Ist der vielkritisierte Flashback ein Fortschritt hin zu mehr Vernunft und Realismus?

Von Christa Meves

Die drei Teilnehmer der Wissenschaftssendung von Moderator Gert Scobel (3-Sat, 9.3.2017) hat das blanke Entsetzen gepackt: Flashback geht um.

Offenbar international hat unversehens der Rückschritt die Menschen am Kragen – unbegreiflich, so scheint es den Teilnehmern – global, im Westen und sogar im Osten, einhellig in verschiedensten gesellschaftlichen Regionen.

Gert Scobel hat deshalb eines der bisher doch so zum Fortschritt gewandelten Gebiete herausgegriffen: Die Emanzipation der Frau mit dem so erfolgreichen Sturm auf die angemaßte Macht der Männer. Mehr Gerechtigkeit wurde bereits erreicht, bekunden die Damen in der Sendung – besonders hilfreich auch durch Gender Mainstreaming.

Ist dieses Flashback etwa eine neue Bedrohung des Fortschritts?

Eine Teilnehmerin, die Politikerin Anke Domscheit-Berg, weiß es genau: Die in der ehemaligen DDR schon so mehrheitlich erreichte Erwerbstätigkeit der Frauen in Vollzeit, auch der jungen Mütter, sei nach der Wiedervereinigung im Kapitalismus des Westens erstickt. Seitdem habe der feministische Fortschritt stagniert. Eigentlich sei nun noch viel zu tun, um hier das Ziel, die Entschärfung der Männermacht, zu erreichen. Kein Widerspruch. Einhelligkeit bei allen vier Teilnehmern an dieser Show.

Hoppla, Gert Scobel: Bitte den Anspruch auf wissenschaftliche Aussagen in diesen regelmäßigen Sendungen beibehalten! Sie wollen doch nicht etwa der Verführungsstrategie der „alten Schlange“ aufsitzen; denn die verkauft keine echt wissenschaftlichen Fakten, sondern Ideologie mit dem Zweck, die Menschen zu ihrem nachhaltigen Schaden zu verführen. Sie vernebelt durch scheinplausible positive Argumente und beschwört so zerstörerische Entwicklungen herauf. Lügen haben aber grundsätzlich kürzere Beine als die reale Wahrheit. 

Besonders die Sowjetunion ist dem atheistisch-marxistischen Denkgebäude aufgesessen, bis das Riesenreich daran zerbrach. Und das hat bis heute schlimmere Armut denn je bei den unterdrückten Völkern zur Folge gehabt.

Zeigt sich im Flashback nicht der Beweis, dass der gesunde Menschenverstand in der Bevölkerung sich nicht länger für dumm verkaufen lassen will? Kommt hier nicht ein gesundes Bedürfnis nach realistischen Lebensbedingungen zum Ausdruck?

Schließlich lässt sich neuerdings nicht mehr unterdrücken, dass sich über das so lautstarke Anpreisen der „Vereinbarkeit zwischen Erwerbstätigkeit und Familienarbeit“, besonders bei den Müttern, Unmut ausgebreitet hat. Vollzeit schon gar nicht, aber selbst Teilzeit hat sich als schwierig mit ihren Aufgaben in der Familie erwiesen:

Sie stehen Chaos aller Art gegenüber und sollen das wieder in Ordnung bringen. Sie fühlen sich mehrheitlich überfordert. Das wagen sie sogar in den Frauenzeitschriften zu artikulieren. Sie spüren, dass die sogenannte „Streitkultur“ immer weniger kultivierte Züge zeigt, sondern Verfremdung auf der ganzen Linie zwischen allen Familienmitgliedern dabei herauskommt. Entfremdung mit dem Ehemann, Entfremdung zwischen den Kinder untereinander und Entfremdung zwischen der Mutter und ihren Kindern in den verschiedensten Altersstufen.

Flashback heißt: Die Realität holt die verantwortungsbewussten Familien ein – sogar bei den Vätern. Scheidungen boomen weiter, die Fachkliniken können den Bedarf der depressiven oder gar alkoholsüchtigen Familienmütter nicht mehr decken. Die Selbsttötungen von verlassenen Familienvätern nehmen zu. Wohin also zurück?

