Erika Steinbachs Austritt signalisiert das Verschwinden der Konservativen in der CDU

Unter dem Titel Erika Steinbach: Rechts ist kaum Platz in der CDU“ befaßt sich Redakteur Ludwig Greven in der linksliberalen Wochenzeitung DIE ZEIT online mit dem Austritt dieses CDU-Urgesteins aus ihrer Partei. (Unsere Berichte zu Steinbach: HIER)

SteinbachDie Politikerin aus Frankfurt saß fast 30 Jahre im Bundestag, wurde siebenmal direkt ins Parlament gewählt, war jahrzehntelang Präsidentin des „Bundes der Vertriebenen“ (BdV), amtierte als menschenrechtspolitische Sprecherin der Unions-Fraktion und gehörte derem Bundesvorstand an.

ZEIT-Autor Greven schreit, der Austritt Steinbachs erschütterte die CDU nicht, zeige aber, „wie wenig Raum Konservative unter Merkel haben – und die Wut darüber“.

Der Verfasser stimmt Steinbach zu, die anläßlich ihres Austritts erklärt hatte, die AfD sei „Fleisch vom Fleisch der CDU“: „Aber in gewissem Sinne ist die AfD, so wie die Linkspartei als quasi-Abspaltung der SPD, vor allem Fleisch vom Fleische der CDU“

Daher stelle sich die Frage, „inwieweit die Union Menschen mit konservativer Haltung noch binden kann.“

Steinbachs Abgang beleuchte, so der Autor weiter, „wie wenig prominente konservative Stimmen es in der CDU noch gibt“.  – Er fügt auf der grundsätzlichen Ebene hinzu:

„Die Partei war immer stolz darauf, drei Wurzeln zu haben: liberal, christlich-sozial und eben konservativ. Doch diese Wurzel ist unter Merkel verkümmert.“

Das konservative Element wird allenfalls noch bis zu einem gewissen Grad von der CSU vertreten. Aber solange die Christsozialen sich nicht bundesweit ausdehnen, kann der Bürger außerhalb Bayern diese Partei nicht wählen, bleibt also weiterhin heimatlos innerhalb des C-Spektrums. (Siehe hierzu unsere 18 Artikel für eine bundesweite CSU: Kreuther Geist)

Redakteur Greven schreibt weiter: „Für Konservative, gar Rechtskonservative oder national Denkende, ist nicht mehr viel Platz in der Merkel-CDU.“

Daraus hat Frau Steinbach die einzig ihr logisch erscheinende Konsequenz gezogen, indem sie ihre Partei verließ, weil sie Konservativen keine Heimat mehr bietet.

Quelle für die Zitate: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-01/erika-steinbach-cdu-austritt-konservative-merkel/komplettansicht

 
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9 Kommentare on “Erika Steinbachs Austritt signalisiert das Verschwinden der Konservativen in der CDU”

  1. Bernhard sagt:

    Die „Linke“ ist nicht eine Abspaltung der SPD. Das gilt höchstens für die WASG, nicht aber für die PDS.

    Und ich hoffe sehr, dass die AfD nicht „Fleisch vom Fleisch“ der CDU ist. Denn das würde bedeuten, dass die CDU tendenziell auch auf Frauen und Kinder schießen würde.

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    • Guten Tag,
      hinsichtlich der Medienkampagne über den von der AfD-Chefin Dr. Petry angeblich gewünschten Schießbefehl an der Grenze haben wir längst das Nötige klargestellt – genauer: ein Filmemacher aus dem Libanon hat als Augenzeuge einige Stühlchen geradegerückt: https://charismatismus.wordpress.com/2016/02/03/deutsch-libanesischer-regisseur-widerspricht-den-attacken-gegen-dr-petry-afd/
      Übrigens: in den USA gibt es tatsächlich scharfe Grenzschützen – nämlich an der mexikanischen Grenze. Hat Friedensnobelpreisträger Obama – der umjubelte Liebling so vieler Linker – dies abgeschafft? Keineswegs, nur daß sich hierüber keiner aufregt.
      Wie die FR im Sommer 2015 meldete, wurden seit 2004 bereits 46 Menschen an der Grenze erschossen. Inzwischen sind es wohl etliche mehr. (Quelle: http://www.fr-online.de/panorama/grenze-usa-mexiko-us-grenzschuetzer-schiessen-schnell,1472782,31078962.html
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Bernhard sagt:

        Ich bezog mich nicht auf Frauke Petry. Frauke Petry hat nur in einem Interview allgemein von „mit der Schusswaffe verteidigen“ gesprochen.

        Beatrix von Storch hat hingegen schriftlich, auf Nachfrage(!) gesagt, sie befürworte, auch auf Frauen und Kinder zu schießen. Das ist eine ganz andere Kategorie, und darauf bezog ich mich.

        Was hat der Hinweis auf Yankee-Amerika damit zu tun? Macht das die Aussagen von Frau von Storch besser?

