Weshalb mein Ausflug in den „säkularen Humanismus“ nicht von Dauer war

Erfahrungsbericht von Dennis Riehle

Wie soll ich mir die Auferstehung Jesu tatsächlich vorstellen? Warum soll gerade er denn nun dieser Sohn Gottes sein? Und wie ist er in den Himmel aufgefahren? Lange Zeit sprach ich das Glaubensbekenntnis mit, ohne mir wirkliche Gedanken darüber zu machen, was ich dort eigentlich wiedergebe. Riehle, Dennis_5

Und überhaupt: Warum greift Gott nicht in das Geschehen der Welt ein, wenn man ihn am meisten brauchen würde? Die klassische Theodizée-Frage erreichte mich nicht ohne Grund, als ich selbst merkte, dass die Kirche keinesfalls der Ort von Heiligkeit ist, für den ich ihn lange gehalten hatte. Ausgrenzung aufgrund sexueller Orientierung, wegen seelischer Probleme, ein wahrlicher Spießrutenlauf durch die zahlreichen Anfeindungen von Geistlichen und auch Laien waren irgendwann zur Tagesordnung geworden.

Und ich zweifelte tatsächlich: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“. Gesundheitliche Leiden plagten mich, der soziale Halt, den die Gemeinde geboten hatte, war verschwunden – und ich spürte, dass auf keines meiner Gebete noch eine Antwort kam.

Dabei hatte ich über viele Jahre eine Menge guter Erfahrungen gesammelt. Mit großer Freude die Ausbildung zum Prädikanten (Hilfsprediger) und in der Seelsorge absolviert, in der Gemeinde viel Sinnstiftendes erlebt, Gottesdienste gestaltet, Konfirmanden unterrichtet, Andachten gehalten.media-390606-2

Doch plötzlich war ich für die Jugendarbeit nicht mehr der Richtige, war die Citypastoral kritisch geworden, weil ich die katholischen Vorgaben nicht hinnehmen wollte – und diejenigen Mitchristen, denen ich noch vor ein paar Wochen freundschaftlich begegnet bin, wechselten unverhohlen die Straßenseite, ohne mich eines Blickes zu würdigen. Wie sollte also ein theistischer Gott aussehen, der hierbei tatenlos bleibt, zusieht, ohne ein Zeichen zu senden?

Jahre ließ ich vergehen, die Skepsis wurde immer größer. Schlussendlich die Frage: Kann ich weiterhin einem „Verein“ angehören, der mich offenbar nicht will und dessen Grundlagen ich mittlerweile kaum noch überzeugt mitgetragen habe, lediglich aus dem Umstand, weil „man“ es eben so macht? Die Antwort kam eines Nachts: Am nächsten Morgen unterschrieb ich meine Austrittserklärung aus der Kirche – und erlebte einen befreienden Moment.

Recht engagiert orientierte ich mich neu: Humanismus sollte es sein. Über ihn hatte ich mich bereits im Vorfeld informiert und war begeistert von den Überlegungen, die er teilte. Der Einstieg in die säkulare Szene fiel somit leicht, öffnete ich mich doch den Weltanschauungen zwischen Atheismus und Freidenkertum, um zu erfahren, wo künftig meine eigene Heimat sein sollte.

Zweifelsohne ist es in einer sich anscheinend kirchenferner entwickelnden Gesellschaft aber dennoch schwierig, mit anderen Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen. Nach Gründung der „Humanistischen Alternative Bodensee“ mit einigen Mitstreitern wurde deutlich, dass all diejenigen, die keiner Kirche angehörten, nicht zwingend daran interessiert sind, sich für eine humanistische Orientierung auch wirklich einzusetzen.   0016

Die Erfahrungen aus der „Institution Kirche“ schreckten viele ab, sich neuerlich an eine Organisation zu binden – egal, wie offen man sie auch gestaltet. Und nicht wenige Menschen sind zwar konfessionsfrei, aber nicht gleichsam ungläubig, sondern viel eher agnostisch denkend.