Zur Ausrichtung und Erinnerung an die Wahrheit, markiert schon am Anfang der Bibel? Sind wir auch heute einmal mehr durch den Widersacher Gottes in Gestalt der alten Schlange – und das heißt der Verführung durch die Grenzübertretungen von Gottes Schöpfungsordnung – erlegen? (Gen 3,1-5)

Flashback hat Zukunft. Es pocht – hervorgerufen durch die Erfahrung mit einer überheblichen Ideologie – an ein gesundes Realitätsempfinden in der Bevölkerung: Wir Menschen können uns keine selbstgemachte absolute Freiheit herausnehmen. Wir müssen die Grundbedingungen unserer Realität beachten und dazu gehört unsere Einbindung in Gottes Naturordnungen.

Diese Sendung war traurig veraltet; denn die unzufriedene Bevölkerung hat in der Hirn- und Hormonforschung nun auch noch einen mächtigen Unterstützer der Wahrheit über das Wesen des Menschen erfahren. Es ist faktisch mittlerweile auch hirnorganisch erwiesen: „Die Mutter ist überwältigend wichtig…; denn die Mutter ist als erste Bezugsperson wissenschaftlich einfach am besten erforscht.“ (1)

(1) Strüber, N.: Die erste Bindung, Stuttgart 2016
http://www.stern.de/gesundheit/fruehe-liebe-macht-stark–warum-gute-bindungserfahrungen-so-wichtig-sind-7238626.html

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6 Kommentare on “Ist der vielkritisierte Flashback ein Fortschritt hin zu mehr Vernunft und Realismus?”

  1. nonnen sagt:

    Wieso die seltsame Abwertung der Mutter? Nur die Mutter kann die optimale kognitive Initialzündung für ihr Kind in den ersten Lebensjahren geben. Wenn dies infolge zu früher Fremdbetreuung immer weniger gegeben ist, ist zu befürchten, dass der wichtigste Schatz, den Deutschland besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt vorliegen wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5 – 6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, 2010: 23%; bereits 2015: 33%/ 62% bei 2-3Jährigen; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014, ISBN 978-3-9814303-9-4]

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    • zeitschnur sagt:

      Irgendwie bin ich bei solcher „wissenschaftlicher“ Dramatik immer etwas skeptisch.
      Mit dem Argument hätten Kinder, deren Mütter bei der Geburt sterben (und das war in früheren Zeiten bei einem enorm hohen Prozentsatz so) keine Chance… Auch waren die Umstände, in denen Kinder aufwuchsen eigentlich die ganze Menschheitsgeschichte über mehr oder weniger katastrophal und sind es noch – allerdings aus anderen Gründen als „Gender“.
      Der Mensch ist zwar ein Naturwesen, und vieles ist ein Ideal, ein rein natürlich gedachtes Ideal. Wenn aber das Ideal nicht erreicht wird, bricht deswegen nicht alles zusammen.
      Erstens steht auch das Ideal unter der Sünde.
      Zweitens ist es ja gerade hervorragendes Merkmal des Menschen, dass er nicht nur „animalisch“ tickt, sondern eine enorme Plastizität aufweist, weil er ein Geistwesen ist – durch die Sünde aber verwundet.

      Damit will ich natürlich nicht propagieren, dass man endlose Experimente mit dem Kind macht. Gar nicht.

      Aber ich will auch warnen vor einer künstlichen, pseudo-wissenschaftlichen Dramatisierung widriger Umstände (egal welcher). Alle bedürfen in irgendwelcher Form doch der Heilung, so oder so, und kein noch so „verkorkster“ Start ins Leben wäre nicht in Christus erneuerbar und heilbar. Durch die Erbsünde starten wir alle ungünstig ins Leben. Auch „Lebensrechtler“ sollten sich darüber nichts vormachen. Welche Verbiegungen sind nicht auch in christlichen Familien geschehen! man hat ja sogar einen Begriff dafür erfunden: die „ekklesiogene Neurose“, und es gibt sie tatsächlich…

      Es graust mich einfach, wenn über den Menschen in statistsichen Kategorien gesprochen wird, als ließe er sich wie ein Tier behavioristisch „analysieren“ und sozio-genetisch und entwicklungstheoretisch perfekt „planen“.
      Diese „fromme“ Denkart ist nicht christlich, auch wenn es so klingt. Sie ist vielmehr die Rückseite des Perfektionswahns derer, die andersherum ihr Kind designen wollen, indem sie perfekte Rahmenbedingungen „planen“, die selbst noch die genetische Substanz einschließen.

