Tempelberg-Causa: Evangelischer Theologe Udo Schnelle kritisiert „Unterwerfung“

Die wochenlange Debatte über die Ablegung des Brustkreuzes durch EKD-Chef Bedford-Strohm und Kardinal Marx am Felsendom in Jerusalem hält weiter an.

Sogar der  israelische Militärsprecher Shalikar kritisierte dieses Verhalten der beiden Kirchenvertreter (siehe Fotos) als Unterwerfung unter islamische Forderungen. Ähnlich äußerte sich der deutschjüdische Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn aus München.

In der heutigen FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) vom 11.11.2016 ist ein Leserbrief von Prof. Dr. Udo Schnelle aus Halle-Wittenberg veröffentlicht, der sich ebenfalls mit diesem Thema befaßt.

Dr. Schnelle lehrt evangelische Theologie an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Bis 2015 war er Präsident der neutestamentlichen Forschungsgesellschaft SNTS. IMG_20140601_122952

Unter dem Titel „Feigheit und Unterwerfung“ heißt es in der FAZ: 

„Das Wort „Feigheit“ habe ich lange nicht mehr gebraucht. Als ich las, dass die Bischöfe Bedford-Strohm und Marx vor dem Betreten des muslimischen Felsendoms in Jerusalem auf Geheiß des Imams ihre Kreuze ablegten, war Feigheit mein erster Gedanke.

Beide wissen um die Bedeutung von symbolischen Gesten, und die Botschaft dieser Geste ist eindeutig: Unterwerfung.

Das Kreuz ist nicht irgendein Symbol, sondern das Zentrum des christlichen Glaubens. Paulus schreibt: „Wir aber verkündigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit“ (1. Korinther 1,23).

In der islamischen Theologie wird das Kreuz bekämpft und als christliche Gotteslästerung interpretiert. Die beiden Repräsentanten der christlichen Kirchen in Deutschland haben sich dem Machtanspruch des Islams gebeugt, und es wird ihnen nicht gelingen, sich mit wohlfeilen Erklärungen herauszureden, denn das Symbol bleibt und spricht für sich.

Mein Vorschlag: Wenn die beiden ihr Kreuz im Felsendom nicht tragen wollen, dann sollten sie es überhaupt ablegen.

Professor Dr. Udo Schnelle, Halle-Wittenberg.“

Fotos: ABC-Kreis, L. Mohr


One Comment on “Tempelberg-Causa: Evangelischer Theologe Udo Schnelle kritisiert „Unterwerfung“”

  1. Frankenstein sagt:

    Man kann dem Beitrag nur zustimmen und auch der Forderung, dass beide Bischöfe ihr Amt niederlegen sollten, da sie die christliche Lehre dem Verrat preisgeben. Bedford Strohm, der vor öffentlicher Kamera von der Liebe Christus faselt, denn ernst nehmen kann man es aus seinem Munde nicht, da er sich mit dem Islam mit seinem Posten in einem Moscheebauverein in das Bett legt. Ihm dürfte der Unterschied einer religiösen Lehre durch Christus, die von Liebe spricht, und einer Unterwerfungstheologie nebst gehorsamer Unterwerfung unter die Lehren Mohammeds nicht entgangen sein.

    Er hat sogar die Frechheit, die naive pazifistische Kässmann in ein Buchprojekt einzubinden, um seine geistigen Ergüsse zur christlichen Lehre zum Leitfaden zu machen. In Ausnutzung jugendlicher Unbeschwertheit und Naivität einen Hippiemodus, wo man die schweren Lebensstationen ausblenden kann, zu prägen, macht man gerade gutgläubige naive Menschen ideologisch abhängig, die gar nicht raffen, dass der christliche Glaube, der uns Trost in guten wie auch schlechten Tagen geben soll, bis zur geistigen Hörigkeit verwässert wird.

    Nur so war es möglich, dass diverse Pfaffen Christen für Demonstrationen gegen Christen aufstacheln konnten. Da muss ich Pfarrer Petry recht geben, Christen sollten immer den Dialog und nicht das Gegeneinander suchen. Während früher in den Kirchen die reine christliche Lehre Bestand hatte und Kirchen noch um Menschenrechte für die Gläubigen und Bürger kämpften, wurde systematisch durch deren ideologische Unterwanderung die Kraft des christlichen Glaubens geschwächt.

    Nach der Wende war das im Osten dadurch schon auffällig, dass viele Atheisten neben MfS-Wächtern, die das Christentum bekämpft hatten, urplötzlich in ihr neues Karriereportal christliche Kirchen eingewandert sind. Setzte man früher Christen den Repressalien der MfS aus, so drückt man heute gemeinsam die Kirchenbank, um mit leisen ideologischen Giftspritzen den christlichen Glauben zu schwächen. ..

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