Unseriöse Aktion mit Nachspiel: „Correctiv“ enthüllte Intimleben einer AfD-Kandidatin

Von Dr. David Berger

Nachdem die Zweifel immer größer wurden, ob die „Fakenews-Polizei“ namens „Correctiv“ wirklich das Personal und die Voraussetzungen hat, die man für eine sinnvolle Überprüfung von Nachrichten auf ihren Wahrheitsgehalt mitbringen sollte, hatte der Gründer der selbsternannten Fakenews-Polizei, David Schraven eine neue Idee, wie er sich nützlich machen könnte. („Philosophia Perennis“ hat über diesen journalistischen Super-Gau bereits berichtet.)

Sein Verein spionierte das Intim- und Privatleben einer politisch unliebsamen Personen aus, um sie dann an den öffentlichen Pranger zu stellen: Das Intimleben der AfD-Politikerin aus Nordrhein-Westfalen wurde – passend zur NRW-Landtagswahl – „enthüllt“ und auf billigstem Bildzeitungs-Niveau zum „Sex-Skandal“ erklärt.

Das hat nun ein juristisches Nachspiel. Die Kölner Kanzlei Höcker hat für das Opfer Schravens vor dem Landgericht Düsseldorf eine Einstweilige Verfügung erwirkt, die die weitere Verbreitung des Textes untersagt.

Das Medienportal „Meedia“ berichtet, dass Schraven zuvor unterrichtet war, dass sein Agieren gesetzeswidrig sein und daher „Correctiv“ hohe Kosten verursachen könnte: „Correctiv hat sich zu einer Veröffentlichung entschieden, obwohl die Kanzlei Höcker das Recherchebüro vorab informierte, dass sie dagegen vorgehen wird.“

Und Meedia zitiert den zuständigen Rechtsanwalt der Kanzlei: „Nach der Information durch Höcker Rechtsanwälte war Herrn Schraven also bei Veröffentlichung des Artikels selbst klar, dass es kein rechtfertigendes Berichterstattungsinteresse an dem Bericht gibtEr wurde darauf hingewiesen, dass eine Veröffentlichung solcher Details … als Verletzung der Intimsphäre rechtswidrig ist.“

Quelle und vollständiger Bericht von Dr. Berger hier: http://philosophia-perennis.com/2017/05/13/journalistischer-supergau-fuer-correctiv/

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8 Kommentare on “Unseriöse Aktion mit Nachspiel: „Correctiv“ enthüllte Intimleben einer AfD-Kandidatin”

  1. Pinnochio sagt:

    Ich hätte damals nie gedacht, dass mich das Lied „Rais on Phönix“ von Conchita Wurst, alias Tom Neuwirth berührt, aber diese ehrliche Ausstrahlung und Interpretation. Dieser Mann hat mehr für die Akzeptanz sexuell anders orientierten Menschen getan, als Grüne, die diese für ihre Sexphantasien missbrauchen.
    Frauen, die um ihre Rechte kämpfen, dass sie sich in Jeans wohlfühlen, hat schnell Akzeptanz gefunden, dass Männer sich in Frauenkleidern wohlfühlen, nicht. Ein Problem der Kleiderordnung oder der hilflose Ruf nach Akzeptanz, dass man aus dem Raster der Mehrheit fällt und Conchita Wurst war mutig, dies in den Raum zu stellen.
    Die Grünen missbrauchen Homosexuelle für ihre Ideologie der Sexualisierung der Gesellschaft aus Profitgründen und geistig wenig ausstaffierte Looser mit erheblicher Arroganz wie Olivia Jones, die mit Aufklärungsbüchern für die Frühsexualisierung (geistigen Missbrauch der Kinder) verdienen wollen, sind ihre Zugpferde und auch die Geschwätz-Wissenschaftler, die philosophieren, dass das klassische Familienbild mit dem sexuell anders orientierten auf Konfrontation stößt.
    Wenn Kinder dahingehend indoktriniert werden schon, aber Liebe vermittelt Freiheit in der geistigen Entwicklung.
    Es wird Zeit, sich gegen den Missbrauch der Persönlichkeiten, nur weil sie anders sind, zu wehren und das betrifft nicht nur Homosexuelle, sondern auch Behinderte und Schwache Menschen, wie Alte, die immer mehr aus der Gesellschaft ausgestoßen werden. Legt den Grünen mit ihrem Missbrauch endlich das Handwerk und behauptet Euch, steht zu Euch.