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  2. zeitschnur sagt:

    Was mich an diesen Sendungen stört, ist, dass sie nicht mehr dialektisch aufgebaut sind und damit einen totalitären oder wenigstens ideologischen Charakter haben.
    Ich hörte gestern im Radio auf SWR 2 „Forum“ auch so eine Sendung über den Klimawandel. Es saß kein einziger „Klimaskeptiker“ drin und die Position der Skeptiker wurde immer wieder mal so gestreift, als sei es völlig abwegig, eine solche Position zu vertreten.
    Auch ich ärgerte mich gestern und sagte später zu meinem Mann, dass mich diese wirklich undemokratische und einseitige Art in den Medien massiv stört. Denn wenn ich mir ein Urteil über die Frage bilden will, muss ich doch wenigstens einen Einblick in die tatsächliche Diskussionslage bekommen können und nicht schon eine einseitige Parteinahme, die noch dazu um jeden Preis auch die Oberhoheit über die politischen Weichenstellungen beansprucht.
    Bei diesem Thema hier würde ich aber warnen wollen davor, dass man denselben Fehler macht wie die einseitigen Ideologen und mit Begriffen wie „Schöpfungsordnung“ etc. jede Abweichung von irgendwelchen tradierten Rollenschemata bereits vordiskriminiert.
    Die „Schöpfungsordnung“ ist als Ideal nicht mehr gegeben seit dem Sündenfall, und vieles, was darin wirkt, ist Unordnung: zuerst das Sterbenmüssen, dann die Widerspenstigkeit der Natur gegen den Menschen, die harte Arbeit (ja, das ist keine „Ordnung“, sondern „Unordnung“ und Strafe!), ferner die Beschwernis des Gebärens und Kinderaufziehens und die Herrschaft des Mannes über die Frau. Das alles nennt Gott als Strafe für die Übertretung und letztendlich als „Todeszeichen“.
    Was mich an den Gedanken vieler frommer Christen stört, ist ein unreflektierter Natur- und Ordnungsbegriff.
    Es gehört in die Ordnung, dass es Mann und Frau als Ebenbilder Gottes gibt. Aber schon hier hat sich die Kirche früh noch im jüdischen und hellenistischen ideologischen Denken der damaligen Zeit versperrt und die Frau teilweise sogar als nicht vollwürdigen Menschen gesehen bzw. ihr die Ebenbildlichkeit abgesprochen. Fatalerweise griff Thomas von Aquin diese schrecklichen Gedanken im Hochmittelalter mit Aristoteles wieder auf. Auch die Begründung für den Kopftuchzwang in den hl. Messen, wie er heute noch v.a. in der Orthodoxie und neuerdings wieder bei den Piusleuten „tradiert“ wird, wird im „Decretum Gratiani“ damit begründet, dass die Frau kein Ebenbild Gottes sei, sondern nur der Mann und darum müsse sie sich verschleiern vor Gott!
