CSU-Spitzenpolitiker wenden sich gegen Aufnahme der Türkei in die EU

Vize-Parteichef Weber: „Wer Schulz wählt, holt die Türkei in die EU“

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer (siehe Foto) sowie weitere Spitzenpolitiker der CSU haben Wahlkampfauftritte türkischer Minister in Deutschland scharf kritisiert. Türkischer Wahlkampf in Deutschland sei ein Missbrauch des Gastrechtes, so die geschlossene Meinung der CSU-Führung. seehofer_interview_01_4ddb78858c

Eine Konsequenz sei es, die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu kappen.

CSU-Chef Seehofer stellte in der Süddeutschen Zeitung klar: „Wenn türkische Politiker unsere freiheitliche Grundordnung ausnutzen, um für einen demokratiefeindlichen Staatsumbau in ihrem Land zu werben, missbrauchen sie das Gastrecht“.

Auch CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer fand klare Worte für die aktuelle Politik des türkischen Präsidenten Recep Erdoğan:

„Wir wollen keine türkische Innenpolitik auf deutschem Boden. Feinde der Demokratie wollen unsere Offenheit ausnutzen und für die Einführung der Todesstrafe in der Türkei werben. Das ist ein inakzeptabler Missbrauch des Gastrechts, wenn türkische Politiker die deutsche Versammlungsfreiheit ausnutzen, während in der Erdogan-Türkei die Grundrechte mit Füßen getreten werden und Journalisten inhaftiert sind, nur weil sie ihren Job machen.“

Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder kritisierte die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel bei „Maybritt Illner“: „Wir akzeptieren nicht, dass deutsche Staatsbürger wie dieser Journalist aus unserer Sicht ohne Gründe inhaftiert werden. Wir akzeptieren auch nicht, dass das Flüchtlingsabkommen ein Blankoscheck wäre, immer überzogen zu reagieren.“ csu

Weiterhin forderte Söder: „Wenn die Türkei so weitermacht, dann ist für mich klar: Ich hielte es für das Beste, wir beenden jetzt das Kapitel Europäische Union. Es hat überhaupt keinen Sinn, weiter auf eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU zu setzen.“

Der Vorsitzende der EVP-Fraktion in Brüssel und stellv. CSU-Parteivorsitzender, Manfred Weber sagte: „Die Türkei geht in die falsche Richtung, das ist für jedermann offensichtlich“. Man könne angesichts der Lage nicht so weitermachen, als wäre nichts passiert. Das Europäische Parlament hat bereits das Aussetzen der EU-Beitrittsgespräche gefordert, so Weber weiter.

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hingegen wolle die Türkei langfristig in die EU holen: „Wer Martin Schulz wählt, holt die Türkei in die Europäische Union und das ist falsch“, verdeutlicht Weber.

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/maerz-2017/csu-politiker-zur-tuerkeipolitik/


HERR, erfreue deinen Knecht; denn ich erhebe meine Seele zu dir!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 86 (85),1-2.3-4.5-6.

Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, HERR!
Denn ich bin arm und gebeugt.
Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben!
Hilf deinem Knecht, der dir vertraut!

Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o HERR!
Den ganzen Tag rufe ich zu dir.
HERR, erfreue deinen Knecht;
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

HERR, du bist gütig und bereit zu verzeihen,
für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.
HERR, vernimm mein Beten,
achte auf mein lautes Flehen!

