Kardinal Müller: Die Zukunft der Kirche hängt nicht von Fatima oder Lourdes ab

Nach Ansicht von Kurienkardinal Gerhard Müller übertreiben manche Katholiken die Bedeutung von Privatoffenbarungen, „als ob sie fast ein Dogma seien“.

Gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur ANSA wies der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation darauf hin, daß auch die von der Kirche approbierten (erlaubten, „anerkannten“) Erscheinungen für die Gläubigen nicht verbindlich sind:

„Selbst wenn sich die Kirche für ein solches Phänomen ausgesprochen hat, ist kein Katholik verpflichtet, dorthin zu gehen oder daran zu glauben.“

In puncto Medjugorje erklärte der Kirchenmann und frühere Oberhirte von Regensburg, die Klärung dieser Ereignisse werde weitere Zeit benötigen, doch im Moment gehe es darum, die pastorale Situation zu regeln. Hinsichtlich der dortigen Visionäre sagte der Glaubenspräfekt: 

„Was die Rolle der Seher anbelangt, muß ich als Katholik sagen, daß wir uns auf Jesus Christus konzentrieren sollen.“ 

Er fügte grundsätzlich hinzu: „Es gibt vielleicht einige Privatoffenbarungen, aber sie ersetzen nicht die einzige Offenbarung Gottes durch Jesus Christus.“

Für die Kirche sei Medjugorje nicht von Bedeutung  –  und auch betreff der kirchlich gebilligten Erscheinungsstätten gelte, daß sie religiös hilfreich sein können, aber die „Zukunft der Kirche“ hänge nicht von Fatima oder Lourdes ab.

Quelle für die Zitate (italienisch): http://www.ansa.it/sito/notizie/topnews/2017/03/03/medjugorje-mueller-troppe-esagerazioni_f2c6e8b5-e3e8-47c0-9e90-42d3a47b93d2.html

Foto: Bistum Regensburg

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4 Kommentare on “Kardinal Müller: Die Zukunft der Kirche hängt nicht von Fatima oder Lourdes ab”

  1. Arnold Weßling sagt:

    Danke für diese gute Klarstellung! Jesus Christus ist und bleibt die Mitte des Evangeliums!

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  2. Osterglocke sagt:

    Das hört sich doch ganz vernünftig an👍 Frau Küble sagt ja nichts anderes.

    Ich bin noch bei meinem Gedanken mit dem Vertrauen von gestern.

    Warum sind wir überhaupt so hin- und hergerissen bei anerkannten bzw. nicht anerkannten Erscheinungen?
    Warum ist nicht einfach alles klar, wenn jemand die Mutter von Jesus sieht?
    Alleine dieses Verwirrten läßt mich skeptisch werden, ob alles überhaupt stimmt.

    Warum erscheint Maria beispielsweise irgendwo im Baumwipfel? Das ist doch eigentlich ein komischer Ort für eine Begegnung.
    Für mich ergibt das derzeit keinen Sinn.
    Warum schwebt Maria? Warum können wir uns nicht gemeinsam mit Maria vor Gott niederknien? Maria ist ein Mensch, auch sie ist ein Kind Gottes.

    Wenn Maria während einem GottesDienstes erscheint, werden da nicht automatisch die Gedanken, die Blicke mehr auf sie gerichtet?
    Wie kann das Vertrauen an Gott gestärkt werden, wenn wir Jahrzehnte brauchen, um seine Mutter zu erkennen oder eben ein Double?
    Wer hat an der Uhr gedreht⌚?

    Gute Nacht.

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  3. francomacorisano sagt:

    Gott ist überall und man kann ihm immer nah sein, nicht nur an Wallfahrtsorten.

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