Aktuelle Spekulationen über eine „Papst-Prophetie“ des hl. Franziskus von Assisi

Von Felizitas Küble

„DrMartinBachmaier“ hat eine alte Prophetie, welche Franz von Assisi zugeschrieben wird, ausgegraben und auf dem Portal Gloria-TV verdeutscht. Mit Hilfe dieser angeblichen Weissagung wird die Gültigkeit der Franz-Papstwahl infrage gestellt.

Unabhängig von dieser Spezialfrage enthält die Prophezeiung sowieso einige Irrtümer, so daß man sie wohl kaum als Himmelsbotschaft ernst nehmen kann. Radio Vatikan

Hier zunächst die wesentlichen Passagen (Linien zur Hervorhebung von uns):

„Die Macht der Dämonen wird mehr als gewöhnlich losgelassen werden, die unbefleckte Reinheit unseres und der übrigen Orden wird so sehr entstellt werden, dass nur ganz wenige unter den Christen dem wahren Papst und der römischen Kirche mit aufrichtigem Herzen und vollkommener Liebe gehorchen werden:

Jemand, der nicht kanonisch gewählt, (aber) auf dem Höhepunkt jener Drangsal zum Papsttum erhoben worden sein wird, wird sich bemühen, mit Scharfsinn vielen den Tod seines Irrtums einzuflößen.

Dann werden sich die Ärgernisse vervielfachen, unser Orden wird gespalten werden, viele der übrigen (Orden) werden völlig zerbrechen, weil sie dem Irrtum nicht RadioVatikanwidersprechen, sondern zustimmen werden.“

Hierzu stellen wir fest:

  1. Es gab noch nie ein Geschöpf (außer Maria), folglich erst recht noch nie einen Orden, welcher von „unbefleckter Reinheit“ war oder ist, weder die Franziskaner noch andere Ordensgemeinschaften. Somit ist schon der erste Satz unsinnig.
  2. Dasselbe gilt bezüglich eines Gehorsams mit „vollkommener Liebe“, zumal ein uneingeschränkter, gleichsam absoluter Gehorsam ohnehin allein GOTT gegenüber angebracht ist, nicht jedoch gegenüber der Person des Papstes oder sonstiger kirchlicher Würdenträger.
  3. Man kann ohne weiteres der Ansicht sein, daß der gegenwärtige Pontifex neben richtigen auch irrtümliche Aussagen tätigt –  aber tut er dies wirklich „mit Scharfsinn“? (Zudem ist der Satz vom „Tod seines Irrtums“ unlogisch, doch dies mag an der Übersetzung liegen.)
  4. Der Franziskanerorden spaltete sich bereits zu Lebzeiten von Franziskus  – und danach noch weitere unzählige Male, wobei auch sektiererische Ableger entstanden, welche von der Kirche nicht erlaubt wurden (zB. radikale Strömungen der endzeitschwärmerischen „Spiritualen“).  –  Überdies wird nicht erwähnt, worin denn der „Irrtum“ besteht, dem die vielen Orden zustimmen werden.

Wie man sieht, sind nicht nur neuere „Botschaften“ reihenweise mit Fragezeichen zu versehen, sondern auch angeblich alte Prophetien…..

Quelle für die Zitate: https://www.gloria.tv/article/XouvK3Jfo91z1mUunAiLJA64p

Fotos: Radio Vatikan


43 Kommentare on “Aktuelle Spekulationen über eine „Papst-Prophetie“ des hl. Franziskus von Assisi”

  1. Mondlicht sagt:

    Franz von Assissi war Alkoholiker und litt unter Depressionen. Außerdem schikanierte er seine Ordensbrüder (historisch nachgewiesen). Von einem solchen Menschen kann man nichts Gescheites erwarten.

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    • Guten Tag,
      es ist zwar klar, daß auch heiliggesprochene Personen trotz eines hohen Tugendgrades nicht vollkommen sind, daß sie sich irren konnten (das kann auch jeder Papst – außer speziell bei einer Dogmenverkündigung), daß sie mit psychischen Problemen behelligt sein konnten, zudem gibt es durchaus Anlaß für Sachkritik an Franz von Assisi, aber für Ihre konkreten Behauptungen fehlt der Beweis, wobei freilich der Begriff „Depressionen“ eine ziemlich weite Auslegung erlaubt.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • constantinus lösch sagt:

        Entschuldigung für meine Rechtschreibung. Bin nicht sehr gebildet. Franz hat Jesus unseren wahren Gott geliebt mit seiner ganzen innerlichen und Körperlichen Gestalt. Natürlich müssen müssen wir alles hinterfragen. Denn der Böse lauert überall. Buch der weisen. Wer kann Gott erkennen, ihn sehen, ihn berühren, ihn erfahren? Keiner von uns kennt den Ratschluß Gottes. Gott sch… auf unsere Weisheit, denn wenn wir keinne Liebe haben, sind wir verloren

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      • Guten Tag,
        wir sollen schon nach der Weisheit streben, sie nicht in Konkurrenz zur Liebe sehen, sondern beides für wichtig halten, wobei es uns natürlich um die von Gott erleuchtete Weisheit gehen soll. Katholiken glauben, daß uns bei der Firmung die Sieben Gaben des Hl. Geistes geschenkt werden, die wir natürlich in unserem Denken und Leben auch fruchtbar machen müssen. Dazu gehört der Geist der Weisheit, des Verstandes, des Rates, der Stärke, der Wissenschaft (Erkenntnis), der Frömmigkeit und der Gottesfurcht.
        Aber all diese Gaben werden gekrönt und begründet durch die Liebe zum Ewigen und unserem Nächsten, denn die Liebe ist nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts. Sie haben recht: Ohne Liebe sind wir verloren – ohne die Liebe Christi, die wir erwidern sollen – genauer: dürfen!
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  2. Aurelius sagt:

    An Frau Küble:

    Wenn Sie die Prophetie ernst nehmen würden,
    hätten Sie mehr davon !

    Himmlische Prophetien zeichnen sich dadurch aus,
    dass sie gewisse göttliche Samen enthalten, die zu
    verschiedenen Zeiten ein gewisser Trost sein können.

    Dass die Prophetie heute an Aktualität gewinnt, liegt
    offensichtlich an der frappierenden Übereinstimmung
    mit gegenwärtigen Vorkommnissen, z.B. der Auflösung
    des Franziskanerordens.

    Leider haben Sie aber keinen Respekt vor kirchlicher
    Prophetie, die Ihrem Verstand noch nicht eingängig
    ist. In maßloser Vermessenheit, kritisieren Sie die
    Propheten und Seher Gottes.

    Daher kann man Ihnen nur Umkehr wünschen !
    Also: Gesegnete Umkehr von mir und von der Hl. Schrift
    ein guter Rat:

    Sir 1,14: „Anfang der Weisheit ist die Gottesfurcht.“
    Damit man nicht meint, nur der Anfang bedürfe der Gottesfurcht,
    siehe Sir 1,16: „Fülle der Weisheit ist die Gottesfurcht.“
    Sir 1,18: „Krone der Weisheit ist die Gottesfurcht.“

    Die Gottesfurcht muss man immer bewahren, egal auf welcher
    Stufe der Erkenntnis man angekommen ist, ja, Weisheit ohne
    Gottesfurcht gibt es gar nicht, denn:
    Sir 1,20: „Wurzel der Weisheit ist die Gottesfurcht.“

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    • Ester sagt:

      also bitte, der Franziskanerorden spaltete sich seit seinem Beginn in verschiedene Fraktionen und Orden, Kapuziner, Minoriten, Franziskaner, um die drei Grundrichtungen zu nennen.
      Dann brach bald nach Franziskus Tod der Streit zwischen zwei Richtungen (strengste Befolgung der Regel und nicht so strenge Befolgung der Regel mit Studium, festen Klöstern, Gemeinschaftsbesitz) aus.
      Und um 15hundert (!) herum spaltete der damalige Papst Leo X. mittels einer Bulle den Franziskanerorden in zwei Richtungen.
      Sprich die Spaltung, die ist schon erfolgt.
      Und ob man an der Rechtmäßigkeit des Papstes Leo X. Zweifel haben kann, entzieht sich meiner Kenntnis.
      Aber vielleicht bezieht sich die Prophezeiung auf ihn?

