Haben sich deutsche Bischöfe auf dem Mainstreamzug bequem eingerichtet?

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Einige deutsche Bischöfe äußern sich öffentlich zu politischen Parteien, konkret zur Alternative für Deutschland (AfD). Zählen Stellungnahmen zur Parteipolitik zu den bischöflichen Aufgaben? gindert

Was sagt die Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil im Dekret über die Hirtenaufgabe der Bischöfe: „Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu lehren, sollen sie den Menschen die Frohbotschaft Christi verkünden; Das hat den Vorrang unter den hauptsächlichen Aufgaben der Bischöfe… Das Geheimnis Christi sollen sie ihnen unverkürzt vorlegen… (Ziff 12)

BILD: Unser Autor leitet das „Forum Deutscher Katholiken“ mit seinen Kongressen „Freude am Glauben“

Das Zweite Vatikanische Konzil äußert sich auch zu den Aufgaben der Laien, wenn es sagt: „Die Laien aber müssen den Aufbau der zeitlichen Ordnung als die gerade ihnen zukommende Aufgabe auf sich nehmen… unmittelbar und entschieden handeln… den Hirten obliegt es, die Grundsätze über das Ziel der Schöpfung und über den Gebrauch der Welt klar zu verkünden, sittliche und geistliche Hilfen zu gewähren, damit die zeitliche Ordnung auf Christus ausgerichtet werde“. (Dekret über das Apostolat der Laien, Ziff 7)

Es gibt also eine klare Abgrenzung der Zuständigkeitsbereiche und der jeweiligen Verantwortung für Bischöfe und Laien.

Der Politikwissenschaftler Dr. Werner Patzelt warnt die Kirchenvertreter, die AfD pauschal als nicht wählbar für Christen zu bezeichnen:

„Viel besser wäre es, wenn sie Maßstäbe und Kriterien herausarbeiten, nach denen Christen Parteien beurteilen können“. (Konradsblatt, 4/2017, S. 4) Dr. Patzelt äußert an anderer Stelle: „Statt dessen habe ich den Eindruck, dass viele Kirchen den institutionellen bequemen Kurzschluss suchen“. „Kirchenführer verbündeten sich mit politischen Führern und machten sich zu spirituellen und transzendentalen Handlangern politischer Gestaltungsarbeit“, zitiert die Tagespost vom 14.1.17 den Politologen, der zudem erklärt: „Politische Aufgaben sind nicht von der Kirche zu bewältigen, sondern Politik ist für andere Bereiche zuständig als die Religion“. bischof

Die Päpste haben die Grundsätze politischen Handelns in ihren Sozialbotschaften (Enzykliken) von Leo XIII. bis Papst Franziskus immer wieder vorgelegt. Die Bischöfe müssten sie nur mit den ihnen gebotenen Möglichkeiten unter die Leute bringen.

Wenn sich die Bürger von den etablierten Parteien nicht mehr verstanden, in ihren Sorgen nicht mehr ernst genommen und vertreten fühlen, rühren sich Proteste und entstehen neue Parteien, welche die Probleme ansprechen. Ob sie diese lösen können, ist eine andere Frage. Die Kirche kann hier nur zur fairen Auseinandersetzung – an beide – appellieren.

Der Vorwurf von Bischöfen, wer die für sie geltende „Rote Linie“ überschreite, könnte schnell zum Bumerang für sie werden, wenn ihnen z.B. vorgehalten wird, dass sie ihren primären Aufgaben nicht nachkommen und sich selber populistisch verhalten.

Die Gescholtenen könnten zurückfragen, wann sich diese Bischöfe das letzte Mal klar zur Genderideologie und Frühsexualisierung der Kinder in staatlichen Schulen, zur Massenabtreibung, zur beschlossenen aktiven Sterbehilfe, zum Religionsunterricht, zur Präimplantationsdiagnostik etc. geäußert haben. Anders ausgedrückt, ob sie sich nicht selber auf dem Mainstreamzug bequem eingerichtet haben?

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7 Kommentare on “Haben sich deutsche Bischöfe auf dem Mainstreamzug bequem eingerichtet?”

