Soll der Papst die Gottesmutter demnächst in Fatima als „Miterlöserin“ definieren?

Von Felizitas Küble

Die „Internationale Marianische Gesellschaft“ (International Marian Association) veröffentlichte zu Neujahr 2017 eine Abhandlung unter dem Titel „Die Rolle Mariens im Erlösungswerk“. Darin wird Papst Franziskus gebeten, er möge bei seinem Besuch in Fatima am 13. Mai 2017 die selige Jungfrau Maria als „Miterlöserin mit Jesus, dem Erlöser“ würdigen.

Wer nun etwa meint, ein solcher Ehrentitel würde allein in der evangelischen Christenheit für Erstaunen sorgen, irrt sich. Dieser Begriff findet sich bei keinem einzigen katholischen Kirchenlehrer der christlichen Antike und des Mittelalters, geschweige hat ihn je ein Konzil verwendet.

Dabei gäbe es durchaus – um einige Windungen und Wendungen herum – eine zutreffende theologische Deutung dieses Ausdrucks, der aber gleichwohl insgesamt mißverständlich bis irreführend bleibt. Daher sollte der Papst auf eine solche Titulierung für die Madonna aus meiner Sicht verzichten.

Der richtige Teil-Gedanke in dem Wort „Miterlöserin“ besteht darin, daß wir Christen alle in einer gewissen Weise MITarbeiter am Heilswerk Christi sind und sein dürfen – durch Gottes Gnade wohlgemerkt.

Der heilige Paulus schreibt, daß wir mit unseren „Leiden ergänzen, was an den Leiden Christi noch fehlt“  –  nämlich für seinen Leib, die Kirche (vgl. Kol 1, 24). Zudem erklärt der Völkerapostel: „Wir sind Mitarbeiter Gottes“ (1 Kor 3, 9).

Natürlich ist die Mutter des HERRN in besonderer, ja in einzigartiger Weise MITarbeiterin ihres göttlichen Sohnes, die größte Fürsprecherin im Himmel und Königin der Engel und Heiligen; man kann die selige Jungfrau wegen ihrer herausragenden Stellung im Erlösungswerk gleichsam als „Gefährtin“ Christi bezeichnen, zumal sie fest stand im Glaubensgehorsam und in der liebevollen Treue bis unter das Kreuz. 

Der Begriff „Miterlöserin“ birgt jedoch zahlreiche Irritationen und Mißverständnisse, zumal Maria selber eine Erlöste ist, wie gerade die kirchliche Lehre von ihrer makellosen Empfängnis belegt, denn diese Begnadigung bestand schließlich in einem Akt der Voraus-Erlösung im Hinblick auf das Heilswerk Christi (Bewahrung vor der Erbsünde).

Die Immaculata (unbefleckt Empfangene) ist das vom Schöpfergott hochbegnadete Geschöpf, weil es das Erlösungswerk Christi gibt, das bei Maria schon vorweg und vollständig wirksam werden konnte. Sie ist daher die Erst-Erlöste des Neuen Bundes  –  und zugleich die Voll-Erlöste, auch wegen ihrer Aufnahme in den Himmel mit Leib und Seele.

Aber auch eine vollendet Erlöste wird dadurch nicht zur „Miterlöserin“, vielmehr gehörte auch sie zur erlösungsbedürftigen Menschheit und lebte aus der Gnade Gottes (sie ist die Jungfrau „von Gottes Gnaden“)  –  und sie schöpfte ihre Verdienste und „Privilegien“ aus dem Heilswerk Christi; sie sagte in Freiheit JA zum Höchsten und handelte danach, denn Gott wünscht sich die Menschen nicht als Marionetten, sondern als freie Geschöpfe.

Maria ist also selber eine Erlöste, keine Erlöserin, auch keine „Miterlöserin“. Ihre Vor-Erlösung geschah im Hinblick auf die Verdienste ihres göttlichen Sohnes. Wäre sie an seinem Heilswerk in einem wesentlichen, eigentlichen Sinne mitbeteiligt, dann hätte sie sich gleichsam selber „miterlöst“, was ein Widerspruch in sich selber wäre.

Auch Papst Benedikt hat den Titel „Miterlöserin“ für die Madonna eindeutig abgelehnt und mehrfach seine theologischen Bedenken geäußert, die sich nicht etwa in ökumenischer Rücksichtnahme erschöpfen. (Näheres dazu siehe hier:  https://charismatismus.wordpress.com/2012/02/11/papst-titel-miterloserin-fur-maria-verdunkelt-den-wesentlichen-vorrang-christi/)

Es geht keineswegs in erster Linie darum, Protestanten nicht „vor den Kopf zu stoßen“; vielmehr soll die katholische Lehre über Maria und ihre einzigartige Stellung im Heilsgeschehen verdeutlicht werden, ohne sie zu überspannen oder die Schwerpunkte unausgewogen zu verlagern.

Gerade wenn man die kirchliche Tradition (die nicht erst im 17. oder 19. Jahrhundert beginnt!) ernst nimmt, wird man mit  „Neuerungen“ dieser Art vorsichtig sein.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Jugend-Verlag in Münster und das Christoferuswerk, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 

 

 

 


31 Kommentare on “Soll der Papst die Gottesmutter demnächst in Fatima als „Miterlöserin“ definieren?”

  1. Anonymous sagt:

    Es sollte angeblich eine „Weltweihe“ an die Muttergottes von Fatima sein…Und das Volk war offenbar – trotz des Fakes (oder weil es diesen nicht als solchen erkannt hat) – begeistert.
    Hier nochmal was aus Augsburg dazu:
    https://bistum-augsburg.de/content/download/91069/1035493/file/Die%20Bedeutung%20der%20Weltweihe%20an%20Maria.pdf

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    • Osterglocke sagt:

      Mit den religiösen Fachbegriffen kenne ich mich nicht so aus.
      Für mich als absoluter Laien helfen viele Menschen beim Erlösen mit.
      Im Himmel sind es neben Maria auch die Heiligen und alle, die wir um Fürsprache bitten.
      Auf der Erde helfen sich Menschen gegenseitig.

      Wenn jemand Hunger hat und wir geben ihm zu essen, haben wir ihn vom Hunger erlöst.
      GOTT alleine ist der ERLÖSER.
      Alle anderen können unterstützen, helfen, bitten.
      Maria ist ein Mensch und man kann sie ja nicht am Ende zu einer Göttin erhöhen.
      Gott ist Mensch geworden in Jesus.
      Vielleicht gefällt ihm das ganze Erhöhen ja auch nicht.

      Jesus ist als Diener zur Welt gekommen und genauso ist Maria eine Dienerin.
      Wir alle sollen ja dienen und dafür brauchen wir ja keine Titel.
      Wenn wir einander dienen, dann helfen wir doch auch mit bei der Erlösung.
      Wer Gott in irgendeiner Form helfen kann, der soll einfach helfen und da mache ich persönlich keinen Unterschied zwischen den Menschen, die noch auf der Erde leben und denen im Jenseits oder gar im Himmel.

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  2. Anonymous sagt:

    @Bernhard
    Benedikt!