Doch das waren nicht die einzigen Probleme: Der „Evolutionäre Humanismus“ gibt sich nicht nur kirchenkritisch, er zeigt sich in Teilen sogar extrem. Mit einer rigorosen Ablehnung von Religion wird der Andersdenkende nicht selten diffamiert.

Jene, die – wie ich – den Respekt vor jeder Form des Glaubens als notwendig ansehen, werden bisweilen als Unterstützer der Kirchen beschimpft, als immer noch nicht vom Christentum Losgelöste. Ein Schwarz-Weiß der besonders deutlichen Linie, das in Teilen weit über die Attacken hinausgeht, die mir aus kirchlichen Reihen geläufig waren. Der Humanismus wurde bis auf die Spitzen des Denkbaren getrieben. 

Schließlich fiel auch auf, dass die Antworten von atheistischer Seite auf wesentliche kritische Betrachtungen einer Ideologie der Gottlosigkeit spärlich waren. Oftmals wird auf die Evolution verwiesen, die zum Zustand der heutigen Galaxien geführt haben soll. Der Urknall als deren Anfang bleibt in seiner Entstehung trotz zahlreicher Erklärungsversuche aber bislang noch immer nebulös.

Der Wahrheitsanspruch des Atheisten dagegen wächst weiter – und das oftmals ohne nachhaltige Belege, die wiederum von den Religionen eingefordert werden, dort aber gleichsam obsolet sind, liegt zwischen Glaube und wissenschaftlichem Anspruch auf Realität doch bekanntlich der Gedankenfehler, Äpfel mit Birnen vergleiDr. Pelz.chen zu wollen.

Und ebenso die „Natur“. Sie soll den Zusammenhalt der Welt begründen. Doch niemand aus dem säkularen Kreise fragt ernsthaft nach deren Ursprung. Die verherrlichten „Natur-Gesetze“, sie lassen uns zwar nachvollziehen, aber nicht verstehen, wo die Basis all des Wundersamen liegt, das mancher Atheist so krampfhaft als Träumerei und „Heiligen Geist“ zwischen unserem Himmel und der Erde verspotten will.

Substantielle Antworten waren begrenzt, wenn ich auf die Zeit von insgesamt vier Jahren blicke, in denen ich bisher die säkulare Bewegung beobachtet habe. Da machen sich „Spaghettimonster“ viel eher lustig darüber, dass Kirchen an ihren Traditionen festhalten, während sie selbst mit Nudelsieben auf dem Kopf den Anspruch auf gesellschaftliche Anerkennung erhoffen. Ja, Religionsfreiheit muss auch das aushalten. Doch gleichsam ist der Rundumschlag gegen alles, was mit Religion zu tun hat, ebenso ein erfolgloser Versuch, der Menschheit ihren Glauben austreiben zu wollen.

Da tummeln sich im Spektrum des Säkularen nicht wenige Linksradikale, die ihr Freidenkersein mit der politischen Ambition einer unkritischen Russlandfreundlichkeit und sozialistisch bis kommunistisch angehauchten Systemkritik verbinden, ebenso wie rechtslastig anmutende Islamfeinde, die ihren Atheismus als Beweggrund für alles Religiöse auch dafür hernehmen, rassistisch orientierte Hetze gegen Muslime zu begründen.

Nicht, dass es solche Phänomene nicht auch unter gläubigen Menschen gäbe. Doch keinesfalls ist der humanistische Atheismus so friedlich, wie er es oft vermitteln möchte. Die fehlende Wertschätzung des Glaubens im Allgemeinen macht den Säkularismus mitunter zu einer emotionslosen Philosophie, die man als Distanzierter durchaus auch als Kälte deuten könnte.flyerstralsund2

Daneben sind auch die notwendigen Positivaussagen des Humanismus wenig stichhaltig geblieben. Eine Überzeugung von der eigenen Persönlichkeit, ein Glaube an die Vernunft und an den Realismus aller Dinge – das sind keine wirklichen Antworten auf die Sinnfragen, die die Menschen umtreiben.

