Pastorinnen und kein Zölibat, trotzdem mangelnder Pfarrernachwuchs in der EKD

Den evangelischen Landeskirchen droht ein Pfarrermangel. Die Zahl der Theologiestudenten ist erschreckend niedrig. bild-089_1024_1

Dieser Ansicht ist der Vorsitzende des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland, Andreas Kahnt. Er sprach zum Auftakt des Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertages, der vom 26. bis 28. September in Lübeck-Travemünde stattfindet.

Pfr. Kahnt zufolge gab es 1982 noch 26.000 Studenten der evangelischen Theologie; derzeit sind es etwa 2.400. Im Vergleich zu den bevorstehenden Pensionierungen geburtenstarker Jahrgänge von Pfarrern reiche diese Zahl nicht aus, so Kahnt.

Zudem würden viele Studierende durch die Studieninhalte und Prüfungsordnungen vom Pfarrberuf eher abgeschreckt als eingeladen. Man müsse sorgfältig auf die Interessen und Erwartungen der nachkommenden Generationen achten. Nötig seien etwa eine Balance von Arbeit und Freizeit, die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie bei Berufstätigkeit beider Lebenspartner, überschaubare Dienstbereiche und eine angemessene Besoldung.

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/pfarrerverband-fuerchtet-nachwuchsmangel-98339.html

Wir haben im CHRISTLICHEN FORUM über den drohenden Pfarrermangel in der EKD bereits vor über fünf Jahren geschrieben: https://charismatismus.wordpress.com/2011/08/06/ist-der-zolibat-die-ursache-des-priestermangels/


9 Kommentare on “Pastorinnen und kein Zölibat, trotzdem mangelnder Pfarrernachwuchs in der EKD”

  1. Sven sagt:

    Es ist schon traurig, dass der Abstieg so rasant ist. Wie kann man denn wieder dafür werben, dass mehr Leute Theologie etc. studieren?

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    • Klaus sagt:

      Ich denke, dass die Aussicht auf einen spannenden Beruf wieder da sein müssen. Also ganz plakativ gesagt:
      Es sind alte Inhalte und es sind alte Methoden. Die Veränderungen sind quasi gleich null. Wenn man das in einen modernen Lebensstil ummünzen könnte, wäre es vielleicht wieder interessant. Ansonsten wird Theologie eher nur ein Geschichtsmodul werden.

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  2. Graf Dracula sagt:

    War mal im Lutherhaus Eisenach und trotz vieler guter Dinge gab es auch Dinge, die haben mich frustriert. Vor allem Theologen, die glauben, Martin Luther der unter Lebensgefahr die Bibelübersetzung wagte und ein Kind seiner Zeit war, nicht frei von den Irrtümern des von dem Vatikan geschürten Judenhasses, ohne eigenen Erkenntnisspielraum einen gewaltigen Fehler in seiner persönlichen Auffassung zu Juden zum Besten gab, das Wasser reichen zu können.
    Natürlich muss man nach neuestem Kenntnisstand diese Seite an ihm ablehnen, aber wie oft wurde von Vertretern des Klerus schon Hass geschürt? Man denke an das Zeitalter von Inquisition und Hexenverbrennung und daher sollten wir der Reformation, die durch Luther seine Übersetzung erst möglich war, dankbar sein. Dass er sich viel Mühe gegeben hat, beweist auch, das fand ich mal gut, dass er für die Tierwelt im nahen Osten Vertreter aus der Tierwelt der heimischen Fauna stellvertretend eingearbeitet hat, damit die Menschen sich auch hier ein Bild von Gottes Schöpfungswerk machen können. Ist einer schon mal einem Wüstenfuchs in Deutschland begegnet, ich nicht. Man hätte die Bibel höchst wahrscheinlich verworfen, da die Menschen keine globalen Reiseerfahrungen hatten und einen Bezug, einen Gottbezug zu ihrem Leben brauchen.

