Vatikan: Kardinal Müller wünscht bessere Kenntnisse der lateinischen Messe

Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller hält Grundkenntnisse der lateinischen Messe bei Priesteramtskandidaten und möglichst vielen Laien für wünschenswert. Sie sollten Teile wie das Gloria und das Credo mitbeten können, sagte der Präfekt der Glaubenskongregation der katholischen „Tagespost“. Bei Reisen nach Rom und ins Ausland böten sich ihnen viele Gelegenheiten zum Mitbeten und Mitsingen.

Früher hätten die meisten Katholiken auch die Antworten in der lateinischen Liturgie sprechen können, erinnerte der Kardinal. Viele hätten als Ministranten die Gebete auswendig gelernt.

Viele Missverständnisse in der katholischen Kirche rührten von der Auffassung her, dass der Liturgie bis 1962 und jener nach der Reform zwei völlig miteinander unvereinbare Theologien oder gar Glaubenslehren zugrunde lägen.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://de.radiovaticana.va/news/2017/06/02/kurienkardinal_m%C3%BCller_f%C3%BCr_grundkenntnisse_in_lateinischer_me/1316551

Foto: Bistum Regensburg


3 Kommentare on “Vatikan: Kardinal Müller wünscht bessere Kenntnisse der lateinischen Messe”

  1. zeitschnur sagt:

    Nach menschlichem Ermessen aber wie in ein „Tohuwabohu“, wie in ein Trümmerfeld gesprochen.
    Und überhaupt:
    Kardinal Müller verschließt die Augen vor einer „Frucht“, die eben doch Ausweis der Qualität einer Messform sind.
    Man kann sich kaum vorstellen, dass der ältere Usus dermaßen pervertiert werden oder überhaupt solche Perversionen zulassen könnte wie der NOM. Ich besuche seit Jahren fast nur den Usus antiquior. Wenn ich dann doch mal in den Novus Ordo gehe, fällt mir ein ums andere mal auf, dass dieser Ordo Brüche aufweist und seltsam „hohl“ wirkt (verglichen mit dem älteren Ritus) und die Überzeugung, an einer heiligen Handlung teilzunehmen, die absolute Ehrfurcht erfordert, nicht mehr stiften kann. Das liegt sehr wohl an der reformierten Form.
    Kardinal Müller sollte sich die klassische Verbindung von Form und Inhalt einmal vor Augen stellen: wenn eine Form dermaßen entgleist, liegt das sehr wohl auch an einer inhaltlichen Verfasstheit.

    Und darum ist dieser Eindruck sowohl der Progressiven als auch der Traditionellen, dass hier zwei unvereinbare Theologien oder Glaubenslehren vorlägen, nicht ganz falsch.

    Der Katholizismus hat sich in unserer Kultur stark zum geistigen Überbau des abendländischen Feudalismus entwickelt. Die ältere Messform trägt daher – neben tradierten rtuellen Formen des jüdischen Tempelkultes – eindeutig die ästhetischen Züge heidnischer und weltlicher feudaler Ordines. Und keine Frage: das ist weder zwingend noch überhaupt theologisch oder in der Glaubenslehre fundierbar. Man konnte das so machen, musste aber nicht. Paulus hat mit Sicherheit keine tridentinische Messe gefeiert!

    Viele haben auch die Messreform nach dem Tridentinum im letzten Ende als Zerstörung erlebt. Die Spätfolgen des Tridentinums mit seiner Vereinheitlichungverbissenheit wurden erst im 19. Jh sichtbar. Die Weltkirche hatte immer die Tendenz, regionale Bräuche auch in der hl. Messe zu entwickeln, und man hätte das niemals so radikal vernichten dürfen, wie es dann geschah! Es war ausgerechnet die Reformbewegung um Dom Guéranger, die dafür sorgte, dass alle liturgischen, regionalen Traditionen, die uralt waren und vom Tridentinum an sich geduldet wurden, vernichtet wurden – eine grauenhafte Verwüstung gewachsener Ehrfurcht! Man opferte innerkirchliche Vielfalt und gelebten, lange verwurzelten liturgischen Glauben auf dem Altar des Papalismus, des römischen Zentralismus und der Machtgeilheit des Vatikans.So erhielt dieser tridentinische Ritus seit seiner Entstehung im 16. Jh im 19. Jh endgültig den starken Charakter eines Machtinstrumentes und entheiligte sich damit letztendlich selbst!

    Es ist nur folgerichtig, wenn danach – nach den Exzessen des Ultramontanismus und des Cäcilianismus im 19. Jh die liturgische Bewegung sich dieses „Machtinstrumentes“ in irgendeiner Weise wieder entledigen wollte und weg vom Zentralismus hin zur „Gemeinschaftsmesse“ strebte.

    Durch die Bindung an den Feudalismus hat sich die Kirche schon lange vorher ihrer Stärke beraubt. Nahm man ihr ihr herrschaftliches „Getue“, sank der ganze Glaube der Leute plötzlich ins Nichts zusammen.
    Darüber sollte Rom nachdenken – der Ausgangspunkt für all diese Verwüstungen ist Rom. Hier ist das neuralgische Zentrum.

    Mit ein paar Durchhalteparolen à la Müller ist es also nicht getan!

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  2. Adolf Breitmeier sagt:

    Mir hat die ,,lateinische“ Kirche immer gefallen. Und eben habe ich probiert, ob ich das ,,Confiteor“ noch zusammenbringe – leider nicht. Und weil wir Messdiener immer schneller fertig sein wollten als der andere, wurde ,,mea culpa“ einfach zu ,,culpa, culpa, maxiculpa“ gemacht.

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