Die säkulare Bewegung hat es verpasst, ein Konzept zu entwickeln, mit dem sie auch die Gefühle anspricht, die nicht nur nach Karl Marx nötig sind, wenn er die Religion nicht vollkommen zu Unrecht als Opium ansieht, das uns geistigen und gleichermaßen eben auch geistlichen Halt gibt in einem Hiersein, zudem nicht nur die Höhen, sondern eben gleichermaßen die Tiefen gehören, in denen es Hoffnung braucht.

Da hilft uns nicht das Erklärbare, sondern die stützende Kraft des Visionären, egal, wie stark mein Glaube an einen Gott ist. Der alleinige Blick auf das zu Greifende ist dann nicht ausreichend, wenn „soft skills“ gefragt sind. Nutzt es einem Jeden von uns wirklich, mit stoischer Klarheit auf das rein Materielle durch die Welt gekommen zu sein, wenn wir aus purem Idealismus letztlich doch seelisch verhungern? Da geht es um mehr als Mitmenschlichkeit, da geht es vor allem auch um persönliche Weitsicht mit dem eigenen Ich und in der nachhaltigen Gestaltung des Zusammenlebens unter dem Eindruck einer Demut, die dem Umstand unserer Rolle in dieser Schöpfung vollkommen Kreuzkuppelgerechtfertigt ist.

Nein, einen humanistischen und säkularen Blick auf die Gesellschaft, auf mein Leben und auf die Zusammenhänge des Universums habe ich nicht verloren. Doch er kann nur Teil einer religiösen Überzeugung sein, die einerseits auf einer Basis gemeinsamer Wertvorstellungen, Vorbilder, Werte,  Bräuche, Ideale und andererseits eines Glaubens zu fußen versucht, der sich nicht mit Belegen einer augenscheinlichen Wirklichkeit zufriedengibt, sondern zu Ehrfurcht vor etwas deutlich Größerem und potenziell kausal Begründbarem bereit wäre.

Dazu gehört auch, Bescheidenheit zu üben. Hingabe vor dem, was nicht nur meine eigenen Horizonte übersteigt, sondern auch weit über meine persönliche Selbstbestimmung hinausgeht und seine Grenzen dort findet, wo die Würde auch meiner Nächsten noch unberührt bleibt. Da bricht sich der Mensch keinerlei Zacken aus seiner aufgesetzten Krone des egoistisch anmaßenden Selbstverliebtseins. Solch eine Einstellung ist für meine Verständnisse nur dort denkbar, wo auch Religion kritisch, aber nicht pauschal zurückweisend betrachtet wird.

Heute bin ich nach meinem Ausflug in den reinen Säkularismus wieder zurückgekehrt: Meinen Glauben hatte ich nie verloren, ich zweifle auch noch heute an Vielem, was das Christentum lehrt und die Kirche vorgibt. jesus in der synagoge von nazareth

Doch ich bin wieder in meiner Heimat, die getragen ist vom notwendigen Fragen und auch Klagen, vom Grundvertrauen an einen Gott, von einem Ja zu Jesus Christus, von dem zwingenden Miteinander aus Staat und Kirche, das so viel Trennung braucht, wie erforderlich, gleichzeitig aber so viel an Zusammenarbeit wie nötig, von einem Humanismus, der die Selbstverantwortlichkeit des Menschen auf unserer Erde herausarbeitet und ihn in den Raum seiner vertretbaren und Gemeinwohl orientierten Möglichkeiten stellt, und von einem Glauben, der letztlich so frei ist, dass er Toleranz erfährt, wenn er auch nicht immer geteilt wird.

Webpräsenz unseres Autors: http://www.Dennis-Riehle.de


Grüne in Sachsen-Anhalt wollen Gender-Sexologie für die Kleinsten durchpeitschen

Mathias von Gersdorff

„Es geht darum, Kindern zu zeigen, dass auch Männer Männer lieben können und Frauen Frauen – und dass davon die Welt nicht untergeht“.  – Das ist das erklärte Ziel einer Veranstaltung der Grünen im Landtag Sachsen-Anhalts, bei welcher der Transvestit Olivia Jones (sein richtiger Name ist Oliver Knöbel) aus seinem Buch „Keine Angst in gersdorffAndersrum“ vorlas.

