Polen nimmt lieber EU-Strafen in Kauf als „Flüchtlinge“ auf

Polen will lieber Strafen von der EU in Kauf nehmen als Asylbewerber aufzunehmen. Europas Migrantenquoten seien ganz sicher schlimmer als jedwede Bestrafung durch Brüssel, sagte Polens Innenminister Mariusz Błaszczak (PiS) im Sender Radio 1:

„Erinnern wir uns daran, was in Westeuropa passiert ist. Erinnern wir uns an die Terroranschläge, die sich in den größeren Staaten der Europäischen Union ereignet haben. Erinnern wir uns daran, daß sie (die Länder Westeuropas) mit verhältnismäßig kleinen moslemischen Gemeinschaften angefangen haben, die inzwischen sehr groß geworden sind.“

Polens Premierministerin Beata Szydło (PiS) stellte klar: „Es ist ausgeschlossen, daß Polen derzeit Flüchtlinge aufnimmt und wir werden ganz sicher keine verpflichtenden Quoten akzeptieren, die Polen oder irgendeinem anderen Mitgliedsstaat aufgebürdet werden.“

Im September 2015 hatten sich die Staats- und Regierungschefs der 28 Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, eine bestimmte Zahl an Asylbewerbern aufzunehmen. Damit sollte der Druck von den Erstaufnahmestaaten Italien und Griechenland genommen werden. Polen hatte sich damals zur Ansiedlung von 7000 Einwanderern bereit erklärt. Die spätere Regierung unter Szydło, die im November 2015 ins Amt kam, weigert sich bisher, diese Vereinbarung umzusetzen.

Im kommenden Monaten will die EU-Migrations-Kommission über evtl. Strafen gegen Polen, Ungarn und Tschechien entscheiden. Auch der neue französische Präsident Macron hatte Polen mit Sanktionen gedroht. Diese reichen bis zum möglichen Entzug des Stimmrechts im Europäischen Rat.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2017/polen-lieber-eu-sanktionen-als-illegale-einwanderer/

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7 Kommentare on “Polen nimmt lieber EU-Strafen in Kauf als „Flüchtlinge“ auf”

  1. Claus Stephan Merl sagt:

    Die angeblich so katholischen Polen schleichen sich nicht nur aus der gesamteuropäischen Solidarität, sondern verweigern unchristlich den Verfolgten ihren Beistand. Das ist ein Armutszeugnis.

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  2. Adolf Breitmeier sagt:

    Ach was haben es die Polen gut, da gibt es noch Politiker, denen das Wohl ihrer Bürger und ihres Landes am Herzen liegt – und die politischen Weitblick erkennen lassen. Man sollte sich eine Datscha in Polen kaufen.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Herr Breitmeier,

      Sie können auch gerne sofort nach Polen ziehen und so in Gänze die neue Politik dort genießen. So wie ich das sehe, haben die Verantwortlichen der PiS aber nichts übrig für Deutsche, die sich in Polen eine „Datscha“ kaufen wollen. Zumal „Datscha“ ein russischer Begriff ist, den Sie in Polen kaum finden werden. Da können Sie mal Ihre Geschichtskenntnisse aufbessern.

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      • Adolf Breitmeier sagt:

        Statt Datscha hätte ich vielleicht Landhaus schreiben sollen, dann hätten Sie eventuell verstanden, was ich damit gemeint habe. Natürlich wollen die Polen keine Deutschen im Land, die Gründe braucht man nicht zu nennen. Und dennoch haben sie Recht, was sollen sie mit freiwillig ins Land geholten Eroberern einer fremden Kultur und Lebensauffassung. Da zeigen die Polen einen besseren Weitblick als ,,wir“ Deutschen.

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  3. Marienzweig sagt:

    Ich schätze mal, dass bei weiterer Weigerung Polens die EU das Instrument des Strafregisters, der zu erwartenden Sanktionen also, brutal zu handhaben gedenkt.
    Dieses in den Augen der EU renitente Land wird ihr als abschreckendes und für alle sichtbares Beispiel dienen, was unbotmäßige Länder zu erwarten haben.
    Wird Polen Rückgrat zeigen – auch dann, wenn´s hart kommt?

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Tja Marienzweig,

      wer sich aus den übernommenen Pflichten schleichen will, muss mit Sanktionen rechnen. Die Polen dürfen auch gerne aus der EU austreten. Aber die EU-Gelder werden dort gerne genommen.

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