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      • Wie schon erwähnt, handelt es sich hier nur um einen zeitbedingen Kurzauszug aus der Prophetie, wo ich an sich nur das „non canonice electus“ (nicht kanonisch erwählt) hervorheben wollte. Die gesamte Prophezeiung habe ich hier.
        http://www.deutschland.world/home/der-jetzige-papst/franciscus-prophetiat-franciscum/

        Was das Glaubensleben betrifft, muss ich da auf nachfolgenden, im Auszug nicht mehr zitierten Satz verweisen:

        Erunt opiniones et schismata tot et tanta in populo, et in religiosis, et in clerico, quod nisi abbreviarentur dies illi juxta verbum Evangelicum ( si fieri posset ) in errorem inducerentur etiam electi, nisi in tanto turbine ex immensa misericordia Dei regerentur.
        Übersetzt:
        Es wird Meinungen und Spaltungen, so viele und so große, im Volk, unter den Ordensleuten und in der Geistlichkeit geben, dass, wenn jene Tage nicht gemäß dem Evangeliums-Wort abgekürzt würden, selbst die Auserwählten (wenn es geschehen könnte) in den Irrweg hineingezogen würden, wenn sie nicht in einem so gewaltigen Sturm von der unermesslichen Barmherzigkeit Gottes geleitet würden.

        Alles in allem verweist dieser Auszug schon wegen der Phrase „selbst die Auserwählten“ (vgl. Mt 24,22) doch eher auf eine Zeit nahe der Wiederkunft Christi, von der Matthäus bald im Anschluss daran spricht.

        Und ganz deutlich wird es am Ende der Weissagung:

        Vitæ sanctitas a suis professoribus habebitur in derisum, quare dignum non pastorem, sed exterminatorem mittet illis Dominus Jesus Christus »
        Übersetzt:
        Eines Lebens Heiligkeit wird von ihren eigenen Lehrern gezogen werden ins Lächerliche, weshalb einen würdigen Hirten nicht, sondern einen Exterminator senden wird jenen der Herr Jesus Christus.“

        Dieser letzte Auszug past m.E. sehr gut auf die jetzige Zeit.

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    • constantinus lösch sagt:

      Der Mann aus Assisi ist einer der der wenigen, die in der wahren Nachfolge Christi standen und stehen, Heilig ist er Wahrhaftiger Jünger Jesu ? Bruder Mond, Bruder Sonne, Bruder Tod willkommen, Sehet das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt

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  3. @Anonymous: Auf das, was Sie schreiben, bin ich hier
    http://www.deutschland.world/home/der-jetzige-papst/die-problematik-der-tonlosen-papst-interviews/
    gleich am Anfang unter der Überschrift
    „Das Problem des beleglosen Briefverkehrs“
    eingegangen. Das „Mein Rücktritt ist gültig. Spekulationen sind absurd“ konnte der Journalist halt nicht belegen.

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  4. @GsJC: Ja, das sind Auszüge aus dem offiziellen Übersetzungsversuch, einem ziemlich missglückten, wie Professor Stroh ja bereits gezeigt hat. Die Fehler sind hier in meiner Übersetzung alle moniert:
    http://www.deutschland.world/home/der-jetzige-papst/das-jahrhundertfake-lateinisch-deutsch-und-kommentiert/

    Aus meiner richtigen Übersetzung geht halt kein Rücktritt vom Papstamt hervor.

    Es ist ein alter Trick, dass man, was das Original nicht hergibt, durch eine Falschübersetzung hinbiegt.

    Argumentieren Sie also auf der Basis einer richtigen Übersetzung oder weisen Sie mir nach, dass ich was falsch übersetzt hätte. Sonst kommen wir hier nicht weiter.

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  5. "GsJC" sagt:

    DECLARATIO

    Liebe Mitbrüder!
    […]
    Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewißheit gelangt, daß meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben.
    […]
    Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Köpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, daß ich mein Unvermögen erkennen muß, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen. Im Bewußtsein des Ernstes dieses Aktes erkläre ich daher mit voller Freiheit, auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, das mir durch die Hand der Kardinäle am 19. April 2005 anvertraut wurde, zu verzichten, so daß ab dem 28. Februar 2013, um 20.00 Uhr, der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant sein wird und von denen, in deren Zuständigkeit es fällt, das Konklave zur Wahl des neuen Papstes zusammengerufen werden muß.
    […]
    Und bitten wir seine heilige Mutter Maria, damit sie den Kardinälen bei der Wahl des neuen Papstes mit ihrer mütterlichen Güte beistehe. Was mich selbst betrifft, so möchte ich auch in Zukunft der Heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Leben im Gebet dienen.
    Aus dem Vatikan, 10. Februar 2013
    BENEDICTUS PP XV

    http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/speeches/2013/february/documents/hf_ben-xvi_spe_20130211_declaratio.pdf

    ————————–
    Wer aufmerksam liest, dem sollte die Erklärung genügen.

    Stichworte:
    – bin n i c h t mehr g e e i g n e t / um in a n g e m e s s e n e r Weise den Petrusdienst auszuüben / Kraft des Geistes hat a b g e n o m m e n / U n v e r m ö g e n den anvertrauten Dienst weiter g u t (!) auszuführen / v e r z i c h t e auf das Amt des Bischofs von Rom und die Nachfolge Petri / der Stuhl des heiligen Petrus ist ab dem 28. Februar 2013 v a k a n t / Bitte an die Gottesmutter den Kardinälen mit ihrer mütterlichen Güte bei der Wahl des n e u e n Papstes beizustehen.

    Das Thema ist für mich beendet!

    MfG

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  6. "GsJC" sagt:

    @ Dr. Bachmeier

    Ihr Versuch, die „Papstprophetie“ von Don Bosco und Franz v. Assisi zeitgemäß zu deuten, erinnert mich an Bonaventur Meyer aus der Schweiz und seine damaligen Versuche, das für ihn unfassbare kirchliche Umbruchgeschehen um die Zeit des II. Vatikanum passend zu machen. Einige Parallelen zum aktuellen Thema sind erkennbar …