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  3. mark waterinckx sagt:

    Total einverstanden mit Frau Küble

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  4. zeitschnur sagt:

    Zu den Bestrebungen, ein 5. Mariendogma zu definieren, und zwar betreffend die Mittlerschaft und die Miterlöserschaft Mariens, sollte mehreres bedacht werden:

    1. Dogmatisierungen müssen einen triftigen und klärenden Grund haben. Unglückseligerweise trifft dieses alten Kriterium schon auf die beiden letzten Mariendogmen und v.a. die beiden Papstdogmen nicht zu – die Kirche hat hier seit dem 19. Jh selbst einen Bruch vollzogen mit ihrer vernünftigen Tradition.
    Wie man wusste, bergen Definitionen immer erhebliche Risiken. Selbst wenn sie wahr sein sollten, sind sie dennoch angesichts der Geheimnisse, die sie ausdrücken, von diesen Geheimnissen „sprachlich“ mehr entfernt, als dass sie sie präzise aussprechen könnten. Je mehr man also „definiert“, desto mehr schwindet der Zugang zum „mysterium fidei“. Dogmatisierung sind immer Gratwanderungen! Nur das Allernotwendigste, und nur wenn Gefahr im Verzug ist, wurde (bis Pius IX., der damit brach) definiert. DAVON KANN HIER ÜBERHAUPT KEINE REDE SEIN!

    2. Zum Begriff der „Mittlerschaft“

    Die protestantische Engführung, die behauptet, es könne zwischen Gott und Mensch überhaupt gar keinen anderen Mittler geben als Jesus, ist schon lange vor der Reformation diskutiert worden.
    Es ist auch Schriftbefund, dass von mehrfältiger Mittlerschaft ausgegangen wird. Thomas v. Aquin hebt darauf ab, wenn er auf prophetische und priesterliche Ämter bereits im AT verweist, die ausdrücklich als Mittleramt verstanden werden:

    „Sacerdos enim et propheta videtur esse mediator inter Deum et homines, secundum illud Deut. V, ego illo tempore sequester et medius fui inter vos et Deum. Sed esse prophetam et sacerdotem non est proprium Christo. Ergo nec etiam esse mediatorem.“ (III. s.th. q.26 a.1 arg.1)

    (Der Priester und Prophet scheint doch Mittler zwischen Gott und Menschen zu sein, gemäß Deut V: ‚Ich war in jener Zeit Mittelsmann und stand zwischen euch und Gott.‘ Also ist das Propheten- und Priestertum nicht nur auf Christus beschränkt. Und darum auch nicht das auf Mittlerschaft.)

    Thomas arbeitet an der Stelle heraus, dass es nicht die Mittlerschaft sei, die man auf Jesus beschränken könne, sondern die besondere Art seiner Mittlerschaft. Er sagt zunächst, dass der vorigen Argumentation entgegenstehe, dass

    „(…) dicitur I Tim. II, unus est mediator Dei et hominum, homo Christus Iesus.“

    ((…) gesagt wird in 1. Tim II ‚Einer ist Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Jesus Christus.‘)

    Dieser Satz wird stets auf protestantischer Seite aufgefahren, um die große Rolle Mariens als Mittlerin abzuwehren. Das ist aber schlicht nicht schriftgemäß, wenn dort selbst Mose schon als Mittler gilt.
    Zum zweiten muss an das Protoevangelium in Gen 3 erinnert werden, das prinzipiell sogar einen regelrechten Mittlerbund zwischen Gott und der Frau formuliert, der an der Stelle kurz nach dem Sündenfall von Gott einseitig und gnadenhaft ausgesprochen wird. Gott spricht ihr tatsächlich eine Mittlerrolle hinsichtlich der Erlösung zu, wobei diese Stelle generalisierend an „die Frau“ gerichtet ist und nicht ersichtlich ist, dass dies nur auf eine bestimmte Frau beschränkt sei. Es gilt der Frau generell (wofür schon viele Frauen des AT stehen) und schließlich einer im besonderen, wie sich dann herausgestellt hat, nämlich Maria.

    Thomas sagt, die Stelle könne man nur recht verstehen, wenn man sie im ganzen paulinischen Kontext liest und von daher deutet:

    3. Co-Redemptrix vs. Redemptor?

    Schon an der lateinischen Gegenüberstellung wird klar, dass ein „Co-“ nie dem, zu dem er ein „Co-“ ist, „Konkurrenz“ machen kann, ohne selbst seine Rolle zu verlieren.
    Von daher sind Befürchtungen unbegründet.
    Trotzdem muss man fragen, ob der Erlösertitel im engen Sinne, auch als „Co-„, einem anderen als Christus überhaupt zukommen kann:

    Die Rolle Jesu als Mittler ist nach Thomas durch die Hingabe als Erlöser spezifiziert: Mittler kann jeder sein, Erlöser dagegen nur der, der Gott ist:

    „Unde, cum apostolus dixisset, mediator Dei et hominum homo Christus Iesus, subiunxit, qui dedit semetipsum redemptionem pro omnibus.“

    (Wie der Apostel dann sagte, hat sich der Mittler zwischen Gott und Menschen Jesus Christus unterworfen, er gab sich selbst zur Erlösung für alle.)

    Thomas fährt fort:

    „Nihil tamen prohibet aliquos alios secundum quid dici mediatores inter Deum et hominem, prout scilicet cooperantur ad unionem hominum cum Deo dispositive vel ministerialiter.“

    (Nichts jedoch verbietet, dass irgendwelche anderen Mittler demgemäß, was ich sagte, zwischen Gott und Menschen, ebenfalls mitwirken an dieser Einigung der Menschen mit Gott, entweder vorbereitend oder dabei (als Werkzeug) dienend.)

    4. Mittler der Menschheit nach, Erlöser der Gottheit nach

    Thomas führt im 2. Articulus an der Stelle aus, dass die Frage, ob Christus eher seiner Menschheit nach oder eher seiner Gottheit nach Mittler und Erlöser ist, folgendermaßen gesehen werden muss:

    Da der Mittler immer zwischen den beiden, zwischen denen er vermittelt, steht, kommt das Mittleramt seiner Menschheit zu, weil er als Gottheit nicht zwischen sich und Gott vermitteln kann.

    Das berührt auch noch einmal die alte Fatima-Debatte, ob der geopferte Christus auch seiner Gottheit nach geopfet sein kann bzw. unter welchem Aspekt er ein würdiges Opfer überhaupt sein kann.

    Thomas sagt: ohne die Gottheit mit zu denken als Voraussetzung zu dem, was Christus der Menschheit nach als Erlöser ist und tat, verlöre das, was er der Menschheit nach ist und tat, seine Bedeutsamkeit. Entzieht man seiner Rolle als Erlöser (der geopfert wurde) die Gottheit, wird sie in seiner Menschheit hinfällig („si subtrahatur divina natura a Christo, subtrahitur per consequens ab eo singularis plenitudo gratiarum“). Man kann als theologisch unmöglich vertreten, dass Christus „nur“ seiner Menschheit nach geopfert worden sei, auf „gar keinen fall aber der Gottheit nach“. Wenn man das behauptet, verliert das Opfer der Menschheit nach, seinen wirksamen und endgültigen Charakter.

    Man kann sagen, Christus sei seiner Menschheit nach Mittler, weil Gott nicht zwischen sich und sich selbst vermitteln kann, aber man kann NICHT sagen, er sei nur der Menschheit nach Erlöser. Erlöser ist er der Gottheit nach als ein Mensch, der alle Menschen weit überragt an Gnadenfülle, eben weil er Gott ist.

