Sogar die linksorientierte WAZ schlägt Merkel eine Kabinettsumbildung vor

Von Felizitas Küble

Die seit Jahrzehnten als der SPD nahestehend bekannte WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) veröffentlichte am gestrigen 18. September in ihrem Online-Portal eine bemerkenswerte Analyse der Berliner Wahl.  159481-3x2-teaser296

Ganz ungewohnte Töne werden hier angeschlagen, zum Beispiel der folgende Satz: „Die Fehler des vergangenen Jahres, als Hunderttausende Flüchtlinge unkontrolliert nach Deutschland strömten, sind gemacht.“

Aha, wer diesen Zustrom zu kritisieren wagte, wurde bislang von zahlreichen Medien sehr schnell mit der „braunen Keule“ rhetorisch niedergeknüppelt, mindestens aber als AfD-verdächtig und damit vermeintlich rechtslastig diffamiert.
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Nun geht die WAZ im Zuge dieser wohl neuen Vernunftwelle noch einen Schritt weiter und schlägt der durch mehrere Landtagswahlen stark angeschlagenen Merkel vor, der CSU nicht nur mit Worten, sondern mit einer auffälligen Entscheidung entgegenzukommen, gleichsam als „entscheidenden Schritt zur Deeskalation“, denn bei einem anhaltenden Streit zwischen den Schwesterparteien drohe andernfalls ein „Debakel“ für Merkel auch bei der Bundestagswahl 2017.
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Die Kanzlerin solle, so heißt es dort, ihr Kabinett umbilden und dabei die CSU aufwerten:
„Eine Möglichkeit wäre, der CSU das in der Flüchtlingskrise zentrale Innenressort zu überlassen, für das sich etwa der vergleichsweise besonnene bayerische Innenminister Joachim Herrmann anböte. Merkel wäre die Klügere, die nachgibt – und hätte zugleich die CSU stärker in die Kabinettsdisziplin eingebunden. Der Weg zur vierten Kanzlerkandidatur wäre leichter.“

Einmal abgesehen davon, daß gerade CSU-Politiker Herrmann in den letzten Monaten durch kräftige Stellungnahmen aufgefallen ist, was der WAZ vielleicht entging, erscheint die Idee auf den ersten Blick durchaus interessant.

Allerdings ist fraglich, ob die CSU sich auf diese ziemlich durchsichtige Taktik einlassen würde  – und ob sie im Falle eines Zustandekommens ausreicht, um den „Wählerfrust“ dauerhaft zu besänftigen.

Die wirksamere Lösung vor allem auf lange Sicht ist unserer Meinung nach eine bundesweite CSU, was wir in bislang 17 Artikeln und Berichten begründet haben: https://charismatismus.wordpress.com/category/bundesweite-csu-kreuther-geist/


5 Kommentare on “Sogar die linksorientierte WAZ schlägt Merkel eine Kabinettsumbildung vor”

  1. Val sagt:

    Soll das Schmusen der WAZ die Unsicherheit vor dem Wutbürger verbergen, der diese Blätter, die ihn politisch manipulieren wollen, zum Teufel jagen könnte?

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  2. Rambo sagt:

    Wenn es Frau Merkel einsichtig und es ihr ernst wäre mit ihrer Reue, würde sie ihre Fehler korrigieren, indem unsere Landesgrenzen vor ungebetenen Gästen geschützt werden, indem Straftäter der brutalsten Art ohne Gerichtsverfahren konsequent sofort abgeschoben werden, indem Afrikaner, die glauben, sie können dank ihrer Herrlichkeit die Sozialkassen plündern, in die Schranken gewiesen werden und zur Verantwortung erzogen, Ausbildung ja, aber dann zurück in die afrikanischen Heimatländer, auch wenn der Nachwuchs hier geboren ist, um dort für den wirtschaftlichen Aufbau des Heimatkontinentes zu sorgen und sich nicht zu drücken.
    Durchaus mit europäischer Hilfe zu befürworten und dafür zu sorgen, dass alle die sich integriert und in Sozialkassen eingezahlt haben, dies auch in ihren afrikanischen Heimatländern angerechnet bekommen. Es müssen ja nicht die Kriegsgebiete sein, in die die Afrikaner zurückkehren, sondern auch afrikanische Nachbarländer in Betracht kommen. Dann würde Frau Merkel im anti-Terrorkampf dafür sorgen, dass keine weiteren Moscheen gebaut werden und dort, wo zum Kampf gegen uns Ungläubige aufgerufen wird, geschlossen werden, schlichtweg, sie würde sich wieder um das Wohl der eigenen Bevölkerung kümmern, worauf sie einen Eid schwor.

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  3. Dorrotee sagt:

    Ich befürchte, dass unsere Kanzlerin im Wahljahr 2017 wieder antritt, und auf eine Koalition mit rot-rot-grün setzt. Es ist wahrscheinlich, daß der Deutsche Wähler auch damit einverstanden wäre und so auch diese Parteien wiedergewählt wären.
    Die deutsche Bevölkerung beschäftigt sich nicht wirklich mit den politischen Themen.
    Ansonsten wäre der Denkzettel in Berlin größer ausgefallen.
    Merkel hat den Griff nach grün schon vor Jahren vollzogen mit ihrer eingeläuteten Energiewende.
    Es war ihre vorausschauende Machterhaltung. Vielleicht wusste sie von dem Gegner AfD, dass bald was auf sie zukommt.
    Damals war es die Eurokrise, die ja bis heute noch da ist.

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  4. Nobody sagt:

    Ich glaube, der geprellte Wähler lässt sich so schnell nicht wieder einfangen und wird wohl lieber versuchen, mit seinen Gedanken und Ängsten die AFD als Hoffnungsträger, damit der Bürger wieder eine Stimme kriegt, in Betracht ziehen. Natürlich auch noch die CSU oder die rausgebissenen Kandidaten der CDU um Gehör bitten, als dass er sich der Kanzlerin und ihren Getreuen anvertrauen würde. Wenn das Volk sich als Pack beschimpfen lassen muss, die Grünen wieder Geld zum Fenster rausschmeißen wollen für eine Gender-Idiotensprache, daher freut es mich diebisch, dass sie hinter den Linken gelandet sind und natürlich das DDR-Unrecht nicht zu vergessen.
    Nun ja, der Wahlsieger SPD kann jauchzen, wenn er Budde SPD Sachsen-Anhalt mit 10,6 Prozent überholt hat, sollte aber weinen, wenn er 30,.. das Wahlergebnis SPD Sellering, wenn auch mit trickreicher List eingefahren mit Benutzung des CSU-Slogans Obergrenze, ziemlich unterboten hat. Allein dort, wo die AFD zweitstärkste Kraft ist mit 24,.. Prozent und 21,… Prozent, sollte nicht ausreichen, um sich als glorreicher Sieger feiern zu lassen, denn wie heißt es im Erlkönig so schön „mit letzter Müh und Kraft….“ ist es der Müller-SPD erspart geblieben, in der tödlichen Versenkung zu landen.

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  5. zeitschnur sagt:

    Naja, ein sehr frommer Gedanke, der bei einer team- und beratungsfähigen Frau auch bedenkenswert wäre, aber genau das … äh naja. Mir fällt da gerade der Herr von und zu Guttenberg ein…

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