    ——————————-
    Zitat

    „Papst Paul VI. lebt noch, Doppelgänger wurde vergiftet“

    Mit „in sechs Weltsprachen übersetzten und an alle Bischöfe versendeten“ metaphysischen Alpträumen konfrontiert das „Marianische Schriftenwerk“ respektive ein Bonaventur Meyer in der Schweiz nun auch die Medien vor dem Hintergrund „zahlreicher Mahnungen des Himmels“. Ein Exorzismus (bei dem hoffentlich nicht tatsächlich ein beklagenswerter Mensch von Fanatikern gefoltert wurde) habe am 6. April dieses Jahres Beelzebub gezwungen, „mit schauerlichem Gebrüll“ das Folgende einzugestehen:
    Papst Paul VI. sei nicht gestorben und daher das wahre Oberhaupt der Kirche, und werde die wenigen wahrhaft Gläubigen um sich scharen. Die meisten aber würden dem Antichrist folgen. Papst Johannes Paul II sei „von polnischen und römischen Freimaurern eingesetzt.“ ++++
    Aus einem etwas früheren Exorzismus – so das „Marianische Schriftenwerk“ weiter – sei bereits bekannt, daß statt Paul VI. ein Doppelgänger eingesetzt und durch Gift ermordet worden sei. Sein Blut „schreit zum Himmel, noch mehr das Blut Johannes Paul I., Luciani. Über Johannes Paul II. sei dabei offenbart worden, daß er Länder bereise, weil ihm das „Angebetetsein von Menschen mehr Wert ist als die Huld des HOHEN und auch deshalb, weil es im Vatikan riecht.“ Zur Aufklärung ihrer Machenschaften seien die „Dämonen“ von „Maria selbst“ gezwungen worden.
    Zitat Ende
    ——————————-

    Nachstehend der Link auf eine ergänzende Quelle, die nicht vom „Doppelgänger“ lassen kann …

    http://www.graue-briefe.de/Vatikan/Verratener%20Papst%20Paul%20VI_/verratener%20papst%20paul%20vi_.html

    ——————————-

    Weitere Informationen sind im Netz unter Eingabe der Stichworte: „Paul VI. Doppelgänger“ … zu finden, so auch das oben stehende Zitat, das einer *.pdf Datei entnommen ist.

    Mit Bonaventur Meyer hatte ich vor gut zwanzig Jahren lockeren Brief- und Telefonkontakt. Seine Überlegungen erschienen mir schon damals sehr abenteuerlich und ein wenig durchgeknallt. Trotzdem war er ein netter „Typ“ mit besten Absichten.

    Aus der zeitlichen Distanz zeigt sich, welchem von Dämonen (!) mitgeteilten Unsinn Meyer gefolgt ist, wenn seine Überlegungen zu Ende gedacht werden. Danach wurde ein von Freimaurern eingesetzter und nach „Anbetung“ lechzender Papst (J.P. II.) von der Kirche heiliggesprochen.

    Danach muss es auch ein von Freimaurern eingesetzter Papst gewesen sein, der Ratzinger in den Vatikan geholt und zum obersten Glaubenshüter ernannt hat. Was für eine unglaubliche Strategie mag hinter diesem personellen Schachzug der Freimaurer gestanden haben, die J.P. II. kontrollierten?

    Zitat
    über Johannes Paul II. sei dabei offenbart worden, daß er Länder bereise, weil ihm das „Angebetetsein von Menschen mehr Wert ist als die Huld des HOHEN und auch deshalb, weil es im Vatikan riecht …
    Zitat Ende

    Diese Stelle findet sich ähnlich auch im „Unsinn der irischen Warnung“.
    Dort ist es Papst Franziskus, dem das „Angebetetsein von Menschen mehr wert ist“ …

    Die verwirrte Anhängerschaft der gescheiterten irischen „Endzeitprophetin“ bestärken Sie mit Ihren Überlegungen und Deutungen. Ich habe erhebliche Bedenken, ob das wirklich gut und beabsichtigt ist.

    Was Meyer über die Wahl Johannes Paul II. durch die Freimaurer schreibt, steht nahezu identisch in den vom zuständigen irischen Bischof verworfenen „Warnungs-Schriften“ der „MDM“ über die Wahl von Franziskus.

    Auf der anderen Seite sprechen Sie sich gegen „Garabandal“ und die dort angekündigte „Warnung“ aus. Da stimme ich Ihnen zu.
    Ich wäre jedoch mit Deutungsversuchen vorsichtig, die mehr Verwirrung als die erforderliche Klarheit bringen, zumal em. Papst Benedikt in vielen Veröffentlichungen über die Gründe seines Rücktritts Ihren Deutungen widerspricht.
    Vielleicht werden Sie erst dann davon überzeugt sein, dass Ihre Überlegungen wertlos waren, wenn zuerst Benedikt sanft hinübergeht und Franziskus etwas später abberufen wird.

    MfG

    P.S.
    Kennen Sie das Buch: „Visionen und Prophezeiungen“ von Sven Loerzer – erschienen 1990 im Pattloch Verlag?

    Wie der Titel schon sagt, besteht das Buch aus einer Sammlung von Prophezeiungen, darunter auch einige „Papstweissagungen“ … z.B. von Hildegard v. Bingen, Caesarius von Heisterbach, Amadeus Menez … usw. ..
    Fast in jeder „Prophezeiung“ findet der Leser Aussagen über die Kirche/Päpste in bedrängter Zeit.

    Solche Sammlungen bringen wenig Klarheit und hinterlassen nach Standpunkt und Empfindlichkeit des Betrachters oftmals mehr Fragezeichen, verbunden mit dem Verlust christlicher Gelassenheit, und können nahezu auf jede Zeit Anwendung finden.

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    • Zu den Parallelen zum aktuellen Thema:
      Franziskus prophezeit hier sicher nicht die beiden Päpste Paul VI. denn das war ja für einen Laien nicht erkennbar, ebenso auch nicht das abendländische Schisma; da ging es ja mehr um die Machtfrage und nicht um eine theologische Richtung.

      Dass Papst Paul VI. einen Doppelgänger hatte, ist mir bekannt Ich habe davon das erste Mal ca. 1988 gehört, und mir wurden die Bilder gezeigt. Derjenige, der sie mir zeigte, verwies auf die gekrümmte Nase des Doppelgängers.

      Die Bayside-Botschaften (oder Visionen) betrachtete er als verfälscht, anfangs richtig, aber dann stimmte was nicht mehr, glaube ich, wenn ich mich richtig erinnere.

      Übrigens: Der Hauptseherin von Garabandal, Conchita, wurde das offenbar nicht offenbart. Sie behauptete, Paul VI. hätte keinen Doppelgänger gehabt. Aber wie gesagt: Bei mir gehen Fakten vor, und das erst recht, wenn man weiß, dass der Seherin ja nicht die Gottesmutter, sondern vermutlich sogar der Anführer der Dämonen selbst, Luzifer, erschienen ist, vorausgesetzt ich deute die Bekreuzigung richtig.

      Was mir jetzt fast neu ist und auch nicht auf Ihrer Seite
      http://www.graue-briefe.de/Vatikan/Verratener%20Papst%20Paul%20VI_/verratener%20papst%20paul%20vi_.html
      zu finden ist, ist, dass der Doppelgänger, nicht Paul VI. selbst, gestorben sei. Gehört glaub ich hab ich’s mal, aber nicht so sonderlich ernst genommen oder die Konsequenzen bedacht. Diese wären ja, dass beide Johannes Pauls dann keine echten Päpste gewesen wären.
      Die Theorie der Beerdigung des falschen Papstes, die ja doch ein Hammer wäre, hätte ich schon gern besser belegt; auf YouTube hab ich auf die Schnelle auch nichts gefunden.

      Ich wurde halt dahingehend informiert, dass man Paul VI. zu wichtigen Anlässen fit gemacht hat. Was mich natürlich interessieren würde, ist, ob dieser Doppelgänger bereits Anteil an der Neuen Messe hatte, ob es ihn so früh schon gab. Seine gute Tat, die Enzyklika Humanae vitae, stammt aus dem Jahre 1968, also vor der Neuen Messe. Ich habe auch gelesen, dass er sich dabei von Pater Pio beraten ließ, „sonst wäre er umgefallen“. Don Luigi Villa, der laut Pater Pio die Freimaurer zu bekämpfen hatte, hatte aber bereits vor der Wahl Kardinal Montinis nichts Gutes für diesen übrig.