  1. Hebel sagt:

    Man hat das Gefühl, dass die Kirche unter einer Kirchensteuer-Entzugs-Phobie leidet. Anders ist der Kniefall vor linken Strukturen und Zeitgeistansichten nicht zu verstehen.
    Die eigentümliche Reduzierung des Menschen auf seine Sexualität erfasst neuerdings nahezu alle Bereiche, was z. B. auch erkennbar ist am dem von den Gender-Ideologen propagierten “social engineering” in Richtung Früh- und Übersexualisierung im Erziehungsbereich schon der Kleinsten und Jüngsten (Krippe, Kita, staatliche Schule).
    Es kann nicht ernst genug genommen werden, was die Vernichtung des Selbstverständnisses von Mann und Frau für Buben und Mädchen bedeutet, die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4 und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978- 3-945818-01-5]

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  2. Erzengel sagt:

    Die meisten unserer Kardinäle sind Feiglinge, Verräter an ihrem Herrn Jesus Christus. Der dicke Marx ganz vorne dabei, zusammen mit dem langen Komiker Woelki aus Köln. Diese Herrschaften hätten im Mittelalter zur Zeit der Kreuzzüge genauso jämmerliche Figuren abgegeben wie jetzt in unserer Zeit.
    Die gehören zurück in die Jutekutte und ins Kloster, anstatt die Frechheit zu besitzen, die Farbe ,Rot‘ zu tragen als Symbol für das Blutzeugnis an Christus.
    Und in Rom schläft man bereits. Von Papst Franziskus hätte ich mehr erwartet.
    Wenn dieser Mainstream-Zirkus so weitergeht, wird es eine erneute und schmerzlichere Spaltung in der Christenheit geben.

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  3. zeitschnur sagt:

    Das Problem ist nicht, dass Bischöfe sich zur Politik äußern! Wie kann der Autor das so prinzipiell behaupten!

    Sein Vaticanum II-Zitat mit dem Fazit

    „Es gibt also eine klare Abgrenzung der Zuständigkeitsbereiche und der jeweiligen Verantwortung für Bischöfe und Laien.“

    ist für mich eh fragwürdig. Diese ganze Abgrenzerei zwischen Laien und Klerikern hat schon verheerend genug gewirkt in der Kirchengeschichte. Wenn der Hl. Geist frei wirkt (und das tut er definitiv – auch wenn es dem Klerus nicht passt, sei er konservativ, sei er progressiv!), kann es keine Grenze zwischen zeitlichen Dingen und dem „Ziel der Schöpfung und dem Gebrauch der Welt“ geben! Das ist doch krauses Zeug. Die Kirche war diesbezgl einmal viel viel freier – nicht nur, dass in alter Zeit auch Laien geistliche Interessen hatten und regelrecht pflegten (kein Konzil ohne Laienführung (Fürsten) in der frühen Zeit), sondern dass auch der Ordensstand als eigenständiger geistlicher Stand angesehen wurde. Das hat selbst das V II noch so gesehen. Erst mit dem CIC von 1983 ist das regelrecht verneint worden. Ordensleute ohne Priesterweihe gelten seither auch als „Laien“.
    Was wäre die Kirche ohne Laien, die die Lehre kennen… und das schon immer. Man lese doch nur einmal, wie das im NT alles so lief. Der Laie muss unterrichtet sein und die Lehre stets auch vertreten können – wie anders sollte er sie umsetzen können ins Zeitliche?! Und wie soll ein Bischof so tun, als lebe er nicht im Zeitlichen?! Was wäre die Kirche andererseits ohne Kleriker, die im zeitlichen enorme Aufbauarbeit geleistet haben!

    Diese unselige Klerikalisierung ist allerdings nicht Frucht des Vaticanum II, sondern bereits des Vaticanum I. man darf hier die Zusammenhänge nicht aus den Augen verlieren.

    Das Problem ist nicht, dass Marx und Woelki sich zur Politik äußern, sondern dass sie es unwahrhaftig, dumm und parteiisch tun, obwohl die Partei, die sie verhetzen, als einzige einige kirchliche Positionen vertritt! Es gab Zeiten, da wartete man vergeblich auf ein echtes und vollmächtiges Wort aus Rom – etwa zwischen 1939 und 1945. Es war armseliges Piepsen und auch damals standen mehr Laien für die Lehre ein als Kleriker.

    Alleine dass Bischöfe dermaßen entgleisen, wie diese beiden Herren, zeigt uns, dass eine Auffassung von Kirche, die sich in den Fragen der Zielsetzung alleine auf diese Leute verlässt, ungefähr so realitätsfern und unredlich ist wie das, was diese beiden Herren verkünden.