 


Kreuze-Aktion: Lebensrechtler-Prozession am 18. März 2017 in Münster

Beginn des Gebetszugs: Samstag, 18.3., ab 14,30 Uhr (auf dem Ägidii-Kirchplatz)

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Die CDU in Hessen hält trotz wachsender Kritik eisern am Gender-Schulplan fest

Mathias von Gersdorff

Die Liste der Kritiker, welche die Gender-Lehrpläne für die Schulen kritisieren, wird immer länger. Nun ist  auch Prof. Reinhard Slenczka hinzugekommen. gersdorff

Laut einem IDEA-Bericht wird die Ablehnung des evangelischen Theologen folgendermaßen begründet:

„Slenczka wirft den Vertretern der Gender-Ideologie ferner vor, die ‚Befriedigung des Sexualtriebs in beliebiger Form nicht nur orientierend zur Wahl zu stellen, sondern ihn aufzuwecken und sogar auszuprobieren‘. Wenn das in Lehrpläne von Schulen aufgenommen und durchgesetzt werde, dann sei das Kindesmissbrauch, denn auf diese Weise werde die schützende Scham beseitigt und nicht mehr respektiert.“

Prof. Slenczka kann recht deutlich werden: „Es gebe keinerlei theologische, rechtliche und politische Berechtigung, die Forderungen der Gender-Ideologie durchzusetzen‚ und auf diese Weise die bestehende Gesellschafts- und Rechtsordnung tiefgreifend zu verändern, ja zu zerstören‘.“

Der CDU in den Bundesländern Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen etc. müsste allmählich dämmern, dass sie nicht nur irrsinnige und überflüssige Gender-Lehrpläne in die Welt gesetzt hat, sondern auch einen fatalen politischen Fehler unternahm: Um sich bei den Grünen anzubiedern, ist diese Partei Eltern und konservativen Christen – also die klassische Basis der Christdemokraten – in den Rücken gefallen.

Besonders krass ist der Fall Hessens. Dort fordern die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ von den Schülern ab sechs Jahren die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“. Dieser Unfug soll fächerübergreifend in die Praxis gesetzt werden.

Kein Wunder, dass sich die Eltern von der CDU verraten fühlen. Seit Monaten hagelt es Kritik. Einige Beispiele:

Prof. Karla Etschenberg in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 23. September 2016: „Akzeptanz bedeutet Billigung und Einverstandensein. Das kann bezüglich nicht heterosexueller Orientierungen von gläubigen Katholiken nicht erwartet werden. Sie sind nur zur Toleranz bereit.“

Der dt. Philologenverband erklärt: „Wie auch in Baden-Württemberg haben sich augenscheinlich die Vorstellungen der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei der Gewichtung der Inhalte für den Sexualkunde-Unterricht durchgesetzt, erkennbar beispielsweise am sehr breiten Raum, der im Lehrplan Themen wie ‚Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten‘ gegeben wird.

Der Lehrplan verlangt hier eine Erziehung zur ‚Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI).‘ Ganz abgesehen davon, dass hier psychologische und biologische Kategorien miteinander vermischt werden, lässt der Lehrplan weder Eltern und Schülern noch Lehrkräften die Freiheit, zumindest in Teilen zu anderen Bewertungen der verschiedenen Aspekte von Sexualität zu kommen. Die als Bildungsziel ausgewiesene ‚Akzeptanz‘ (im Sinne von Anerkennen, Hinnehmen, Gutheißen) geht über die ‚Toleranz‘ (das Gelten- und Gewährenlassen) hinaus.“

Dieser Lehrplan muss eingestampft werden. Wann wird die CDU ihren fatalen Fehler einsehen?

Der Gender-Lehrplan von Kultusminister Lorz für Hessen ist lediglich die Spitze des Eisbergs. Ähnliche Erlasse gab es auch in Sachsen-Anhalt und Sachsen. Gegenwärtig stellt sich die CDU taub und versucht, die Debatte auszusetzen.

Deshalb ist der Protest der Eltern so wichtig! Nur durch den Druck der Basis wird sich diese verfehlte Politik zum Besseren werden.

Hierzu gibt es einen Appell der Aktion „Kinder in Gefahr“: Unterstützungserklärung – keine Experimente mit unseren Kindern!

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist in Frankfurt, Leiter der Aktion „Kinder in Gefahr“ und er veröffentlicht seine aktuellen Kommentare hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/