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  2. Bernhard sagt:

    Ich halte grundsätzlich nichts davon, allzusehr im Privatleben von Politikern herumzuschnüffeln. Und in diesem Fall sind wohl strafrechtlich relevante Güter berührt, dann ist es völlig inakzeptabel.

    Ich möchte aber darauf hinweisen, dass „Konservative“ z.T. auch gern im Privatleben unliebsamer Personen herumwühlen. Auch in diesem Blog ist schon genüsslich über die familiäre Situation von Frau Görings-Eckhard berichtet worden (natürlich nicht auf dem Niveau wie der oben zitierte „Correctiv“-Artikel).

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    • Guten Tag,
      Frau Göring-Eckhard ist nicht „nur“ Politikerin, sondern war EKD-Präses und ist weiterhin EKD-aktiv, insofern eine kirchlich repräsentative Persönlichkeit, so daß man wohl gewisse ethische Maßstäbe setzen darf. Zudem hatte sie sich selber öffentlich (noch dazu gegenüber „Bild am Sonntag“) zu ihren Eheverhältnissen geäußert, wobei wir die Meldung noch dazu erkennbar von der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA übernomnen hatten – also nicht nur das „Niveau“ war anders als bei „Correctiv“, sondern der gesamte Zusammenhang – in mehrfacher Hinsicht.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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    • Tafelspitz sagt:

      Wie war das denn mit Frau Dr. Weidel, der man sonst was an das Zeug flicken wollte, die reinste Hexenjagd der Qualitätspresse auf AFD-Politiker im untersten Schubladenniveau, die Altparteien haben es doch vorgemacht und nun sind sie angepiselt, denn „Wie man in den Wald hineinruft….“
      Außerdem wurden in diesem Forum keine Politiker niedergemacht, sondern ethische Maßstäbe an ihre Entscheidungen angelegt. Frau Weidel wurde aber in ihrer privaten Lebensform derart angegriffen, obwohl die Grünen sich angeblich die Antidiskriminierungskampagne sexuell anders orientierter Gruppen auf die Fahne heften wollen, aber im Endeffekt diese Gruppen ideologisch missbrauchen, um durch Gender u. Frühsexualisierung in die Entwicklung von Kindern eingreifen zu können, von Pädophilidebatte zu Pädophiliedebatte geschlittert sind und dreist für Sex mit Kindern immer wieder geworben haben, bis hin zur sexuellen Zwangsbetreuung von pflegebedürftigen Menschen, die sich gegen diesen Erziehungswahn nicht wehren können.

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  3. OASIEDEL sagt:

    Da die AfD zu stark ist, jetzt wird von allen Seiten versucht. die Partei zu beschmutzen…

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  4. Tafelspitz sagt:

    Wenn man größenwahnsinnig ist, hat man es halt nötig, im Schmutz anderer Leute zu wühlen und sieht den riesigeren Schmitz vor der eigenen Haustür nicht. Unsere linksgrünen Verfechter sehen ihre Felle davon schwimmen, weil Kritiker so manche ihrer Wahlkampflügen und schmutzigen Tricks durchschaut haben, wie dass gut bezahlte Berufsdemonstranten für eine angeheizte Stimmung sorgen, damit sie nicht von den Futtertrögen der Macht vertrieben werden. Wenn das politische Niveau schon so niedrig ist, dass man im Intimleben des anderen schnüffeln muss, dann hat man wirklich keine Argumente mehr, die Wähler überzeugen und fürchtet, dass die eigenen Lügen und Wahlkampfmärchen durchschaut werden.
    Der Endspurt ist die schwerste Phase und ich wünsche mir von der AFD, dass sie Realitätsverweigerern auf die Pelle mit sachlichen Argumenten rückt, sich nicht von den Qualitätsmedien beirren lässt. Es ist 5 Minuten vor 12 für Deutschland, da braucht es alle Kraftanstrengung, die Katastrophe, die uns das politische Establishment eingebrockt hat, zu verhindern.