    Diese komische Bilderanimation mit Feuer speienden Drachen und Horrorszenarien, um auch Kindern Inhalte der Bibel zu zeigen, hat mich nur entsetzt. Die müssen ja die Bibel als Horrorschinken im Gedächtnis behalten, anstatt den Hintergrund zu Naturkatastrophen zu begreifen. Der heilige Georg im Kampf mit dem Drachen, besonders Eisenach ist da eine Fundgrube auch durch die Drachenschlucht, doch ein realistischer Bibelbezug ist das nicht. Wer ein wenig versucht hat, in christlichen Symbolen heraldische Hintergründe zu erforschen, kommt schnell auf die Lösung, für was der Drache, der im Kampf mit dem heiligen Georg steht, für heidnische Glaubensrituale, wo Menschenopfer bei Naturkatastrophen nicht selten waren und der heilige Georg löste sich von diesen Vorstellungen und fand zu Christus und seiner Lehre, was ihm den Tod als Märtyrer einbrachte. Auch einige Kinderbücher, die man zum Kauf anbot, waren voll von diesen sinnlosen Schauermärchen, die jeglichen realistischen Bezug zur Bibel untergraben. Lassen wir mal die Kinderbücher mit Bildanimationen so stehen, wenn sie einen Bezug zur Bibel aufbauen sollen, hätte eine Erklärung zu den Darstellungen dazugehört.
    Dass es sich um Synonyme handelt.

    Im 3. Obergeschoss, wenn treffe ich da, auch per Flimmerkiste, na wen wohl, Margot Käsmann, die immer noch in ihrer weltlichen Verführung meint, Christentum und Islam wären kompatibel, und das nach Mohammeds totaler Entstellung der heiligen Schrift als Feldherr. Das erkennt man schön schon an dem Begriff „Ungläubige“, wo im Christentum der Mensch sich als Schöpfungskind für sein irdisches Leben nach dem Tod auch vor Gott verantworten muss, während Mohammed lehrt, wer sich seinem Glaubensbild Sure 4, Sure 9 nicht unterwirft, ist ein Ungläubiger, den seine menschlichen Gotteskrieger versklaven (großer Beitrag zur Vergewaltigungskrise mitten in Deutschland), unterwerfen (zu Ehren von Moslems dürfen wir dann als Dhimmis (Sklaven) im eigenen Land die Vormachtstellung des Muslime finanzieren, die unser Land gerade erobern (England hat schon solch traurige Beispiele an der Tagesordnung) und zu töten, wo man dank Sozialförderung des Gastlandes erst mal absieht, aber Todesdrohungen mitten in Deutschland gab es schon.
    Die pazifistische Käsmann ist erhaben über diese Problematik, die für uns lebensbedrohlich werden kann, ignorant hinweggeschwebt, da sie die Minderheit von aufgeklärten Muslimen pauschalisiert mit radikal geprägten Muslimen mit mittelalterlichen Weltbild. Wenn ich mir das so recht überlege, verbindet sie in ihrem Irrtum mit Luther dessen Hass auf die Juden und ihrem naiven Pazifismus, alle Menschen seien friedlicher Natur, eine Brüderschaft, wo der Mensch ein unvollkommenes Wesen ist. Doch, irgendwo ergänzen sie sich.

    Was mich aber am meisten befremdet hat, waren die Wucherpreise für die Bibeln und Gesangbücher (als sei der Glaube der Lutheraner, die sich gegen die Unterstellung von Theologen verwahren, nach Zeiten der humanistischen Aufklärung den Judenhass von Luther übernommen zu haben) nur noch kommerzielles Handelsobjekt, mit den Geistesblitzen der Theologen nach Luther angereichert und nicht eine Glaubensbotschaft, wo es anhand dem Menschen durch die heilige Schrift vergönnt ist, sich ein eigenständiges Bild zu seinem Lebensbezug zu machen. Verkaufsmodell Martin Luther eben, der wesentlich mit für die kulturelle Entwicklung in Deutschland beigetragen hat. Man bastelt ja schon an der neuen Weltreligion, die zusammenschmieden soll, was nicht zusammengehört, da ist der Christus, den Juden, Christen und aufgeklärte Muslime als Vorbild verehren, und dort die Prophetenreihe, die teilweise ihren Machterhalt in die heilige Schrift einverleibt hat. Der nächste Religionskrieg, sollte nicht die Vernunft kommen, kann dann ja wohl kommen, und ich bin zornig und traurig drüber, weil ich diese Entwicklung nie für möglich hielt.