      Zu Maria Divine Mercy (MDM, DieWarnung.net, „Buch der Wahrheit“). Ich habe davon nicht viel gelesen, fast nur aus aus gtv-Diskussionen, muss aber feststellen, dass sie und ihr Helfer-Kreis hochintelligent sind. Wenn diese irische Betrügerin aufgrund des Studiums von Prophetien, traditionell katholischer Glaubensinhalte und dessen, was sich wirklich zugetragen hat, was Richtiges schließt, lass ich mir von ihr nicht den Mund verbieten, indem ich all das nicht mehr sage, wo sie mir zuvorgekommen ist. Ansonsten hieße das: Wenn jemand mal was mit Betrug gezeigt hat, darf es kein anderer mehr ohne Betrug zeigen, ohne Bezug auf fragwürdige Visionen.

      Benedikt XVI. hat in seiner Rosenmontagsrede nicht gesagt, dass er vom Papstamt zurückgetreten ist, und dieses Faktum hat nun mal jeder zu akzeptieren. Auch dass diese Rede, wie jede andere Büttenrede auch, nicht an den kirchenrechtlich korrekten Empfänger adressiert war. Auch, dass der de facto erfolgte Rücktritt vom Dienst (was jeder Kranke mal macht, auch Johannes Paul II) kein Rücktritt vom Amt ist. Ich schreibe über den nicht erfolgten Amtsverzicht vielmehr als über die Prophetie darüber, denn eine Prophetie ist selbst dann, wenn sie unumstritten auslegbar ist, nie ein Beweis.

      Und was andere schreiben oder sagen, dass der Papst gesagt hätte, nehme ich nicht für bare Münze. Wir haben YouTube, Vimeo und andere Portale, wo jeder das aufladen kann, was er gesagt hat. Und ich bin ganz Ohr.
      Ein „Mein Rücktritt ist gültig“ hat sich ja gemäß katholisches.info bereits als unbelegt erwiesen.

      Man muss aber der Korrektheit halber sogar noch hinzufügen, dass selbst, wenn Benedikt XVI. einem Journalisten, Bruder oder wem auch immer sagte, er sei vom Papstamt zurückgetreten, dies kirchenrechtlich ohne Belang wäre. So mancher hat schon geglaubt, er hätte ein Abo gekündigt, doch war dem nicht so.

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      • ostrpeterroesch sagt:

        Die Ausführungen Dr.Bachmaiers, nach welchen Benedikt „vom Dienst“ – nicht vom Amt, von der Berufung sowieso nicht – zurückgetreten sei, gibt der Betrachtung einen interessanten Dreh. Das erklärt ebenso die ausdrücklich Selbstbezeichnung des Franziskus als „Bischof von Rom“, wie auch die Benedikts als „emeritierter Papst“, dies heißt ja wörtlich „außer Dienst“. Demnach ist das, was viele aus dem Bauchgefühl heraus sagen, wahr: der wirkliche Papst ist, seiner fortbestehenden Berufung und dem Rücktritt nur vom Dienst entsprechend, Benedikt. Es wäre da noch die Frage zu klären, ob es sich bei päpstlichen Wohnung im Vatikan um eine Amtswohnung oder um eine Dienstwohnung handelt. Ist letzteres der Fall, wird ihr Leerstand dann schlüssig.

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      • Ester sagt:

        also bitte außer Dienst bedeutet aber im allgemeinen Sprachgebrauch, eben in Rente, in Pension, ausrangiert.
        Ich wiederhole mich, nichts, aber gar nichts deutet darauf hin, dass Benedikt damit rechnet, seinen Dienst wieder aufzunehmen, und nichts aber auch gar nichts deutet darauf hin, dass die Kardinäle einen Platzhalter gewählt haben, wenn man nicht davon ausgeht, dass alle Päpste nur PLatzhalter (Stellvertreter) sind.

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      • @ester: „ministerium“ heißt nun mal Dienst und ist allenfalls ein Amt Untergebener, wie es im Latein-Lexikon von Menge steht.
        ministerium kommt von „minor“ = „kleiner“ im Gegensatz zu Magisterium, das von „maior“ = „größer“ kommt.
        Das Papstamt kann bei bestem Willen nicht als was Kleineres bezeichnet werden.
        Und der Papt kennt die Ausdrücke. In seiner Regensburger Rede hat er etwa die Würdenträger der Uni mit „Magnifizenzen“ angesprochen.

        Und außerdem ist auch „Bischof von/in Rom“ nicht eindeutig. Rom hat sieben Bistümer und noch mehr Bischöfe.
        Im Kirchenrecht fand ich den Papst immer als Pontifex, nie als episcopus.
        Summus Pontifex ist am klarsten, auch Pontifex Romanus kommt vor.
        „Episcopus Romanus“ ist zwar ein päpstlicher Titel, so aber fand zumindest ich den Papst nicht im Kirchenrecht bezeichnet.
        Episcopus Romae (Bischof von oder in Rom), wie es in der Büttenrede heißt, ist völlig uneindeutig.
        Ein Beispiel:
        Völkerrechtlich etwa gibt es ein „Deutsches Reich“. In dem leben die meisten Deutschen. Wenn Sie aber sagen: „Reich in Deutschland“, dann könnte damit auch das Büro von Professor Quednau gemeint sein. Der sagte mal zu mir: „Das ist mein Reich.“ Und sein Büro war in Deutschland.
        Der selbe Unsinn kommt raus, wenn Sie statt „Römischer Bischof“ „Bischof in Rom“ sagen.

        Oder gehen wir zum „Nachfolger des heiligen Petrus“. Im Sinne der Weihe ist das jeder Bischof, dessen Weihelinie auf Petrus zurückgeht. Dürfte mindestens ein Zwölftel aller Bischöfe sein.
        Ein offizieller Titel des Papstes ist dagegen: Successor Principis Apostolorum“.

        Die kirchenrechtlichen Begriffe für Papst, aber auch alle offiziellen Titel eines Papstes, werden an entscheidender Stelle in der Rosenmontagsrede fleißig umgangen. Das muss doch jedem auffallen, der nicht in der Piusbruderschaft ist.
        Dabei war doch Benedikt in Summorum Pontificum sowas von korrekt! Der kann schon, wenn er will.

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    • Nachträge:
      1. Ja, ich habe das Buch von Sven Loerzer: „Visionen und Prophezeiungen“. Ich benutze es manchmal als Nachschlagewerk.

      2. Die „Malachias“-Devise zu Paul VI. heißt „flos florum“ (Blume der Blumen, Blüte der Blüten), ein hebräischer Superlativ, äußerst positiv für einen Papst, unter dem die heilige Messe verstümmelt wurde.
      Der flos (die Blume) ist Symbol des passiven Empfangens, kann insofern auf „Humanae vitae“ ausgelegt werden; aber das ist schon alles, wenn man nur das offiziell Bekannte weiß.
      Da er aber einen Doppelgänger hatte, ist er der echte flos unter den beiden flores. Macht die Auslegung schon interessanter.
      Und außerdem hatte er als seit einem gewissen Zeitpunkt dauer-beimpfter Bettlägriger viel zu leiden, war also eine Leidensblume.
      Für mich wäre „flos florum“ der schlechteste „Malachias“-Sinnspruch, wenn Papst Paul VI. wirklich stets frei hätte wirken können. Unter ihm ist ja die Messe verstümmelt worden.
      Als Leidensblume unter einem Doppelgänger gäbe der Sinnspruch mehr Sinn, obwohl natürlich so eine Prophezeiung nicht als Maß für das, was geschehen ist, dienen darf.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Bachmai/Malachiasweissagung_(alles)

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  7. @GsJC: Bei mir sind die Prophezeiungen nur Zusätze. Grundlage ist immer das, was tatsächlich passiert ist, und Benedikt XVI. ist nun mal nicht rechtskräftig vom Papstamt zurückgetreten, weil er das einfach nicht gesagt hat und weil das Gesagte ohnehin falsch adressiert war.
    Viele verstehen das aber nicht, und so sind für sie Prophezeiungen interessanter.