    Aus diesem wirklich satanischen Denken wuchsen mannigfache Dornen und Disteln, und nicht nur daraus. Das Geschlechterverhältnis und das Familienbild wurden auch in der Kirche und der abendländischen Gesellschaft massiv verdunkelt und folgten im Grunde in vielem unreflektiert der Sünden-Unordnung und nicht der Schöpfungsordnung, auch wenn wenigstens das Verbot der Polygamie und das Recht auf ein zölibatäres Leben schon einmal eine große Hilfe für die Frau war.
    Ich habe mich damit viel befasst und entdecken müssen, dass das so oft beschworene „Naturrecht“ auch in der Kirche oft sogar wild Sünden-Unordnung und Ordnungen vor der Sünde durcheinander schmeißt.
    Und natürlich traf es die Frau am härtesten, weil sie nicht nur durch die Todes-Unordnungen geknechtet ist als Naturwesen wie der Mann auch, sondern der Mann sich in dieser Misere auch noch als ihr „Herr“ aufpflanzte und sie aufgrund ihrer Schwächung als Mutter demütigte, entrechtete, abwertete und erpresste.
    Es hilft uns nichts, wenn wir eine „Schöpfungsordnung“, die in sich fragwürdig ist, weil in ihr die Sünde Ausdruck gefunden hat, pauschal und ungenau verklären.
    Wir müssen uns der Härte der Lage stellen. Die Natur seufzt in Wehen, schreibt Paulus, dass unsere Erlösung endlich offenbar wird.
    Und das ist bisher nicht geschehen.
    Die Sünden-Unordnung bedeutet für Frau, dass die Mutterschaft und die Beherrschung durch den Mann sie so schwächt, dass sie ihre vielen Gaben tatsächlich nicht mehr frei entfalten kann. Das ist nicht nur ein Wahn der Linken. Das ist bittere Realität, auch heute noch und oft hinter einer pseudo—emanzipierten Larve.
    Man muss das als Frau in Demut annehmen, aber nicht schönreden oder gar propagieren. Diese Zeit hier ist Bußordnung.
    Andererseits haben schon frühe Kirchenväter, etwa Cyprian, Frauen ermutigt, erst gar nicht in das Joch einer Ehe hineinzugehen. Als Zölibatäre seien sie vollkommene Ebenbilder Gottes und würden nicht vom Mann beherrscht, unterdrückt und müssten nicht mehr die Not der Geburten fürchten. Ähnliches sagte Theresa von Avila.
    Wer also heiratet, sollte das wissen und berücksichtigen. Man sollte einer Frau das nicht verklären oder romantisieren. Erst da wird sich zeigen, ob sie wirklich berufen ist zu Ehe und Mutterschaft.
    Menschen, die nicht im Glauben stehen, werden nach reinen Gerechtigkeitskriterien, die wiederum auf einer Ideologie von Gerechtigkeit basieren, mit dieser Frage umgehen. Die Frage ist hier für die Scobel—Sendung, welche Ideologie(n) hier nun zu Wort kommen. Was die moderne Hirnforschung alles so zutage fördert ist nicht der Weisheit letzter Schluss, und die wissenschaftliche Auffassung der Geschlechter wird mal mehr die prinzipielle Gleichheit, mal die Differenzen mehr fokussieren. Je nachdem eben, welche Ideologie gerade angesagt ist.
    Hüten wir uns davor, selbst zu Ideologen zu werden.