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  3. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Tatsachen, wie die hier geschilderten, belegen für jeden sichtbar und verständlich, dass die von der linksgewirkten Funktionärsschickeria des deutschen Gremienkatholizismus und sog. „Theologen“ gegen Priestermangel und Gläubigenschwund empfohlenen „Heilmittel“ Frauenpriestertum und Wegfall des Zölibats reine ideologische Wunschvorstellungen sind. Wären sie mehr, würden die evangelischen Kirchen boomen. Tun sie aber nicht.

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    • Anonym sagt:

      Warum Mitglied einer evangelischen Kirchengemeinde werden?

      Freie Gemeinden verzeichnen dagegen ein stetiges Wachstum.

      Christen haben in freien Gemeinden ein Wahlrecht. Sie können sich beispielsweise für eine Gemeinde entscheiden, in der Jesus noch im Mittelpunkt der Verkündigung steht, also das Centrum ist.

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  4. schwarzes Schaf sagt:

    Wundern tut mich das nicht als einfacher Christ ohne nützliche Verbindung für die Kirchenvertreter, die ihren Dünkel erhabener Arroganz pflegen, wo ich als einfacher Mensch für diese uninteressant bin. Da gibt es das, was es unter Christen nicht geben dürfte, Förderkinder und politischen Beziehungseifer, wo der einfache Christ ohne nützliche Kontakte unter den Teppich fällt. Intrigen und Machtkämpfe sowieso in manchen Kirchengemeinden.
    Da nimmt keiner den Hörer in die Hand und fragt einen, hasst Du Interesse an einem besonderen Konzert, die Karten dafür teilen die sich schon untereinander auf, denn sie sind ja privilegierten Christen! Selbst wenn man die Neuchristen, die früher auch für die Denunziation der Christen waren, denen Bildungswege durch das direkte Abitur verwehrt wurden, da sie nicht aus sozialistisch geprägten Elternhäusern stammten und heute als Neuchristen ihre geistige Gelehrigkeit als neues Betätigungsfeld ausleben, heraus radiert, gibt es noch viele Punkte, die einfache Christen vergraulen. Manche Neuchristen haben wie Saulus ehrlich zum Christentum gefunden, aber manche haben als Wendehälse nur ihre Vorteile in der Institution Kirche im Sinn gehabt und keineswegs ihre Abneigung gegenüber Christen verloren.
    Die Kirche hat das unterstützt, dass Ehrlichkeit zum einsamen Wort wurde. Früher ging man in die Kirche, um Gemeinschaft zu pflegen, sich um einander zu kümmern und sich als Individuum innerhalb der Kirche in der Suche nach Gottes Nähe anzunehmen, ohne einen Maulkorb des selbstständigen Denkens zu tragen, auch wenn man nicht gerade mit Intelligenz gesegnet war und ein einfacher Bürger. Heute haben wir den Geistesblitzen der christlichen Intelligenz vor Bewunderung zu huldigen.
    Ich will nicht mehr Theologie studieren, weil ich andere berufliche Wege einschlagen musste, es vom Alter her nicht passt, aber heute, wenn ich das entsprechende Alter hätte, würde ich mir das dreimal überlegen, weil ich mein Gewissen und freie Gedanken, wo auch ich mich stets weiter entwickeln muss, nicht ausschalten kann. Als Laien haben wir uns auch schon mal vor die Füße werfen zu lassen, in unserem einfachen Glaubensverständnis ohne theologische Tiefe für unser eigenes Leben, ob wir uns überhaupt der christlichen Lehre bewusst seien, obwohl wir die Pflicht zur Gehorsamkeit haben und Fehler nicht kritisieren dürfen, selbst wenn sie Menschen tief verletzen.