    @Zeitschnur: Und da Benedikt nicht von seinem Papstamt zurückgetreten ist, ist Franziskus natürlich auch nicht rechtsgültig zum Oberhaupt der Kirche gewählt.

    Zitat: „… „absichtlich“ ein fehler eingebaut, der uns allen sage, dass er eigentlich gar nicht zurücktrete… was auf der Sprachunkundigkeit dessen beruht, der es behauptet – ich habe das damals geprüft – Benedikts lateinische Formulierung ist einwandfrei, wenn auch für manche vielleicht grammatisch zu anspruchsvoll.“

    Nein nein, das ist soviel Stuss, dass sich Professor Stroh genötigt sah, die AZ zu informieren. Nur „ein (!) Fehler“ ist gewaltig untertrieben.

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  8. @Felicitas Kübele: Zu den vier Kritikpunkten

    1. Unbefleckte Reinheit des Ordens.
    Im lateinischen steht „religio“. Und unsere „religio“, die katholische, ist unbefleckt rein. Die Kirche ist die makellose Braut des makellosen Lammes.
    Im Mittellatein wurde aber „religio“ meist für „Mönchsorden“ verwendet.
    Dass da nicht die Ordensleute gemeint sind (diese hießen religiosi), sondern die ordensbezogene Weise des Lebens der katholischen Lehre, sollte klar sein. Und jede päpstlich approbierte Ordensregel ist von unbefleckter Reinheit.

    2. Gehorsam gegenüber dem Papst:
    Doch: der Gehorsam gegenüber dem Papst muss hinsichtlich des Glaubens und der Disziplin ein vollkommener sein:
    https://gloria.tv/text/xp1YYcS9bvGG2YmXqt1cAfF9A

    Pius IX., Enzyklika „Quae in patriarchatu“, 1. September 1876
    „Es geht tatsächlich darum, ehrwürdige Brüder und geliebte Kinder, dem apostolischen
    Sitz den Gehorsam entweder zu erweisen oder zu verweigern; es geht darum, seine
    oberste Autorität selbst über eure Kirchen anzuerkennen, und zwar nicht nur hinsichtlich
    des Glaubens, sondern auch in bezug auf die Disziplin: wer diese (Autorität) leugnet, ist
    ein Häretiker; wer sie zwar anerkennt, sich aber hartnäckig weigert, ihr zu
    gehorchen, verdient die Exkommunikation.“

    Leo XIII. in seiner Enzyklika „Sapientiae Christianae“ vom 10. Januar 1890:
    „Dieser Gehorsam [gegen die Kirche und den Römischen Papst] muß ein
    vollkommener sein, denn er wird ja vom Glauben selbst befohlen, von dem er stammt,
    und er hat mit dem Glauben das gemeinsam, daß er nicht teilbar ist… Nun ist es aber,
    wie oben erklärt, nach göttlichem Recht Sache der Kirche und innerhalb derselben
    des Papstes, darüber Vorschriften zu geben, was uns nach beiden Beziehungen hin
    obliegt, was wir nämlich zu glauben und was wir zu tun haben.

    3. „Zitat: Man kann ohne weiteres der Ansicht sein, daß der gegenwärtige Pontifex neben richtigen auch irrtümliche Aussagen tätigt – aber tut er dies wirklich „mit Scharfsinn“?“

    Ob man es diesem „Papst“ zutrauen kann, ist schwer zu sagen. Auf jeden Fall seinen Hintermännern an der Spitze der Weltmacht. Franziskus ist ja sozusagen die Spitze eines Programms, das ja bereits mit den Religionstreffen von Assissi begonnen hat.

    Zitat: „Zudem ist der Satz vom „Tod seines Irrtums“ unlogisch, doch dies mag an der Übersetzung liegen.“

    Das ist einfach Poesie. Ich habe „error“ derzeit mit „Irrweg“ oder „Irregehen“ übersetzt. Gemeint ist halt einfach das Abweichen von der wahren katholischen Lehre oder von einer Ordensregel, die dieser entspricht.

    4. Sie verweisen hier auf den Armutsstreit im Franziskanerorden, der ja auch in die Auseinandersetzung Kaiser Ludwigs des Bayers mit den Päpsten von Avignon eingeflossen ist. Das wäre mir jetzt zu mühsam, darauf weiter einzugehen.
    Es geht aber in der Prophetie nicht nur um die Spaltung des Franziskaner-Ordens, sondern auch um der anderen Orden unbefleckte Reinheit, die sosehr entstellt wird, dass nur ganz wenige dem wahren Papst … gehorchen werden. Und weiter: „unser Orden wird gespalten werden, die meisten anderen werden völlig zerbrechen.“ Völlig zerbrechen! Sowas war doch weder beim Armutsstreit noch beim Abendländischen Schisma! Und wieder weiter (was in meinem Auszug noch gar nicht da ist):
    „Es wird Meinungen und Spaltungen, so viele und so große, im Volk, unter den Ordensleuten und in der Geistlichkeit geben, dass, wenn jene Tage nicht gemäß dem Wort des Evangeliums abgekürzt würden, selbst die Auserwählten (wenn dies möglich wäre) in die Irre geführt würden, wenn sie nicht in einem so gewaltigen Sturm von der unermesslichen Barmherzigkeit Gottes geführt würden.“
    Alles in allem verweist die Prophezeiung schon wegen dieser Auserwähler (Mt 24,22) doch eher auf eine Zeit nahe der Wiederkunft Christi, von der ja Matthäus bald im Anschluss daran spricht.

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  9. Zunächst muss ich einiges klarstellen, was offenbar im gloria.tv-Artikel
    https://gloria.tv/article/XouvK3Jfo91z1mUunAiLJA64p
    untergegangen zu sein scheint:
    Ich habe die Prophetie nicht ausgegraben, sondern sie war mir in deutscher Sprache bekannt, etwa hier: https://gloria.tv/article/LF6SnVNefk2k6udGveJd1AfrH
    Und sie ist auch so in Anton Angerer (2000) abgedruckt; eine PDF war, aber ist jetzt nicht mehr im Netz.
    Die dort angegebene lateinische Quelle fand sich im Internet, aber auf derangegebenen Seite/Spalte 430 stand ganz was anderes. Entweder gibt es sie nicht oder: andere Ausgabe – andere Spalte/Seite. Normalerweise sehe ich dann in der Dombibliothek Freising nach, doch diese wird derzeit restauriert.
    Es war nun die Gloria.tv-Userin Theresia Katharina, die mir das lateinische Buch besorgt hat, und zu meiner Überraschung fand ich den Text exakt bei der angegebenen Spalte 430.
    Daraufhin konnte ich natürlich nach dem lateinischen Text googeln, und dieser war sogar auf dem italienischen Gloria.tv (mit einem kleinen Fehler).
    Ich stellte dann sofort meine Entdeckung in gloria.tv ein.
    Aus Zeitgründen nur den wichtigsten Auszug, und die Übersetzung übernahm ich vom bereits bekannten deutschen Text.

