Heidnischer Pergamon-Altar in Berlin wird im 3-D-Modell und mit Gedichten gewürdigt

Die Bibel bezeichnet ihn als „Thron Satans“

Wie der „Berliner Kurier“ online berichtet, kann man sich den Pergamon-Altar nun gleichsam „nach Hause holen“ – genauer: im eigenen Computer, Tablet oder Smartphone im 3-D-Modell besichtigen. Somit trägt man den „Thron Satans“ – so bezeichnet ihn das NT – sozusagen dreidimensional in der Tasche. 038_35

Eine Reise ins Pergamon-Museum nach Berlin erübrigt sich gleichsam. Zudem ist das Museum ohnehin schon seit zwei Jahren und noch bis voraussichtlich 2019 geschlossen –  und zwar wegen Reparaturarbeiten, wie es heißt. Warum diese Sanierung sage und schreibe fünf Jahre dauert, sei dahingestellt. 

Hermann Parzinger   –  er ist Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz  – hat zudem weitere große Pläne, wie der „Berliner Kurier“ berichtet, denn mit dem aufwendig und teuer ausgetüftelten 3-D-Modell „könnten originalgetreue Replikate des Altars hergestellt werden, die dann in anderen Museen ausgestellt werden“.
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Bereits im Jahre 2012 hat die „Schaubühne Berlin“ in Zusammenarbeit mit dem Pergamon-Museum sogenannte „Pergamon-Poems“ in Wort, Bild und Video-Clips (per CD und online) verbreitet. Hier kann man sich diese schaurig wirkende Lyrik online „antun“: https://www.youtube.com/watch?v=ZUULgjHEP4k
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So wird dieser heidnische Kultgegenstand durch moderne Poesie gewürdigt, wofür der Dichter Gerhard Falkner die passenden Verse fürs High-Tech-Zeitalter liefert, zB: „Wie viel Gigabyte hat dieser Fries, welch / gigantisches Archiv birgt dieser Stein?“    Bsp-7
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Das Schlachtengetümmel auf dem Fries, das unentwegte brutale Hauen und Stechen, herumfliegende Körperteile aus Marmor etc.  –  auch dies scheint faszinierend zu wirken, erst recht, wenn „Göttinnen“ dabei keine Gnade kennen:
Auch Artemis ist von dieser siegreichen Sorte:Ein Knie, das sich vollendet fortsetzt in der Wade – alles wie gemeißelt – die Sandale, mit der sie ihren Fuß auf einen überwundenen Gegner setzt ihn niedertritt…“  –  Oder:  „Die Göttinnen packen die Helden / bei den Haaren und reißen sie wie Bäume / aus dem Boden. (…) Im Marmor herrscht Alarm.“  
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Bei uns herrscht ebenfalls „Alarm“, denn wir fragen uns einiges, zB. Folgendes:
  1. Seit über 100 Jahren befinden sich in Berlin zahlreiche Bestandteile des heidnischen Pergamon-Altars, der ursprünglich aus dem Gebiet der heutigen Türkei (der Stadt Bergama) stammt und von einem Archäologenteam hierhertransportiert wurde. Wie paßt dieser befremdliche Vorgang zur „christlich-abendländischen Kultur“? Kann etwa der Aspekt „antike Kunst“ dies allein rechtfertigen? Gibt es beim Thema „Kunst“ keine Grenzen, die von Kultur, christlicher Haltung und Humanität gezogen werden?  image
  2. Bis Mitte der 30er Jahre wurde der Pergamon-Altar Stück für Stück aufgebaut und  – soweit möglich –  vollendet. Der deutsche Archäologe Wilhelm von Massow regelte und überwachte diese Tätigkeiten bis 1935. Hitler fühlte sich diesem heidnischen Kultobjekt verständlicherweise sehr verbunden. Für die Nürnberger Reichsparteitage ließ er sogar einen monumentalen Bau nach dem Vorbild des Pergamon-Altars auf dem Zeppelinfeld errichten. Aber auch die kommunistische Seite (gottlos bzw. antigöttlich die Braunen wie die Roten) entdeckte ihre Faszination für dieses Kultobjekt. Stalin ließ einen Gips-Abdruck anfertigen, danach kam das Original zurück nach (Ost-)Berlin. Die SED-Diktatur stellte das Objekt wieder ins Pergamon-Museum, unweit vom protestantischen Berliner Dom und dem Bundeskanzleramt. Interessanterweise fiel der von Hitler und Stalin so geschätzte Pergamon-Altar keiner politischen „Säuberung“ anheim. Es kann keine Rede davon sein, daß man das Heiden-Monstrum etwa nicht loswerden könnte  –  der Bürgermeister im türkischen Bergama hätte es liebend gerne zurück, stattdessen wird der „Thron Satans“ hierzulande staatlich gehegt und gepflegt, als sei es ein erhabener deutscher Kronschatz oder dergl.
  3. Aber nicht nur das – jetzt wird (nach der Lyrik-Welle für Pergamon) sogar noch groß Reklame für Online-Ansichten betrieben und Replikate für andere Museen in Aussicht gestellt. Wo bleibt hier eigentlich der (über)fällige Protest von Kirchenvertretern?!polskaweb

