Muslimischer Islamkritiker Abdel-Samad wendet sich gegen Merkels Asylpolitik

„Wann übernehmen Sie endlich die Verantwortung?“

Der muslimische Islamkritiker Hamed Abdel-Samad hat Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (beide CDU) in einem Offenen Brief aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz der deutschen Bürger zu ergreifen. Die Schonzeit sei vorbei: Samad

„Kalenderweisheiten und das ständige Warnen vor der AfD reichen nicht mehr aus, um den inneren Frieden im Lande zu bewahren.“

In seinem Schreiben formuliert der deutsch-ägyptische Politologe und Publizist acht Fragen, etwa wie ein vorbestrafter Islamist sich in Deutschland so lange frei bewegen und seine Tat vorbereiten konnte, „ohne dass die Behörden einen blassen Schimmer von seinen Plänen hatten“.

Weiter interessiert Abdel-Samad, wie viele Millionen Euro in Deutschland für die Überwachung von Islamisten verwendet werden, was mit den zwölf Moscheen geschehe, die Amri besucht habe und in denen er teilweise als Imam aufgetreten sei, wie viele Islamisten im Zuge der Grenzöffnung im September 2015 nach Deutschland eingereist seien, wie viele Straftaten von Menschen begangen worden seien, die als „Schutzsuchende“ in den vergangenen 15 Monaten nach Deutschland kamen, wie viele der friedlichen Flüchtlinge bereits Deutsch lernen, eine Arbeitsstelle haben und wie viele von ihnen frustriert seien und „kurz vor der Radikalisierung“ stünden.

Er bezweifle nicht, so Abdel-Samad weiter, dass Merkel „gute Absichten“ gehabt habe, als sie die Grenzen im vergangenen Jahr geöffnet habe: „Aber gute Absichten schützen nicht vor der Verantwortung für das Versagen. Wann übernehmen Sie endlich die Verantwortung? Warum glauben Sie und warum glauben so viele in diesem Land, dass Sie alternativlos sind?“

Merkel gestalte nicht, sondern verwalte nur die von ihr teilweise selbst geschaffenen Probleme. Abschließend fragt Abdel-Samad, ob die Bundeskanzlerin weiterhin glaube, dass der Islam ein Teil von Deutschland sei.

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/islamkritiker-abdel-samad-fordert-antworten-von-bundeskanzlerin-merkel-99417.html

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7 Kommentare on “Muslimischer Islamkritiker Abdel-Samad wendet sich gegen Merkels Asylpolitik”

  1. zeitschnur sagt:

    Auf mich wirken diese Stimmen ebenso wie meine eigene wie verzweifelte letzte menschliche Signale in einem Chamsin.

    Deutschland ist komplett verrückt geworden. Jetzt wollen sie heute nacht in Köln und anderswo „in aller Freiheit“ Silvester feiern wie in früheren Jahren, als sei überhaupt nichts passiert, nur fragt man sich, warum das politisch verordnet werden muss und warum das von einem ganzen Heer an Sicherheitskräften bewacht werden muss.

    Es sind ja bezeichnenderwiese fast alles Personen mit Migrationshintergrund, die uns warnen und mahnen, Hamed Abdel-Samad, Sabatina James, und übrigens auch der umstrittene Autor Akif Pirincci, mit dem ich mich die letzten Tage mal genauer beschäftigt habe. Ich dachte ja aufgrund der Hetze über ihn, er sei so ein türkischer rechtsradikaler Volldepp, aber das Gegenteil ist der Fall. Er ist ein interessanter Mann. Was mir an ihm zwar auch nicht besonders gefällt, ist die Überstrapazierung von Fäkalwörtern, wobei sie der Situation qualitativ ja durchaus angemessen sind. Aber er sieht sehr klar, was hier abgeht und schreibt darüber. Er wurde ohne weitere Gründe von Verlagen und Verkäufern boykottiert – das ist im Prinzip auch ein „Deutsche, kauft nicht bei Juden“.

    Ebenso warnen auch ein paar noch rationale Deutsche/Einheimische und werden gnadenlos verhetzt: die Literaturwissenschaftsprofessorin Gertrud Höhler, Thilo Sarrazin, Buschkowski u.v.a.

    Sie analysieren die Situation, sicher stimmt man ihnen nicht immer in allem zu, was zu einem demokratischen Diskurs einfach dazugehört, aber im wesentlichen treffen sie die Sachlage.
    Anstatt darüber nun einen Diskurs zu führen, werden sie verhetzt, und dies von Personen, die sich noch rühmen, deren Bücher erst gar nicht gelesen zu haben. Ekelhafter geht es nicht – das hat wirklich das Niveau gewisser Zeiten.
    Und seither haben wir auch Kanzlerinnen, die sich, ohne Bücher zu lesen, als Buchkritikerinnen und Autorenmobberinnen betätigen.

