OECD diffamiert die Familienarbeit der Mütter

Laut dpa beklagt die OECD in ihrer neuen Studie den hohen Anteil der Mütter in Deutschland, die „nur“ in Teilzeit erwerbstätig sind. Sie trügen damit „unterdurchschnittlich“ zum Wirtschaftswachstum bei. Die Fixierung auf Teilzeitarbeit zeige die Orientierung am „traditionellen Rollenbild“.

Gertrud Martin, die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V., übt entschiedene Kritik: kind

„Die OECD ist ein Lobbyist für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In dieser Eigenschaft sollte sie sich aber heraushalten aus den Angelegenheiten, die Familien ohne Einmischung von außen autark zu regeln haben.

Es muss ein Ende damit haben, dass die OECD in regelmäßigen Abständen den Müttern und ggf. auch Vätern, die zugunsten der Präsenz bei ihren Kindern auf Erwerbsarbeit verzichten oder in Teilzeitarbeit stehen, Vorwürfe macht und versucht, sie möglichst in Vollzeit für die Erwerbsarbeit zu verpflichten.

Solange die OECD in ihren Studien die Gleichwertigkeit von Erwerbsarbeit und elterlicher Erziehungsarbeit vollständig ignoriert, disqualifiziert sie sich als ernst zu nehmender Gesprächspartner.

Gemälde: Evita GründlerEltern sichern durch ihre Erziehungsarbeit nicht nur die Existenz unserer umlagefinanzierten Renten-,Kranken- und Pflegeversicherung, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft.

Unsere Kinder können sich nicht gegen den Elternentzug wehren. Sie wachsen damit auf und tragen die dadurch erfahrene Prägung in die nächste Generation. Ihre aus mangelnder Elternbindung resultierenden Mängel an emotionaler Sicherheit und Bildungsfähigkeit führen oft zu späteren seelischen Defiziten und hohen `Reparaturkosten`. Leider erstellt die OECD dazu keine Studien.“

Bitte beachten Sie auch diesen Beitrag, der sich dem gleichen Thema widmet: http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/familienpolitik/236393/die-familie-wird-wirtschaftskompatibel-gemacht

Weitere Infos: www.familienarbeit–heute.de

Gemälde: Evita Gründer

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3 Kommentare on “OECD diffamiert die Familienarbeit der Mütter”

  1. francomacorisano sagt:

    Die OECD hat keine demokratische Legitimation, uns Belehrungen zu erteilen.
    Wenn Mütter sich in erster Linie um ihre Kinder kümmern, entspricht das der Natur des Menschen. Wer sich gegen die Wirklichkeit stellt, bekommt kaputte Menschen. Es gibt Weltanschauungen, die genau das wollen, als „Beweis“ ihrer falschen Menschenbilder.

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  2. Romulus sagt:

    Bei aller Wut auf unsere Kanzlerin Angela Merkel, die sich auf Druck angepasst hat, die Gesetze, welche die Rechte der Bürger immer mehr aushebeln, hat die SPD Grüne Regierung auf den Weg gebracht. Man könnte zynisch sagen, Deutschland wurde von rot grün auf dem Opferaltar präsentiert. Kohl hat Deutschland am Herzen gelegen und er wird jetzt als Sündenbock präsentiert, obwohl die Weichen der Auflösung Deutschlands 2010 gestellt wurden.

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