Unionsfraktion: Mehr Schutz für Christen bzw. religiöse Minderheiten in Asylheimen

Am heutigen Montag haben Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen erneut eine Befragung von Opfern religiös motivierter Übergriffe auf Christen und religiöse Minderheiten in deutschen Flüchtlingsheimen vorgestellt. _SITE_MUNDO_4d95e5470607b

Dazu erklären der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung, und der Vorsitzende des Stephanuskreises, Prof. Dr. Heribert Hirte:

Dr. Franz Josef Jung: „Wer Christen und religiöse Minderheiten in Flüchtlingsunterkünften angreift, hat seine Zukunft bei uns in Deutschland verwirkt und muss gehen! Es kann nicht sein, dass Konflikte und Vorurteile aus den Herkunftsländern weiter bei uns ausgelebt werden. Die Opfer müssen vor jenen geschützt werden, die sich nicht an die Spielregeln unseres Zusammenlebens halten wollen.

Die CDU/CSU-Fraktion beobachtet die Lage christlicher Flüchtlinge und religiöser Minderheiten seit über einem Jahr sehr intensiv. Angesichts des komplexen Themas kann nur ein Netz aus Maßnahmen den Schutz der Opfer angesichts der sehr unterschiedlich gelagerten Fälle gewährleisten.

Obwohl die Unterbringung von Geflüchteten in der Verantwortung der Länder liegt, hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ihren Beitrag geleistet und eine Reihe an Maßnahmen auf den Weg gebracht, die religiöse Minderheiten in Flüchtlingsunterkünften besser schützen sollen: Nachrichten_Kopfbalken_1 - Kopie

So wurde durch die Änderung der bewachungsrechtlichen Vorschriften die Qualität des Sicherheitspersonals erhöht. Darüber hinaus werden künftig religiös motivierte Straftaten in der Gewaltstatistik separat erfasst – dieses deutliche Plus an Transparenz bei der Daten- und Faktenlage bildet eine Grundlage für daran anknüpfende mögliche Maßnahmen. Nun muss das Bundesinnenministerium die in Prüfung befindliche Notfallnummer dringend auf den Weg bringen.

Doch insbesondere Länder und Kommunen, die direkt vor Ort für die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge zuständig sind, müssen noch deutlich stärker als bisher für die Thematik sensibilisieren und präventiv tätig werden. Exemplarisch steht hierfür der Aktivitätenplan des Bundeslandes Hessen, der auch für andere Bundesländer Vorbild sein kann.“

Jeder muss seinen Glauben ohne Angst leben können

Prof. Dr. Heribert Hirte: „In den vergangenen Monaten hat der Stephanuskreis unterschiedliche Notunterkünfte in Berlin und Köln besucht. Dort haben wir mit Ehrenamtlichen, Trägern und Leitern der Heimen gesprochen und sind in Einzelfällen Vorwürfen eigenständig nachgegangen.

Dabei wurde deutlich, dass die Religion selten Hauptursache von Konflikten war, der Unterschied im Glauben aber durchaus eine Katalysatorwirkung für die Zuspitzung von Streitereien haben kann. Deshalb sollte allen Menschen, die zu uns nach Deutschland kommen, der Wert des Menschenrechts Religionsfreiheit so schnell wie möglich nahe gelegt werden.

Auch das Sicherheitspersonal muss noch besser sensibilisiert werden. Die Träger der Unterkünfte sind hier unbedingt in der Verantwortung. Das Thema der Religion darf in den Heimen nicht als Privatsache abgetan werden. Es muss offensiv angesprochen werden, damit wir in den Heimen garantieren können, dass jeder seinen Glauben ohne Angst offen leben kann.

Bundesweite Ombudsstelle für Betroffene erforderlich

Um Opfern besser helfen zu können, hat der Flüchtlingsrat der Stadt Köln vor einem Monat eine Ombudsstelle eingerichtet, an die sich auch religiös diskriminierte Flüchtlinge wenden können. Vorwürfe und Missstände jeglicher Art sollen mit Hilfe dieser Schnittstelle zwischen Unterkunftsträgern und Behörden schneller aufgearbeitet werden.4077304320

Der Stephanuskreis bittet das Innenministerium darum, die Einrichtung einer solchen Ombudsstelle auch auf Bundesebene zu prüfen. Nur so können alle Beschwerden und Hinweise bezüglich der Unterbringung und Betreuung der Geflüchteten unabhängig eingeschätzt werden.

In einem Rechtsstaat wie Deutschland müssen wir Vorwürfe genau prüfen. Dazu gehören die Anhörung aller Beteiligten eines Vorfalls und unbedingt auch die Zusammenarbeit mit den Trägern der Unterkünfte. Wer aus einer Liste ungeprüfter Vorwürfe sofort Tatsachen macht, handelt verantwortungslos.“

Hintergrund: 

Gemeinsam haben Hilfs- und Menschenrechtsorganisation die Fortsetzung einer im Februar gestarteten und im Mai erstmalig vorgestellten Befragung vorgelegt. Befragt nach ihren Erfahrungen wurden insgesamt 743 Christen und zehn Jesiden, die nach eigenen Angaben Opfer von Beleidigungen bis hin zu gewalttätigen Übergriffen in Erstaufnahme- und Asylbewerberunterkünften geworden sind.