    Nota bene: Auch im 4. Jh waren es die Laien, die die Ziele aufrechthielten, während der Klerus sich den zeitlichen Dingen ergab.
    Mit solchen „Systemtheorien“ erschwert man es sich in der Kirche nämlich unterm Strich noch mehr, als es schon schwer ist.

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  4. Thomas May sagt:

    So wie Angela Merkel mit ihrer rechtsbrüchigen Flüchtlingspolitik die Gesellschaft gespalten und bis in den privaten, familiären Bereich hinein das Klima der Auseinandersetzung vergiftet hat, so betreiben deutsche Bischöfe mit Kardinal Marx an der Spitze die faktische (nicht postfaktische) Spaltung der Kirche und der Gemeinden vor Ort, indem sie die „Alternative für Deutschland“ ausgrenzen wollen.
    Während sie sonst gern „Offenheit“, „Vielfalt“, „Buntheit“, „Inklusion“ propagieren, praktizieren sie gegenüber der AfD das genaue Gegenteil: Abschließung, rotgrüne Einfalt, Exklusion.
    Viele Gläubige sind dadurch irritiert und sehen sich vor eine äußere und innere Zerreißprobe gestellt, weil sie mit der offensichtlichen Doppelzügigkeit ihrer Oberhirten nicht mehr klarkommen. Für manche ist die Angst vor Überfremdung, die sie beim Anblick der auch von ihrer Gemeinde getragenen Flüchtlingsunterkünfte bedrückt, ein ständiger Begleiter. Doch dafür werden sie, wenn sie Pech haben, von ihrem Bischof auch noch gescholten.
    Und wenn dann im sonntäglichen Gottesdienst die Fürbitten für Statements gegen „rechts“ missbraucht werden, fühlen sie sich erst recht „im falschen Film“ und ein Gefühl der „Heimatlosigkeit“ macht sich in ihnen breit.
    Paradoxerweise steht jedoch, wie sich aus ihrem Parteiprogramm ergibt, keine politische Partei der Lehre der katholischen Kirche im Bereich Ehe, Familie und Lebensschutz so nahe wie die AfD. Dies wird von den Oberhirten schlicht verschwiegen (zum Teil auch deshalb, weil einige selbst nicht mehr uneingeschränkt zur Lehre der Kirche stehen) – stattdessen fixiert man sich auf vereinzelte tatsächliche oder vermeintliche Entgleisungen von AfD-Funktionären –, während man gleichzeitig bei anderen Parteien wie den Grünen über antikirchliche und antichristliche Positionen hinwegsieht.
    Um ein gewichtiges Beispiel zu nennen: Wer, wie die Grünen, ausnahmslos die Gender-Ideologie vertritt, welche die von Gott „vorgegebene“ Zweigeschlechtlichkeit leugnet und die Kategorie „Geschlecht“ überhaupt abschaffen möchte, um den Menschen als den Schöpfer seiner „Identität“ anstelle Gottes auf dessen Thron zu setzen, vertritt eine christentumsfeindliche Anthropologie und ist für den Christen als Partei nicht wählbar.
    Diese „rote Linie“ gegenüber „Bündnis 90/Die Grünen“ sähen viele Gläubige aus dem Mund ihres Ortsbischofs einmal lautstark markiert!

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  5. preikamettenbuchoasiedl sagt:

    1523, als die Türken zum ersten mal vor den Toren Wiens waren, da haben Bischöfe zum Rosenkranzgebet aufgerufen, eine Minderheit Österreichischer Soldaten konnten durch Himmlische Hilfe die übermächtigen Türken zurück drängen.

    1571 als eine unübersehbare Flotte Türkischer Schiffe mit Türkischen Soldaten ans Europäische Festland wollten, da hat Papst Pius V und die meisten Europäischen Bischöfe zum Rosenkranz beten aufgerufen, die Christen beteten wieder. bei der entscheidenden Schlacht am 07 Oktober konnten wieder die eigentlich unbesiegbare Türkische Flotte zurück gedrängt werden.

    1683 waren wieder 160000 Türkische Soldaten im Burgenland und wieder vor den Toren Wiens, der Heilige Vater, auch die Europäischen Bischöfe haben zum Rosenkranzgebet aufgerufen, die Gläubigen Christen beteten wieder in den meisten Klöstern und in vielen Pfarrhäusern Tag und Nacht. In ganz Österreich gab es damals nur ca. 20000 Soldaten, welche alle nicht im Burgenland waren. Durch die Macht vom Rosenkranzgebet konnte eine Minderheit Österreichischer Soldaten die übermächtigen Islamisten zurückdrängen.