Dieses Buch steht laut Focus-Online auf einer Liste des Ministeriums für Gleichstellung mit Buchempfehlungen zur „Geschlechter- und Familienvielfalt“ für Kitas (!) und Grundschulen.

Was die Grünen (und das Ministerium für Gleichstellung) hier betreibt, ist mitnichten Pädagogik, sondern Durchsetzung radikaler Gender-Ideologie  – und zwar mit der Brechstange. Solche Strategien zur Frühsexualisierungs-Indoktrination werden gegenwärtig in allen Bundesländern möglich gemacht, auch in Hessen durch den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz.

Kindern, die wahrscheinlich überhaupt keine Ahnung haben, was Geschlechtsverkehr überhaupt ist, soll in einer schrillen Art und Weise vermittelt werden, was eine geschlechtliche Beziehung zwischen zwei Männern oder zwei Frauen beinhaltet. Gender-Buch

Man muss nur ein paar Fotos von „Olivia Jones“ in Google-Bilder oder in Wikipedia anschauen, um festzustellen, dass die Grünen mit dieser Aktion geradezu fanatisch die von ihnen so verhassten „Rollenbilder“ zerstören möchten. Dieser gewaltige Eingriff in die kindliche Weltanschauung und in das kindliche Auffassungsvermögen raubt einem dem Atem.

„Maxima debetur puero reverentia“ („Man schuldet dem Knaben die größte Ehrfurcht“, Juvenal): Eines der Grundprinzipien der Erziehung besteht darin, mit allerhöchstem Respekt für die kindliche Seele und Unschuld an seine Erziehung heranzugehen.

Was die Grünen hier veranstalten, belegt deren bodenlose Verachtung der kindlichen Bedürfnisse. Die Grünen sind offensichtlich dermaßen in ihren ideologischen Schubladen gefangen, dass sie jedes Maß und Verantwortungsbewusstsein verloren haben.

Mit solchen Aktionen zeigen „Bündnis 90/Die Grünen“, dass sie eine wahrhaft radikale Partei sind, die rücksichtslos die Durchsetzung ihrer Ideologie vorantreibt.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ in Frankfurt: www.aktion-kig.org


Oberstadion: Sonderausstellung mit 120 Krippen aus Erz und Gips, Silber und Zinn

Im schwäbischen Krippenmuseum von Oberstadion gibt es eine bemerkenswerte Sonderausstellung „Krippen aus Erz und Gips in 100 Jahren“ bis 30. September 2017; sie beruht auf  6b1695d4ccder Sammlung von Sieglinde und Udo Hergesell aus dem Bergischen Land.

Über 120 nationale und internationale Krippen aus Gips und aus den Erzen, Kupfer, Eisen, Silber, Bronze und Zinn werden dabei präsentiert. 

Dazu gehören farbenfrohe Krippen aus der Anfangszeit des Gips bis zu den monochromen Ausgaben Mitte des 20. Jahrhunderts, mit denen man dem Zeitgeschmack entsprechend den geschnitzten Holzfiguren näher kommen wollte. Einen Schwerpunkt in dieser Sonderausstellung bilden die Zinn-Krippen der bekanntesten und ältesten deutschen Offizine.

Quelle (Text/Foto): http://www.krippen-museum.de/museum-aktuell.html


CHRISTUS: Der Löwe aus dem Stamme Juda und das geopferte Lamm

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Offb 5,1-10:

Ich, Johannes, sah auf der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß, eine Buchrolle; sie war innen und außen beschrieben und mit sieben Siegeln versiegelt. Und ich sah: Ein gewaltiger Engel rief mit lauter Stimme: Wer ist würdig, die Buchrolle zu öffnen und ihre Siegel zu lösen? tagesimpuls

Aber niemand im Himmel, auf der Erde und unter der Erde konnte das Buch öffnen und es lesen. Da weinte ich sehr, weil niemand für würdig befunden wurde.

