„Tagesschau“ zieht gegen die CSU vom Leder

Von Felizitas Küble

Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sind von ihrem Auftrag her grundsätzlich zur Sachlichkeit und Neutralität verpflichtet, zumal sie nicht von der alle_parlamente_01_59949a9a6fLinkspartei finanziert werden, sondern vom Gebührenzahler, noch dazu zwangsweise – und seit einigen Jahren sogar im Sinne einer Quasi-Steuer unabhängig davon, ob man TV, Radio oder Internetzugang besitzt.

Natürlich weiß jeder, der die bundesdeutsche Realität ohne Scheuklappen wahrnimmt, daß von Neutralität oder wenigstens von sachlicher Berichterstattung bei den Öffentlich-Rechtlichen bereits seit den 70er Jahren keine Rede sein kann.

Die „Tagesschau“ von heute (9.9.2016) stellt diesen Dauer-Mißstand in ihrem Webportal wieder eindrucksvoll unter Beweis:

Unter dem bezeichnenden Titel „Auf Krawall gebürstet“ werden die Vorschläge der CSU zur Asyl- und Einwanderungspolitik gleich vorweg abgekanzelt  –  und diese Partei, die in Bayern immerhin die Regierung stellt, wird als Krawallmacher diffamiert.       (Siehe hier: http://www.tagesschau.de/inland/csu-klausur-109.html)

Nicht nur mit der Neutralität steht die ARD seit langem auf Kriegsfuß, sondern bisweilen auch mit der Wahrheit. Hierzu ein Beispiel: Es heißt im erwähnten Tagesschau-Beitrag wörtlich:paragraph_300x3001

„Im ARD-Morgenmagazin beharrte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer wiederum auf einer Obergrenze – auch wenn diese mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist.“

Der Sender verzichtet wohlweislich auf eine Begründung für seine Falschbehauptung, eine „Obergrenze“ sei angeblich grundgesetzwidrig.

Genau umgekehrt wird nämlich ein Schuh draus:

Kanzlerin Merkel hat sich seit Sommer vorigen Jahres über den Asyl-Artikel des Grundgesetzes hinweggesetzt, der besagt, daß niemand Anspruch auf Asyl hat, der von einem EU-Staat oder einem sicheren Herkunftsland aus nach Deutschland einreist. Folglich galt dies auch für jene Menschenmassen Anfang September 2015 an der ungarischen Grenze. 

Entweder kann die „Tagesschau“ nicht zwischen dem Thema „Asyl“ (individueller Anspruch) und dem rechtlich ganz anders gearteteten Bereich der „Zuwanderung“ bzw. Migration unterscheiden  –  oder sie verkauft ihre Zuschauer absichtlich für dumm. Eben dies ist bei der „Glotze“ seit Jahrzehnten nichts Neues unter der Sonne.


13 Kommentare on “„Tagesschau“ zieht gegen die CSU vom Leder”

  1. "GsJC" sagt:

    „Nicht nur die Tagesschau!“

    … auch der Kölner Kardinal, der ganz begeistert Kirchensteuern für alberne und unwürdige „Roboter-Licht-Spektakel“ im Kölner Dom verheizen lässt, muss gegen die Positionen der CSU wettern.

    http://www.ksta.de/politik/fluechtlingspolitik-kardinal-woelki-wettert-gegen-csu-positionen-24720936

    MfG

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  2. thecathwalk sagt:

    Hat dies auf KathStern rebloggt.

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  3. […] Den gesamten Beitrag lesen Sie hier: -> Charismatismus  […]

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  4. Graf Dracula sagt:

    Die Kaffekränzchenrunden mit den Politikern sollten endlich mal aus ihrer Tagträumerei aufwachen und die Realität, die dem Bürger nicht fremd ist, zur Kenntnis nehmen. Anne Will sollte nicht ideologisch ergeben plappern, sondern zur Kenntnis nehmen, dass der politisch ideologische Islam, der leider in Deutschland zu sehr Fuß gefasst hat, die Ausrottung und Folterung der Homosexuellen für begrüßenswert heißt. Frau Maischberger hat selber Kinder, weshalb sie nachdenken sollte, wie die illegale Völkerwanderung die Verteilungskämpfe schürt und die Chancen unserer Kinder aus der Bevölkerung mit hohem Migrationsanteil auf ein gutes Leben drastisch abbaut. Frau Illner sollte sich überlegen, welche Gäste sie einlädt und allen gemeinsam ist, dass sie zuwenig Fakten recherchieren, so dass der Bürger Brechreiz bekommt. Man muss sich entscheiden zwischen politisch ideologischer Loyalität oder Zukunft für eine freiheitliche humanistisch geprägte Gesellschaft.

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  5. zeitschnur sagt:

    Das ist in der Tat ein extrem unangemessener Stil für eine neutrale Berichterstattung! Alles an seinem Platz – es gibt natürlich auch ein Forum, auf dem ein solcher Stil angemessen ist, etwa in der Polemik als rhetorischer Form. Ein öffentlich-rechtlicher Sender aber sollte nicht polemisch auftreten, sondern ohne Wertungen.

    Ich kenne genau diese Formulierung, man sei auf „Krawalll gebürstet“, wenn man sich kritisch zu bestimmten Thesen verhält, auch aus superfromm-katholischen Kreisen übrigens. Ich kenne darüber hinaus die superkonservative Verleumdung, sobald ich einen kritischen Gedanken äußere, ich „rufe zur Rebellion auf“ – auch direkt aus traditionalistischen Kreisen.