Zurück zur Heiligen Schrift  – genauer: Der Apokalypse bzw. Johannes-Offenbarung. Dort heißt es im Sendschreiben an die Gemeinde von Pergamus (Offb 2,12 ff.):

„Und dem Engel der Gemeinde in Pergamus schreibe: Das sagt, der das scharfe zweischneidige Schwert hat: Ich kenne deine Werke und weiß, wo du wohnst: dort, wo der Thron des Satans ist, und daß du an meinem Namen festhältst und den Glauben an mich nicht verleugnet hast, auch in den Tagen, in denen Antipas mein treuer Zeuge war, der bei euch getötet wurde, dort, wo der Satan wohnt.“

Einige Infos zu dem heidnischen Monumentalbau selbst: Er wurde im 2. Jahrhundert vor Christus in der Königsstadt Pergamon in 36 x 34 m Größe auf einem Berg unweit eines Athene-Tempels erbaut und dem griechischen Göttervater Zeus geweiht. Was man dort sieht (vor allem die Darstellungen an den Seitenwänden, dem sog. Fries), wirkt aber alles andere als weihevoll: DSC_1185-3

Vielmehr handelt es sich um endloses Kriegsgetümmel, grausame Darstellungen im Großformat, welche den Krieg zwischen Göttern des Olymp und den Giganten zeigen, wobei die Giganten besiegt werden. Giganten sind menschenähnliche, sterbliche Wesen, jedoch von gewaltiger Größe und Kraft, teils mit tierähnlichen Attributen, so werden sie bisweilen mit schlangenartigen oder fischähnlichen Beinen dargestellt. Als ihre Mutter wurde die Erdgöttin Gaia angesehen.  –  Dabei standen die „Giganten“ wahrscheinlich stellvertretend für die Kelten, mit denen die Königsstadt im Krieg stand – und die Götter aus dem Olymp traten als Schutzmacht von Pergamon auf.

Die heidnische Mythologie war voll von derartigen Göttergeschichten und blutrünstigen Sagengestalten. Vermutlich fanden auf dem Pergamon-Altar (wie anderswo in der griechischen Antike) kultische Menschenopfer statt, betroffen waren dann vor allem Kriegsgefangene  –   angesichts der dargestellten Kampfszenen am Marmorfries ist dies sehr wahrscheinlich. Auch Christen wurden in dieser kleinasiatischen Königsstadt verfolgt und hingerichtet (vgl. Offb. 2,14), ob kultisch oder nicht, sei dahingestellt.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Info-HINWEIS: Eine Überwachungskamera des Pergamon-Museums filmte jahrelang die Wohnung von Kanzlerin Merkel: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sicherheitspanne-wachleute-filmten-heimlich-merkels-wohnzimmer-a-408015.html


Israelischer Publizist befürwortet bundesweite CSU statt panischer Verbrüderung

Von Klaus Moshe Pülzkmpuelz

Die CSU ist derzeit nicht kalkulierbar. Ihre ständigen Kurswechsel irritieren die Wähler, die offen eine eigenständige Wahlkampagne befürworten, damit die CSU auch bundesweit wählbar ist. 

Frau Merkel sollte auf alle Fälle abgelöst werden, weil kein Bundeskanzler mehr als zwei Legislaturperioden gewählt werden sollte. Wohin dies führt, sah man bei Helmut Kohl, der nicht einmal seine Parteispender preisgeben brauchte. Wie Geld den Charakter eines Menschen korrumpiert, so auch eine Machtkonzentration.

Ich gehe davon aus, daß diese neue Verbrüderung zwischen CDU und CSU aus einer Panik entspringt, wonach die SPD mit den Grünen und der Linken eine eigene Koalitionsregierung plant. Dies wäre für Deutschland noch katastrophaler.