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      • Guten Tag,
        Frau von Storch – zitieren Sie doch bitte korrekt – hat nicht geschrieben, man solle neben Männern auch „Frauen und Kindern“ notfalls mit Waffengewalt den Übertritt zur Grenze (wenn sie das HALT nicht beachten) verweigern, sondern auch „Frauen mit Kindern“, also Mütter (es war ihre Antwort auf eine entsprechende Rückfrage in Facebook). Als dies im Sinne von „Frauen und Kindern“ ausgelegt wurde, hat sie dies klargestellt: Kinder nein.
        Damit ist klar, daß sie auf Kinder nicht geschossen haben will. Können Sie das vielleicht nach so langer Zeit zur Kenntnis nehmen?
        Was den Hinweis auf die USA betrifft, so geht es erkennbar nicht darum (lesen Sie doch meinen Text auf f a i r e Weise!), daß dies die Aussagen von Storchs „besser“ macht, sondern um die von mir aufgezeigte Doppelmoral.
        Auch S i e beklagen doch jetzt noch die Ansichten der Frau von Storch (die Sie nicht einmal korrekt wiedergeben). In den USA gibt es aber keine Theorie-Debatte, sondern tatsächlich dutzende von Leichen an der Grenze. Das wird beim ganzen Obama-Jubel, der doch größtenteils vom linken Lager ausging, nicht einmal thematisiert, geschweige problematisiert. Auch spielte dieser Punkt bei der schnellen Verleihung des Friedensnobelpreises keinerlei Rolle im Sinne eines Hindernisses.
        Ich bin nicht bereit, mich noch einmal zu wiederholen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Bernhard sagt:

        Auch wenn sie nur auf unbewaffnete Frauen schießen will, hoffe ich, dass die CDU nicht von gleichem „Fleisch“ ist.

        Ich habe nie Obama hochgelobt, auch ist Yankee-Amerika für mich in den meisten Bereichen kein Vorbild.

        Ich freue mich, wenn Sie in den Antworten zu meinen Kommentaren sich mehr auf meine Kommentare beziehen und weniger darauf, was irgendwelche „Linke“ geschrieben haben.

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      • Guten Tag,
        ob die betreffenden Frauen bewaffnet oder unbewaffnet sind, blieb in jener Debatte durchaus offen. Ob ich mich in meinem Kommentar strikt an die von Ihnen gewünschten Vorgaben halte oder ein Thema durch einen weiteren Aspekt ergänze, der direkt zum Thema gehört, wollen Sie bitte mir überlassen, zumal ich zahlreiche Leserkommentare auch dann freischalte, wenn sie über das im Artikel artikulierte Thema hinausgreifen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  2. Hannes Gunka sagt:

    Zu den zitierten „3 Wurzeln“ der CDU eine entscheidende Frage: „Wie geht liberal und konservativ zusammen? Und die „christlich-soziale“ ist in den letzten Jahren total verkümmert.
    Also kann dieser Baum nicht gesund wachsen

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  3. Dorrotee sagt:

    Ja, der Autor hat gut die politische Situation beschrieben.
    Jedoch fehlen noch einige Punkte zu dem Dilemma, in dem wir leben. Die AfD Spitze ist auch schwierig. Dieses Pärchen Petry und Pretzell machen mich politikverdrossen.
    Es war wieder deutlich in der “ Hart aber fair“-Sendung zu spüren, wie frech Fr. Petry ist.
    Wie eine Platte spult sie ihre Sätze gegen CDU/SPD herunter.

    Andauernd kommen die Sätze wie: „Sie wissen es doch selbst ganz genau. Geben Sie doch zu. Die Wahrheit tut Ihnen weh. Ich weiß, es schmerzt Sie.“
    Selbst kann sie bei Angriffen schlecht was einstecken und grinst zu häufig von ober herab in die Kamara.
    In NRW hat ihr Partner Pretzell teilweise einen schlechten Ruf und soll sich auch schon über einiges einfach hinweggesetzt haben.
    Ich habe die Besorgnis, dass ebenfalls bei Einzug der AfD mit dem Pärchen in den Bundestag wir nur eine andere Art frisch-frecher Merkeleigenschaften zu spüren bekommen.
    Aber wie Fr. Steinbach sagte und dem stimme ich zu: Sie wünscht den Einzug der AfD in den Bundestag wegen der Oppositionsarbeit.

    Wäre mein Vorschlag eine Überlegung wert ?:-)
    Fr. Steinbach wechselt in die Spitze der AfD und stellt sich mit Hr. Meuten als Spitzen-Duo zur Wahl.
    Müsste aber nun flott gehen mit dem Eintritt von Fr. Steinbach.

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  4. Ich sehe den Austritt von Erika Steinbach als Zeichen dafür, dass einzelne sich nicht durch Posten korrumpieren lassen…
    Merkel ist der typische Fall von Postenkorruption. Sie wird von der Geschichte wegewischt werden, weil eine fähige gesellschaftsaufbauende politische Person ist sie halt einfach nicht. (Goethes Zauberlehrling passt eindeutig auf ihre verzweifelte Situation: Die Geister, die ich rief, die werd ich nun nicht loss!!!!)

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