Fulda: Protest auf CDU-Veranstaltung gegen den hessischen Sexual-Lehrplan

Hedwig von Beverfoerde

Der Protest gegen den hessischen Sexualerziehungs-Lehrplan wird so schnell nicht versiegen. Diese Botschaft dürfte nun auch in der hessischen CDU angekommen seiHedwig_Beverfoerden.

Ca. 300 Bürger – in der überwiegenden Mehrheit Kritiker des neuen Lehrplans – waren am vergangenen Freitag nach Fulda zu einer Veranstaltung der CDU gekommen, um mit dem hessischen Kultusminister Alexander Lorz (CDU) über den neuen Sexuallehrplan zu diskutieren.

Lorz bemühte sich, die Wogen zu glätten, die sein im August eingesetzter Lehrplan aufgeworfen hat  – ohne Erfolg. Von den meisten Teilnehmern, darunter viele Eltern und Lehrer, erntete er vor allem Unverständnis für sein undemokratisches Vorgehen und scharfe, faktenreiche Kritik an seinem Lehrplan.

So wurde u.a. gefordert, daß die einseitige Ausrichtung auf sexuelle Minderheiten in allen Altersstufen reduziert und die gestrichenen Themen Ehe und Familie sowie Liebe und Treue wieder in den Lehrplan aufgenommen werden sollten.

Lorz behauptete daraufhin, die neue Schwerpunktsetzung auf die Akzeptanz aller LSBTTIQ-Minderheiten sei rechtlichen und gesellschaftlichen Realitäten geschuldet. Er bekannte, daß er die klassische Ehe und Familie ganz bewußt herausgenommen habe.

Das prangerten die Teilnehmer als absurde Verzerrung der gesellschaftlichen Realität an. Anwesende Familien äußerten ihre Empörung über die Diskriminierung ihrer Lebensform im Lehrplan. t_go.php

Für besonderes Unverständnis sorgte die Diskussion um den Begriff „Akzeptanz“. Lorz hatte „Akzeptanz verschiedener sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten“ mit ministerialer Vollmacht gegen das Votum des Landeselternbeirats durchgesetzt, der sich mit Mehrheit für den passenderen Begriff „Toleranz“ ausgesprochen hatte.

Nun konnte er trotz seiner juristischen Ausbildung selbst nicht präzise erklären, was damit gemeint sein soll.

Die Teilnehmer hielten dem Minister entgegen, daß es eindeutig den Tatbestand der Indoktrination erfüllen würde, wenn Akzeptanz im Sinne eines wertschätzenden Verständnisses und einer positiven Bewertung sexueller Verhaltensweisen zu vermitteln sei. Lorz versuchte, sich aus der Affäre zu ziehen, indem er eine Handreichung ankündigte, in der die Begriffe geklärt würden.

Spätestens an diesem Freitag dürfte Minister Lorz klar geworden sein, daß seine Argumente nicht tragen und die Bürger nicht überzeugen. Für eine Revision des Lehrplans – auch dies ist an diesem Abend deutlich geworden – muß der Druck noch viel größer werden:

1. Unterschreiben Sie deshalb bitte unsere Petition gegen den Sex-Lehrplan und laden Sie andere ein, ebenfalls zu unterschreiben.

2. Besonders wirkungsvoll sind individuelle Protestschreiben, sachlich-freundlich formuliert. Wenn Sie also mehr tun wollen, schreiben Sie bitte an:
– Kultusminister Alexander Lorz: poststelle@hkm.hessen.de
– Ministerpräsident Volker Bouffier: v.bouffier@ltg.hessen.de
– CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Boddenberg: m.boddenberg@ltg.hessen.de

Ausführliche Argumentationshilfen finden Sie bei Mathias von Gersdorff – hier und hier.

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5 Kommentare on “Fulda: Protest auf CDU-Veranstaltung gegen den hessischen Sexual-Lehrplan”

  1. Es ist doch logisch, dass perverse Kinderschänder sich mit Hilfe ihrer über Postenkorruption erhaltenen politischen Positionen straffrei machen wollen. Jeder Verbrecher versucht sich und seine Untaten vor sich selbst und anderen Menschen zu rechtfertigen.Wir können derzeit nur AfD wählen um zur kultureller Gerechtigkeit zurückzufinden. Die AfD Leute waren vorher bei der CDU bis sie nicht mehr dort bleiben konnten.

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  2. ostrpeterroesch sagt:

    Wie ich gerade gehört habe, ist Frau von Beverfoerde aus der sogenannten CDU ausgetreten. Auf diese Konsequenz habe ich seit längerem gewartet. Frau von Beverfoerde sollte nun auch den konsequenten nächsten Schritt tun.

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  3. Sehr feinfühlig nachgewiesen hat Stefan Niggemeier die Falschdarstellungen anläßlich der Verleumdungskampagne um den Pseudobegriff „Frühsexualisierung“:
    http://uebermedien.de/9881/der-kampf-der-afd-gegen-das-kindeswohl/

    Jeder Mensch sucht irgendwie das unbedingte JA zu dem wie er ist, zu dem was er fühlt. Manchen Menschen wurde dieses unbedingte JA zur rechten Zeit vorenthalten. So wurden sie von sich selbst entfremdet. Daraus entstand das kollektive NEIN zur Menschlichkeit, welches wir nun bei „Demo für Alle“/“AfD“ etc. sehen. Begriffe wie „Frühsexualisierung“ sind Ausdruck eines verkappten Sadismus, der (unterschwellig) das Leiden an der eigenen Selbstentfremdung den Nachkommen antun „will“.
    Aus eigener Erfahrung und den Erfahrungen sehr vieler anderer Menschen heraus weiß ich um die Qualen kindlicher sexueller Gefühle und Selbststimulationen (bereits im Kinderbettchen) innerhalb eines familiären Klimas, in dem nicht entängstigend über die persönlichsten Gefühle gesprochen werden kann. Diese Sprachlosigkeit eröffnet alle Abgründe unberechenbarer Ängste und grenzenlosen Leids.

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  4. Ist zwar zu begrüßen, aber wie lange braucht die CDU immer Anlaufzeit? Wie lange läuft die Demo für die Familie schon? Die Wähler werden allenfalls vor den Wahlen noch zur Kenntnis genommen. Wir denken, dass es höchste Zeit ist, uns bei den Eidgenossen mit ihren Abstimmungen zu bestimmten Themen ein Beispiel zu nehmen. Unsere Volksvertreter – die ja zumindest in ihrer Führungsriege längst die christlichen Werte verraten haben – sind selbstlgenügsam und lasch geworden.

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