Bistum Augsburg: Nach Kirchenschändungen vollzog der Bischof einen Bußritus

Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat am 31. März 2017 in den Pfarreien Vöhringen und Bellenberg den kirchlichen Bußritus vollzogen. Diese besondere Form der Liturgie war erforderlich geworden, nachdem vor einigen Wochen die Kirchenräume und Statuen teilweise großflächig beschmiert worden waren.

In „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ Bellenberg wurde dabei auch der Altarraum nicht verschont und mit satanistischen Parolen geschändet. Das Kirchenrecht sieht für solche Fälle einen Bußritus durch den Diözesanbischof vor.

In  seiner Predigt betonte der Oberhirte des Bistums Augsburg vor den Gläubigen in Bellenberg, der Bußritus sei „ein ausdrückliches Bekenntnis unserer Entschlossenheit, dass wir nicht einfach hinnehmen werden, wenn unser Glauben und unser Glaubensleben verspottet, geschmäht, ausgegrenzt und angegriffen werden.“

Der Bußritus sei ein Zeichen, das ebenso gut und gern als unser Aufschrei übersetzt und verstanden werden sollte.

Weitere Infos und eine Bildergalerie gibt es auf den Seiten der Pfarreiengemeinschaft Vöhringen.

Quelle: https://bistum-augsburg.de/Nachrichten/Nach-Kirchenschaendungen-Bischof-Konrad-hat-gestern-in-Voehringen-und-Bellenberg-den-Bussritus-vollzogen_id_159521

Foto: Roland Furthmair

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8 Kommentare on “Bistum Augsburg: Nach Kirchenschändungen vollzog der Bischof einen Bußritus”

  1. Adolf Breitmeier sagt:

    Ach Bernhard, wenn sich alle Christen so für das Christentum einsetzen würden wie ich als Außenstehender (weil ich das Christentum achte und von allen Religionen für das beste halte), dann wäre der Islam hier nicht so stark und es gäbe mehr Frieden auf der Erde. Aber seis drum, das Christentum und die rk Kirche kämpft zu wenig!!

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    • Guten Tag,
      selbstverständlich dürfen Sie als Agnostiker der katholischen Kirche Ratschläge erteilen, erst recht aus Ihrer wohlmeinenden Absicht heraus, alles andere erscheint mir kleingeistig. Immerhin hat die Kirche ja auch von nichtchristlichen, nicht einmal jüdischen Persönlichkeiten wie Platon oder Aristoteles geistige Anleihen genommen (ich erinnere an die Kirchenväter Augustinus oder Thomas v. Aquin). Man muß nicht unbedingt selber gläubig sein, um der Kirche grundsätzlich gewogen zu sein, sei es aus kulturellen, ethischen oder sonstigen Gründen. Es gab immer schon die sog. „Kulturchristen“ – und auch Papst Benedikt hat in einer seiner Reden beim Deutschlandbesuch einige gute Worte über die Agnostiker gefunden.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  2. Bernhard sagt:

    Was ich nicht verstehe ist, warum es sich hier um einen „Bußritus“ handelt. Buße tut man, wenn man gesündigt hat, oder allgemein um Verzeihung bitten muss.

    Muss die Kirche hier im Verzeihung bitten, weil sie nicht wachsamer war das Gotteshaus nicht engagierter geschützt hat? Oder was genau ist die Idee dahinter?

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    • Guten Tag,
      vielleicht träfe es eher das Wort „Sühneritus“: Man will die geschändete Kirche – zumal wenn der Altarraum mitbetroffen ist – durch Gebete und Segenshandlungen gleichsam neu „einweihen“, weil sie zuvor „ent-weiht“ worden ist.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  3. Adolf Breitmeier sagt:

    Bußritus, in Ordnung, nicht in Ordnung: Toleranz gegen den Islam. Die Kirche muss endlich ,,klare Kante“ FÜR ihren Glauben zeigen und ganz offen über die aus unserer Sicht Bösartigkeit des Islams aufklären. Natürlich wird man sie als Nazi und islamophobe Fremdenfeinde bezeichnen. Na und? Man muss keine Vernichtung predigen, aber klipp und klar die Gefahr beim Namen nennen. Jeden Sonntag, bei jeder Feier, auch beim Besuch einer Moschee (man wird dann allerdings auch nicht mehr eingeladen, na und?) Die Kirche ist in dieser Beziehung zu lahm, zu duldsam, warum eigentlich? Ist das Christentum nicht wert, dass man darum KÄMPFT?

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    • Bernhard sagt:

      Es ist ja schön, dass Sie einen klaren Standpunkt haben. In diesem Fall gab es im Altarraum wohl satanistische Schmierereien. Der Schändung kam nicht von Islamisten.

      Außerdem bezeichnen Sie sich ja selbst als „glaubenslos“, deswegen sind Sie m.E. nicht berechtigt, der Kirche Anweisungen zu geben, wie sie sich zum Islam positionieren soll.

      Zumal die Aufgabe der Kirche sowieso darin besteht, den Glauben zu verkünden (ob sie dem immer gerecht wird, steht auf einem anderen Blatt) und nicht darin, ein Land oder Kontinent zu schützen oder als Schiedsrichter zwischen gesellschaftlichen Gruppen aufzutreten.

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      • Adolf Breitmeier sagt:

        Natürlich darf ich auch als ,,Außenstehender“ der Kirche Ratschläge geben – und nur ein Narr hört nicht zu. Und es ist doch unbestritten, dass das Christentum unsere Kultur und damit die darin lebenden Menschen in rechtlicher und kultureller Kultur geprägt hat. Wenn es keine ,,Islamisten“ (die es nicht gibt, es ist ein geschaffenes Kunstwort, um den Islam vom Islam zu unterscheiden, so wie ein Krokodil im Wasser auch an Land eins bleibt) waren, dann ist die Tat genau so schlimm, weil es halt in jeder Gesellschaftsschicht und Religion Bösewichte gibt.

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      • Bernhard sagt:

        Anders als eine Partei kann sich die Kirche nicht daran orientieren, was gerade nützlich ist, sondern nur an der unveränderlichen Überlieferung. Solange Sie nicht von der christlichen Lehre her argumentieren, haben Sie nicht dieselbe Basis, und Ihre Argumente sind in diesem Kontext nicht relevant.
        Denn ich betone: Die Rolle der Kirche ist nicht, Deutschland (oder Europa) zu schützen oder die ideologische Basis für den bürgerlichen Staat zu liefern.

        Das Christentum hat unsere Kultur geprägt; wenn die Menschen früherer Jahrhunderte aber so gewesen wären wie Sie, gäbe es diese Kultur gar nicht. Die kämpfen für eine Säule, die Sie selbst gar nicht mittragen…

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