Hat Papst Franziskus drei Mitarbeiter der Glaubenskongregation gefeuert?

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Das Klima im Vatikan wird rauer“ schreibt die katholische „Tagespost“ am 4. Januar 2017 online, Papst Franziskus habe die „Entlassung von drei verdienstvollen Mitarbeitern der Glaubenskongregation angeordnet“. Foto Michaela Koller

Tagespost-Reporter Guido Horst ist zugleich Chefredakteur des unabhängigen „VATICAN-Magazin“; diese Zeitschrift hat ihren Sitz direkt neben der Glaubenskongregation. Horst berichtet:

„Wie im Vatikan zu erfahren ist, entspricht die Nachricht des italienischen Vatikanberichterstatters Marco Tosatti von Ende Dezember, Papst Franziskus habe die Kündigung von drei Mitarbeitern der Glaubenskongregation erzwungen, den Tatsachen.

Demnach sei es Franziskus zu Ohren gekommen, dass einer oder alle drei Priester, die als zuverlässige, verdienstvolle sowie langjährige Fachkräfte des von Kardinal Müller geführten Dikasteriums geschildert werden, sich etwas kritisch über den Papst geäußert haben sollen…Unmittelbar darauf habe der Papst schriftlich die Entfernung der drei Geistlichen gefordert.“

Entsprechende Gerüchte über solche Vorgänge kursieren seit Tagen im Internet. Da es leichtsinnig wäre, sich auf Behauptungen eines einzigen Vatikanisten (Vatikanreporter Tosatti) zu verlassen, hielten wir uns mit dem Thema komplett zurück. 

Nachdem die immerhin seriöse und bislang nicht als papstkritisch aufgefallene „Tagespost“ in dieser Weise darüber schreibt, scheinen sich die Anzeichen zu verdichten, daß Tosatti recht hat. Ein sicherer Beweis liegt damit aber noch nicht vor.

Weiterer Artikel der TAGESPOST zum Thema siehe hier: http://www.die-tagespost.de/politik/Im-Blickpunkt-Angst-vergiftet-das-Klima;art315,175221

Foto: Michaela Koller

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7 Kommentare on “Hat Papst Franziskus drei Mitarbeiter der Glaubenskongregation gefeuert?”

  1. Octopuss sagt:

    Irgendwie hat das den Beigeschmack von mittelalterlichen Hexenhammer und Inquisitionsgericht, weil ein Papst, der sich schon göttlich sieht, Kritik an seiner Blasphemie nicht leiden kann, den eine Verbrüderung mit dem antisemitischen Islam ist eine solche.

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  2. Der Papst ist ein völlig normaler alter Mann, der alle menschlichen Schwächen in diesem Alter hat. Sein Organisations-und Finanzimperium ist weltweit und muss zuerst den rein politisch machtorientierten Islamterror der 800 Millionen Frauen weltweit direkt dinglich versklavt aus der Welt schaffen. Dieser Aufgabe ist der alte Mann rein physisch nicht mehr gewachsen.
    Dass er jetzt gegen Kritik empfindlich wird, ist doch normal. Er kann sich ja wie sein Vorgänger aus der Aufgabe zurückziehen. Vielleicht ist er aber wie ältere Männer dazu zu eitel. Hier arbeitet die Zeit für Christus ohne Gewalt

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  3. "GsJC" sagt:

    Vielleicht ist das eigentliche Ziel dieser Maßnahme auch Kardinal Müller.

    Mal abwarten, ob eine der drei „schriftlichen Entfernungsurkunden“ an die Öffentlichkeit gelangt. Irgendeine nachvollziehbare Begründung in der Sache muss ja vorliegen. Der konkrete Vorwurf mit Zeugenangabe (Namen des Verräters) muss vermerkt sein.

    Ansonsten könnte ja jeder „hinterhältige Einfaltspinsel“ beim Papst Stimmung gegen jeden Mitarbeiter machen.

    Wäre auch noch interessant, zu wissen, ob einer von den drei entlassenen Geistlichen vorher vom Papst oder einem seiner Mitarbeiter zur Sache angehört wurde. Da stellt sich die Frage nach einem Gesprächsprotokoll und ob es von allen Anwesenden unterzeichnet wurde.
    Fragen über Fragen!

    MfG

    Tagespost:
    „Der Bekannte eines engen Vertrauten des Papstes habe das gehört, was dann zu Franziskus gedrungen sei.“

    Quelle:
    http://www.die-tagespost.de/politik/Das-Klima-im-Vatikan-wird-rauer;art315,175166

    ————————————-

    Solche Zuträger („Bekannte eines engen Vertrauten“) werden beim Militär als „Kameradenschweine“ und „Wichtigtuer“ bezeichnet.
    Da versucht eine vatikanische Hofschranze mit Verrat und Geschwätz über X-Ecken zu glänzen.
    Sollten die Fakten in diesem Fall jemals alle auf dem Tisch liegen, wird man sehen, wem der „demütige, barmherzige und bescheidene Straßenbahnfahrer“ sein Öhrchen liebevoll zuneigt.

    Es bleibt spannend …

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    • Bernhard sagt:

      Sie sagen es schon, und der Text sagt es auch: Man weiß einfach zu wenig. Im Prinzip ist das einzige, was man sicher weiß, dass diese drei Priester ihren Posten verloren haben.

      Wenn der Papst auf Denunzianten hört, wie Sie kolportieren, dann ist das fürwahr ein schlechter Zug. Allerdings ist er da nicht allein. Von einem sehr konservativen katholischen Bischof (sein Name braucht nicht genannt zu werden) habe ich auch schon gehört, dass er kirchliche Mitarbeiter zur Denunziation aufgerufen hat. Und auch er ist sicher kein Einzelfall.

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  4. In der Geschichte der Kirche hat es schon einige Päpste gegeben, die der Kirche nicht gut getan haben. ….. dennoch hat sie 2000 Jahre überlebt und sie wird auch Franziskus überleben. Warten wir’s ab! JESUS ist der HERR und HIRTE der Kirche. Seine Stellvertreter? Denen, die IHM treu sind – wie Papst Benedikt – geht es wie dem HERRN selbst – sie werden verfolgt. Aber: Wie oft hat GOTT in Israel eingegriffen. Beten wir darum!

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  5. Dorrotee sagt:

    Ja, das ist unser Papst, der immerzu Barmherzigkeit predigt.
    Seinen eigenen Mitarbeiter jedoch keine Kritik erlauben, die sicherlich auch gerechtfertigt war, sonst wird gleich scharf gehandelt.
    Ist das Barmherzigkeit gegenüber seinem Nächsten?
    Wann nimmt er endlich Stellung zu dem Schreiben der Kardinäle wegen der Wiederverheiratenten??

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