Absurdistan: German Madness und eine neue Dolchstoßlegende

Von Hanna Jüngling

Die gestrige ZDF-Talkshow „Maybritt Illner“ war aus ganz verschiedenen Gründen ein Gruselkabinett. Nicht nur, dass Illner ihr Handwerk entweder nicht versteht oder mit Absicht eine dermaßen einseitige Runde einberief: das alleine war schon journalistischer Pfusch. Das Scheuer-Bashing war ebenfalls so bescheuert wie künstlich aufgeblasen.

Man hat ein ums andere Mal den Eindruck gewonnen: Gott sei Dank hat Scheuer einen etwas missverständlichen Satz gesagt. Nach Petrys (wirklichem) Fehlgriff von wegen „völkisch“ endlich wieder was, worüber man in wachsam-anti-rechts hyperventilieren konnte. CSU facebook

„Stern“-Chefredakteur Jörges pampte wie immer herum und postulierte, wie viel sich doch getan habe seit letzten September –  und dass nur das doofe Volk das nicht begreife und Kanzlerin Merkel  –  ach wie süß  –  das einfach nicht richtig rübergebracht habe, was sie doch alles seither getan habe.

Und überhaupt komme das nie wieder vor, das mit der einen Million, die ja doch bloß 800.000 gewesen seien, wenn man mal alles rausrechnet. Ah ja: Andere sprechen von einer Dunkelziffer bis hin zu 2 Mio. Wie jetzt?  – Und derzeit kämen ja „nur noch“ 3000 „Flüchtlinge“ pro Monat. Klar, das ist ein Klacks, das sind im Jahr auch 36 .000…

Katja Kipping von der Linkspartei redete Blech, Kraut und rote Rüben, schwafelte über bezahlbaren Wohnraum und darüber, dass wir ganz viele Flüchtlinge aufnehmen müssten (den Zusammenhang zwischen 1 Mio neuer Domizile und Mietpreisen kapiert man im roten Milieu wohl nicht so ganz) und richtete ihren populistischen Volkszorn gegen den armen CSU-Mann Scheuer, was in dieser Runde wahrlich nichts kostete.

Der Historiker Winkler ist irgendwie nicht ganz im Heute angekommen, aber immerhin schwieg er lange (was ich ungehörig von Ilner fand, ihn als den Ältesten und Ehrwürdigsten dermaßen lange warten zu lassen, nur weil Frau Kipping ihre nicht-satisfaktionsfähigen Kracher loslassen musste) und blieb wohltuend sachlich. Ich stimme ihm nicht zu, aber er war in der Runde einschließlich Moderatin der einzige, der noch irgendetwas von der ehemals deutschen Geistigkeit ausstrahlte.

Oppermann ist Biedermann  – mehr sag ich nicht. Aber er freut sich schon mal, wenn die CDU nicht mehr regiert und die SPD mit dem Stasi-Bodensatz zusammenarbeitpc_pien wird. Und die böse AfD, ja da gab es wieder ganz viel Hau-den-Lukas diesmal… 

Der Abschuss war dann jener Herr von der Uni Leipzig. Wer wissen will, wie ein derzeitiger deutscher Professor aussieht, möge sich das noch mal anhören. Es waren Welten zwischen diesem Populisten und Prof. August H. Winkler. Man sah das Kontrastpaar vor Augen, vorausgesetzt, man ist noch fähig zu sehen…

Er erzählte erst recht moderat, was sie da so alles beforschen würden, aber dann fiel er durch die Falltür ganz in den demagogischen Keller und erklärte uns, dass alles, was die Merkel-Politik nicht mag, rechtsextrem sei und auch schon vorher gewesen sei  –  und nur noch auf den rechten Moment zum Lospoltern gewartet habe – ah ja. Und herkommen würde alles nur daher, dass diese Leute gewissermaßen Sozial-Loser seien. Klar: wer Geld hat, hat recht und wer keins hat, wählt entweder Kipping oder er   i s t   rechts. Noch Fragen?

Was dieser Verschnitt aus „Heißem Stuhl“, der Muppets-Show und Stammtisch eigentlich mit dem Titel der Sendung zu tun hatte („Wird Deutschland unregierbar?“), ließ ich nach ca. 15 Minuten resigniert auf sich beruhen. Worum es stattdessen ging? Es ging darum, dass als Linke verkleidete Antidemokraten und Hetzer nun bis zur Bundestagswahl die letzten Demokraten aus diesem Land austreiben. Was angestrebt wird, wurde gesagt: eine rot-rot-grüne Regierung.

