Auch in Sachsen wird ein Gender-Lehrplan für die Sexualkunde an Schulen eingeführt

Mathias von Gersdorff

Kürzlich hat das sächsische Kultusministerium seinen textlastigen „Orientierungsrahmen für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Federführend war CDU-Kultusministerin Brunhild gersdorffKurth. Der Freistaat wird gegenwärtig von einer CDU/SPD-Koalition regiert.

Die sächsischen Schulpolitiker haben die Richtlinien für die Sexualerziehung deutlich dem herrschenden Zeitgeist angepasst und die links-grüne Mode-Ideologie „Gender“ eingeführt. Sie gingen aber wesentlich geschickter als ihre hessischen Kollegen vor und mieden die autoritäre Sprache des hessischen Kultusministers Ralph Alexander Lorz (CDU).

Sicherlich wollte man heftige Auseinandersetzungen wie in Baden-Württemberg und in Hessen verhindern, aber gleichzeitig dem linken Zeitgeist huldigen.

In Hessen tobt seit dem Spätsommer ein heftiger Kampf um den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“. Die Debatte entzündete sich vor allem an der mit ausgestrecktem Zeigefinder geforderten „Akzeptanz sexueller Vielfalt“.

Das treibt just die CDU-Basis zur Weißglut: Eltern, Katholiken, Konservative. Mit seinen Kampf für Gender und gegen Elternrechte ist Kultusminister Lorz dabei, die Popularität seiner Partei in Hessen zu ruinieren. Hier ist die CDU traditionell konservativ geprägt.

In Sachsen wählte man eine vorsichtigere Sprache und zeigt sich verständnisvoller gegenüber unterschiedlichen Wertvorstellungen. Gender wird in wohl kalkulierten Dosierungen verabreicht und durch eine fast schwülstige Sprache verbrämt. t_go.php

Wer aber den „Orientierungsrahmen“ sorgfältig liest, erkennt problemlos, dass die Gender-Ideologie nicht nur namentlich erwähnt, sondern in vollem Umfang enthalten ist.

BILD: „Demo für alle“ protestiert gegen Frühsexualisierung in den Schulen

So sollen sich Schüler/innen mit „Homosexualität und anderen Ausdrucksformen sexueller Vielfalt (vor allem Bi-, Inter- und Transsexualität)“ auseinandersetzen.

Ausdrücklich erwartet man von den Schülern eine Akzeptanz der „neuen Einstellungen zum Sexualleben“:

„Gesellschaftliche Einstellungen zum Sexualverhalten der Menschen (wie u. a. zur Homosexualität) haben sich in den letzten Jahren verändert. Familien- und Sexualerziehung sollte dazu beitragen, dass unterschiedliches selbstbestimmtes Sexualverhalten, das die Würde des Menschen wahrt, keine Bewertung erfährt und als Teil der individuellen Persönlichkeit akzeptiert wird.“

Die Sexualerziehung soll durchaus bei den Kindern zu einem Hinterfragen der Wertvorstellungen führen, die sie von den Eltern oder von der Kirche bzw. Religion erhalten haben: „Sexualerziehung soll helfen, eigene Wertvorstellungen zum sexuellen Verhalten, zu Partnerschaften, Ehe und Familie zu entwickeln und diesbezüglich selbstbestimmte Entscheidungen zu fällen.“

Demnach kann es gar nicht anders sein, dass die Schule als Konkurrenz zum Elternhaus wirkt. Wie diese Zielsetzung mit dem Indoktrinationsverbot zu vereinbaren ist, bleibt ein Geheimnis der sächsischen Schulpolitiker.  Foto von Elstrud Consoir

Die Vorstellung, es gäbe eine Vielfalt an sexuellen Orientierungen oder Identitäten, findet sich mehrmals im Text des Orientierungsplanes:

„Sexualerziehung soll zu Toleranz gegenüber unterschiedlichen sexuellen Orientierungen, Verhaltensweisen und Lebensstilen anhalten und motivieren, Diskriminierungen entgegenzuwirken“.

Oder es heißt: „Bei der Thematisierung von Geschlechtlichkeit (Sex und Gender, männlich/weiblich, Jungen/Mädchen, Männer/Frauen) ist zu beachten, dass es Kinder und Jugendliche in der Lerngruppe geben kann, die sich physisch oder psychisch nicht den traditionellen Kategorien von männlich und weiblich zuordnen lassen bzw. sich selbst nicht zuordnen können – unabhängig vom angeborenen eindeutigen oder uneindeutigen anatomischen Geschlecht.“

Das letzte Zitat ist besonders interessant, denn es enthält in konzentrierter Form die gesamte Gender-Ideologie.

Die Textpassage besagt, dass es Menschen gebe, die sich nicht in die „traditionellen Kategorien“ von Mann und Frau zuordnen lassen. Ferner gibt es Menschen, die sich selber diesen „traditionellen Kategorien“ nicht zuordnen können.

