Kardinal Martino: Es wäre gerecht, wenn der Papst den vier Dubia-Kardinälen antwortet

Der emeritierte Kurienkardinal Renato Raffaele Martino stellt sich hinter den Brief der vier Kardinäle an den Papst. Er sehe darin „nichts Schlechtes“, sagte er im Gespräch mit einer Internetseite namens „La Fede Quotidiana“. Es sei „legitim, in Fragen der Doktrin dem Papst eine Meinung zu unterbreiten“, und es sei „auch gerecht, zu antworten“. Foto Michaela Koller

Vier Kardinäle, darunter die Deutschen Meisner und Brandmüller, hatten dem Papst schriftlich „Zweifel“ zu seinem Schreiben Amoris laetitia unterbreitet. Dazu gehörte auch die Frage, ob wiederverheiratete Geschiedene nunmehr in Einzelfällen zur Kommunion zugelassen werden dürfen oder nicht. Die unterzeichnenden Kardinäle hatten den Brief veröffentlicht, nachdem sie keine Antwort des Papstes erhalten hatten.

Zur erwähnten Frage des Kommunionempfangs sagt Kardinal Martino: „Die Lehre hat sich nicht geändert und ändert sich nicht. Das Ehesakrament ist unauflöslich. Dieses Fall-für-Fall, von dem Amoris laetitia spricht, kann zu zweifelhaften Interpretationen führen, auch wenn ich die pastorale Optik verstehe.“

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2016/12/18/martino_unterst%C3%BCtzt_den_brief_der_vier_kardin%C3%A4le/1279981

 


6 Kommentare on “Kardinal Martino: Es wäre gerecht, wenn der Papst den vier Dubia-Kardinälen antwortet”

  1. Sorge sagt:

    Vielleicht gibt es hier eine Erklärung dafür, warum es so massiv geschwiegen wird…

    Climate of fear in Vatican is very real
    https://www.lifesitenews.com/blogs/climate-of-fear-in-the-vatican-is-very-real

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  2. Reichert sagt:

    Offensichtlich gibt der Pontifex Personen und Ereignissen, die ihm wichtiger erscheinen,
    den Vorzug. Man könnte auch sagen, was ihm nicht in den Kram paßt, das wird einfach
    totgeschwiegen! Daher ist er ja auch so angesehen in der säkularen Welt, die ansonsten mit Gott nichts am Hut hat.

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    • Marienzweig sagt:

      Mit seinem Schweigen tut sich Papst Franziskus selbst keinen Gefallen.
      Selbst diejenigen unter den Katholiken, die ihm ansonsten herzlich zugetan sind, äussern zunehmend ihr Befremden.
      Ein Fels ist ein Fels und kein zerbröselnder Stein.

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  3. Lassen sich wirklich nur Purpurträger (die Farbe Purpur symbolisiert bei Kardinälen die Bereitschaft, für den Glauben auch sein Blut zu vergiessen) finden, die ihre Karriere schon hinter sich haben?

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    • Marienzweig sagt:

      Das war auch mein erster Gedanke.
      Gibt erst der Stand der Emeritierung -mit Ausnahme des Weihbischofs Athanasius Schneider- einigen Klerikern die nötige innere Freiheit, ihre Meinung angstfrei zu äussern?
      Und die anderen, wo sind sie?

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      • Und dies wirft natürlich die unbequeme Frage auf, ob nicht die meisten Kardinäle im „Senat“ des Papstes fehl am Platze sind. Entweder sind sie von den aktuellen Zuständen nicht alarmiert oder sie sind es, schweigen aber aus niederen Beweggründen wie Menschenfurcht, Karrieresucht etc.
        Wer nicht wie der Hl. Paulus den Mumm hat, notfalls „Petrus ins Angesicht zu widersprechen“, wenn dies Not tut, hat in dessen Senat m.M. nach nichts zu suchen.

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