Kennt hier jemand das Buch „Der Nazi und der Friseur“ von Edgar Hilsenrath? Nein? Sie sollten das lesen, dann verstehen Sie, was derzeit abläuft in diesem Land. Nichts Neues unter der Sonne also, man hat nur die Etiketten umgehängt.

Und wenn der ganze Flüchtlingswahnsinn dann entweder gestoppt wird oder total eskaliert, werden unsere Mainstreamer ihre eigene Dolchstoßlegende erfinden: Wir hätten es geschafft, wenn man es uns hätte schaffen lassen…

Und mit dieser Legende werden dann wieder Generationen leben müssen  –  bis zum nächsten deutschen Großmanns-Wahnsinn. Der schlimmste Wahlkampf der Bundesrepublik hat definitiv begonnen. Kämpfen wir für Vernunft und Besonnenheit und die fruchtbare Fortsetzung unserer Kultur.

Das ist nach der German Angst nun die totale German Madness.

Weitere Artikel unserer Autorin Hanna Jüngling lesen Sie hier auf ihrer Webseite: http://zeitschnur.blogspot.de/

Dieser Bericht von uns befaßt sich ebenfalls mit der Illner-Talksendung: https://charismatismus.wordpress.com/2016/09/23/illner-talk-die-spd-strebt-offenbar-nach-einer-tiefroten-linksfront-regierung/


15 Kommentare on “Absurdistan: German Madness und eine neue Dolchstoßlegende”

  1. Anonymous sagt:

    Iraner genießt Kirchenasyl und soll sich an Mädchen (6) vergangen haben

    https://www.az-online.de/altmark/stendal/missbrauch-kirche-mann-soll-sich-maedchen-vergangen-haben-6775457.html

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  2. Dieter sagt:

    Eigentlich reichen schon Illner und ZDF, um sich das nicht anzutun.

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  3. Gast auf Erden sagt:

    Maria und Josef hätten nicht den Hauch einer Chance,

    in Ungarn, das jüngst seine christlichen Fundamente in einer neuen Verfassung gelegt hatte oder auch im sich sehr katholisch gebärdenden Polen, Aufnahme in ihrer Not zu finden.

    In Deutschland vielleicht; Nicht unbedingt dank der Christen, die sich hier zur Flüchtlingsproblematik äussern, sondern dank Angela Merkel.

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    • Guten Tag,
      Jesus, Maria und Joseph würden hier in Deutschland sofort Aufnahme finden, weil es sich hierbei um eine politisch-religiös verfolgte und direkt vom Machthaber Herodes bedrohte Familie handelt. Tatsache ist, daß politisch Verfolgte hier in Deutschland Asyl erhalten – und das ist gut so. Das Asylrecht wird hier im CHRISTLICHEN FORUM ausdrücklich verteidigt, lediglich der Mißbrauch kritisiert. Ich habe Asylbewerber – zB. Verfolgte aus Kuba – auch persönlich unterstützt, damit sie hier Aufnahme finden. Bereits als Schülerin war ich aktiv in der IGFM (Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte), das jüngste Mitglied damals.
      Offenbar ist Ihnen nicht klar, daß dieser Ansturm von Schein-Asylanten, Wirtschafts-Migranten und (noch schlimmer!) von Islamisten die Situation für die wirklich Verfolgten, um die wir uns kümmern sollten, erschwert, weil die begrenzten Kapazitäten auch auf die NICHT-Verfolgten verteilt werden müssen.
      In welcher „Not“ befinden sich wohl jene „Flüchtlinge“, die zum Urlaub zwischendurch in ihre Länder zurückreisen, in denen sie angeblich verfolgt werden?!
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Ute sagt:

        Natürlich hätten Josef und Maria eine Chance, weil nämlich Leute mit Geld überall gerne gesehen sind.
        Soweit zu dem ersten Irrtum.
        Zweitens waren Josef und Maria fromme Juden, und die sind, leider, leider hier nicht mehr gerne gesehen, will heißen: in einer Flüchtlingsunterkunft hätten sie wohl massive Schwierigkeiten bekommen.
        Also Dank Angela Merkel wären sie wohl wirklich von Regen in die Traufe gekommen.
        Weiter wären Josef und Maria undankbare Objekte der Integrationspolitik selbiger Angela Merkel gewesen, weil sie nämlich sicher vorhatten, wieder zurückzukehren, wenn die lebensbedrohliche Situation vorbei wäre.
        Also Josef und Maria mitsamt dem Jesuskind taugen nicht als Beispiel, davon abgesehen flüchteten diese nicht durch mehrere sichere Länder, sondern gerade mal ins Nachbarland.
        Soviel Korrektheit sollte schon sein.