    Manchmal denke ich: Okay, ein dermaßen bescheuertes Volk, das sich so etwas gefallen lässt, soll sich hinscheren, wo der Pfeffer wächst.
    Aber dann erinnere ich mich dran, dass ich auch zu diesem Volk gehöre, und dass dieses Land es wert wäre, zu bleiben – allerdings ohne all diese Idioten.
    Mir würde es nichts ausmachen, mit vielen „Deutschen mit Migrationshintergrund“ wie Abdel-Samad, Pirincci und Sabbatina James und vernünftigen „Bio-Deutschen“ Deutschland neu zu eröffnen und die alte Garde auf Völkerwanderung zu schicken oder einer langwierigen „Ent-Nazifizierung“ zu unterziehen, denn das sind sie im Grunde: alte Rassisten… wer – bloß weil es Ausländer sind – einen anderen Maßstab anlegt und aufhört, rational zu denken, der ist ein Rassist. Auch wenn das Ganze hinsichtlich der „Migranten“ positiv verpackt ist
    Das wär’s doch: diese Migrationsfetischisten könnten doch einfach gesammelt als ein Batallion von 20 Mio in den Orient marschieren (durch Schlepper geführt) und bei IS oder bei den Saudis um Asyl bitten. Aber bitte vorher alle gendern! So käme zusammen, was zusammengehört, und wir hätten hier wieder eine Perspektive.

    Im Zusammenhang mit diesem Schwachsinn müssen viele andere Probleme neu bedacht werden, etwa diese verdammte Lifestyle-Abtreibungsmaschinerie, dieses pathologische Polarisieren von „Karriere-Machen“ und Familiehaben, wobei es durchaus nicht die Frauen waren, die mit dieser kranken Denkart begonnen haben. Sie haben nachgezogen, und ihr Frust über die Männer wurde gezielt instrumentalisiert für diesen Massenmord an Ungeborenen.
    Wenn ich bedenke, welch ein Schwachsinn die letzten Jahrzehnte bestimmt hat: Heere von Leuten, die es nicht mehr schafften, sich mit einem Partner wenigstens mal versuchsweise zusammenzutun und das „Single“-Leben propagierten samt „One-night-stands“ als Alternative zu einem geordneten Eheleben, Verhütungsstress, Abtreibungen in riesiger Zahl ohne irgendeinen auch nur anähernd triftigen Grund etc. In meiner Altersgruppe sollen statistisch 30% nicht verheiratet sein und kinderlos geblieben sein. Die wenigsten davon sind aus einem rationalen Grund (Priestertum, Ordensleben, Impotenz etc.) alleine.
    Das ist doch ein total kranker Zustand.

    Eigentlich war klar, dass das eines Tages zusammenbrechen würde.

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    • Marienzweig sagt:

      Danke für Ihre umfassende und absolut zutreffende Beschreibung der heutigen Situation in unserem Land.
      Meine Frage ist nur, wie kann man sich innerlich soweit frei halten, um nicht in Depressionen zu versinken?
      Ich habe schon oft gedacht, dass ich im Grunde froh bin, nicht mehr zu den Jungen zu zählen. Aber das kann ja keine Lösung sein.
      Doch unsere Jugend und unsere Kinder müssen in den kommenden Jahren mit dem klarkommen, was wir ihnen hinterlassen haben.

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      • zeitschnur sagt:

        Depri? Ja packt mich manchmal auch. Aber ich habe beschlossen, zu kämpfen, und wenn ich 1000mal zwischen den Stühlen sitze, ist mir egal!

        Denn wer das wagt, muss sich eben nicht vorwerfen, seinen Kindern das alles unwidersprochen hinterlassen zu haben und gibt v.a. eine Perspektive entweder aufs Himmlische Jerusalem oder eine neue Runde im irdischen Danach.
        Haben nicht auch wir vom Erbe der Widerständigen im 3. Reich gelebt? Waren es nicht auch ihre Gedanken, ihr Mut, die uns Perspektive gaben?

        Wichtig ist natürlich, dass man nun nicht mittels einer weiteren Ideologie widerspricht (und das ist auch die große Gefahr dieser dunklen weltgeschichtlichen Stunde!).
        Das bedeutet: Mut, die Mühe ständiger Wachsamkeit und Reflexion, vor allem AUFRICHTIGKEIT, auch die Bereitschaft von allen, wirklich allen angefeindet zu werden, sich hinter keinem Weltanschauungs-Kollektiv mehr zu verschanzen, aber natürlich die zu unterstützen, mit denen man viele Überschneidungen hat.
        Haben wir den Mut?

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    • ester sagt:

      so in die Richtung habe ich auch schon öfter gedacht,
      aber, nun mein großes aber: Warum ausgerechnet wir?
      Andere Länder sind, was Abtreibung, Verhütung, alles das, was Sie aufzählen, auch nicht viel anders, aber dennoch irgendwie nur halb so durchgedreht.