    Da muss ich ja nun mal ein Lob für dieses Forum und seine Betreiber aussprechen, ich werde nicht bevormundet, sondern an die Hand genommen und lerne viel dazu, weil man mir neue Blickwinkel und Erkenntnisse schenkt, so dass ich auch die Chance habe, meine irrtümlichen Blickwinkel für mich selbst zu korrigieren.
    Ich kenn die Bibel nicht auswendig, ich glaube in meinem Herzen. Früher war man untereinander tolerant und tauschte sich aus über den persönlichen Gottbezug zum eigenen Leben, ohne Besserwisserei und Bevormundung, wie man zu glauben hat. Man hat sich ausgetauscht und untereinander neue Blickwinkel für sich selbst erschließen können.
    Derzeit aber kommt man sich durch die erhabene Arroganz der Kirchenelite vor wie der Tramp Charlie Chaplin, ausgegrenzt und des selbständigen Denkens entmündigt. Die Gesandten der vorgesetzten Kirchenorgane gibt es wie Pilze im Wald, die unser Bibelstudium auf den korrekten Weg der ideologischen Interpretation der Führungsriege bringen sollen, man könnte meinen, es findet Gehirnwäsche für politische Ziele statt.
    Welcome Refuges, wenn da die Mitglieder eines Bibelstudiums mit einer anderen kritischen Meinung zum Bezug Nächstenliebe und Schutz niedergebügelt werden, um Welcome Refuges auch auf mörderischer Ebene für das Christentum zu akzeptieren, wo doch Christenverfolgung tobt und diese Auslegungen wider die Vernunft sind, wirklich motivierend?
    Fehlt nur noch der Beichtstuhl, ja, ich habe gewagt, frei zu denken und zur Buße werde ich zu Gnaden Eurer Barmherzigkeit und vorzüglichem Wissensheiligtum meine ach so schändliche Meinung korrigieren. Terroranschläge auf unser christliches Abendland sind der Beweis, wo wir als Ungläubige a la Mohammed zu unterwerfen sind, dass unsere kritische Meinung entgegen der Gelehrten, die uns das Meinungsbild vorgeben wollen, nicht aus der Luft gegriffen sind.

    Wen wundert es, wenn eine im Herzen ideologisch geprägte Grüne mit abgebrochenen Theologiestudium in höchster Funktionärsebene an dem, was wir denken dürfen, wie wir die heilige Schrift ohne Widerspruch zu verstehen haben, mit für den Tonfall sorgt.
    Auch hätte man es in grünen Christenkreisen gerne, die Kreuzigung Jesu zu widerlegen in Anbiederung an den Islam, nur das dürfte bei der Beweislage schwierig werden.
    Die Zeitschrift CF trieft ja nur so vor politisch christlicher Korrektness und der Jubel über den Papst Franziskus, hä, sind wir jetzt katholisch, wobei ich für einen vernünftigen katholischen Glauben mit geistiger Freiheit sehr viel Herzenswärme empfinde, aber doch von Vertretern des Protestantismus als Vorbilder Treue zur reformatorischen Befreiung aus der mittelalterlichen Bevormundung durch den Klerus erwarte.
    Schließlich ist der Katholizismus ja die Mutter der Protestanten, weshalb sich total entfremden, ergänzen wäre richtig im Streben nach der Suche nach Gottes Nähe, ohne gleich das eigene Glaubensbild komplett über Bord zu werfen.
    Franziskus ist nun mal zum ersten ideologischen Vorbild der Protestanten aufgestiegen, davon hätten Vorgänger wie Johannes Paul II. und Benedikt nur träumen können.
    Wo wir schon bei Luther wären. Nun kommen die oberschlauen Kirchenvertreter und klagen ihn wegen dem Judenhass an und ignorieren, dass er Mönch war und der Vatikan in Rom sich über die Anschuldigung, dass die Juden für die Kreuzigung Jesu verantwortlich waren, ihre eigene Schuld als römische Besatzer daran leugneten und das Theologiestudium auch von Luther so ausgerichtet war.
    Luther hatte dieses Wissen nicht, dass der Vatikan dafür gesorgt hat, die Wahrheit für das Christentum in dieser Zeit in seinem Sinne umzuinterpretieren. Jetzt zu Luthers Bibelübersetzung bäh zu sagen, weil man als Intelligenzbestie durch Zugänglichkeit zu Wissen drüber erhaben ist, wirklich beschämend.
    Ja, Luther hatte diese Schwachstelle, die auch ich ablehne, aber ich erdreiste mich nicht, darüber zu urteilen, weil ich weiß, er war ein Kind seiner Zeit und er war kein Historiker und hatte nur das, was der Vatikan an Wissen zugänglich darbot. Immerhin enttarnte er die Lügen des Klerus, der das Volk zu beherrschen gedachte durch seine Übersetzung die Freiheit des Glaubens und das Vertrauen zu Jesus zugänglich machten, weil es in einer Sprache geschrieben war, die die Menschen verstanden und sich damit ein eigenes Bild machen konnten über die christliche Lehre. Natürlich waren sie drüber erbost, dass der Klerus ihnen mit Schauergeschichten vom Fegefeuer den letzten Taler aus den Taschen zog. Luther hat der Hörigkeit gegenüber den Vertretern des Klerus in die Suppe gespuckt.