Würde die CDU und eine eigenständige CSU mit der AfD koalieren, wäre die angeblich rechtspopulistische Partei an die Leine gelegt, aber zu dieser Koalitionsmöglichkeit reicht leider der Verstand unserer Politiker nicht.AfD_Plakat_A0_Deutschland_RZ_500

Aber dann wäre eine satte Mehrheit zum Regieren garantiert, denn das Wählervolk erwartet, daß Deutschland vorrangig eigenständige Interessen vertritt und seine Souveränitätsrechte nicht an die Brüsseler EU-Behörde abgibt.

Auch eine Ablösung des EZB-Präsidenten Draghi müßte angedacht werden, der mit seiner Nullzins-Politik den Sparwillen der Bürger sabotiert und im Übrigen die deutschen Banken ruiniert zu Gunsten seiner maroden italienischen Banken. Die warnende Stimme von Professor Sinn wird bewußt ignoriert. Bundesbank-Präsident Weidmann wurde zum Zaungast degradiert – auch eine Führungsschwäche der Frau Merkel.

Ein frischer Wind sollte im Bundestag wehen, denn es ist Zeit, daß Deutschland wieder vermehrt an sich selbst denkt. Auf alle Fälle ist nicht zu leugnen, daß es Deutschland mit der eigenen DM-Währung wirtschaftlich besser ging als heutzutage.

Dies erkennt man auch am außereuropäischen Wechselkurs des EURO. Einst erhielt ich für einen EURO in Israel 5,50 Schekel. Heutzutage sind es nur noch 4,15 Schekel. Zu Zeiten der Deutschen Mark gab es niemals eine Abwertung der deutschen Währung, sondern eher das Gegenteil. Als ehemaliger Wirtschaftsfachmann weiß ich, wovon ich rede.

Unser Autor, der judenchristliche Publizist Klaus M. Pülz, wirkt als Prediger in Deutschland und Israel; er leitet die “Messianische Bekenntnisgemeinschaft” sowie den Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt seit Jahrzehnten die Zeitschrift “Bote Neues Israel” heraus. 

Vatikan: Kirche bekräftigt Bevorzugung der Erdbestattung gegenüber der Einäscherung

Instruktion der Glaubenskongregation „Ad resurgendum cum Christo“ über die Beerdigung der Verstorbenen und die Aufbewahrung der Asche im Fall der Feuerbestattung

Wir dokumentieren hier den vollständigen Wortlaut der Instruktion (die Zwischentitel stammen von uns):

1. Um mit Christus aufzuerstehen, muss man mit Christus sterben; dazu ist es notwendig, „aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu Müllersein“ (2 Kor 5,8).

Mit der Instruktion Piam et constantem vom 5. Juli 1963 bestimmte das ehemalige Heilige Offizium, dafür Sorge zu tragen, dass „die Gewohnheit, den Leichnam der verstorbenen Gläubigen zu beerdigen, heilig gehalten werde“.

Es fügte aber hinzu, dass die Feuerbestattung der christlichen Religion nicht „an sich“ widerspricht und jenen, die sich dafür entschieden haben, die Sakramente und das Begräbnis nicht mehr verweigert werden dürfen. Voraussetzung dafür ist, dass sie die Einäscherung nicht „aus Ablehnung der christlichen Dogmen, aus sektiererischer Gesinnung oder aus Hass gegen die katholische Religion und Kirche“ gewählt haben. 

Diese Änderung der kirchlichen Ordnung wurde später in den Kodex des kanonischen Rechtes (1983) und in den Kodex der Kanones der katholischen Ostkirchen (1990) aufgenommen.

Mittlerweile hat sich die Feuerbestattung in nicht wenigen Ländern stark ausgebreitet. Aber zugleich haben sich auch neue Ideen verbreitet, die dem Glauben der Kirche widersprechen.

Kirche bevorzugt die Erdbestattung

Nach Anhören der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte und zahlreicher Bischofskonferenzen und Bischofssynoden der katholischen Ostkirchen hat die Kongregation für die Glaubenslehre es für angebracht gehalten, eine neue Instruktion zu veröffentlichen, um die lehrmäßigen und pastoralen Gründe für die Bevorzugung der Beerdigung der Verstorbenen darzulegen und Normen für die Aufbewahrung der Asche im Fall der Feuerbestattung zu erlassen.P1020947

2. Die Auferstehung Jesu, in der die christliche Glaubenswahrheit ihren Höhepunkt findet, wurde von den Anfängen des Christentums an als wesentlicher Teil des Pascha-Mysteriums verkündet: „Vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf“ (1 Kor 15,3-5).

Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat uns Christus von der Sünde befreit und den Zugang zu einem neuen Leben eröffnet: “Wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben” (Röm 6,4).

Darüber hinaus ist der auferstandene Christus Ursache und Urgrund unserer künftigen Auferstehung: „Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen… Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden“ (1 Kor 15,20-22).

Christus wird uns am Letzten Tag auferwecken; andererseits sind wir aber schon in gewisser Weise mit Christus auferstanden. Denn durch die Taufe sind wir in den Tod und die Auferstehung Christi eingetaucht und sakramental ihm gleichgestaltet worden: „Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch DSC06228den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat“ (Kol 2,12).

Durch die Taufe sind wir mit Christus vereint und haben deshalb schon jetzt wirklich Anteil am Leben Christi (vgl. Eph 2,6).

Durch Christus hat der christliche Tod einen positiven Sinn. Die Liturgie der Kirche betet: „Deinen Gläubigen, o Herr, wird das Leben gewandelt, nicht genommen. Und wenn die Herberge der irdischen Pilgerschaft zerfällt, ist uns im Himmel eine ewige Wohnung bereitet“. 

Durch den Tod wird die Seele vom Leib getrennt; in der Auferstehung aber wird Gott unserem verwandelten Leib das unvergängliche Leben geben, indem er ihn wieder mit unserer Seele vereint. Auch in unseren Tagen ist die Kirche gerufen, den Glauben an die Auferstehung zu verkünden: „Die Auferstehung der Toten ist die Zuversicht der Christen; im Glauben an sie existieren wir“.

Beerdigung „gemäß ältester christlicher Tradition“ wird nachdrücklich empfohlen

3. Gemäß ältester christlicher Tradition empfiehlt die Kirche nachdrücklich, den Leichnam der Verstorbenen auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort zu beerdigen. Radio Vatikan

Im Gedenken an den Tod, das Begräbnis und die Auferstehung des Herrn  –  ein Geheimnis des Lichtes, in dem der christliche Sinn des Sterbens offenbar wird   –  ist die Beerdigung die angemessenste Form, um den Glauben und die Hoffnung auf die leibliche Auferstehung zum Ausdruck zu bringen.

Die Kirche, die den Christen während seiner Pilgerschaft auf Erden als Mutter begleitet hat, bietet in Christus dem Vater das Kind seiner Gnade an und senkt voll Hoffnung auf die Auferstehung in Herrlichkeit dessen sterbliche Überreste in die Erde.

Hohe Würde des menschlichen Leibes respektieren

Indem die Kirche den Leichnam der Verstorbenen beerdigt, bekräftigt sie den Glauben an die Auferstehung des Fleisches. Zugleich möchte sie so die hohe Würde des menschlichen Leibes als wesentlicher Teil der Person, dessen Geschichte der Leib teilt, ins Licht stellen. imm016_17

Sie kann deshalb nicht Haltungen oder Riten erlauben, die falsche Auffassungen über den Tod beinhalten, etwa wenn er als endgültige Vernichtung der Person, als Moment ihrer Verschmelzung mit der Mutter Natur oder dem Universum, als Etappe im Prozess der Reinkarnation oder als endgültige Befreiung aus dem „Gefängnis“ des Leibes verstanden wird.

Zudem entspricht die Beerdigung auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort in angemessener Weise der Ehrfurcht und Achtung, die den Leibern der Verstorbenen gebührt, welche durch die Taufe Tempel des Heiligen Geistes geworden sind und derer sich „der Geist wie eines Werkzeuges oder einer Vase bedient hat, um viele gute Werke zu vollbringen“.

Beerdigung ist ein Werk der leiblichen Barmherzigkeit

Der gerechte Tobit wird wegen seiner Verdienste gelobt, die er sich vor Gott aufgrund der Beerdigung der Toten erworben hat. Die Kirche sieht in der Bestattung der Verstorbenen ein Werk der leiblichen Barmherzigkeit.

Schließlich fördert die Beerdigung der heimgerufenen Gläubigen auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort das Andenken und das Gebet für die Verstorbenen durch die Angehörigen und die ganze christliche Gemeinschaft, wie auch die Verehrung der Märtyrer und der Heiligen.