    5. Was folgt daraus für Maria?

    Es folgt daraus, dass sie tatsächlich Mittlerin genannt werden kann, ja: sogar genannt werden muss. Sie vermittelt wie schon die Propheten des AT zwischen Gott und Menschen, dies aber in einzigartiger und ihnen allen überlegener Art und Weise, weil sie ihr Fleisch dem Sohn Gottes schenkte, damit er inkarnieren konnte.

    „Erlöserin“ ist sie aber schwerlich zu nennen, weil ihr die göttliche Qualifikation dazu fehlt. Christus ist ausschließlich seiner Gottheit nach als Mensch ein wirkliches Opfer zur Erlösung unserer Sünde. Das kann „im Kern“ kein Mensch mitvollziehen. Wenn das möglich wäre, bräuchten wir keine Erlösung und kein Opfer. Die grundsätzliche Erlösungstat kommt keinem derer zu, die erlösungsbedüftig sind, auch nicht Maria.

    Als Zuarbeiter aber für diese Tat und ihre Wirksamkeit in die Welt hin kann jeder berufen sein. Das gilt für Maria wieder in überragender und einzigartiger Weise. Nicht aber insofern einzigartig, als habe sie diese Erlösungstat mit-bewirkt. Nein, das hat sie nicht! Sie hat geholfen, diese Tat zu realisieren, aber die Tat selbst kommt ihr in gar keiner Weise zu. Der Mensch kann hinsichtlich dieses Opfers nicht „causa efficiens“ sein (Wirkursache).

    Der Titel Co-Redemptrix ist darum nicht missverständlich, sondern falsch.

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    • Die Katholiken bzw. die katholische Kirche folgt theologisch dem Heiligen Augustinus und dem Heiligen Thomas von Aquin als Kirchenlehrern. Die orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens gaben meist dem Heiligen Irenäus von Lyon als Theologen den Vorzug, welcher von Justin dem Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater die Logos-Theologie übernahm und auch noch den 1. Clemensbrief (welcher sehr viel aus der Septuaginta zitiert) und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes der Bibel zählte (bis heute in der russisch-orthodoxen Kirche und den anderen slawischen und orthodoxen Ostkirchen und der 1. Clemensbrief auch noch in der syrischen Kirche bis heute als Kanon).
      Siehe dazu auch die theologische mystische „Sophiologie“ der russisch-orthodoxen Kirche zur Septuaginta des Alten Testamentes der Bibel und speziell der „Weisheitsliteratur“ und zum Heiligen Geist als Geist Gottes und „Geist der Weisheit und Offenbarung“ – im Alten Testament der Bibel in der Septuaginta und Weisheitsliteratur die „Sophia“ als griechischer Name für die personifizierte weibliche Weisheit Gottes…welche vor Gottes Thron tanzt. Und als Geist der Offenbarung auch für die „Sonnenfrau“ im Neuen Testament der Bibel…

      Jesus Christus – Der verloren gegangene Logos

      http://www.glauben-und-wissen.de/M18.htm

      Doch auch die Logos-Theologie verlor nach Augustinus mehr und mehr an …. Dementsprechend heißt es auch im Prolog des Johannesevangeliums (auf den …

      Sophia – Weisheit Gottes – in der Septuaginta des Alten Testamentes der Bibel usw.

      https://www.google.de/search?ei=qY0-W5iKOoWnsAHuxaKABg&q=sophia+weisheit+gottes&oq=Sophia+wiesheit&gs_l=psy-ab.1.0.35i39k1j0i13k1j0i13i30k1l5j0i8i13i30k1l3.6415.7801.0.9959.9.9.0.0.0.0.122.870.4j5.9.0….0…1c.1.64.psy-ab..0.9.868…0j0i67k1j0i131k1j0i20i263k1j0i10k1j0i22i30k1j0i13i5i30k1j0i8i13i10i30k1j33i160k1.0.V0VDIMM1j5s

      Logoschristentum – Johannesoffenbarung – Apokalypse des Johannes

      http://www.johannesoffenbarung.ch/sichtweisen/logoschristentum.php

      Das Johannesevangelium, so meine ich, wurde doch dazu offenbart, damit, wenn die Zeit … Unter «Logoschristentum» verstehe ich eine vom Johannesprolog … wie das «theologische» Logoschristentum vor der Aufklärung und der modernen …

      Logos und Weisheit – Bibel in gerechter Sprache

      https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/wp-content/uploads/logossarx.pdf

      Die Übersetzung von logos im Johannesprolog (Joh 1,1-18) mit Weisheit hat einige … von logos mit ›Wort‹ in den ersten Versen des Johannesevangeliums … Inkarnation (die erst viel später in klaren theologischen Dogmen formuliert wurde) …

      Der Verlust des Weltenlogos
      10. Januar 2018 // 38 Kommentare

      Altarblatt von Josef Moroder-Lusenberg in der Pfarrkirche von St. Ulrich in Gröden (1888) / Wikipedia: Josef Moroder-Lusenberg [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ALusenberg-wise-men.jpg

      Im Urchristentum war das Bewusstsein vom kosmischen Christus als dem Weltenlogos lebendig. Eine neue Vertiefung des Christentums erscheint dringend geboten. Was wird eigentlich am Epiphanias-Tag am 6. Januar, erst wenige Tage nach dem großen Weihnachtsfest gefeiert? Er ist bloß in drei […]

      http://www.geolitico.de/2018/01/10/der-verlust-des-weltenlogos/

      Luthers Kirche ist tot
      18. Januar 2017 //

      Martin Luther / Workshop of Lucas Cranach the Elder [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMartinLuther-workshopCranachElder.jpg
      Die bröckelnde evangelische Kirche befindet sich auf einer „Schwundstufe des Christentums“. Eine fortdauernde Reformation kann in ihr nicht stattfinden. Als Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an das Hauptportal der Schlosskirche in Wittenberg anschlug, um die Auswüchse des […]

      http://www.geolitico.de/2017/01/18/luthers-kirche-ist-tot/

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  5. Claus Stephan Merl sagt:

    Na ja, irgendwie ist das doch ein selbst geschaffenes katholisches Problem.Als ich das hier gelesen hatte

    Markus 3, 31 Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen.
    32 Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir.
    33 Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder?
    34 Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder!
    35 Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

    wurde mir spätestens klar, dass Jesus Christus nie Marienverehrung oder Muttergottesverehrung im Sinn hatte.

    Dieser Bibelstelle war übrigens in Markus 3, 21 folgendes vorausgegangen:

    „Und als es die Seinen hörten, machten sie sich auf und wollten ihn festhalten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen.“

    Zwar lässt der Text offen, ob Maria zu den hier genannten „Seinen“ gehörte, ich kann es mir aber im Zusammenhang mit Vers 31 schlecht vorstellen, dass es nicht so war. Denn wieso liessen ihn seine Angehörigen einschließlich seiner Mutter rufen? Er war doch ein erwachsener Mann, der seiner Familie nicht mehr zu gehorchen hatte.