2 Kommentare on “Unionsfraktion: Mehr Schutz für Christen bzw. religiöse Minderheiten in Asylheimen”

  1. Reichert sagt:

    Die „C“DU ist zutiefst unglaubwürdig. Hätte man die wirklich Bedrohten unmittelbar vor Ort unterstützt, hätte man zusätzliche Kosten im mehrfacher Höhe gespart und könnte sich intensiv um die Eingliederung statt Versorgung der Menschen kümmern. Fakt ist, unabhängig von der Erstursache der Fluchtwelle, daß auch Deutschland von einem Tage zum anderen die Versorgung in den betroffenen Ländern radikal heruntergefahren hat. Da kann man wohl nur noch von einer gezielten und menschenverachtenden Politik sprechen, die zugunsten strategischer und wirtschaftlicher Ziele buchstäblich über Leichen geht.
    Andererseits haben Organisationen hierzulande den Status der Gemeinnützigkeit, die es sich zur vordringlichen Aufgabe gemacht haben, daß die wehrlosesten Geschöpfe überhaupt, die Ungeborenen, praktisch Freiwild sind, wenn es der Mutter aus irgendwelchen Gründen nicht in ihr Lebenskonzept paßt und sie daher als unzumutbar getötet werden.
    Vielfach ist die Eliminierung kleinster Menschen die Haupteinnahmequelle der Vereinigungen, die immerzu die „Mein Bauch gehört mir“-Parole schwingen und sich gewissenlos als die großen Frauenversteher verkaufen, während die gesundheitlichen Folgen einer Kindestötung bei der betroffenen Frau als nicht existent abgetan werden. Von einer Mitsprache des Kindesvaters über die Zukunft des ja von ihm mitgezeugten Kindes hat sich die „Recht“-Sprechung hierzulande bereits vor Jahrzehnten verabschiedet, während doch sonst immer nur von gleichen Rechten geredet wird.
    Meine Frau und ich betreuen seit Jahren eine türkischstämmige, junge christliche Familie mit inzwischen acht Kindern und sind durch die persönliche Nähe mit dieser bestens vertraut, wie beispielsweise in einem Urland des Christentums, aus dem die meisten der vierzehn Nothelfer stammen, Nichtmuslime in allen Bereichen gedemütigt werden und Menschen zweiter Klasse sind, während gleichzeitig Europa nicht nur nichts für ihre Interessen unternimmt, sondern auch noch ohne Gewissensbisse sich der guten Beziehungen zu den Unterdrückern rühmt.
    Von daher kann ich die Verachtung der Muslime für uns bis zu einem gewissen Grade nachvollziehen, weil unsere dekadente Gesellschaft um des Profites willen alle tragenden Säulen eines auf Zukunft angelegten Zusammenlebens zum gesellschaftschaftlichen Müll erklärt hat. Menschen ohne christliche Verankerung sind daher auch die größten Negierer der mit der grenzenlosen Flutung unseres Landes einhergehenden Verlagerung von Konflikten in den Herkunftsländern in die Aufnahmeländer, die zu einem großen Teil von einem authentisch gelebten Koran herrühren. Gerade heute habe ich gelesen, daß in Düsseldorf eine neunzigjährige Frau in einer Kirche von einem Nordafrikaner mit spanischer Staatsbürgerschaft vergewaltigt wurde und das Straßburger Münster ständig überwacht werden muß und bei Gottesdiensten die Türen verschlossen werden müssen.
    Auf dem Balkan, der ja nach der muslimischen Eroberung viele Jahrhunderte den Islam konkret erlebte, lautet ein Sprichwort: Trau keinem Muslim, auch wenn er Geschenke mitbringt!
    Was wir heute aus falsch verstandenem Entgegenkommen unterlassen, wird der Sargnagel einer menschenfreundlichen und gemeinsamen Zukunft für die nächste Genration sein. Die aus dem Iran geflüchtete Exmuslima Mina Ahadi sagte 2007: Der Islam ist vergleichbar mit dem Faschismus!
    Warum lassen wir uns vom deutschen Mainstream immer wieder eintrichtern, daß die menschenverachtenden zwölf Jahre unserer jüngeren Geschichte wieder Auferstehung feiern würden, während wir für die wirkliche Gefährdung seitens einer ganz anderen Ideologie, die im Gewand der Religion auch noch von den sich als Volksvertreter ansehenden Verantwortlichen immer mehr Zugeständnisse geltend machen darf, so hinters Licht geführt?

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  2. Adolf Breitmeier sagt:

    Alles, was nicht zur sofortigen Sepatation von Nichtmohammedanern und Mohammedanern führt, ist hohles Geschwätz. Nur wenn man jede Gruppe für sich unterbringt, kann man Konflikte minimieren. Nur von friedlichem Zusammenleben zu sprechen, ist armseliger Schwachsinn. Warum sollen Mohammedaner, die auch ,,daheim“ gegen Christen und Jesiten von Kindheit an mit Hass infiltriert wurden, hier integrative ,,Liebesgefühle“ oder ein Minimum von Toleranz entwickeln. Wer glaubt, Politiker könnten das auf Grund eigentlich vorhanden sein müssender Intelligenz erkennen, der liegt so richtig FALSCH.

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