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  3. Dorrotee sagt:

    Ich habe mir die Sendung auch angesehen, und kann den Artikel voll unterstützen.
    Eine traurige veraltete Sichtweise der Gesprächsteilnehmer, ideologisch geprägt.
    Gerd Scobel verzichtete diesmal auf wissenschaftliche Fakten.

    Gefällt mir

  4. zeitschnur sagt:

    Was mich an diesen Sendungen stört, ist, dass sie nicht mehr dialektisch aufgebaut sind und damit einen totalitären oder wenigstens ideologischen Charakter haben.
    Ich hörte gestern im Radio auf SWR 2 Forum auch so eine Sendung über den Klimawandel. Es saß kein einziger „Klimaskeptiker“ drin und die Position der Skeptiker wurde immer wieder mal so gestreift, als sei es völlig abwegig, eine solche Position zu vertreten.
    Auch ich ärgerte mich gestern und sagte später zu meinem Mann, dass mich diese wirklich undemokratische und einseitige Art in den Medien massiv stört, denn wenn ich mir ein Urteil über die Frage bilden will, muss ich doch wenigstens einen Einblick in die tatsächliche Diskussionslage bekommen können und nicht schon eine einseitige Parteinahme, die noch dazu um jeden Preis auch die Oberhoheit über die politischen Weichenstellungen beansprucht.
    Bei diesem Thema hier würde ich aber warnen wollen davor, dass man denselben Fehler macht wie die einseitigen Ideologen und mit Begriffen wie „Schöpfungsordnung“ etc. jede Abweichung von irgendwelchen tradierten Rollenschemata bereits vor-diskriminiert.
    Die „Schöpfungsordnung“ ist als ideal nicht mehr gegeben seit dem Sündenfall, und vieles, was darin wirkt, ist Unordnung: zuerst das Sterbenmüssen, dann die Widerspenstigkeit der Natur gegen den Menschen, die harte Arbeit (ja, das ist keine „Ordnung“, sondern „Unordnung“ und Strafe!), ferner die Beschwernis des Gebärens und Kinderaufziehens und die Herrschaft des Mannes über die Frau. das alles nennt Gott als Strafe für die Übertretung und letztendlich als „Todeszeichen“.
    Was mich an den Gedanken vieler frommer Christen stört, ist ein unreflektierter Natur- und Ordnungsbegriff.
    Es gehört in die Ordnung, dass es Mann und Frau als Ebenbilder Gottes gibt. Aber schon hier hat die Kirche früh noch im jüdischen ideologischen Denken der damaligen Zeit versperrt und die Frau teilweise sogar als nicht vollwürdigen Menschen gesehen bzw. ihr die Ebenbildlichkeit abgesprochen. Auch die Begründung für den Kopftuchzwang in den hl. Messen, wie er heute noch v.a. in der Orthodoxie tradiert wird, wird im Decretum Gratiani damit begründet, dass die Frau kein Ebenbild Gottes sei, sondern nur der Mann und darum müsse sie sich verschleiern vor Gott!
    Aus diesem wirklich satanischen Denken wuchsen mannigfache Dornen und Disteln, und nicht nur daraus. Das Geschlechterverhältnis und auch das Familienbild wurden auch in der Kirche und der abendländischen Gesellschaft massiv verdunkelt und folgten im Grunde in vielem unreflektiert der Sünden-Unordnung und nicht der Schöpfungsordnung.
    Ich habe mich damit viel befasst und entdecken müssen, dass das so oft beschworene „Naturrecht“ auch in der Kirche oft sogar wild Sünden-Unordnung und Ordnungen vor der Sünde durcheinander schmeißt.
    Und natürlich traf es die Frau am härtesten, weil sie nicht nur durch die Todes-Unordnungen geknechtet ist als Naturwesen wie der Mann auch, sondern der Mann sich in dieser Misere auch noch als ihr „Herr“ aufpflanzte und sie aufgrund ihrer Schwächung als Mutter demütigte, entrechtete, abwertete und erpresste.
    Es hilft uns nichts, wenn wir eine „Schöpfungsordnung“, die in sich fragwürdig ist, weil in ihr die Sünde Ausdruck gefunden hat, verklären.
    Wir müssen uns der Härte der Lage stellen. Die Natur seufzt in Wehen, schreibt Paulus, dass unsere Erlösung endlich offenbar wird.
    Und das ist bisher nicht geschehen.
    Die Sünden-Unordnung bedeutet für Frau, dass die Mutterschaft sie so schwächt, dass sie ihre vielen Gaben tatsächlich nicht mehr entfalten kann. Das ist nicht nur ein Wahn der Linken.
    Man muss das als Frau in Demut annehmen, aber nicht schönreden oder gar propagieren. Diese Zeit hier ist Bußordnung.
    Andererseits haben schon frühe Kirchenväter, etwa Cyprian, Frauen ermutigt, erst gar nicht in das Joch einer Ehe hineinzugehen. Als Zölibatäre seien sie vollkommene Ebenbilder Gottes und würden nicht vom Mann beherrscht, unterdrückt und müssten nicht mehr die Not der Geburten fürchten. Ähnliches sagte Theresa von Avila.
    Wer also heiratet, sollte das wissen und berücksichtigen. Man sollte einer Frau das nicht verklären oder romantisieren. Erst da wird sich zeigen, ob sie wirklich berufen ist zu Ehe und Mutterschaft.

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