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    • Guten Tag,
      diese Markusstelle wird auch in katholischen Gottesdiensten vorgelesen und ist uns wohlbekannt. Bei Vers 3,21 könnten auch sonstige Verwandte oder besorgte, ängstliche Jünger gemeint sein, zumal der Ausdruck „die Seinen“ in Vers 3,31 so nicht wiederholt wird. Ihre Schlußfolgerung, daraus könne eine Ablehnung der Marienverehrung abgeleitet werden, ist aber nicht richtig. Christus bestätigt doch, daß jene seine Brüder und Schwestern sind „die Gottes Willen tun“ – also genau das, was Maria getan hat, wie das Lukas-Evangelium schildert; deren Verwandte Elisabeth begrüßt sie, erfüllt vom Heiligen Geist, wie es heißt, als „Mutter meines HERRN“ und sagt zu ihr: „Selig ist, die geglaubt hat, was der HERR ihr sagen ließ.“ – Daraufhin lobt und preist Maria den Höchsten und sagt: „Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter, denn der Allmächtige hat Großes an mir getan.“ – Der Engel Gottes hatte Maria zuvor verkündet: „Der HERR ist mir dir!“ und sie als „Gnadenvolle“ bzw. „Hochbegnadete“ angesprochen.
      Man muß die Hl. Schrift und in diesem Falle die Evangelien schon im Zusammenhang lesen, statt sich einzelne „Bruchstücke“ herauszuholen und zu verabsolutieren.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Guten Tag, Frau Küble,

        natürlich ist es richtig, wenn Sie schreiben: „Christus bestätigt doch, dass jene seine Brüder und Schwestern sind „die Gottes Willen tun“ – also genau das, was Maria getan hat,…“

        Nur kann ich Ihre Schlussfolgerung daraus nicht nachvollziehen. Sie folgern nämlich, dass sich daraus keine Ablehnung der Marienverehrung ergäbe.

        Zunächst einmal ist doch die Aussage derer, die auf seine leibliche Mutter und auf die meiner Meinung nach auch leiblichen Geschwister Jesu verweisen, eindeutig. Und Jesus verneint explizit das Vorhandensein eines Mutter-Sohn-Verhältnisses als maßgebend. Sondern stellt auf den Gehorsam gegenüber Gott ab. Verschärft wird das noch durch die Parallelstelle bei Lukas
        11, 27 Und es begab sich, da er solches redete, erhob ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast.
        28 Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.

        Auch hier geht es um das Hören auf Gott und nicht um biologische Fragestellungen.

        Natürlich hat Maria mit Ihrem „Mir geschehe nach Deinem Willen. Ich bin die Magd des Herrn.“ das Wort Gottes gehört und bejaht.

        Der springende Punkt aber ist, dass diese Art von Gehorsam kein Alleinstellungsmerkmal Marias ist, sondern eine Zuschreibung für jeden, der mit ganzem Herzen Jesus nachfolgt. Und dass Jesus hieraus – also aus dem Glaubensgehorsam – keine personale Verehrung ableitet. Denn das Leben christlicher Norm bedarf keiner Verehrung. Oder um es mit Jesu eigenen Worten aus Lukas 17, Vers 10 zu sagen:

        „Also auch ihr; wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.“

        Daraus ergibt sich nebenbei gesagt auch eine radikale Ablehnung der Werkgerechtigkeit.

        Der entscheidende Punkt für mich ist aber eher die Bedeutung des Begriffs „selig“, Denn in der oben zitierten Passage bei Lukas geht es ja tatsächlich um das, was derjenige „hat“, der im Glaubensgehorsam Jesus nachfolgt, nämlich „Seligkeit“. Diesen Begriff kennen wir schon von der Bergpredigt. Auf Neudeutsch geht es dabei nach meinem Verständnis um innere Erfüllung. Innere Erfüllung erlebt der, der Gottes Wort hört, bewahrt und tut, weil er im Eigentlichen dessen lebt, wozu er erschaffen wurde – in der Einheit mit Gott. Es geht also auch hier nicht darum, dass ein/e solche/r Gläubige/r von anderen Gläubigen verehrt wird, sondern, dass er/sie in der Berufung lebt, zu der er/sie erschaffen wurde und die letztlich Sinn und Ziel seines/ihres Lebens bedeutet.

        Mit freundlichen Grüssen

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      • Guten Tag,
        weshalb sollte sich aus den Worten Christi denn eine Ablehnung der Marienverehrung ergeben?
        Die erwähnte Stelle aus dem Lukasevangelium würdigt doch erst recht den Glaubens Mariens selig: „Ja, selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren“. – Dies sagt uns Christus direkt nach der Seligpreisung der Mutterschaft Mariens durch die Frau aus dem Volke. Damit war letztlich vor allem ein Lob auf Christus gemeint, ausgedrückt über den Hinweis auf seine Mutter, die ja nur deshalb seliggespriesen wird, weil sie eben die Mutter d i e s e s göttlichen Sohnes ist. In der Heiligen Schrift heißt es übrigens mehrfach, daß Maria alles, was sie gehört und erlebt hat, in ihrem Herzen erwogen und bewahrt hat.
        Diese „Frau aus dem Volke“ war nach dem Engel Gabriel („Du Gnadenvolle!“) die erste Marienverehrerin. Übrigens sagte diese tapfere Frau das im Verlaufe von Streitgesprächen zwischen Christus und seinen Widersachern. Sie stellte sich damit eindeutig auf Jesu Seite inmitten von Kontroversen – überaus mutig!
        Dabei ist völlig klar, daß die „Mutterschaft des Herzens“, das gläubige Ja der Jungfrau Maria uns noch mehr beeindrucken kann als ihre biologische Mutterschaft, die freilich auch allein schon eine unvergleichliche Begnadigung darstellt.
        Das wird doch auch von katholischer Seite so gesehen. Schon Augustinus sagte, Maria habe Christus bereits in ihrem Herzen getragen, bevor er in ihrem Mutterleib war.

        Zum Thema Heilige: Der Hebräerbrief würdigt die „Wolke von Zeugen, die uns umgibt“. Natürlich sind alle Christen von Gott Begnadete, von Christus Geheiligte, zur Heiligkeit berufene Menschen. Zugleich ist klar, daß es im Alten und Neuen Bund glaubensstarke Vorbilder gibt, die uns zum Guten und zur Nachfolge Christi anspornen. Besonders die Märtyrer sind hoch zu ehren.
        Hier paar weitere Infos zur biblischen Begründung der katholischen Heiligen- und Marienverehrung:
        https://charismatismus.wordpress.com/2011/08/06/die-fursprache-der-gerechten/
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Frau Küble,

        dies soll eine abschließende Beantwortung Ihres Beitrags vom 06.04.2017, 19:15 Uhr sein. Sie fragen. „Weshalb sollte sich aus den Worten Christi denn eine Ablehnung der Marienverehrung ergeben?“

        Zum formal Logischen darf ich zunächst anmerken, dass derjenige, der eine Tatsache behauptet, diese begründen muss, nicht derjenige, der sie bestreitet. Sie behaupten als Tatsache die Zulässigkeit von Marienverehrung. Schon da sehe ich neutestamentlich keinen Raum. Ich kann dem ganzen NT nicht entnehmen, dass wir einem Menschen kultische VEREHRUNG darbringen sollen. Auch Paulus weiß rein gar nichts von Marienverehrung. Ein „Ehren“ im Sinne von Vater und Mutter zu ehren usw. ist grundsätzlich etwas Anderes als eine kultische Verehrung eines Menschen, die jeden Gläubigen betrifft. Dies nur als Vorwegnahme eines entsprechenden Einwands.

        Zum Anderen hatte ich darauf hingewiesen, dass das Eingehen auf Gottes Wort keine Leistung ist, die eine Verehrung durch Dritte nach sich zieht, sondern ganz normaler Standard des christlichen Lebens.