    Die Übersetzung ist in Ordnung, trotzdem arbeite ich derzeit selbst an einer, die halt meinen Stil trägt, möglichst wörtlich unter Belassung der Wortstellung so weit wie möglich. Nur so kommt das ganze Flair der Prophetie rüber.
    Den Zwischenstand kann man sich ja auf meiner Homepage ansehen:
    http://www.deutschland.world/home/der-jetzige-papst/franciscus-prophetiat-franciscum/
    Neu übersetzt ist derzeit (10.10.2016, 20 Uhr) etwa ein Drittel
    Ein anderes Titelbild sowie Handy-Photos zu Buch und Text kommen auch noch.

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  10. "GsJC" sagt:

    „Es ist der Papst!“

    Legt man die Schauungen des Don Bosco den Papstprophezeiungen zugrunde, dann wird sich diese Spekulation, –

    ist es der Franz. noch nicht so ganz
    oder
    der Benedikt nicht mehr so ganz
    und
    beide doch irgendwie ein wenig …

    … bald von allein beenden, denn wie wir „Freunde, Kritiker und scharfe Analysten“ der alten, neuen und aktuellen Prophezeiungen wissen, – ist der nachstehende „Prophezeiungsfall“ aus den Schauungen des Don Bosco noch nicht eingetreten …

    ——————-

    Plötzlich jedoch wird der Papst von einer feindlichen Kugel getroffen. Seine Helfer stützen ihn und richten ihn wieder auf, wenig später trifft ihn erneut ein feindliches Geschoß, und er sinkt tot zu Boden.
    Bei der feindlichen Flotte erhebt sich ein Freuden- und Siegesgeschrei. Die auf dem päpstlichen Schiff versammelten Kommandeure aber wählen in solcher Eile einen neuen Papst, daß die Nachricht vom Tod des Steuermanns zugleich mit der Nachricht von der Wahl des Nachfolgers bei den Feinden ankommt. Jetzt verlieren diese plötzlich allen Mut; das päpstliche Schiff aber überwindet alle Hindernisse und fährt sicher zwischen die beiden Säulen, wo es vor Anker geht. Die Feinde flüchten, rammen sich gegenseitig und gehen zugrunde.

    ————-

    … vielleicht aber, – in Anbetracht der Wirren dieser Zeit bald zu erwarten.

    Aus der Schauung entnehme ich, dass die Verbreitung von Nachrichten an „Freund und Feind“ noch möglich sein muss und es der „Papst“ (!) ist, – der von einer Kugel getroffen wird.

    MfG

    P.S.
    Ich warte immer noch darauf, dass eine Rakete im Süden Englands einschlägt, was sich bisher nicht erfüllt hat – ist vielleicht auch besser so! 😉

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    • @GsJC:
      Zur Don-Bosco-Vision: Ich glaube, sie könnte durch Johannes Paul II. und Benedikt XVI.bereits teilerfüllt sein, auch wenn die gleichzeitige Ankunft von Todes- und Papstwahl-Nachricht nicht stimmt. So ein Gleichnis zur Betonung der Schnelligkeit lässt sich ohnehin schwer von der Postkutschenzeit ins digitale Zeitalter transferieren.

      Die zwei Säulen: Johannes Paul II. verkörpert doch mit seinem Wahlspruch Totus tuus und seinem M auf dem Wappen wie kein zweiter Papst die Immaculata, während Benedikt die Eucharistie wiederherstellte. Bei ihm gab’s dann im Petersdom keine Handkommunion mehr.

      Johannes Paul II. wurde am 13. Mai 1981 angeschossen. Später („wenig später“) wurde er langsam vergiftet: ein weiteres „feindliches Geschoss“ also. Der Schweizergardist Estermann hat das gemerkt und wollte aufräumen, wurde dann aber selbst aufgeräumt. Johannes Paul II. hat ja selber gesagt: „Nirgends ist es gefährlicher als in Rom.“ Im Ausland wirkte er frisch, in Rom matt.

      Dass nach JP2s Tod Freude („Siegesgeschrei“), vor allem große Hoffnung auf „Franziskus“ aufkam, die dann durch die Wahl Benedikts zum Jammer wurde, ist auch klar. Und so sagt es ja die Prophetie. Irgendwie find ich das schon so einigermaßen getroffen, wenn auch von keinem Franziskus die Rede ist. Benedikt ist ja noch Papst und kann immer noch die Kirche durch die zwei Säulen zum Triumpf führen. Das Sich-gegenseitig-Rammen der Feinde könnte zudem durchaus in die nahe Zukunft passen.

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      • Ester sagt:

        aber bitte, erstens ist JPII im Bett gestorben und n i c h t als unmittelbare oder auch nur mittelbare Folge des Attentats.
        Dann beim Tod von JPII herrschte keineswegs weiter Jubel, sondern Millionen kamen, um an seinem Sarg vorbeizudefilieren, und bei dem Requiem waren Vertreter aller Länder (außer Rotchina und Nordkorea, soweit ich weiß) Vertreter aller Religionen und verschiedener NGO’s da und die schienen alle nicht zu jubeln.
        Von daher ist die Prophezeiung nicht auf JPII und Benedikt anzuwenden.
        Und wenn die Prophezeiung wirklich wahr wäre, dann wusste der Geber (Gott) wohl schon, dass sie sich im Internetzeitalter erfüllen würde, wo Nachrichten wirklich schnell um den Globus gehen.
        Dann: bitte, warum sollte der Rücktritts Benedikts ungültig sein, und alle Kardinäle beim Konsistorium haben davon nichts gemerkt? und sich nicht hingestellt und gesagt:
        „Ich komm da nicht, da gibt es nichts zu wählen!“
        oder eben einfach sich geweigert zu wählen.
        Wenn der Rücktritt Benedikts wirklich ungültig wäre, und er das weiß, warum sagt er dann nichts?

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      • @Ester: Es handelt sich hier um eine Bildsprache. Gewehre, sonstige Waffen jeglicher Art und Brandsätze. Sehen sie die Modernisten mit solchen Waffen. Nein, bildlich gesehen aber ja! Es ist normal, dass Vergiftete im Bett sterben; aber ebenso sterben sie als Folge des Gift-Attentats, auch wenn sich dieses über Jahre hinwegzieht.
        Die Feinde drängten doch damals bereits JP2 zum Rücktritt und freuten sich, dass er endlich tot war. Was lenken Sie da mit der allgemeinen Anteilnahme und Vertreter aller Religionen… ab!

        Gleichzeitiges Eintreffen von Todesnachricht und Nachfolgerwahl kann sich nie und nimmer im Internetzeitalter erfüllen, da da alles in Minutenschnelle geht und zwischen Tod und Wahl einige Tage zu vergehen haben.
        Sollten Sie Tod und Nachfolgerwahl auf Franziskus und der Wahl eines eventuellen Nachfolgers während der von Irlmaier und anderen prophezeiten Revolutionswirren in Italien beziehen wollen – vgl. dazu das 3. Geheimnis von Fatima -, dann versichere ich Ihnen, dass man während der Niedermetzelung von Priestern zu keiner Papstwahl zusammentreffen wird.

        Der Rücktritt Benedikts XVI. vom Papstamt ist nicht nur nicht ungültig, sondern nicht einmal ausgesprochen.
        Und bitte geben Sie nicht mir die Schuld, wenn das die Kardinäle nicht merken!
        Sie können sich dazu auf meiner Homepage
        http://www.deutschland.world/
        informieren. Die rechte Spalte da beginnt mit „Der jetzige Papst“ und gleich die ersten Artikel behandeln dieses Thema.

