Kardinal Müller: Barmherzigkeit beinhaltet „keinen Freibrief, um zu sündigen“

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„Schlimm“ und „traurig“: So kommentiert der deutsche Kardinal Gerhard Müller die Tatsache, daß in Belgien aktive „Sterbehilfe“ bzw. Euthanasie gesetzlich erlaubt ist und immer mehr Gruppen offensteht. Müller
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Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation betonte in einem Interview mit der belgischen Zeitung „Tertio“, das Leben sei ein Geschenk und stehe nicht in der Verfügung des Einzelnen: „Es ist nicht unsere Aufgabe, zu entscheiden, ob ein Leben noch Wert hat.“
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Kurienkardinal Müller äußerte sich in dem Interview auch zum christlichen Verständnis von Barmherzigkeit; diese sei „kein Freibrief, um zu sündigen oder weiter in Sünde zu leben“, so der Kurienkardinal.
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Er erwähnte auch, dass die Kirche keineswegs an der Unauflöslichkeit der Ehe rüttle. Es gebe „keine Umstände, in denen Ehebruch keine Todsünde wäre“, sagte Müller. Dem habe auch Papst Franziskus in seinem Schreiben Amoris Laetitia nicht widersprochen.
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Quelle: Radio Vatikan – Foto: Bistum Regensburg
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2 Kommentare on “Kardinal Müller: Barmherzigkeit beinhaltet „keinen Freibrief, um zu sündigen“”

  1. Dazu sagt:

    Die Verschwörungstheorethiker können einem aber auch den Tag verderben, aber so ganz von ungefähr ist es nicht. So wird behauptet, Martin Schulz SPD soll im Interesse internationaler Banken und Konzerne Merkel CDU stürzen wollen. Bei aller Wut auf Merkel, Mitleid habe ich insofern, dass es gerade ihre Steigbügelhalter waren, die nach Pöstchen und Macht strebten, die sie nicht auf dem falschen Kurs gestoppt haben und wahrscheinlich ihr Fähnchen wieder in den Wind drehen werden.
    Aber ich halte nix von Verschwörungstheorien und Merkel hat viel Schaden angerichtet, und es kommt auf den Fall an, ab zu wägen, wer den größeren Anteil daran hat, sie selbst oder die Steigbügelhalter. Martin Schulz als gestandener Eurokrat und Durchboxer der Vereinigten Staaten von Europa mit afrikanischem Massenzuzug ist in meinen Augen die größere Katastrophe für Deutschland, da haben wir mit der Kanzlerin in diesem Verhältnis noch das bessere Los gezogen, und deshalb schauen sich viele Menschen nach Alternativen um, um die Karre noch aus dem Dreck zu ziehen.

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  2. ester sagt:

    Die am Horizont dräunende Euthanasie ist die logische Folge der mittlerweile als Menschenrecht geltenden Abtreibung.
    Mir scheint das, was Kardinal Müller da sagt, zwar richtig, aber vergeblich.
    Es hat sich flächendeckend die Ansicht durchgesetzt, dass man das nicht tun kann, für so ein kleines Kind dieses und jenes Opfer zu bringen. Es hat sich auch flächendeckend die Idee durchgesetzt, dass die Last, die ein Kind, wo frau überlegt, ob eine Abtreibung nicht besser sei, dass frau diese Last nicht der Gemeinschaft aufbürden könne.
    Von daher: wie will die Kirche erklären, dass einzelne, die Gemeinschaft die Last auf sich zu nehmen hat, schwerkranke, pflegeintensive Menschen, die das gar nicht wollen, am Leben zu erhalten?
    Die Kirche hatte damals, als der §218 langsam aber sicher aufgeweicht wurde, die große Chance verpasst, zu sagen: „Okay, ihr die Welt, ihr macht grad, was ihr wollt, wir, die Kirche, wir setzen einen großen Teil unserer Kraft in die Fürsorge für Babys, die schwierige Umstände haben. Wir, die Kirche, wir reaktivieren unser altes Konzept der Fürsorge für Mütter in Schwierigkeiten!“
    Genau das ist, von einzelnen, heroischen Ausnahmen abgesehen, nicht geschehen, die Kirche hat auf diesem Gebiet nur das gemacht, was staatlich auch gemacht wurde, anstatt von ihren Privilegien Gebrauch zu machen.
    In dem Moment, wo die Kranken- und Altenpflege nicht mehr ein staatliches Geschäft ist, sondern die Finanzierung wackeliger wird, wird auch die Kirche, fürchte ich, und ich bete darum, mich zu irren, auch bei der Euthanasie nicht wirklich Schutzräume bereit stellen.

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