        Und wie wünschte ich, jeder von uns – mich ausdrücklich eingeschlossen – würde dies auch kontinuierlich so leben.

        Vielmehr ist das, was mit „gebenedeit“ oder „selig“ übersetzt wird, kein verehrungswürdiges Handeln, sondern beschreibt die innere Verfasstheit dessen, der im Gehorsam lebt. Dieser Mensch ist innerlich erfüllt von Gott, dessen Gnade, Friede und Freude, weil er das lebt,. wozu er geschaffen wurde.

        Soweit Sie Verehrung aus der Vorbildfunktion ableiten, verstehe ich rational zwar schon, was Sie damit meinen, kann dies aber logisch letztlich nicht nachvollziehen. Nicht nur, dass das eigentliche Vorbild Christus selbst ist, zu dem wir ausdrücklich aufschauen sollen. Sondern auch, dass dort, wo Paulus fordern kann, ihn nachzuahmen, dies von ihm nie so verstanden wird, als sei er zu verehren, sondern einfach in seiner Vorbildfunktion als Apostel zur Hilfestellung dienen soll. Gegen persönliche Verehrung wandte er sich mehrfach ausdrücklich.

        Schließlich ein Letztes: Die theologische Position der Marienverehrung erfordert nicht nur von den normalen Katholiken fast nicht zu leistende haarfeine Unterscheidungen z.B. zwischen Anbetung und Verehrung einer Person und zur Problematik der hier ja auch angesprochenen Fragen von Mitmittlerschaft und Miterlösung. Sie führt deshalb in der Praxis auch zu permanenten Grenzüberschreitungen fehlgeleiteter Marienfrömmigkeit, die Sie, Frau Küble, ja selbst ständig thematisieren. Wozu also soll diese theologische Position gut sein?

        Mit freundlichen Grüßen

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      • Guten Tag,
        zunächst zum Logischen: Sie hatten geschrieben, aus jenen Worten Jesu ergebe sich eine Ablehnung der Marienverehrung. Daher meine Rückfrage, wie Sie auf diese Behauptung kämen, wobei ich begründet habe, warum ich diese Schlußfolgerung nicht ziehe.
        Ich beließ es aber nicht dabei, sondern verlinkte außerdem zu meinem ausführlichen Artikel, in welchem ich die Marien- und Heiligenverehrung biblisch betrachtet habe. Hier gerne nochmal:
        https://charismatismus.wordpress.com/2011/08/06/die-fursprache-der-gerechten/
        Mir scheint, Sie haben meinen Artikel nicht gelesen, jedenfalls reagieren Sie mit keinem Wort darauf und gehen auch inhaltlich komplett an meiner dortigen Argumentation vorbei.
        Das können Sie gerne tun, nur brauchen Sie sich dann nicht „logisch“ zu beschweren, als hätte ich mich zu wenig bemüht.
        Ich schrieb bereits, daß Maria im NT nicht nur „selig“ genannt wird (und zwar von Elisabeth), daß sie nicht nur vom Engel als „Gnadenvolle, der HERR ist mit Dir“ begrüßt wird, sondern daß sie selber in ihrem Magnificat ankündigt: „Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.“
        Somit geht es nicht nur darum, sie als „selig“ zu wissen, sondern auch als solche zu p r e i s e n .
        Statt „Verehrung“ können Sie gerne den Begriff „Seligpreisung“ verwenden, der dann wortwörtlich biblisch ist.
        Zudem sollten Sie eine gediegene Marienverehrung nicht mit dem Pseudo-Argument ablehnen, daß es hierbei Fehlformen und Auswucherungen gibt. Bekanntlich spricht der Mißbrauch einer Sache nicht gegen die Sache selbst. Es gibt auch sentimentale Frömmigkeitsformen in der Christusliebe (gewisse süßliche Herz-Jesu-Bilder, im evangelischen Bereich kitschig klingende Jesulein-Lieder aus dem Pietismus, besonders der Herrnhuter Bewegung). Aber solche Kuriosa sprechen gewiß auch nicht gegen die Christusfrömmigkeit als solche!
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Liebe Frau Küble,

        ich hielte es jetzt doch für unhöflich, auf Ihren Beitrag vom 7. April 2017 um 09:46 nicht zu antworten.

        Was ich jetzt voranstelle, soll ausdrücklich kein Angriff auf Sie persönlich oder auf den katholischen Glauben sein, sondern einfach nur eine persönliche Feststellung dessen, was ist:

        Wenn ich unsere Debatte hier anschaue, dann wird mir wieder bewusst, dass das Problem hauptsächlich darin besteht, dass wir Worten und Begriffen völlig verschiedene Bedeutung zumessen. Und das hat nach meiner Beobachtung damit zu tun, dass der Katholizismus irgendwie eine eigene Kultur und Sprache entwickelt hat. Wenn man z.B. bei der gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre die seitenlangen Erklärungen dazu liest, wie aus lutherischer Sicht (auch eine Art kulturelle Prägung) und dagegen aus katholischer Sicht bestimmte Wendungen und Begriffe gemeint sind, wird einem diese Kluft sehr stark bewusst. Und ich bin nunmal von der Begrifflichkeit her nicht katholisch. Nicht, weil ich es so gewählt hätte, sondern weil ich eben so „gestrickt“ bin. Dies einfach zur Erklärung vorab.

        Hier geht es zentral um die Begriffe „Marienverehrung“ oder den Begriff „Seligpreisung“, den Sie stattdessen verwenden.

        Aus meiner Sicht bedeutet „Marienverehrung“ eben das, was das Wort sagt: Die Verehrung der Person Maria. Wenn Sie bei dem Begriff „Seligpreisung“ auf den zweiten Wortteil rekurieren und das „Preisen“ in den Vordergrund stellen, kommen Sie zum gleichen Ergebnis.

        Nun soll aber ja nach meinem Textverständnis nicht Maria als solche verehrt oder gepriesen werden, so als sei das „Selige“ ihre Leistung oder ihr Verdienst. Vielmehr soll im Blick auf Gott gepriesen werden, dass er ihr den Zugang zu dieser Seligkeit gewährt hat. Jesus verwendet in der Bergpredigt mehrfach die Wendung „Selig sind, die …“ und dann kommen deren Handlungen, die sie als Selige vollbringen. Dabei verstehe ich das „selig sein“ eben genau als das – eine Form der Existenz, des Daseins. Etwas, das nicht erarbeitet werden kann, sondern vorab geschenkt wird und dann zu dem befähigt, was dort in Kapitel 5 bei Matthäus aufgezählt ist:

        Geistlich arm sein können,
        Leid tragen können,
        sanftmütig sein können usw. usf.

        Überschrieben ist diese Passage in den meisten Bibeln übrigens mit „Die Seligpreisungen“. Das heißt, wo immer ein Nachfolger Jesu diese Haltung aufbringen und in die Tat umsetzen kann, ist er selig zu preisen. Dieser „Preis“ richtet sich aber nicht an den Seligen, sondern an den, der ihm die Seligkeit gewährt. Denn indem jemand fähig ist, geistlich arm zu sein u.a. beweist er damit den vorherigen Empfang selig machender Gnade.

        Aus Gottes Blickwinkel – und allein auf diesen kommt es ja an – ist die Verkündung des Engels an Maria ein Gnadengeschenk, das sie demütig annimmt. So bleibt ihm allein die Ehre.