        Wenn Papst Benedikt XVI. sagte, er sei vom Papstamt nicht zurückgetreten, dann wird er per Tod zurückgetreten und möglicherweise sogar die Papstwahl nachgeholt, sodass Franziskus rechtmäßiger Papst wäre und infolgedessen die Kirche von den Pforten der Hölle überwältigt wäre.

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      • Anonymous sagt:

        also 1. ist JPII 85 Jahr alt geworden und an den Folgen seiner Parkinson Erkrankung gestorben und laut der Schrift, (des Menschen Zeit ist 70 Jahre, wenn es hoch kommt 80 Jahre….Psalm 90) hat er damit das ihm gemäße Alter voll ausgeschöpft.
        Sorry, aber selbst wenn wir konstatieren dass der Psalm unrecht hat, des Menschen Zeit 80 Jahre ist und wenn es hoch kommt 100 Jahre, wie es die aktuellen Zahlen scheinbar vorgeben, so ist es dennoch völlig unlogisch, den Tod JPII im Jahre 20005 auf ein angebliches Giftattentat 24 Jahre zuvor zurückzuführen.

        Dann, warum soll das Internetzeitalter ewig dauern?
        Von daher mag sein, dass sich die Prophezeiung auf zukünftige Zeiten bezieht, möglich ist alles, sagte doch Albert Einstein, er wisse nicht mit welchen Waffen der nächste Krieg geführt würde, der übernächste würde jedoch mit Pfeil und Bogen geführt, und dass die Kirche den Zusammenbruch der Zivilisation die wir kennen überstehen wird, das ist nun eine Prophezeiung auf die man fest bauen kann, stammt sie nämlich von Christus, der doch Gott ist, persönlich!
        Im übrigen bin ich ihrem Link gefolgt und auf den Beitrag „die 7 fache Naht“ gestoßen, bevor ich dazu weiter was schreiben, würde mich interessieren, woher Sie diese 7 Kriterien haben?
        Weil wir haben einige zurückgetretene bzw zurückgetreten wordene Päpste in der Geschichte gehabt (nicht viele, aber einige) und soweit ich informiert bin, hat keiner von denen alle 7 Kriterien erfüllt.

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      • Johannes Paul II. hatte kein Parkinson, da bei ihm nur eine der beiden Hände zitterte, die gleiche wie bei Adolf Hitler, der mit demselben Gift traktiert wurde. Das hatte ja der Schweizergardist Estermann bemerkt, der, so wurde es mir erzählt, fünf Ärzte in seiner Familie hat.
        Meine Seite über die siebenfache Naht der Rechtsungültigkeit ist noch nicht fertig. Die wird erst richtig gut, wenn ich auf die sieben Punkte eingehe und darin die Schlamperei in der Rosenmontagsrede mit seiner Exaktheit etwa in Summorum Pontificum vergleiche.
        Sie finden aber auch das Wichtigste bis auf die Unfreiwilligkeit auf meiner Seite, wo die Rosenmontagsrede übersetzt ist:
        http://www.deutschland.world/home/der-jetzige-papst/das-jahrhundertfake-lateinisch-deutsch-und-kommentiert/

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      • Ester sagt:

        Das ist doch Blödsinn, JPII sieht auf dem Video von seinen letzten öffentlichen Auftritten nun wirklich anders aus als diese Katastrophe für Deutschland.
        JPII wirkt aufgedunsen, was wohl an den Medikamenten liegt, bewegt sich sehr eingeschränkt, wie typisch bei Parkinson, und hat einen beständigen Speichelfluss.

        Aber, wenn ich ehrlich bin, versteh ich Ihre Argumentation nicht, warum soll denn ein Papst, wie jeder andere Mensch auch, nicht krank werden können?
        Oder warum soll ich davon ausgehen, dass JPII aufgrund äußerer Einflüsse (Gift) so krank geworden ist, wie hunderttausende, wenn nicht Millionen älter werdender Menschen es von selber werden?
        Und worin bestünde der Sinn einen Menschen so zu vergiften, dass er erst im Alter daran stirbt?

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      • Anonymous sagt:

        Bachmeier

        Johannes Paul II. hatte kein Parkinson, da bei ihm nur eine der beiden Hände zitterte, die gleiche wie bei Adolf Hitler, der mit demselben Gift traktiert wurde.

        ——————-

        Das wird ja immer unsinniger …

        Stadium I: Einseitiger Befall.
        Stadium II. Beidseitiger Befall.
        Stadium III: Zusätzlich posturale Instabilität.
        Stadium IV: Pat. benötigt Hilfe bei Verrichtungen des täglichen Lebens.
        Stadium V: Pflegebedürftig, häufig rollstuhlabhängig.

        Unter Therapie sieht es dann noch anders aus!

        http://www.krankheit-parkinson.de/

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  11. "GsJC" sagt:

    Die uneinsichtigen Anhänger des „irischen Warnungsunsinn“ werden „DrMartinBachmaier“ zustimmen.

    Sein Beitrag auf „gloria.tv“ wird sie darin bestätigen, dass Franziskus nach den albernen Falschprophetien ihrer gescheiterten „Endzeitprophetin“ nur der „Falsche Prophet“ aus der Johannesoffenbarung sein kann.

    Auf der anderen Seite ist Bachmeier von der „Dämonie Garabandals“ überzeugt und stellt sich gegen einen großen Teil der Anhängerschaft von Medjugorje.

    Quellen:
    http://www.deutschland.world/home/erscheint-maria/die-d%C3%A4monie-von-garabandal/

    https://ronconte.wordpress.com/2014/02/09/book-excerpt-from-the-secrets-of-medjugorje-and-garabandal-revealed/

    —————–

    Diese ganzen Analysen von „alten“ bis „uralten Prophezeiungen“ – möglichst in den Ritzen der Natursteinmauern eines alten Klosters besonders frommer Mönche gefunden, – führen nur zu weiterer privater „Clübchenbildung“, Spaltungen und Irritationen innerhalb der gläubigen Gemeinde.

    MfG

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    • Lutz Matthias sagt:

      Diese vielen Irrtümer von Privatoffenbarungen mitsamt dem Papst-Bashing machen es auf G-TV manchmal unerträglich. Es hat sich zunehmend eine Subkultur entwickelt weit entfernt von der Römisch- Katholischen Kirche

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      • Wenn Franziskus Papst wäre, gibt es eben diese Wiedersprüche: Sie mockieren sich über das Papst-Bashing, aber stören sich weniger an der De-facto-Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion. Die der tradierten katholischen Lehre Nahestehenden dagegen mockieren sich über seine Aussagen wider die katholische Lehre und machen dann eben das Papst-Bashing.
        Wenn Franziskus Papst wäre, hätten die Pforten der Hölle die katholische Kirche überwältigt.

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      • Ester sagt:

        Sie schreiben „Wenn Franziskus Papst wäre, dann hätten die Pforten der Unterwelt….“
        Warum?
        Bislang gelten alle seine Äußerungen als private Meinung eines Mannes, der Papst ist, also weit entfernt von jedem lehramtlichen (im Sinne von dogmatischem) Akt.
        Und wenn Papst Franziskus der Ansicht ist, jeder, der sich sexuell betätigt und seinen Partner dazu noch nett findet, solle zur Kommunion zugelassen werden, so ist das zwar nicht gerade das, was man so unter katholischen Sittenlehre versteht, aber mir ist auch nicht bekannt, dass irgendwelchen Fürsten, von denen man wusste, die haben noch zig-Mätressen, die Kommunion verweigert wurde.
        Und was denken Sie, was die Päpste, die selber Mätressen hatten, so privat gesagt und öffentlich gepredigt haben?
        Schon Papst Calixtus I hatte ähnliche Ideen, und der ist gültiger Papst und regierte vor ca 1800 Jahren und die Kirche ist auch davon nicht untergeangen.