    Auch die Gepflogenheit zu ignorieren, das das treue Christenschaf von den Lasten des Alltags gedrückt ist, zu glauben, es liest verpflichtend seinen Terminkalender und folget dem Lockruf der Kirchen und in schwierigen Zeiten kräht kein Hahn danach, einen zu trösten, da wird man halt auch gleichgültig.
    Die Balance im Verhältnis Hirten und Christenschafe ging schon lange verloren. Natürlich muss ich auch bekennen, das ich mich selbst wenig bemüht habe, weil all meine Anstrengungen früher, gehört zu werden für einen Meinungsaustausch und ernst genommen zu werden, für die Katz waren.
    Dazu war ich wohl nicht privilegiert genug als schwarzes Schaf, dem man das Niveau zu denken abspricht, weil man klüger ist. Das nennt man dann miteinander reden, ich nenne es das Christenschäfchen, selbstgefällig zu dozieren. Das schwarze Schaf passt eben nicht zur weißen Herde, das muss man nicht tragisch sehen, eher befreilich.
    Ich kann gut damit leben, eine nicht privilegierte Karteileiche zu sein, denn ohne ideologischen Maulkorb auf meiner Suche zu Gott fühle ich mich wohler.

    Ein weiterer Grund, weshalb sich viele gegen den Beruf trotz guter Konditionen in materieller und anderer Hinsicht sträuben, ist, dass eine selbsternannte Kirchenelite den Ton vorgibt, wonach selbst ein Pfarrer zu tanzen hat oder steht der Gemeinde ein trefflicher Pfarrer in das Haus, von dem sich Gläubige angenommen fühlen, ihm die Tür vor der Nase zuschlägt, da er Wirbel in den verkrusteten Kirchensumpf verursachen könnte und die eigene Wichtigkeit in Frage stellen. Kabale und Liebe ist es halt, wie Schiller schon sagte.

    Solange der christliche Glaube politisch ideologisch vergiftet wird, Kircheneliten hörige Schäflein erwarten und eine Entwicklung zu absolutistischen Auslegung der heiligen Schrift ohne persönlichen Freiraum als bekennender Mensch und Sünder verordnet wird, muss man sich nicht wundern, dass der Anreiz für den Beruf des Theologen mit Maulkorbqualität, nicht frei denken und sich geistig zu entwickeln zu dürfen, verpönt ist.
    Es ist auch erschreckend, dass manche Pfarrer noch nicht mal die Grundregeln der Liturgie kennen, die den Respekt für den Menschen ausdrückt, ob man den nun leiden kann oder nicht. Dazu kommt noch, wenn man im Netz lesen muss, dass ein Pfarrer, der es wagtes zu sagen, der Islam passt nicht zur christlichen Lehre, was korrekt ist, weshalb es auch den interreligiösen Dialog gibt für Toleranz ohne Eroberung des anderen Glaubensmodells, sanktioniert und seines Amtes enthoben wurde.
    Teile der neuen evangelischen Bewegung erwarten, dass man sein Gewissen und seine Treue zu Christi Botschaft an den Nagel hängt, um dem weltlichen Zeitgeist zu frönen.