    1716 war der nächste General Angriff der Islamisten, da waren die Türkischen Soldaten schon wieder ins Abendland, sind schon wieder Ungarn vorgedrungen, auch damals gab es den Aufruf zum Rosenkranz beten vom Papst, auch von den Europäischen Bischöfen, auch folgten die Christen wieder dem Aufruf.

    Und jetzt, wo eigentlich gerade dieses Christliche Deutschland durch Rot / Grün schon in der Zeit, wo die an der Macht waren, Islamisiert wurden,
    die Islamisierung ist auch nach dem Abgang von Rot / Grün weiter gegangen, mit IM Erika an der Spitze war ja auch diese Regierung ebenso Gottlos wie Rot / Grün, auch bei Rot / Grün gab es einzelne Christen, und wie würde es ein paar Schafen gehen, wenn Tausende Wölfe um sie rum sind, sie werden aufgefressen, oder tarnen sich mit einem Wolfspelz, ? ? ?, oder.

    Und wie ist es heute, wo seit 1 1/2 Jahren unser Christliches Deutschland Islamisiert wird, die Hirten, Oberhirten und der Oberste Oberhirten haben die Herden verlassen,

    Franziskus I hat die Christen aufgerufen, diese Leute welche das Christentum vernichten möchten, sie sollen Christen in die Pfarrhäuser, ihr Häuser und Wohnungen aufnehmen, das ist Verrat.

    Die Meisten Bischöfe unterstützen den f…… Papst bei seinem Fehltritt, Marx betritt Islamische Gebäude, statt diese zu Exorzieren, legt er öffentlich das Kreuz ab.
    Woelki, Ackermann und Overbeck verkünden, Christen sollen sich der Islamistischen Kultur anpassen.
    Bischof Hofmann lädt Schleuserin Merkel am 23 Jan. zum Diözesanempfang ein, trotz ihrer ´Rechtsverstöße im Zusammenhang, dass sie ohne Bundestagsmandat den gewaltbereiten Islamisten, den Gefährdern und den Terroristen die Grenzen geöffnet, das Schengen-Abkommen außer Kraft gesetzt usw. Kinder wissen von ihrer DDR Vergangenheit bei den Blockflöten usw., wo ihre DDR-Vergangenheit das harmlosere wäre, wenn man bedenkt, was auf Europa noch zukommen kann, wenn Terroristen Lastzüge mit giftigen Chemikalien entführen und ins Trinkwasser rein bringen, oder was die mit ihren Hass das Christentum zu vernichten noch alles tun.

    Das der Oberste Oberhirte, die Oberhirten und die Hirten ihre Herden verlassen, ist das eine, das schlimmere jedoch ist, dass die Hirten die Wölfe mit Schafsfellen bekleiden, dass die Schafe und Lämmer die Wölfe nicht kommen sehen, sogar noch die mit Schafspelzen bekleideten Wölfe in die Ferche, Weiden und Schafställe bringen.

    Anders kann ich das verhalten von P. Franziskus, der Kardinäle und der Bischöfe, in keinen Gleichnis besser beschreiben.

    Im Bistum Regensburg da hat das Bistum, die Caritas und die KEB zu einem Diözesaner STUDIENTAG zum CHRISTLICHEN-ISLAMISCHEN DIALOG eingeladen,
    wo dann der Islamist Dr. phil. Hidalgo und die Islamistische Religionspädagogin, Vize Direktorin des Islamischen Forum Penzberg,
    Vorstandschaftsmitglied im Münchner Forumfür den Islam.
    Kann doch noch sein das Islamisten in Christlichen Gebäuden, den Christen eine Gehirnwäsche verpassen,
    das es dann noch soweit kommt, das Christen zum satanischen Islam Konvertieren.

    Eigentlich wäre es die Aufgabe der Bischöfe, der Kardinäle und vom Papst
    zum Gebet aufzurufen, dass die Moslems sich bekehren, den Weg zum wahren
    Glauben finden, der ihnen in dem Islamistischen Ländern verweigert war,
    da die Islamistischen Länder von Islamisten regiert werden.

    Gerade für die Klöster wäre das eine Rettung, da die meisten Klöster
    so veraltet sind, und nur noch 3 bis 4 Patres haben, dass sie geschlossen werden,
    das könnte durch die Bekehrung der Moslime ein neuer Aufschwung kommen.

