Kampagne: Türkische Medien verdächtigen Islamprediger Gülen als Vatikan-Agenten

Im Rahmen der Kampagnen der regierungsnahen Presse gegen den in den USA im Exil lebenden türkischen islamischen Prediger Fethullah Gülen, der nach Angaben der türkischen Regierung den Putschversuch vom 15. Juli inspiriert haben soll, wird dieser und die von ihm angeführte Hizmet-Bewegung u.a. als “Trojanisches Pferd des Vatikan“ bezeichnet und des Komplotts beschuldigt. Notizblock-Stacheldraht-klein_d5cbbd6dfa

In der vergangenen Woche gaben nationalistische Zeitungen  –  wie zum Beispiel “Sabah” – die These des aserbaidschanischen Journalisten Agil Alesenger wieder, der behauptet, dass die Hizmet-Bewegung teil eines “Infiltrations”-Plans war, den der Vatikan durch den Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog vorantreiben wollte.

Als “Beweis” für seine Theorie zitiert der Journalist die lobenden Worte Gülens für den Papst und Auszüge aus einer Ansprache von Papst Johannes Paul II.

Quelle: Fidesdienst


3 Kommentare on “Kampagne: Türkische Medien verdächtigen Islamprediger Gülen als Vatikan-Agenten”

  1. zeitschnur sagt:

    Verrückter geht es wohl kaum. Nebenbei sei darauf hingewiesen, dass man an dem Beispiel sehr schön sehen kann, wie lächerlich es ist, wenn man sich Verschwörungstheorien ergibt. Ähnlich verrückte Dinge kenne ich leider auch aus dem Tradi-Lager, bloß umgekehrt.

    Dennoch ist es beängstigend, was sich hier entwickelt, denn unmerklich rücken auch die Katholiken auf die Abschussliste Erdogans. Und unsere Alleinherrscherin legt dem Diktator zu Füßen, was nur geht, nicht nur unsere Satiriker.

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    • Bernhard sagt:

      Ich sehe es so wie Sie. Was mich dort extrem beunruhigt, ist dieses: Wenn Gülen ein Agent des Vatikans ist, dann ist logischerweise der Vatikan der Auftraggeber. Indirekt bedeutet diese Aussage also, der Putsch sei vom Vatikan initiiert worden. Wie kommt der Erdogan auf so eine abstruse Idee??? Und es macht mir wirklich Angst, wenn er wirklich den Vatikan als seinen Hauptfeind betrachtet. Was für Folgen hat das für die Katholiken (und allgemein die Christen) im Land, was bedeutet das für seine Haltung zu Christen allgemein und zum „christlichen Abendland“? Ich möchte den Gedanken lieber nicht weiter spinnen.

      Und noch etwas: Hier wird gar nicht mehr gefragt, ob Gülen für den Putsch verantwortlich ist oder nicht. Es wird vielmehr als unumstößliche Tatsache hingenommen. Ein Lehrstück der Manipulation, wie ich finde. Wir dürfen dem auf keinen Fall auf den Leim gehen.

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  2. Adolf Breitmeier sagt:

    Herr Gülen ist ein überzeugter Mohammedaner, der mit Bildung den Islam über die ganze Welt verteilen und zur alleinigen Religion machen will. Ihn als Parteigänger des Papstes und damit der römisch – katholischen Kirche ,,stempeln“ zu wollen, ist einfach nur eine überaus abstruse und irre Idee. Er will die Welt mit Intelligenz erobern, er will führende Mohammedaner in Parlamente (Al Wasir, Özdemir), Institutionen und obere Wirtschaftsetagen bringen, Schlüsselpositionen besetzen und die Kuffar zu dummen Dhimmis machen. Das ist sein Ziel. Allerdings nimmt er auch gerne die Eroberungshilfen der hilflosen und islamunwissenden Christen in ,,sein“ Eroberungsprogramm. Gutmenschen und tolerante Christen, das sind natürlich willkommene Helfer.

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