Durch die Beerdigung des Leichnams auf Friedhöfen, in Kirchen oder in der Nähe der Kirchen hat die christliche Tradition die Gemeinschaft zwischen den Lebenden und den Toten bewahrt und sich der Tendenz entgegengestellt, das Sterben und dessen Bedeutung für die Christen zu verschleiern oder zu privatisieren.

Erdbestattung zeigt „größere Wertschätzung für den Verstorbenen“

4. Wo Gründe hygienischer, ökonomischer oder sozialer Natur dazu führen, sich für die Feuerbestattung zu entscheiden – eine Wahl, die nicht dem ausdrücklichen oder vernünftigerweise angenommenen Willen des verstorbenen Gläubigen entgegenstehen darf –, sieht die Kirche keine lehrmäßigen Gründe, um diese Praxis zu verbieten. Denn die Einäscherung des Leichnams berührt nicht die Seele und hindert die Allmacht Gottes nicht daran, den Leib aufzuerwecken. Sie beinhaltet deshalb an sich nicht die Leugnung der christlichen Lehre über die Unsterblichkeit der Seele und die Auferstehung des Leibes. 1548

Die Kirche bevorzugt weiterhin die Beerdigung des Leichnams, die eine größere Wertschätzung für die Verstorbenen zeigt. Aber die Feuerbestattung ist nicht verboten, „es sei denn, sie ist aus Gründen gewählt worden, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen“.

Wenn keine Gründe vorliegen, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen, begleitet die Kirche – nach der Begräbnisfeier – die Wahl der Feuerbestattung durch entsprechende liturgische und pastorale Hinweise und sorgt sich besonders auch darum, jede Form des Ärgernisses oder der religiösen Gleichgültigkeit zu vermeiden.

5. Wenn aus legitimen Gründen die Wahl der Feuerbestattung getroffen wird, ist die Asche des Verstorbenen in der Regel an einem heiligen Ort aufzubewahren, also auf einem Friedhof oder, wenn es angebracht ist, in einer Kirche oder an einem für diesen Zweck von der zuständigen kirchlichen Autorität bestimmten Ort.

Gebet und Gedenken für die Verstorbenen

Von Anfang an haben die Christen danach verlangt, dass die christliche Gemeinschaft für ihre Verstorbenen betet und ihrer gedenkt. Ihre Gräber wurden Orte des Gebetes, des Andenkens und der Besinnung. Die verstorbenen Gläubigen gehören zur Kirche; denn sie glaubt an die Gemeinschaft „derer, die hier auf Erden pilgern; derer, die nach Abschluss des Erdenlebens geläutert werden; und derer, die die himmlische Seligkeit genießen; sie alle bilden zusammen die eine Kirche“.

Die Aufbewahrung der Asche an einem heiligen Ort kann dazu beitragen, dass die Gefahr verringert wird, die Verstorbenen dem Gebet und dem Gedenken der Verwandten und der christlichen Gemeinschaft zu entziehen. Auf diese Weise wird auch vermieden, dass man sie möglicherweise vergisst oder es an Ehrfurcht fehlen lässt, vor allem, wenn die erste Generation nicht mehr lebt, oder dass es zu unangemessenen oder abergläubischen Praktiken kommt.

Keine Aufbewahrung der Asche zuhause  – keine Seebestattung

6. Aus den oben angeführten Gründen ist die Aufbewahrung der Asche im Wohnraum nicht gestattet. Nur im Fall von schwerwiegenden und außergewöhnlichen Umständen, die von kulturellen Bedingungen lokaler Natur abhängen, kann der Ordinarius im Einvernehmen mit der Bischofskonferenz oder der Bischofssynode der katholischen Ostkirchen die Erlaubnis für die Aufbewahrung der Asche im Wohnraum gewähren. Die Asche darf aber nicht unter verschiedenen Familien aufgeteilt werden, und in jedem Fall müssen Ehrfurcht und angemessene Bedingungen der Aufbewahrung gewährleistet sein.  ???????

7. Um jegliche Zweideutigkeit pantheistischer, naturalistischer oder nihilistischer Färbung zu vermeiden, ist es nicht gestattet, die Asche in der Luft, auf dem Land oder im Wasser oder auf andere Weise auszustreuen oder sie in Erinnerungsgegenständen, Schmuckstücken oder anderen Objekten aufzubewahren. Denn für diese Vorgangsweisen können nicht die hygienischen, sozialen oder ökonomischen Gründe angeführt werden, die der Wahl der Feuerbestattung zugrunde liegen können.