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      • zeitschnur sagt:

        Ich denke, dass Sie das nicht realistisch sehen: Gehen Sie doch mal rüber nach Frankreich, wir haben’s ja nicht weit… dort ist doch alles noch viel schlimmer! Was glauben Sie, warum es seit Jahrzehnten diese immer wachsende Le Pen-Familie mit ihren wiederum problematischen politischen Ausrichtungen gibt?
        Schon vor 30 Jahren sagte mir zu meinem Schock ein Jugendherbergsvater in F, wenn es nach ihm ginge, würde er sämtlich Moslems in denselben Fabriken, in denen sie arbeiten, anschließend durch den Kamin jagen. Ich war total bestürzt über diesen Zynismus und diesen Hass. Der Typ war kein Katholik und lästerte über die große Prozession (Assumptio), die in der Kathedralenstadt gerade abging… er sagte sinngemäß ziemlich eiskalt: wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es wieder raus. Diese Piraten zerstören Frankreich, also gehören sie zerstört. es steht dem gesocks ja frei, wieder heim ins Piratenreich zu gehen…
        Natürlich stimme ich solchen Gedanken nicht zu – nicht dass das einer missversteht.
        Ich fand einige französische Mohammedaner auch ganz interessant, zum Beispiel Abdelwahab Meddeb, der das berühmte Buch „Die Krankheit des Islam“ schrieb. Ich habe den Mann mal auf einer Lesung gehört (inzwischen ist er verstorben).
        Meddeb machte einen kühnen oder surrealen Rückgriff auf den Mystiker Ibn-Arabi, der vor 1000 Jahren gelebt hat und zugleich Kritiker dessen war, was danach im Islam den Sieg gemacht hat, all dieses erstarrte Denken, diese geistige Gefriertruhe, die diese Religion heute ist. Für Meddeb war diese G’frörne die „Krankheit des Islam“.
        In Frankreich ist es so ätzend mit den Muslimen, dass viele Juden seit Jahren nach Israel gegangen sind – man kann in diesem Land, das an vielen Orten ein richtiges Drecksland geworden ist, nicht mehr leben. Und was tut die hohe Politik? Die schwadronieren doch genauso bescheuert herum wie die unsere, bloß auf Französisch. Dass sie jetzt gerade mal keine „Flüchtlinge“ nehmen wollten, ist zwar klug, ändert aber am Zustand nix.
        Sehen Sie sich an, was dort an Terror geschehen ist, selbst ein zelebrierender Priester am Altar wurde nicht verschont…
        Und die autochtonen Franzosen sind genauso versifft wie wir, keine Sorge, das ist einfach nur unser Zwilling in der Verkommenheit.
        Es wäre an uns, wirklich „Buße zu tun“, umzukehren von diesen irrsinnigen Weg, aber es kann passieren was will, wir machen weiter.

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      • ester sagt:

        um umzukehren, müsste man erstmal einsehen, dass man selbiges nötig hat.
        Und genau daran hapert es doch gewaltig.
        Das folgende bitte nicht in die falsche Kehle kriegen.
        Der Westen ist ja nicht erst seit gestern mehr oder weniger gottlos, und bildet sich da auch noch einen Stiefel drauf ein, auch und weil die Gottlosigkeit einherging mit einem gewaltigen
        technischen und medizinischen Fortschritt.
        Nur hat das eine mit dem anderen nichts zu tun, auf jeden Fall nicht zwingend.
        Es ist nur so, dass wir vieles können, gerade was die Medizin angeht, aber gar nicht mehr wissen, warum der Mensch überhaupt auf dieser Erde herumläuft, was er hier eigentlich soll.
        Dass er aber, im Gegensatz zu früher, selbiges sehr komfortabel tun kann, hat man seit über 50 Jahren als das schlagende Argument genommen, um sich gegenüber Gegenden und Zeiten, wo der Mensch weniger komfortabel auf der Erde herumliefen, überlegen zu fühlen.
        So fühlt der moderne westliche Mensch sich seinen frömmeren Vorfahren haushoch überlegen, fühlte sich bis 1989 dem real existierenden Sozialismus überlegen und fühlt sich immer noch den islamischen Ländern überlegen, weil, wie sagt(e) man so? „Die, die kriegen doch nichts auf die Reihe! und wenn, dann nur, weil wir das denen bauen…..“
        Nur scheint mir das alles der komplett falsche Maßstab zu sein, worin das Problem besteht.

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  2. d sagt:

    Recht hat er, aber ich denke schon, dass die junge AFD jetzt gefordert ist, um ihre Chance zu verdienen, indem sie differenziert und nicht überreagiert. Die Vertreter der Vernunft müssen sich jetzt in der AFD durchsetzen, denn sie können den Kurswechsel einer kranken Politik der Altparteien korrigieren.
    Während zu Jesu Zeiten sagen wir mal 20 Prozent sein Todesurteil zur Kreuzigung gesprochen haben, ungewiss, wie viele Besatzer oder einheimische seines Volkes waren, könnten dank der Qualitätsmedien 80 Prozent heute locker das Todesurteil auf Grund einer Biografie, die den nach Macht strebenden nicht gefällt, sprechen. Wir fixieren uns zu sehr und sehen die Strippenzieher dahinter nicht. Die Anschläge auf AFD-Politiker sind auch kein Zufall…

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