Fulda: Bischof Algermissen kritisiert Erklärung des BDKJ zu Gender und Sexualkunde

Von Felizitas Küble

Der BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) befindet sich seit fast 50 Jahren auf dem linken Trip – sowohl politisch wie theologisch, vor allem aber in sexualethischer Hinsicht. Dennoch wird er durch Kirchensteuermittel gesponsert, was in konservativen Kreisen seit langem kritisiert wird. Foto Leupolt - Bistum Fulda

Nun gibt es öffentliche Auseinandersetzungen zwischen dem Fuldaer Oberhirten Heinz Josef Algermissen (siehe Foto) und dem Vorstand des BDKJ im Bistum Fulda (einem Dachverband von zehn kath. Jugendorganisationen), denn dieser hatte eine Pressemitteilung verbreitet, die den Titel trug: „BDKJ Fulda setzt sich für Offenheit gegenüber sexueller Vielfalt ein“.

Darin beschwert sich der Jugendverband über ein Grußwort von Bischof Algermissen zugunsten der christlich-konservativen „Demo für alle“ vom 30. Oktober in Wiesbaden. „Es ist an der Zeit anzuerkennen, dass Menschen vielfältige Lebensformen wählen“, schreibt der BDKJ.

Die Elternrechts-Kundgebung wandte sich gegen die Gender-Sexuallehrpläne in Hessen und warf ihnen Frühsexualisierung und Indoktrination der Kinder vor. Der staatliche Sex-Lehrplan fordere nämlich nicht nur Toleranz (Duldung) für Homo-, Bi- und Transsexualität, sondern sogar eine „Akzeptanz“, also inhaltliche Zustimmung.

Das Bistum Fulda erklärte, der Staat sei keineswegs berechtigt, derart massiv in das Erziehungsrecht der Eltern einzugreifen. Toleranz als Lernziel für Sonderformen der Sexualität sei erstrebenswert, eine Akzeptanz könne aber nicht erzwungen werden.

?????????????????????????Bei der schulischen Sexualkunde sei vielmehr „Behutsamkeit und Zurückhaltung“ geboten; außerdem sei die Offenheit und Toleranz gegenüber verschiedenen Wertvorstellungen über diese Themen zu respektieren.

Das Grußwort an die „Demo für alle“ habe Katholiken ermutigen wollen, sich für ihr Elternrecht einzusetzen und auf demokratische Weise gegen den Sexuallehrplan zu protestieren. (Hier der Wortlaut des „umstrittenen“ bischöflichen Grußwortes: https://demofueralle.files.wordpress.com/2016/10/grusswort-bischof-algermissen-zur-dfa-am-30-10-16.pdf)

Bischof Algermissen kritisiert „Stil und Inhalt“ der Stellungnahme des BDKJ, denn ihm werde darin „Intoleranz gegenüber Menschen mit homo-, bi- und transsexueller Orientierung“ unterstellt. Er weise die BDKJ-Erklärung in aller Form als „unberechtigt und ideologisch motiviert“ zurück.

Der Fuldaer Oberhirte stellt zudem fest, der BDKJ hätte besser daran getan, das Gespräch mit ihm zu suchen, „statt eine inhaltlich banale, dem Zeitgeist hinterherlaufenden Mitteilung an die Presse“ loszulassen. Es gehe ihm, so der Bischof weiter, um das Anliegen der katholischen Kirche, die klassische Familie aus Vater, Mutter und Kindern zu schützen.

Foto: Bistum Fulda

 


9 Kommentare on “Fulda: Bischof Algermissen kritisiert Erklärung des BDKJ zu Gender und Sexualkunde”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Siehe dazu auch den „Bund Katholischer Ärzte“ Deutschland (BKA) und dessen Internetauftritt und die christliche Psychologin Christa Meves und die Wertkonservative Eva Hermann usw.
    Und auch die Internetauftritte und Bücher von Judith Reisman und James DeMeo aus den USA.

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  2. Dominik sagt:

    Genau aus diesen Gründen bin ich in der KJF (katholische Jugend im Bistum Fulda), welche damals von Johannes Dyba eigenes gegründet wurde. Allerdings mangelt es uns an Mitgliedern, da die (ohnehin wenigen) Jugendlichen lieber zum BDKJ gehen, weil es bei ihm natürlich die attraktiveren Angebote gibt. Wir als „Einzel-Verein“ können uns eben nicht dauernd irgendwelche Fahrten leisten. Darum hoffe ich, dass es uns gelingt, neue junge Mitglieder zu finden. (Momentan bin ich mit 17 bei den jüngsten). Falls uns das nicht gelingt, müssen wir uns auf langer Sicht wohl mit dem BDKJ fusionieren lassen, was eine Kapitulation gegenüber diesen „Meuterern“ bedeuten würde.

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    • Guten Tag,
      der BDKJ erhält doch seit jeher massive Zuschüsse aus der kirchensteuerfinanzierten Kasse – die KJF auch?
      Ich erinnere mich, daß es in den 90er Jahren hieß – also sogar noch unter Bischof Dyba – daß die KJF sogar ihr Büro mit dem BDKJ teilen mußte, also keinen selbständigen eigenen Sitz hatte.
      Viele Einzelverbände – auch studentische – haben sich dem BDKJ sowieso nur angeschlossen, damit sie vom finanziellen Kirchenkuchen etwas abbekommen.
      Mir scheint, hier liegt seit langem der Hase im Pfeffer!
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  5. ‚Es gehe ihm, so der Bischof weiter, um das Anliegen der katholischen Kirche, die klassische Familie aus Vater, Mutter und Kindern zu schützen.‘ Wir denken, dass es hier nicht nur um ein katholisches Anliegen sondern viel mehr um biblische Maßstäbe geht.
    Wir mit unseren Kirchensteuergeldern finanzieren derartige ‚Vereine‘ wie BdKJ und ZdK. Uns stehen langsam die Haare zu Berg!

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  6. Zausel sagt:

    Klammern wir doch mal die sexuelle Vielfalt raus, die sehr fragwürdig ist, dann kommen wir nämlich auf den Kern der Sache, die Kinder sollen sehr früh lernen, dass sie ihren Körper verkaufen können, und spätestens, wenn die Sozialkassen leer sind, diesen Schritt, um das Überleben zu sichern, erwägen. Sexuelle Vielfalt ist nur vorgeschoben, immerhin hat die Pornoindustrie Milliarden Einnahmen und so wird immer ein Stück mehr die Würde des Menschen ausgehebelt. Schließlich will ein pädophiler Markt, deren Fürsprecher vor allem die Grünen waren, auf seine Kosten kommen, und Menschen, auch Kinder benutzen, wie es ihnen gefällt. Brüssel kann seine Abtreibungs- und Geburtenquoten erfüllen und aus all dem spricht Menschenverachtung pur.

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