    Dabei sagte mir ein kluger älterer Pfarrer auf meiner Durchreise einen sehr wichtigen Satz, den ich mir als Leitmotiv verinnerlicht habe „Jesus kam, um den Menschen zu lehren, dass die Gebote ihm helfen sollen.“ Also frei von mir übersetzt, die Gebote unterliegen keinem absolutistischem Gehorsamkeitswahn, man soll sie befolgen, aber er weiß auch, dass wir Menschen sind und von Sünden nicht frei. Da ist ein enormer Spielraum der Vergebung bei echter Reue drin.
    Heute hat man den Eindruck, dass vor allem die evangelische Kirche wieder zum gehorsamen Absolutismus zurück zu kehren versucht ,ohne die Menschen als Menschen mit den Schwächen zu sehen, die Christus ihnen zugestand. Wir sind ja so göttlich, vor allem unsere Kirchenvertreter. Wo ich den Islam ansprach, wies er mich korrekt darauf hin, dass auch er der Mutterreligion des Judentums entspringt und natürlich Ismail und Isaak waren Brüder, was ich s o akzeptiere, aber die islamische Bedrohung der Fanatiker brennt auf dem Herzen.
    Wo ich meine Kritik an Mohammed übte, meinte er nur, ich habe auch große Bauchschmerzen, aber verstehen Sie doch, sagen dürfen wir das nicht, tun Sie sich selbst diesen Gefallen. Prima Maulkorb-Kuratel von der Obrigkeit!
    Bedford-Strohm ist sich nicht zu schade, Werbung pauschal für den Islam zu machen, anstatt getreu einem ehrlichen interreligiösen Dialog zu sagen, wir sind tolerant, wenn es darum geht, auf unterschiedliche Wege friedlich Gott zu suchen, aber unser Glaube als Christen setzt auch Treue zu Christus voraus.
    Bin schon oft von der Islamophobie-Keule verprügelt wurden, obwohl ich jedem seinen Spielraum ,die Nähe zu Gott friedlich ohne Herrschaftsansprüche über eine andere Religion als Glaubensfreiheit zugestehen kann. Wenn man im Vorstand des Moscheebauverein ist, muss man das ausblenden, sonst wäre man durch die Kritiker als christlicher Theologe blamiert. Man kann nicht beides haben, entweder man ist treu zu seinem christlichen Glauben oder man ist es nicht.

    Der Apfel der Erkenntnis, der uns Menschen aus dem Paradies jagte, oh ja, davon kann man ein Liedchen singen, wenn der Mensch klüger sein will als der Schöpfergott. Unsere Professorin Kässmann ist ja nun in den irdischen wissenschaftlichen Zenit aufgestiegen und sich nicht zu schade, für die nahezu 50 von der UNO entworfenen Gebote für die Weltbevölkerung als Verhaltenskodex zu werben, da fragt man sich doch, ist die vom christlichen Glauben abgefallen, und will es nun Gott und Christus beweisen mit ihrer Erhabenheit über die 10 Gebote?
    Die modernisierte evangelische Kirche ist mir nicht geheuer, weil sie die Pfade des Trostes und Stabilität für die Menschen verlassen hat und nur noch als Ideologiemodell denkt und auch sich als Wirtschaftsinstitution vordergründig betrachtet. Der ursprüngliche Glaube ist etwas in die hintere Nische abgedriftet.
    Zum Schluss bitte ich um Vergebung für meine frustrierten Gedanken, denn es gibt keine pauschale Wahrheit, aber negative Einzelfälle gibt es doch, auch die Wutchristen, die entstehen, weil sie schlechten Hirten und ihrem Gefolge begegnet sind. Die Christen der AFD können ja auch ein Liedchen nach der Ausladung vom Kirchentag davon singen, weil sie gegen Muslime ausgetauscht worden sind und gegen Grüne Ideologen, die in ihren schon Menschenverachtenden Entgleisungen Schöpfungskinder als soziale, sexual geprägte Geschlechtsobjekte abwerten. Christen gegen Christen, welch eine verkehrte Welt.

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