Kardinal Gerhard Müller: Benedikts Regensburger Rede war eine „Sternstunde“

Vor gut zehn Jahren, am 12. September 2006, hatte Papst Benedikt mit seiner sogenannten „Regensburger Rede“  –  einer Vorlesung an der dortigen Universität  –  eine breite Debatte und massive Proteste in der islamischen Welt ausgelöst, wobei die türkische Regierung eine Entschuldigung forderte. Er hielt diese Ansprache während seines fünftägigen Besuches im Freistaat Bayern. AL-0004

Dabei ging es dem Pontifex in seinen Ausführungen nicht in erster Linie um das Thema Islam als solches, sondern vor allem um den positiven Zusammenhang von Glaube und Vernunft (fides et ratio), wenngleich er dabei eine islamkritische Äußerung des byzantinischen Kaisers Manuel II. zitierte. (Der mittelalterliche Regent hatte  gegenüber einem islamischen Gelehrten gesagt: „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden, wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.“)

Benedikt beleuchtete dabei nicht allein des Islam kritisch, sondern durchaus auch jene theologischen Entwicklungen, die es auch innerhalb der Christenheit gab, welche die Religion von der Vernunft bzw. philosophischen Fundamenten ablösen wollten, zB. der Nominalismus oder Fideismus. Beide Strömungen konnten sich aber in der katholischen Kirche nicht durchsetzen.

Der deutsche Kurienkardinal Gerhard Müller hat gestern in Regensburg jene bekannte Rede Benedikts als „Sternstunde der großen deutschen Universitätstradition“ gewürdigt. 

Die Vorlesung sei „das rechte Wort, zur rechten Zeit, am rechten Ort“ gewesen, erklärte der Präfekt der römischen Glaubenskongregation. Der Pontifex habe damals geradezu prophetisch gesprochen, als er diese vieldiskutierten Themen ansprach, deren Aktualität sich heute deutlich erweise.  

Foto: Bistum Regensburg

 


2 Kommentare on “Kardinal Gerhard Müller: Benedikts Regensburger Rede war eine „Sternstunde“”

  1. Nero sagt:

    Wenn man wirklich globale humanitäre Hilfe im christlichen Sinne leisten will, darf man keine Kriege und Clankämpfe sowie politisch ideologisch vergiftete Religionen unterstützen! Ein Vorbild war Albert Schweitzer, er ging nach Afrika, dorthin, wo die Menschen ihn brauchten. Was tun unsere Politiker heute, auch in Brüssel, sie treiben mit zerstörerischer Kraft ohne Sachverstand die Kriegsspirale, wenn auch unbewusst voran.
    Es kann nicht sein, dass man eine lebensgefährliche Völkerwanderung unterstützt, die die Konflikte nach Europa ausdehnt, auch Papst Franziskus trägt Mitschuld daran und Desserteure ohne Verantwortungsgefühl unterstützt.
    Europa musste lange um seine humanitären Rechte und Freiheiten kämpfen, nach all den verheerenden Kriegen mussten die Europäer ihre Länder aus den Trümmern wieder aufbauen und Afrikaner werden von dieser Pflicht befreit, so geht es nicht. Sie gehören zurück in ihre Heimat, um dort Verantwortung zu tragen und für die Rechte in ihrem Volk zu kämpfen.
    Europa leistet nur dann humanitäre Hilfe, wenn es die Entwicklungshilfe für kriegerische Diktatoren in Afrika einstellt, keine Schleuser mehr unterstützt und dafür sorgt, das Frieden und Aufbau von Infrastrukturen möglich werden. D
    ie Zukunft heißt nicht Menschenhandel, Freibrief für verantwortungslose Volksmitglieder, die sich in das europäische Nest setzen, sondern Hilfe vor Ort. Ich kenne selbst einen Lehrer, der hat in Afrika unterrichtet, um zu helfen, die große Audrey Hepburn ging zu den Ärmsten, um zu helfen.
    Natürlich werden die Afrikaner eine humanistische Aufklärung nicht allein schaffen, aber diese Bildung kann nach Afrika durch Lehrer, die helfen wollen, importiert werden.

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  2. Rübezahl sagt:

    Aus den Religionen sind politisch ideologisch vergiftete Kampfmittel durch die Menschheit geworden ohne Gottvertrauen und Verantwortung. Während Judentum und Christentum durchaus eine Aufklärung erfahren haben, wütet im Islam immer noch das politisch ideologische Gift weltweit, wogegen aufgeklärte Muslime in extrem starker Minderheit sind.
    Religionen waren einst die Suche der Menschheit auf Antworten zu ihrem Platz als Schöpfungskinder im göttlichen Schöpferuniversum und wurden von nach Macht strebenden Religionsvertretern politisch ideologisch vergiftet.
    Verblüffend ist, dass durchaus auch Atheisten Jesus Christus als einen Humanisten schätzen können, wenngleich sie seine Verbindung zum Schöpfervater leugnen und an den Urknall glauben. Da gibt es wieder die Atheisten, die sich selber zu Göttern verklären wollen gegenüber anderen Menschen, und denen sind Humanisten ein Dorn im Auge. Der Islam duldet nur Unterwerfung, keine Humanität, nach der Lehre Mohammeds, dabei ist die Religion viel älter und hat ihre Ursprünge bei Ismail und Isaak. Beide Vertreter aus dem jüdischen Volk und Mohammed lehrt, sowohl die Mutter, das Judentum, zu unterwerfen, als auch die Schwester, das Christentum, die seine religiösen Blickwinkel in Frage stellt, ebenfalls zu unterwerfen. Hätte er damals globale religiöse Schlussfolgerungen ziehen können, dann hätte er seine politisch ideologischen Feldzüge in dem von ihm verfassten Koran mit Sicherheit auch gegen Atheisten, Buddhisten …. ausgeweitet.

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