    Vielleicht hat ein Leser noch Verbesserungsvorschläge, wie können wir Christen
    die Bischöfe, Kardinäle und Papst dazu bewegen, dass sie wieder gute Hirten werden,
    ihre Schafherden beschützen und mit dem Orden die Bekehrung der Muslime unterstützen,
    fördern und auch die Wiederbelebung der Klöster fördern.

    Ich wünsche mir sachliche Diskussion und Verbesserungsvorschläge
    zur Verbesserung der jetzigen Situation zur Rettung des Christentums.

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  6. Ich sage, die fetten Pfründe und die gesicherte Alterversorgung lassen Christus vergessen. Evangelische und katholische Bischöfe fahren bequem in der Limosine. die „cuius regio eius religio“ fett finanziert. Indes dieses Unrechte Gut gedeihet nicht.

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  7. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Die Crux beim Autor (und anderen „konservativen“ Konzilsbefürwortern) scheint mir, dass er in den einzelnen Konzilsdokumenten nach Sätzen stöbert, welche seinen Standpunkt untermauern. Diese finden sie sicherlich – allerdings neben unklar formulierten Sätzen, die weit interpretierbar sind. Sieht man sich etwa die Konzilskonstitution über die heilige Liturgie „Sacrosanctum Concilium“ näher an, geht diese unbestreitbar von der regelhaft zu gebrauchenden lateinischen Kultsprache aus, in ihr ist weder etwas von der „Umgestaltung“ des Kirchenraums mit Volksaltar, herausgeworfener Kommunionbank etc. samt Mundkommunion und regelhaft in Landessprache gehaltenem Gottesdienst zu finden. Dies alles ist, wie bereits Kardinal Ratzinger 1998 klarstellte, „aus Geist und Buchstaben des Konzils keineswegs abzuleiten“ (Hitchcock, James: Kontinuität und Bruch in der Liturgie, in: Hauke, Manfred (Hrsg.) Papst Benedikt XVI. und die Liturgie, 2014, Seite 87). Nüchtern betrachtet hat aber auf dem Foto neben dem Autor als Bild erkennbare „konservative“ Papst Benedikt XVI. damals als Berater beim Konzil tatkräftig mitgeholfen, die Türen erstmal behutsam zu öffnen, welche sein „progressiver“ Amtsnachfolger nun schwungvoll bis zu den Angeln aufreißt.

    Denn die (maßgebenden) Interpreten fanden sich in den letzten Jahrzehnten unbestreitbar bei den progressiven und ultraprogressiven Konzilsbefürwortern, welche den sog. „Geist des Konzils“ beschworen. Diese Interpretation, bislang „lediglich“ dominierend, wird nun zunehmend ausschließlich. Unter dem aktuellen Pontifikat werden bei Lichte besehen nur die Handlungsaufträge hinter einander abgearbeitet, welche in unklar formulierten Konzilsdokumenten enthalten sind (ausführlicher ausgeführt u.a. in den Beiträgen „Traditionalistisch“, „konservativ“ oder nur einfach … katholisch? Von der Mühe des Begriffes (5) sowie „Auf schwankendem Boden“ auf meinem Blog). Der vielleicht profilierteste Vertreter der nachkonziliaren Liturgiereform in Deutschland, Emil J. Lengeling (1916 – 1986) sagte dazu: „Manches musste sicherlich in den Jahren vor dem Konzil und in den beiden ersten Konzilssessionen zurückhaltend, beinahe verklausuliert formuliert werden, wenn man die möglichst einmütige Zustimmung zum ganzen erhalten wollte. Dabei ist es in der Formulierung gelungen, Türen zu Entwicklungen offen zu halten, für die auch in der letzten Konzilssession sicherlich keine 2/3 Mehrheit erreichbar gewesen wäre“ (Lengeling, Liturgisches Jahrbuch, zit. nach Schüler, Wolfgang „Pfarrer Hans Milch – Eine große Stimme des katholischen Glaubens“, Bd. 2, S. 1122).
    Die Kritik des geschätzten Autors gleicht für mich dem Versuch, sich nach dem Absprung vom Dach des Hochhauses (2. Vatikanum) im herunterfallen am 8. Stock des Hochhauses gemütlich einrichten zu wollen, um dem unausweichlichen Aufprall zu entgehen. Er mag es versuchen, ich bleibe skeptisch…

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