    Ich würde daher diese Entgleisungen nicht als typisch für die „Linke“ ansehen, sondern für alle jene (Un-)Geister, die insgeheim gewalttätig gesinnt sind und ihre Ideologie durchsetzen wollen. Je mehr Erfahrungen ich sammle, desto mehr habe ich lernen müssen, dass dieser Ungeist inzwischen oder vielleicht seit langem (und man wollte es nur aus Parteiischkeit nicht wahrhaben) fast überall herrscht. In Wahrheit stehen wir auf einem scharfen Grat und haben nur noch Abgründe um uns herum. Unsere einzige gesellschaftliche Chance besteht darin, auf dem Grat über die schwierige Strecke zu balancieren, ohne zu fallen, und man muss da als Realist pessimistisch sein.

    Mit rhetorischen Übertreibungen dieser Art agitierte man auch in faschistischen Staaten und vor allem dominant am Volksgerichtshof im 3. Reich. Eine vergleichbare Rhetorik im Umgang mit Dissidenten kannte auch der Sowjetkommunismus.

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  6. Dieter sagt:

    „….da sie (68er Bewegung) sich aber für klug hielten und mit hohen Intellekt ausgestattet, beschlossen sie, diese Gesellschaftsform zum Wohl aller zu verändern (dabei war es ihnen völlig egal, ob jene Gesellschaft das so wollte, ähnlich wie bei einem Dialog aus dem Film Dr Schiwago: „Das Volk will die Revolution, es weiß das nur noch nicht“).
    So zogen sie in Demos auf die Strasse, wo sie ihre Ideen lautstark kundtaten. Nach einiger Zeit aber musste man erkennen, dass weder Staat noch Gesellschaft sich für ihre kruden und wirren Ansichten interessierten. Da beschloss ein Teil von jenen, in den Untergrund zu gehen, um ihren Kampf mit Waffengewalt und Mord fortzusetzen. Der andere, etwas gemäßigte Teil beobachtete dies einige Jahre und kam dann zu dem Schluss, mit großen Radau werden wir unser Ziel nicht erreichen. Wie einst ein gewisser Adolf Hitler nach dem gescheiterten Putsch 1923 feststellen musste: Wenn wir unsere Gegner nicht erschießen können, müssen wir beim Volk etwas wohlfeiler ankommen, Sympathien sammeln, und dann den Staat von innen her aushöhlen und überwältigen.
    So machte man sich auf, Lehrer und Professoren, Priester und Philosophen, Politiker und Journalisten auszubilden und auf den Rest los zulassen. Der gewaltätige Teil, dem dies alles nicht verborgen blieb, musste erkennen, wie eben schon jener Kanzler vor 60 Jahren, dass der Same besser aufginge mit freundliche Worten und Lächeln als mit Waffengewalt, und gab somit bekannt, seinen Bewaffneten Kampf offiziell aufzugeben. (kleiner Nachtrag, mit dem bewaffneten Kampf meinte ich die R.A.F., die in den späten 1990er Jahren offiziell ihre Auflösung bekannt gab, was bei uns allen ein Stirnrunzeln hätte auslösen müssen.) Das Ganze könnte sehr leicht den Titel tragen: Wie ich meinen journalistischen Beruf missbrauche, um meine Ideologien durchzusetzen.

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  7. Kassandra sagt:

    Die einen sitzen wie im Käfig jenseits der Realität und labern geistige Ergüsse im Wahne, sie seien intelligent und erhaben, doch die Mehrzahl, das kann man an der Mimik sehen, sind eingeschüchtert, wenn sie nicht die Vorgaben des ideologisch gesteuerten Medienkartells erfüllen.
    Mir sagte mal jemand ganz früher: „Wenn sie jemals wagen, etwas über unsere wahren Verhältnisse nach außen zu plaudern, denken Sie daran, ich kann Ihnen schaden, wo immer Sie auch im Land neu anfangen wollen.“
    Die Existenzangst kann man nachvollziehen. Der Feldzug gegen die CSU, die sich zur Wahrheit traut, der wird nicht von den Sprechern gesteuert, sondern den Medien-Mogulen und Politikern, die diese in der Hand haben.
    Natürlich bei den Talkrunden, wo schon auffällig ist, dass sich die liebe Sippe der Gäste auf das Treffen freut als elitäre Prominenz (das muss nicht mit Intelligenz zusammenhängen) und ideologische Meinungsmanipulation betreibt, mag man sich diese hirnverbrannten Sendungen nicht mehr ansehen. Die CSU stört nun mal gewaltig die Multi-Kulti-Größenwahnsinnigen, die ihre eigenen Nationen vernichten wollen für ihren utopischen Wahn. Aber als Volksvertreter wiedergewählt werden wollen sie auch mit Täuschungsmanövern, obwohl nach der Wahl machen sie ja doch wieder, was sie wollen, und die Wünsche des Wahlvolkes sind vergessen. Man kann sich nur damit wehren, einer neuen Partei wie der AFD eine Chance zu geben oder wenn sie verfügbar wäre, eine CSU zu wählen, die den Bürgerwillen noch nicht vergessen hat. Also, Augen auf bei der Wahl.

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    • Horst sagt:

      Volle Zustimmung! Doch um „der AfD eine Chance zu geben“, ist es wichtig, dass sich die Nichtwähler – wenn möglich – zur Bundestagswahl in 2017 – einhundertprozentig an die Wahlurne bewegen. Es ist deshalb zwingend notwendig, unermüdlich bei jeglicher Gelegenheit dafür die „Werbetrommel für die AfD zu rühren.“

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  8. Conny sagt:

    Aus GENAU DEM Grund habe ich seither keinen Fernseher im Haus gehabt.

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