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      • Guten Tag
        und vielen Dank für die treffliche Ergänzung meiner Hinweise!
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Nero sagt:

        Volle Zustimmung!

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    • "GsJC" sagt:

      Jeder, der so unüberlegt denkt und handelt wie Sie, bereitet wie Frau Merkel Chaos und Terror den Weg.

      Oder haben Sie ein schlüssiges Programm dafür, bei wie viel Millionen illegalen und nicht mehr zu kontrollierenden Grenzübertritten dann wirklich Schluss sein soll, bevor im Gastgeberland alles zusammenbricht?

      Sie und Merkel dürfen zutiefst dafür dankbar sein, dass die Balkanroute für Wirtschaftsmigranten geschlossen wurde, die den Hauptanteil der angeblichen „Flüchtlinge“ bilden.

      Wenn heute in den Medien davon die Rede ist, dass die „Flüchtlingszahlen“ zurückgegangen sind, dann ist das diesem Umstand zu verdanken.

      Stichwort Christen:
      Es ist Ihnen weiterhin bekannt, dass gerade Christen aus Ländern mit mehrheitlich moslemischer Bevölkerung, die dort als C H R I S T E N ein Leben zweiter Klasse führen müssen/dürfen, sich eine Flucht nicht leisten können?

      Weiterhin sollten Sie sich die Frage stellen, warum flüchtende Moslems nicht nach Saudi-Arabien zu ihren Glaubensbrüdern ziehen, obwohl es gerade diesem Land mit dem zentralen Wallfahrtsort des Propheten jedes Jahr gelingt, mühelos Millionen (!) Pilger in Mekka zu versorgen!
      usw. …

      Einige beeindruckende Videos über IHRE „pöbelnden Kriegsflüchtlinge“ finden Sie unter den Stichworten „Calais und Flüchtlinge“ …. auf YouTube ….

      MfG

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    • Wutbürger sagt:

      Das ist grober Unfug, so etwas zu behaupten. Wer auf der Flucht ist, der verschafft sich nicht gewaltsam Zutritt in mehrere andere Länder und stellt dreiste Forderungen im Sozialparadies auf, ohne Rücksicht auf die Gastgeber.
      Polen und auch Ungarn haben sich nicht geweigert, wirkliche Flüchtlinge aufzunehmen, aber sie verlangen mit Recht in ihrer Schutzverantwortung für die eigene Bevölkerung ordentliche Identifizierung der Personen und ordentliche Asylverfahren, die nicht in Europa abgewickelt werden können, um keinen mohammedanischen Eroberungsfeldzug durch IS und Boko Haram zu unterstützen.
      Wozu haben die Länder Botschaften? Ich kenne ein aktuelles Beispiel, da versuchen Muslime die Stadt zu erpressen, eine Moschee zu bauen (religiöses Herrschaftssymbol), obwohl es ein Bethaus gibt und sie freiwillig ein Land mit christlich-jüdischen Wurzeln aufgesucht haben, wo die Mohammedaner sich teilweise frech weigern, die Glaubensfreiheit und die Wertevorstellung der Gastgeber zu respektieren, Undankbarkeit pur, Hauptsache…..
      Maria und Josef waren dankbar für eine warme Herberge und waren tatsächlich auf der Flucht, da Leib und Leben bedroht war und durchwanderten nicht mehrere Länder für eigene materielle Vorteile, sie wollten ihr Kind schützen.
      Propagandatrommel verkauft selbst kriminelle Kulturbereicherung, die andere Leben zerstört, als erstrebenswert, wofür der Volksmichel (auch mit Migrationshintergrund) Verständnis haben soll, da platzt mir doch der Kragen.
      Das Leben der Schutzbedürftigen wird überrollt, selbst mit einer kriminellen Kulturbereicherung, die bevorzugt wird. Man hat ja inzwischen die Pflicht, Verständnis zu haben für die illegalen Einwanderer, die manchmal auch ihre verrohte Kultur (Sure 9) mitbringen.
      Jeder, der den Mut hat, trotz der Gewalt, die er erfahren hat, zu schreiben, um andere zu schützen vor diesen Erfahrungen, ist ein humaner Zeitgeist und manchmal ist es schwierig, dahinter nur einen Text oder einen Hilfeschrei zu erkennen. Die, die da nur mit Fähnchen wedeln, um ihren schmutzigen Heiligenschein mit realitätsfremder Propaganda zu polieren, handeln nicht human, wenn sie die Nächsten neben ihnen in Lebensgefahr bringen.