8. Falls sich der Verstorbene offenkundig aus Gründen, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen, für die Feuerbestattung und das Ausstreuen der Asche in der Natur entschieden hat, ist das kirchliche Begräbnis nach Maßgabe des Rechts zu verweigern.

Papst Franziskus hat in der dem unterzeichneten Kardinalpräfekt am 18. März 2016 gewährten Audienz die vorliegende Instruktion, die in der Ordentlichen Versammlung dieser Kongregation am 2. März 2016 beschlossen worden war, approbiert und ihre Veröffentlichung angeordnet.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 15. August 2016, Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel.

Gerhard Kardinal Müller, Präfekt
Erzbischof Luis F. Ladaria, S.J, Sekretär

Quelle: rv 25.10.2016 mg

HINWEIS: In der vergangenen Woche haben wir diesen Artikel pro Erdbestattung veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/2016/10/21/evangelisches-plaedoyer-fuer-die-erdbestattung-und-die-wuerde-unseres-leibes/


Sexual-Lehrplan der CDU in Hessen: Sucht sich diese Partei eine neue Basis?

Mathias von Gersdorff

Wir hier bereits mehrmals angekündigt, wird am 30. Oktober 2016 in Wiesbaden eine „Demo für Alle“ stattfinden, die gegen den schulischen Sexual-Lehrplan von Hessens CDU-Kultusminister Ralph A. Lorz protestiert.  podium5

Wer solche Demonstrationen in Stuttgart gegen den sog. „Bildungsplan 2015“ besucht hat, der weiß, wer daran teilnahm: Familien, Eltern von Schulkindern, diverse christliche Gruppierung, manchmal ganze Gemeinden, die mit ihrem Pfarrer kommen.

Kurz: Das christliche und bürgerliche Deutschland protestierte gegen den Bildungsplan – und somit der typische Wähler der CDU.

In Stuttgart gab es parallel zu jeder Kundgebung gegen den „Bildungsplan 2015“ eine sogenannte Gegen-Demo jener, die den Bildungsplan der grün-roten Landesregierung befürworten.

Dieser linke Aufmarsch bestand aus wilden Schreien, ohrenbetäubendem Lärm, Blasphemien und Plakaten mit Sprüchen, die hier nicht wiedergegeben werden können.

Viele dieser Teilnehmer gehörten oder standen der Antifa nahe, sind also dem linksradikalen Spektrum zuzuordnen. Auch beteiligten sich daran viele Aktivisten der LSBTIQ-Bewegung, die schon mit ihrem Aussehen und ihrem Benehmen ihren Abscheu vor der bürgerlichen Lebensweise zum Ausdruck bringen.

Derartige Leute gehörten in der Vergangenheit beileibe nicht zu den typischen Wählern der CDU. Ganz im Gegenteil: Wenn Bundeskanzler Helmut Kohl irgendwo auftrat, rückten sie in der gleichen Art und Weise an, wie sie das in Stuttgart getan haben und brüllten wild „Kohl muss weg“.demo-aufruf_30_10_16

An diesem Sonntag, wenn die „Demo für Alle“ in Wiesbaden stattfindet, wird sich ein geradezu surrealistisches Bild bieten. Denn gerade die oben erwähnten Chaoten und Antifa-Anhänger werden FÜR den Gender-Lehrplan von CDU-Kultusminister Lorz eintreten, indem sie gegen die „Demo für alle“ protestieren.

BILD: Stuttgarter Eltern-Kundgebung gegen rotgrüne Bildungspläne und Frühsexualisierung in den Schulen

Sicherlich werden nicht nur Chaoten und Linksradikale an dieser Gegendemo teilnehmen, denn auch Grüne und Linkspartei unterstützen den Gender-Lehrplan der hessischen CDU.

Aber auch hier wird deutlich: Mit dem neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ betreibt die CDU keine Politik für ihre eigene Basis, sondern gerade für jene Kreise, welche die CDU-Basis ansonsten stets verabscheuen und verspotten.

Die Strategen der CDU Hessens sollten sich fragen, ob sie sich mit diesem Gender-Lehrplan nicht zu „nützlichen Idioten“ einer familienfeindlichen Linksfront gemacht haben.

Unser Autor, der katholische Publizist Mathias von Gersdorff, leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ in Frankfurt  – und betreibt die Webseite „Kultur und Medien online“