Das Wort „traditionelle Geschlechter-Kategorien“ impliziert die Vorstellung, diese „Kategorien“ seien nicht von der Natur aus gegeben, sondern kulturelle oder soziale Produkte. Nur dann ergibt die Bezeichnung „traditionell“ Sinn, um Mann und Frau als solche zu bezeichnen. Fasst man so die Entstehung der Geschlechter auf, befindet man sich schon tief in der Gender-Ideologie.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/2016/12/sachsens-orientierungsrahmen-fur-die.html


4 Kommentare on “Auch in Sachsen wird ein Gender-Lehrplan für die Sexualkunde an Schulen eingeführt”

  1. Adolf Breitmeier sagt:

    Wenn Irrsinn zur schwachsinnigen Wissenschaft erhoben wird, ist es mit normalen Regeln nicht mehr weit her. So was Blödes wie Genderkram, das musste erst noch von ROTGRÜNGUTMENSCHEN erfunden werden. Du meine Güte, ist es denn so schwer, einfach nur Menschen anderer sexueller Richtung so zu akzeptieren, wie sie sind – und die, die unter ,,normal“ fallen, auch so zu lassen, wie sie sind. Da braucht man doch keine schulische Erziehung für ,,technische“ Einzelheiten. Eine Kinderseele ist so schnell zerstört, ein Mensch so schnell verstört, und wer soll die Störungen, die bis hin zur Aufhebung normaler liebevoller Gefühle gehen kann, wieder ,,reparieren“? Weg mit dem ganzen Genderkram, normale Aufklärung ist richtig, erforderlich und langt!

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  2. Rolfi sagt:

    Es kann ja wohl kein normal denkender Bürger mit humanitärer Weltanschauung Verfolgung gegen Menschen, wo Männer Männer lieben oder Frauen Frauen lieben anstreben, denn es ist ihr persönliches Recht, zu lieben, wen sie lieben. Aber auch sie brauchen den Halt einer Familie, die sie bilden, und hier wird massiv versucht, bei Kindern die noch in der Entwicklung sind, diese dahingehend zu indoktrinieren, die eigenen Lebensformen aufzuzwingen.
    Bestes Beispiel Olivia Jones, die schon zum Größenwahn neigt, sich über schutzbedürftige Kinder in ihrer eigenen Lebenseinstellung zu erheben. Es sind auch die Grünen, die davon träumen, dank moderner Medizin Kindern 4 oder mehr genetische Elternpaare zu verpassen, unnatürlicher geht es nicht. Um es sehr gelinde auf den Punkt zu bringen, man verhält sich so, wo Tierzüchter versuchen, durch diverse Kreuzungen Tiere hervorzubringen, die überzüchtet und Lebensuntauglich sind. Katzen, die es verschmähen, Mäuse zu fangen und elendig krepieren, wenn sie ausgesetzt werden, Hunde, die zu gefährlichen Kampfmaschinen werden oder zu lebensuntüchtigen Haustyrannen…….
    Wenn Brüssel dann noch für jedes Land Abschreibungs- und Geburtenquoten regelt, dann ist das nichts anderes als menschliche Selektion und Aberkennung von Lebensrechten, wo nur der Starke überlebt. Wer je den Rahmenrichtlinienplan für Sexualkunde, den niemand öffentlich wiedergeben darf, gelesen hat, der weiß auch, dass das Toleranzverständnis dieser Bildungsform noch am harmlosesten ist, wenn Kinder in einem Darkroom ihre sexuellen Neigungen ergründen sollen, so dass man schon eine statistische Planung vornehmen kann. In Griechenland müssen bereits Eltern schon aus Existenznot (die auch bei uns dank Plünderung der Sozialkassen kommen wird), ob sie wollen oder nicht, in Waisenhäuser abgeben und wahrscheinlich schwebt Frau Schwesig von der SPD ähnliches vor für die Umerziehung, wenn es auf den Finanzmärkten zum großen Knall kommt. Verzeihung, mir wird übel……

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  3. Frankenstein sagt:

    Deutschland bewegt sich mit dieser abnormalen Bildungspolitik in Richtung Untergang, und sollte je ein fundamentaler Islam in Deutschland die Oberhand gewinnen, werden wohl Steinigungen oder sexuelle Versklavung der Dhimmis (ungläubige, die sich nicht einem fundamentalen Islam beugen) an der Tagesordnung sein, wo Deutschland zum größten Puff wird, wo die Gebieter bestimmen, wie sehr sie ihre Freudenhaussklaven erniedrigen können. Mein Gott, bin ich froh, dass ich keine Kinder habe, diesen Alptraum, auf den wir dank unserer Genderverseuchten Politiker zusteuern, ist nicht zu ertragen. Wie viel Menschen-Verachtung wollen unsere Politiker noch an den Tag legen und ihre Untertanen zu Arbeitstieren gemäß der Bedürfnispyramide Ishikawa umerziehen? Jetzt wird unsere einst hart erkämpfte humanistische Kultur mit Gewalt abgeschafft, und wie sagte Claudia Roth es so schön: „Es kommen auch Menschen zu uns, die nicht verwertbar sind“, als sei sie eine göttliche Gebieterin über die Menschen aus dem Volk, die sie vermutlich nur als Gebrauchsobjekte sieht. Wer nicht will, dass seine Kinder und Enkel eine Horror-Zukunft haben, sollte zur Wahl gehen und jenen Altparteien tschüss sagen, es sei denn, die CDU Basis wehrt sich gegen diese Willkür, die auch aus Brüssel kommt.

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