD jedenfalls den Innenminister, evtl. auch den Außenminister..

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  4. klimaleugner sagt:

    Die CSU soll nicht so viel herumeiern, sondern möglichst bald bundesweit antreten. Dann könnte sie allen, die von Frau Merkel die Nase voll haben, aber mit Frau Petry und ihrem Lover aus Bielefeld nichts zu haben wollen, eine neue politische Heimat bieten.

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  5. Manitu sagt:

    Sehnsüchtig haben wir darauf gewartet, das auch die CSU als realitätsnahe Partei, die gewillt ist, die Sorgen der Bürger noch ernst zu nehmen, in der gesamten Republik sich dem Wähler stellt und dieses angezettelte Chaos der politischen Unvernunft mit einem gesunden politischen Gegengewicht aufwartet.
    Die CDU wird sich jetzt zusammenreißen und entscheiden müssen, ob sie ein eigenes Profil hat oder nicht, ob sie noch Nähe zum Wähler hat oder nicht, ob sie der Karotte der Macht hinterherläuft und das Wohl der Bevölkerung in diesem Land in Frage stellt oder nicht, nur um es sich ja nicht mit den roten Koalitionspartner SPD zu verderben. Sonst wird der Wähler sagen, CDU war gestern, oder hat es schon gesagt und die CSU kann und wird den Sprung in die politische Zukunft schaffen.
    Wenn ich das so sehe, da wird sich die Linke spalten, obwohl sie für mich nie eine Option sein wird, aber es wird Zeit, realitätsfremden Politikern die rote Karte zu zeigen, die uns den Schlamassel eingebrockt haben und unser Land immer mehr in Richtung Abgrund delegieren, wenn das nicht gestoppt wird.
    Nur eine Alternative für Deutschland zu haben, die schon fast aus der Geburtsstunde heraus in enormen Entwicklungstempo eine politische Kraft in Deutschland werden musste, die auch Fehler macht durch fehlende Erfahrung, ist für die Wahllandschaft zu wenig, wir brauchen in Zukunft Parteien mit Charakter und einem ehrlichen Outing als Volksvertreter.

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  6. F. M. sagt:

    Das wäre gsnz hervorragend! Man denke nur an Franz Josef Strauss als Kanzlerkandidaten; wie dieser Helmut Schmidt entlarvt hat.

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