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  12. zeitschnur sagt:

    Man fragt sich, wer denn dann der „wahre Papst“ sein soll, dem nur noch „ganz wenige“ Gläubige „gehorchen“ werden?

    Schaut man zurück in die Papstkirche seit Franz von Assisi, dann kommt man bei mindestens der Hälfte der Herren bisweilen auf seltsame Gedanken…

    Allerdings – kanonisch gewählt sind sie doch alle, auch unser derzeitiger Pontifex?!

    Für mich ist das alles ein verquaster Blödsinn. Ob das wirklich vom hl. Franz stammt, steht in den Sternen. Aber wundern tät es mich auch nicht. Wer Sonne, Mond und Sterne und selbst den Tod als Bruder oder Schwester ansingt, den menschlichen Glaubensschwestern dagegen diesen Ehentitel verweigert, dafür sorgt, dass sie sich offiziell nicht so nennen dürfen und sie bloß als „Frau“ angesprochen wissen will und, darüber hinaus die zölibatäre Frau als Werk des Teufels bezeichnete, der mag auch einen solchen Quatsch verzapft haben wie diese Prophetie, die irgendwie seit 1000 Jahren auf fast alle Päpste passen könnte oder auch nicht…

    Sein „reiner Orden“ ist wie hier schon erwähnt ein Treppenwitz – gerade die Franziskaner nicht! Von Anfang an gab es in diesem Orden Spaltung und massive Entgleisung, mal nebei gesagt auch im Ustascha-Kroatien, wo aus diesem Orden Menschenschlächter kamen. Und heute ist es ein Teil dieses Ordens genau wieder dort, der den ganzen Medjugorje-Zinnober entgegen jeder kirchlichen Weisung durchzieht. Und man muss fragen, wieso unter den Osmanen, als die ganze Kirche in Bosnien entmachtet und vertrieben wurde, nur noch den Franziskanern von den islamischen Herrschern erlaubt wurde, zu wirken – dasjenige Recht, aufgrund dessen die Franziskaner heute dort nicht bereit sind, sich der Weisung des Ortsbischofs zu unterstellen.
    Gerade dieser Orden weist soviel Ungereimtes auf von seinem Gründer an – ähnlich wie der Jesuitenorden! (Womit ich natürlich nicht jeden Franziskaner in ein schlechtes Licht rücken will!)

    Ich ahne, was viele Fromme heute denken:

    Benedikt XVI. sei der „wahre Papst“, dem man die Treue halten müsse und die Vorgänge um die „Franziskaner der Immaculata“ seien die beschrieben „Spaltung“ dieser wenigen „wahren Gläubigen“ etc. Nach Soccis Buch über die angeblich ungültige Wahl F.s denken viele erst recht, er sei nicht kanonisch gültig gewählt. Ich denke aber, dass das unhaltbar ist. Irgendein Schlaumeier glaubte auch, in Benedikts Rücktrittserklärung sei „absichtlich“ ein fehler eingebaut, der uns allen sage, dass er eigentlich gar nicht zurücktrete… was auf der Sprachunkundigkeit dessen beruht, der es behauptet – ich habe das damals geprüft – Benedikts lateinische Formulierung ist einwandfrei, wenn auch für manche vielleicht grammatisch zu anspruchsvoll.

    Mit dieser Prophetie will man nun diese ideen von einer anderen Seite her stützen. Das ist aber bei Lichte betrachtet und historisch gesehen in sich unlogisch und gar nicht haltbar.

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    • ostrpeterroesch sagt:

      Benedikt ist nach dem Rücktritt vom Amt (!) weiterhin der Papst der Berufung, Franziskus ohne Berufung lediglich der Papst des Amtes. Aufgrund des Jesuitengelübdes kann Franziskus auch gar nicht Papst per Berufung sein, die festgestellten Mängel beim Konklave sind deshalb als evtl. zu ziehende Notbremse eingebaut worden. Die Bezeichnungen von Benedikt und Franziskus sind „emeritierter Papst“ bzw. „Bischof von Rom“. Es gibt demnach keine Person, die ordnungsgemäß „Papst“ genannt werden kann, oder sich so nennen darf. Das ist der Grund, weshalb die Papstwohnung im Vatkan leer steht, keine Person der Gegenwart hat das Recht, dort einzuziehen. – So schaut’s aus, und die Prophetie ist durchaus nicht so unsinnig, wie hier dargestellt.

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      • Ester sagt:

        Dumme Frage:
        Wenn irgendwelche superschlauen Kardinäle beim Konklave eine Notbremse eingebaut haben, warum haben sie dann nicht dafür gesorgt, dass wir einen richtigen Papst haben, indem sie entweder Benedikt gewählt haben, oder erklärt haben, nicht wählen zu können, da sie den Rücktritt nicht annehmen?
        Sorry, aber ich höre das mit den Päpsten, die nicht können, wie sie wissen, dass sie sollten, den Kardinälen, denen es auch so geht, schon zu lange.
        Vor Jahrzehnten las ich irgendwo (Quelle vergessen), wie ein Pfarrer sich über das Buch des damaligen Präfekt der Glaubenskongregation J. Ratzinger „Aus meinem Leben“ aufregte, indem er sagte „Da schreibt er wortwörtlich drin, dass er entsetzt war über die Liturgiereform, so wie sie dann durchgeführt wurde, Ja warum macht er dann nichts? Wer soll es denn ändern, wenn nicht er?“
        Diese Frage stell ich mir auch, oder anders ausgedrückt, wenn die gesamte Kurie nur ein Kasperletheater ist, warum spielen dann alle mit?“
        Es heißt dann immer „Die……….“ aber „die“, wer immer „die“ sind, müssen doch recht schwach sein, wenn sie so im verborgenen operieren, oder?

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      • zeitschnur sagt:

        Sie sprechen jenseits kirchenrechtlicher Kategorien – was soll beim Papst die „Berufung“ gegen das „Amt“ sein?
        Die Frage ist, ob er gültig gewählt ist oder nicht, ob sein Rücktritt kirchenrechtlich möglich war oder nicht.
        Die Klausel der SJ ist zwar tatsächlich vorhanden, ein Jesuit solle nicht Papst werden. Ist sie aber kanonisches Recht? Und hat ein gewählter Jesuitenpapst nicht das Recht, das auszusetzen – laut Vaticanum I darf er das ja dann… da es sich nur um menschliches Recht handelt, darf er das.

        Mir geht es wie Ester – dieses ewige Lamento, wenn Kirchenführer Mist bauen, sie hätten von allem nichts gewusst oder hätten nicht anders handeln können bis hin zu, sie hätten ja in Wahrheit noch viel besser gehandelt, als man es sieht, sind entgegen dem, was sie sichtbar getan oder unterlassen haben, „heimliche Heilige“ – das stinkt allmählich zum Himmel! Versäumnisse sind objektive Versäumnisse und Fehlentscheidungen sind Fehlentscheidungen – Punkt. Dahinter ist nichts weiter als eben das zu vermuten. Es sei denn, es liegen handfeste Gründe vor. Das ist aber nicht der Fall hier.

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