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  5. zeitschnur sagt:

    Allmählich nimmt der politische Kampf Formen an, die einen wirklich nur zur Verzweiflung treiben.
    Die selbsternannte „Mitte der Gesellschaft“ lässt sich zu jeglicher Entgleisung hinreißen, aber es erstaunt, dass gerade die Bürgerlichen das nicht mehr erkennen. Man fndet es vollkommen okay, AfD-Politiker förmlich zu dämonisieren und sie auch Pogromen medialer und physischer Art auszusetzen. das ist alles okay, weil es ja schließlich nur AfD-Leute sind, die sind nichts wert und haben keine Menschenwürde. Sie sind Parias, Kastenlose, Outlaws. Dabei vertreten sie als letzte Partei das, was jahrzehntelang das bürgerliche Selbstverständnis unseres Landes ausgemacht hat.

    In Frankreich dieselbe Misere:

    Ich habe mir das TV-Duell zwischen Le Pen und Macron angesehen https://www.youtube.com/watch?v=rP1dUg-IN-w

    Die Berichterstattung stellt aber grundsätzlich Le Pen als unseriös und aggressiv dar. macron dagegen als smarten Hoffnungsträger. Wer dieses Duell aber aufmerksam verfolgt, muss feststellen, dass Macron nicht nur bereits in seinen ersten Sätzen unter der Gürtellinie argumentiert und Le Pen beleidigt, sondern dass sein gesamter Redestil in schlimmster Weise demagogisch ist. Aber nicht nur das – warum dieser Mann die bürgerlichen „Eliten“ blenden kann, liegt daran, dass er Demagogie mit Snobismus verbinden kann. Nein, diese rattenfänger von heute treten nicht lärmend auf wie die seinerzeitigen Kommuisten und Faschisten. Sie haben dazugelernt und verbinden ihre schmutzige politische Gesinnung mit Distinguiertheit, die sie wahrscheinlich auf Rhetorikakademien trainiert haben. Le Pen redet einfach nur normal und klar. Sie verhält sich natürlich, ist eben so, wie sie ist.
    Die Leute sehen, dass Macron hübsch aussieht, jung ist, einen spießigen Anzug trägt und arrogant und eigentlich nur als Macho gegen Le Pen Reden schwingt. Die übelsten Ressentiments kommen da hoch: Frauenhass, der Dünkel und die Kälte der Reichen gegenüber den Armen. Er sagt nichts Sachhaltiges. Er schreit nicht, fährt nicht aus der Haut, bleibt so pseudo-cool und tut distinguiert-arrogant. Und da verortet sich die deutsche Mitte ebenso wie die französische, in der hohlen Arroganz der Desorientierten, die noch genügend Geld haben, um sich das leisten zu können und aus ihrer geistigen und moralischen Verwahrlosung eine politische Utopie zimmern, mit der sie die Menschen blenden.

    Nichts ist ihnen zu dreckig, um all die realen und natürlichen Gestalten, die ihre Hohlheit entlarven, zu diskreditieren. Und wenn jene sich dagegen jursitisch wehren, heißt es noch: da schaut sie an, die rennen wegen allem ständig vor Gericht!

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    • Bernhard sagt:

      Ich habe jetzt keine Zeit, um mir diese Debatte anzusehen, möchte aber doch kurz antworten:
      Ich sehe in Macron keineswegs als den großen Hoffnungsträger (wie auch damals Obama nicht). Wie Sie Frau Le Pen aber so positiv sehen können, erschließt sich mir nicht.
      Außerdem: Standesdünkel und Verachtung gegenüber den Armen findet man auch und gerade bei den „Bürgerlichen“. Ich erinnere nur an Sarrazin, Westerwelle und aktuell Höcke mit seiner afrikanischen Vermehrungs-Strategie.

      So sehr ich das jetzige Establishment als borniert und selbstgerecht empfinde, so wenig sehe ich in den Le Pens, Wilders, Kaczinskis, Orbáns etc. so etwas wie Hoffnungsträger.

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