        Ginge es hingegen darum – so verstehe ich katholische Marienfrömmigkeit – Maria dafür zu preisen, dass sie sich nicht weigert, Jesus vom Heiligen Geist zu empfangen und zu gebären, dann würde dies den Blick weg vom göttlichen Gnadenhandeln lenken und Maria an die Position der Heilsentscheiderin bringen. Und genau dieses Dilemma haben Sie ja dann in der Diskussion um die Frage nach „Mit“-Erlösung und „Mit-„Mittlerin.

        Wenn Sie aber die Verkündigung des Herrn im Lukasevangelium (Lk 1,26–38) genau lesen, fällt doch folgendes auf:

        1. Der Engel verkündet einfach schlicht, was in Gottes unabänderlichem Plan geschehen wird, ohne eine vorherige Zustimmung Marias zu erbitten, zu fordern oder abzuwarten. Der Engel verkündet einfach souverän Gottes Ratschlag.
        2. Nach dem katholischen Glauben wird diese Ankündigung zugleich als Moment der Empfängnis verstanden, nach dem biblischen Grundsatz: Wenn Gott spricht, geschieht, was er sagt.
        3. Ganz am Schluss sagt Maria: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ Das ist aber nach dem vorher von mir Ausgeführten gerade nicht als Erlaubnis zu verstehen, ohne die Gott nicht handeln würde oder könnte, sondern als inneres Ja zu dem, was Gott ohnehin beschlossen hat, zu tun und tun wird. Ein Ja, das aber für Maria selbst enorm wichtig ist, will sie nicht verbittern und sich in Opposition zu Gott stellen, sondern selig, das heißt eben auch freudig und von ganzem Herzen in Gottes Ratschlag einwilligen.

        Auf Ihre Ausführungen zur Fürsprache der Heiligen ging ich deshalb nicht ein, weil ich ihn nicht für relevant erachtete. Wenn ich einen lebenden Christen um Gebet für mich bitte, verehre ich ihn ja deswegen auch noch lange nicht. Aber wie gesagt, da denke ich nicht katholisch.

        Ich hoffe nicht, dass Sie mit mir übereinstimmen, aber doch, dass Sie jetzt genauer verstehen, was ich meine.

        Mit freundlichen Grüßen

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      • Guten Tag,
        mir scheint, Ihnen ist entgangen, daß ich in diesem Artikel „Soll der Papst….“ (zu dem Sie sich ja äußern!) mehrfach betonte, daß Maria die BEGNADETE ist, die Jungfrau „von Gottes Gnaden“ und weitere Wendungen ähnlicher Art. Keine Frage, die außergewöhnlichen „Vorzüge“ Mariens sind allesamt Gnadengeschenke Gottes!
        Zudem haben Sie recht, das wird aber von kirchlich-katholischer Seite auch so gesehen, daß der Engel Maria nicht gefragt hat, ob Sie Mutter des HERRN werden wolle, sondern ihr dies angekündigt hat – wobei Gott als der Allwissende freilich auch wußte, daß Maria dazu ihr JA sagen wird – und zwar in bewußter, freier Zustimmung, nicht etwa nur in passiver Hinnahme.
        Die Gottesmutter (Christus ist göttlich, also ist Maria Gottesmutter, was übrigens Luther zeitlebens bekannt hat) hat Gottes reiche Gnade in sich wirksam werden lassen.
        Nun sind wir mitten im katholisch-evangelischen Unterschied:
        Auch die katholische Kirche lehrt wohlgemerkt (z.B. ausführlich auf dem Reformkonzil von Trient), daß die Gnade Gottes das Fundament aller Rechtfertigung ist – und von der menschlichen Seite her der Glaube. Aber wie schon Paulus schrieb, geht es um einen Glauben, „der durch die Liebe wirksam wird“ (ganz zu schweigen von den Klarstellungen des Jakobusbriefs!).
        Christus selbst warnte eindringlich: „Nicht jeder, der HERR HERR sagt, wird ins Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt.“
        Eben dies hat Maria getan, denn sie sagte nicht nur: „Mir geschehe nach Deinem Wort“, sondern sie stand in Treue unter dem Kreuze Christi, als alle Apostel außer Johannes das Weite gesucht hatten.
        Die Gnade Gottes hat in ihrem Leben reiche Früchte getragen – und das geschah durch ihre bewußte Mitwirkung (so wie es ähnlich auch im Christenleben ist bzw. sein soll).
        Auch die katholische Kirche lehrt die „Allwirksamkeit“ (!) der Gnade, aber nicht ihre „Alleinwirksamkeit“.
        Auf der Basis des Glauben soll der Mensch mit Gottes Hilfe zur Heiligung heranwachsen, gleichsam zum „Vollalter Christi“.
        Wir sind keine Marionetten, die menschliche Freiheit (wenngleich durch die Erbsünde belastet) ist ein Geschenk Gottes – und das, was Gott uns an Gaben und Fähigkeiten geschenkt hat, dürfen wir nicht vergraben (vgl. Jesu Gleichnis mit den Talenten).
        Gottes Gaben werden in unseren Händen stets zu Aufgaben – und wir wollen nicht vergessen, wie oft auch im Neuen Testament vom himmlischen „Lohn“ die Rede ist, etwa im Zusammenhang mit der Nachfolge Christi, Taten des Glaubens, Nächstenliebe, Werke der Barmherzigkeit etc. Gerade Christus selbst spricht recht häufig davon.
        Ein solcher Lohn, den Gott natürlich niemandem „schuldet“, den er aus seiner freien Souveränität schenkt, hat nur dann einen Sinn, wenn es auch etwas gibt, das „belohnenswert“ ist.
        Die menschliche Mitwirkung mit der Gnade Gottes macht diese Gnade nicht kleiner, sondern größer, weil sie zeigt, daß die Huld und Hilfe Gottes sich konkret auswirkt, denn „die größte Ehre Gottes ist ein Mensch, der Gott liebt“, wie einer der Kirchenväter schrieb.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • zeitschnur sagt:

        @ Herrn Merl

        Sie sprechen von „kultischer Verehrung“ hinsichtlich Marias. Das verstehe ich nicht – wo wird sie „kultisch verehrt“ (abgesehen von Verirrungen)?
        Maria gebührt nach der Lehre der Kirche „hyperdulia“. Das ist eine „Hochschätzung“ bzw. „Höchstschätzung“ oder „Hochverehrung“.
        Es ist normal, dass man Menschen verehrt, wenn sie dessen würdig sind. Und Maria gebührt die höchstmögliche Verehrung, die einem bloßen Menschen zukommen kann. Oder finden Sie, dass das ein Nichts ist – diese Gottesmutterschaft?! Bedenken Sie: Maria trug Jesus, der doch Gott ist, dieses „Licht vom Licht“ IN SICH und war dessen würdig.
        Daher sagt Elisabeth ja auch „Wer bin ich, dass die Mutter des Herrn zu mir kommt!“
        Auch dieser NT-Satz ist ein Zeugnis höchster Verehrung.

        Daraus kann aber keine „kultische“ Verehrung i.S. einer latrischen Anbetung abgeleitet werden. Dass eine Verehrung von Menschen nach feierlichen Protokollen abläuft, kennen wir auch aus dem Alltag – etwa „wenn der König einzieht“ oder jemand mit einem Preis geehrt wird. Das läuft nicht banal ab, sondern in einer feierlichen Form, die der Verehrung und der Person, um die es geht, auch würdig ist. Form und Inhalt gehören zusammen. Auch einer, der einen Doktortitel erwirbt, wird nach einem feierlichen Protokoll geehrt. Oder die Sieger eines Wettkampfes.