Da sagte einer von den Ältesten zu mir: Weine nicht! Gesiegt hat der Löwe aus dem Stamm Juda, der Spross aus der Wurzel Davids; ER kann das Buch und seine sieben Siegel öffnen.

Und ich sah: Zwischen dem Thron und den vier Lebewesen und mitten unter den Ältesten stand ein Lamm; es sah aus wie geschlachtet und hatte sieben Hörner und sieben Augen; die Augen sind die sieben Geister Gottes, die über die ganze Erde ausgesandt sind.

Das Lamm trat heran und empfing das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß. Als es das Buch erhielt, fielen die vier Lebewesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamme nieder; alle trugen Harfen und goldene Schalen voll von Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen.

Und sie sangen ein neues Lied: Würdig bist du, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du wurdest geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erworben aus allen Stämmen und Sprachen, aus allen Nationen und Völkern, und du hast sie für unsern Gott zu Königen und Priestern gemacht; und sie werden auf der Erde herrschen.

 


Appell der IGFM an die USA: Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag anerkennen

Wenige Stunden, bevor der noch amtierende US-Präsident Barack Obama in Berlin eintrifft, hat Russlands Präsident Wladimir Putin dem Internationalen Strafgerichtshof die Mitwirkung entzogen.

Foto: IGFMIn Russland unterzeichnete Putin am 16. November 2016 einen Erlass, der den vollständigen Rückzug aus dem Statut zur Folge haben wird. Vermuteter Hintergrund seien die Menschenrechtsverletzungen durch russische Soldaten in Syrien und auf der Krim.

Aus diesem Anlass appelliert die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) an die USA, den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag anzuerkennen und zu unterstützen. Es könne nicht sein, dass die Weltmacht USA dieses Gericht ignoriere. Russland und die USA würden sich damit auf eine Stufe stellen mit Ländern wie Zimbabwe, Sudan oder auch dem Iran, so die IGFM.

Die Menschenrechtler fordern den am 8. November gewählten Präsidenten Donald Trump auf, seine Amtszeit in den Dienst der Menschenrechte zu stellen und direkt bei Amtsantritt am 20. Januar 2017 die Anerkennung des internationalen Gerichts in die Wege zu leiten.

Zeichen des guten Willens wäre die Ratifizierung des Römischen Statuts und das damit verbundene Bekenntnis zur Unteilbarkeit der Menschenrechte. Neben den USA lehnen u. a. Nordkorea oder Usbekistan den Strafgerichtshof ab – und seit heute auch Russland. Bisher hatte Russland das Statut am 13. September 2000 unterschrieben, aber nFokus-menschenrechte-IGFM_2_02och nicht ratifiziert.

Wenngleich die USA das sog. Römische Statut – die Basis des Strafgerichtshofs – bisher nicht anerkennen, könnten auch Soldaten der USA vor dem Weltgericht zur Rechenschaft gezogen werden. Denn US-Bürger könnten angeklagt werden, wenn ihnen Taten in einem Mitgliedsstaat des Römischen Statuts, zum Beispiel in Afghanistan, vorgeworfen werden.

Die Wirkung des internationalen Gerichts hänge zudem von der weltweiten Akzeptanz ab. Sollten die USA auch zukünftig das Gericht nicht anerkennen, würde die Autorität der Gerichtsbarkeit weiter untergraben. Die Ratifikation durch die Führungsmacht wäre ein starkes Symbol für die Menschenrechte.

Das Römische Statut und der Internationale Strafgerichtshof
Das im Juli 1998 unterzeichnete Statut ist Basis für den Internationalen Strafgerichtshof. In dem Statut werden die Funktion und Struktur des Gerichts sowie die Regeln der Rechtsprechung festgelegt. Das Gericht untersucht und verhandelt Verbrechen, wie z. B. Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Verbrechen der Aggression. Bisher haben 124 Staaten das Römische Statut ratifiziert. Burundi, Gambia und Südafrika werden 2017 aus dem Römischen Statut austreten, und somit den Internationalen Strafgerichtshof nicht mehr anerkennen. Das will nun auch Russland tun.

Quelle: www.menschenrechte.de