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  4. Nero sagt:

    Wie viel Gewalt muss denn noch passieren, wie viele Opfer brutalster Verbrechen muss es denn noch geben? Wie kann man diese naive Toleranzbesoffenheit noch mit humanem Gewissen verantworten und dafür noch Freibriefe ausstellen, dass unsere Gäste oder Neubürger, wie man sie nennt, sich nicht benehmen und wir dulden, dass immer mehr Menschen Opfer brutalster Verbrechen werden und die Opfer noch verhöhnen?
    Wie stark müssen Menschen sein, diese Brutalität zu verkraften, wie sehr müssen Kinder ein Leben lang leiden, wenn sie brutalst vergewaltigt werden und betr. der Täter müssen wir Verständnis für die kulturelle Bereicherung haben – wann wacht die letzte Schlafmütze denn mal auf ?
    Diese Art übertriebener Gastfreundschaft kann für jeden tödlich enden und Opfer, wenn sie sehr mutig sind, scheuen das Risiko nicht, für die Wahrheit noch einmal Opfer zu werden – von Gesinnungsterroristen. Es macht einen sehr betroffen, über all die schlimmen Fälle im Netz zu lesen und man ist ohnmächtig und hilflos.

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    • Nur Jesus ist der Herr sagt:

      @nero

      WIe viele Flüchtlinge sind gewalttätig?

      Ich halte das für populistische Sprüche!

      Kriminelle Flüchtlinge müssen abgeschoben werden. Je schneller, umso besser. Da bin ich ganz Ihrer Meinung. Wer das Gastrecht missbraucht, hat dieses verwirkt.

      Aber Europa muss verfolgten und von Krieg gezeichneten und traumatisierten Menschen ein ordentliches Asylverfahren gewähren und nach erfolgreichem Asylverfahren auch die Chance zur Integration.

      Ich habe asylsuchende Menschen kennen gelernt. Viele der Flüchtlinge sind freundlich und ohne kriminelle Absichten. Man muss bei den Flüchtlingen schon differenzieren und darf seinen persönlichen Ängsten nicht freien Lauf lassen.

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      • Nero sagt:

        Kriminelle Kulturbereicherer werden aber nicht konsequent abgeschoben, sondern verursachen extreme Kosten im Rechtsapparat als Gäste wohlgemerkt und tauchen illegal unter. Wie viele sind seit der Kölner Silvesternacht auf freien Fuß und werden von politischen Propagandisten geschützt und zu Opfern verklärt, obwohl sie die Täter brutaler Verbrechen waren?
        Wenn diese Verlogenheit von Politik und Medien aufhören würde, die Opfer zu verhöhnen, dann wäre man wirklich einen Schritt weiter. Man kann nicht immer pauschal die Keule rausholen, wenn die Frage steht, wieviel muss noch passieren, das ist schon auf die Zielgruppe der Gäste, die unsere Zivilisation und hart erkämpften humanistischen Werte mit Füßen treten, gemünzt, und auch steht da nicht, dass alle Flüchtlinge unter Generalverdacht gestellt werden sollen!

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  5. Graf Dracula sagt:

    Man muss den Menschen, die sich trotz verfahrener und nicht ungefährlichem Einsatz versuchen, zu informieren und aufzuklären, sehr dankbar sein. Dies trifft auf unsere Qualitätsmedien mit ideologischen Seilschaften nicht zu. Dementsprechend mies ist auch die Quassel- und Talkshow-Sendung ausgerichtet und Illner hat ja schon Erfahrung mit dem DDR-Staatsfernsehen. Vielleicht ist Frau Will auch platonisch verliebt in unsere Angela, da sie sich sehr oft mit ihr zum politischen Kaffeekränzchen öffentlich trifft. Alles sehr subjektive und keine objektive sachliche Medienunterhaltung mehr.

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