        Sie werfen m.E. hier einiges durcheinander. Und ein bisschen mag das auch unserer Zeit geschuldet sein, die verlernt hat, dass man auch Menschen ehren und würdigen darf, ohne dass das gleich der „Anbetung“ verdächtigt werden darf. Vielleicht denken Sie zu „kommunistisch“.
        Nein, wir sind nicht alle gleich graue Genossen und keiner darf den anderen überragen… Im letzten Grunde weiß man, dass es nur ein Moment ist, in dem man dieses Überragen zelebriert. Man weiß deswegen ja nicht, wie viele andere ebenso viel Verehrung verdienten. Aber man ehrt in einem stellvertretend auch alle anderen Ungenannten!

        Bei Maria aber kann man nicht sagen, dass alle anderen im Prinzip genauso geehrt werden könnten, und zwar aus dem oben genannten Grund!
        Daher kommt anderen Heiligen und auch sonst Menschen „dulia“ (Verehrung) zu, Maria aber „hyperdulia“ (Hochverehrung).

        Gott alleine aber gebührt die Anbetung („latria“).
        Und die Kirche hat niemals gelehrt, Maria anzubeten.

        Und ich denke, diese Unterscheidung kann man einem normal intelligenten Menschen schon noch zumuten.

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    • zeitschnur sagt:

      Hier möchte ich um ein kontextuelles Lesen bitten!

      Der Kontext ist hier, dass Jesus in ein Haus geht, weil er vor seiner Idolisierung flieht, die auch durch seine Brüder forciert wird (vgl. Joh 7) und dort dennoch ein solcher Andrang um ihn geschieht, dass er und die Jünger nicht mal mehr zum Essen kommen. Seine Familie meint offenkundig mit dem „Er ist wahnsinnig“, dass er diese Gemengelage wohl kaum lange durchhalten kann.

      Diese Stelle hat keinerlei innere Verbindung zur Marienverehrung, sondern beschreibt, dass Jesus sich abgrenzt von der Meinung, er müsse sich als Wundertäter und Heiliger dem Volk als Führer und Idol stellen. Maria dürfte sich eher um sein Wohlergehen gesorgt haben („nichts zu essen“), denn sie wird nicht in dem Zusammenhang ausdrücklich erwähnt, obwohl die Brüder ausdrücklich erwähnt werden.

      Die Frage nach den „wahren Verwandten“ ist hier eher rhetorisch als prinzipiell zu verstehen.

      Hier ist nicht ein Idol, von dessen Glanz auf seine Mischpoke abfällt (wie das unter Menschen normal wäre), und der jetzt einen Feldzug ins Heil durchführen wird mit Pauken, Trompeten und Applaus der Menschen, sondern der Schlüssel ist die Verwandtschaftsverhältnisbestimmung über „meinen Vater“: Verwandte Jesu sind die, die den Willen seines Vaters tun. Hier drückt er bereits aus, warum er gekommen ist: UM UNS IN DIE VERWANDTSCHAFT ZUM VATER ZURÜCKZUGEWINNEN und nicht dazu, diesen Siegeszug nach menschlicher Vorstellung.
      Mit gar keinem Wort wird negiert, dass diese Rückgewinnung selbstverständlich auch seiner Mutter und den Brüdern gilt.

      Dass Maria sehr wohl „gebendeit“ ist, weil sie die Mutter des Herrn werden durfte und wollte, bezeugen bekanntlich andere Schrifttexte. Man kann hier nicht Dinge aus dem Zusammenhang reißen und gegen diese anderen Stellen ausspielen, zumal an diese Mk-Stelle in gar keiner Weise auch nur ein kleinster Hinweis auf eine Verehrung der Mutter Jesu auffindbar ist, die abgewehrt werden müsste.

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      • Gerd sagt:

        Ich würde sogar sagen, dass eine Aufwertung der Mutter Jesu stattgefunden hat. Wenn jemand den Willen Gottes erfüllt hat, dann wohl in erster Linie die Gottesmutter.

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      • zeitschnur sagt:

        Die sensationsgeile Menge richtet Jesus aus „Draußen steht deine Mutter mit deinen Brüdern“. Er sagt: „Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?“ Und dann kommt der berühmte Satz von den wahren Verwandten…

        Es geht hier nicht um Ab- und Aufwertungen, wie ich glaube, sondern um eine Akzentverschiebung, die Maria nichts nimmt, aber auch nichts gibt.

        Ich plädiere für eine Lesart, die Jesu Reaktion nicht als Affront auffasst gegen seine irdische Familie, sondern als eine „Überschreitung“ der natürlichen Familie hin zur Ankündigung der himmlischen Familie der Erlösten. Da mögen Familienbande gelingen, wenn mehrere in der Familie gläubig sind, aber wenn das nicht der Fall ist, dann lebt der Gläubige daraus nicht, sagt doch Jesus an anderer Stelle, er bringe das „Schwert“ zwischen Verwandte (Mütter-Töchter, Väter Söhne, Brüder etc.), denn, wie Simeon sagte zu Maria: An ihm werden sich die Geister scheiden. Auch durch die Familien hindurch. Das relativiert die Bedeutung der natürlichen Familie im Glauben, und eine gewisse Skepsis gegenüber einer allzu großen „Heils-Bedeutung“ der natürlichen Familienbande sollte für Christen daher immer angebracht sein.

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  6. Anonymous sagt:

    Man muß sich fragen, ob die Leute wirklich keine anderen Sorgen haben, wo der Glaube im wahrsten Sinne des Wortes vor die Hunde geht. Es geht um die Zukunft des Christentums und dann gibt man sich mit solchen Spinnereien ab. Geht’s noch?!

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  7. Martin sagt:

    Ich stelle in der heutigen Zeit eher eine Geringschätzung des „Fiat“ Mariens, dass sie den Erlöser dieser Welt gebären wird, fest. Was wäre, wenn Maria nein gesagt hätte? Dann kommt schon mal schnell die Antwort, dass Gott jemand anders dafür auserkoren hätte.

    Hätte er? Maria hat – neben Adam und Eva – als einzigster Mensch eine Entscheidung frei vom Einfluß der Sünde getroffen. Bei Adam und Eva hätte ja auch Gott nach deren Entscheidung gegen IHM die Schöpfung einstampfen können um das Übel der Erbsünde nicht zuzulassen – aber er hat hier die freie Entscheidung des Menschen ganz mit eingebunden – unabhängig von den Konsequenzen, die sich daraus ergeben.

    „Er (Gott) klopft bei Maria an. Er braucht die menschliche Freiheit. Er kann den frei geschaffenen Menschen nicht ohne ein freies Ja zu seinem Willen erlösen.“ schreibt Papst em. Benedikt XVI. in seinem Buch „Jesus von Nazareth – die Kindheitsgeschichten“. (vgl. S. 46)

    Dieses „Ja“ Mariens kann man nicht genug ehren, denn es ist der Anfang zur Befreiung des Menschen von der Knechtschaft der Sünde und des Todes.

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    • WalfischSchnucki sagt:

      auch schweigend könnte ich mir Maria vorstellen und denken.
      Was bewahrt denn ihre Unberührtheit, ihre Reinheit????Mmh?

      „Entscheidungen“ ist ein sehr modernes Thema (EGO-thema).

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  8. Anonymous sagt:

    Der Titel „Miterlöserin“ ist längst fällig!! Das SIE (Maria) dies ja auch ist!
    Von F. würde ich mir allerdings nichts dergleichen erwarten! Und falls er es doch tut, weiß ich nicht, ob dies vom Himmel her angenommen wird, da er (F.) ja nicht der rechtmäßige Papst ist…
    Mal sehen…!

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    • Bernhard sagt:

      Wie in dem Text angeklungen, ist Maria insofern „Miterlöserin“, als sie bei dem Heilsplan Gottes „mitgemacht“ hat; aber nicht in dem Sinne, dass sie selbst einen Teil der Sünden der Menschheit ans Kreuz getragen hätte.
      Deswegen würde dieser Titel nur Missverständnisse hervorrufen. Außerdem wurde er, wie in dem Artikel dargelegt, weder von einem Kirchenvater verwendet, noch von einem Konzil beschlossen.

      Was heißt hier „vom Himmel her nicht angenommen“? Entweder etwas ist theologisch richtig, oder nicht. Glauben Sie, der Himmel verhält sich wie ein trotziges Kleinkind, im Sinne von „das ist ja richtig, aber ich mag den nicht, deswegen ist es für mich falsch!“?

      Außerdem: Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass Franziskus (warum scheuen Sie sich, seinen Namen auszuschreiben?) nicht der rechtmäßige Papst ist? Die Wahl lief zumindest gemäß den Regularien ab…
      Und wenn es nicht Franziskus ist, wer ist es dann?

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      • Anonymous sagt:

        Ich scheue mich ganz sicher nicht, den Namen auszuschreiben. Nur habe ich definitiv nichts – und schon rein g a r n i c h t s mit ihm zu tun. Ich will nichts mit Pharisäern, Mietlingen und dgl. zu tun haben. Das ist – vereinfacht gesagt – alles. Der Fisch fängt ja bekanntlich am Kopf zu stinken an und da stinkt es zum Himmel….

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      • Anonymous sagt:

        Entschuldigung; ich vergaß darauf zu antworten in Bezug auf Ihre Frage, warum ich meine, dass der Himmel dies von F. evtl. nicht annimmt: Nun! Da die „Weihe“ von F. an die Gottesmutter von Fatima im Jahre 2013 ja auch nicht gültig bzw. keine Weihe war, sondern nur Pillepalle, habe ich da eben so meine Bedenken….

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      • Guten Tag,
        es handelte sich damals 2013 um eine allgemeine Anrufung Mariens, nicht um eine spezielle Fatima-Weihe Rußlands. Diese war ja auch gerade aus Sicht von Fatima-Anhängern gar nicht nötig, da Sr. Lucia zu Lebzeiten eindeutig erklärt hat, diese konkrete Weihe sei von Vorgänger-Päpsten vollzogen und der Wunsch der Fatima-Madonna erfüllt worden. Die Abkehr Rußlands von Kommunismus unter Gorbatschow hat Sr. Lucia als „Bekehrung Rußlands“ gedeutet und erklärt, die Fatima-Verheißungen seien bereits in Erfüllung gegangen („Rußland wird sich bekehren und es wird Friede sein“):
        https://charismatismus.wordpress.com/2016/08/20/sind-die-verheissungen-von-fatima-erfuellt-hat-sich-russland-bereits-bekehrt/
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Bernhard sagt:

        Eine Weihe ist etwas, was aus ganzem Herzen geschehen muss (oder sollte). So etwas kann von dem allwissenden Gott natürlich zurückgewiesen werden, wenn es nicht aufrichtig ist.
        Bei „Miterlöserin“ geht es aber um eine theologische Frage bzw. die Korrektheit einer Begriffsdefinition; es ist nicht ein Orden, den man Maria umhängt (den hätte sie von uns nicht nötig).

        Papst Franziskus hat tatsächlich einige Aussagen gemacht, die zumindest sehr missverständlich sind. Jedoch kann man nicht sagen, dass er sich anbiedere. Wenn man all seine Aussagen liest und nicht nur, was von den Medien aufgegriffen wird, wird man feststellen, dass er sehr wohl unbequeme Dinge sagt, die gar nicht zeitgeistkonform sind.

        Außerdem noch einmal die Frage: Wenn Franziskus nicht der Papst ist, wer ist es dann?

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Hallo Anonymus,

      wenn Maria „Miterlöserin“ ist, dann trifft das auch für alle Gestalten des AT zu, die Gott gehorsam waren und so die Heilsgeschichte „vorangebracht“ haben. In letzter Konsequenz hätte sogar Judas die Erlösung durch Jesus „verursacht“, weil er ihn verriet und so seinen Kreuzestod beförderte.

      Das das irgendwie „schräg“ ist, werden Sie selbst erkennen. Es bleibt der biblische Befund:

      Es gibt nur einen Mittler – Jesus Christus.
      Es gibt nur einen Erlöser – Jesus Christus
      ES gibt nur diesen einen Namen, in dem das Heil ist – Jesus Christus

      Was immer diese Wahrheit verdunkelt, ist Häresie.

      Und „hyperdulia“ gegenüber Maria finde ich im ganzen Neuen Testament nirgends. Also ist das für mich auch nicht maßgebend.

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      • Holger Jahndel sagt:

        @Claus Stephan Merl:

        Laut Neuem Testament der Bibel ist auch der Heilige Geist als Geist Gottes und „Geist der Weisheit und Offenbarung“ bzw. Paraklet und Tröster Mittler und Vermittler zu Gott.
        Neben Jesus Christus, dem Logos als fleischgewordenem bzw. inkaniertem „Wor Gottes“ und göttlichen Erlöser und „Menschensohn“ (Hoheitstitel) und Messias und Heiland und Anthropos, zu dem im Neuen Testament der Bibel gemäß der Prophezeiung des Propheten Daniel im Alten Testament der Bibel vom Kommen des Menschensohnes als göttlichen Erlöser auch die „Magoi aus dem Osten“ als sterndeutende Magier-Priester der monotheistischen persisch-medischen Zarathustrier bzw. Zoroastrier bzw. Parsen kamen.
        Siehe auch die mystische theologische „Sophiologie“ der russisch-orthodoxen Kirche Russlands dazu und auch zur griechischsprachigen Septuaginta-Bibel (aus der Jesus Christus nachweislich zitierte, mindestens einmal auch direkt aus den sogenannten „Apokryphen“) mit der enthaltenen jüdisch-hellenistischen „Weisheitsliteratur“. Dort gibt es die als Person beschriebene und auftretende und handelnde „Weisheit Gottes“ als griechisch SOPHIA (und hebräisch chakhema oder auch chokhma) als Frau „die vor Gott tanzt“ bzw. „die vor Gottes Thron tanzt“ und personifizierte weibliche göttliche Weisheit und als personale Erscheinungsform des Heiligen Geistes, siehe auch den 1. Clemensbrief dazu und Justin den Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater und den Heiligen Irenaeus von Lyon, der von diesem auch die Logos-Theologie übernahm und noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes zählte usw.
        Um so etwas zu Wissen und Verstehen zu können studiert man ja auch gerade Theologie.

        https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/wp-content/uploads/logossarx.pdf

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