Israelischer Militärexperte M. von Creveld warnt den Westen vor Verweichlichung

Der israelische Militärhistoriker Martin van Creveld hat vor einem Bürgerkrieg in Europa und dem Zusammenbruch des Westens gewarnt. Hauptursächlich dafür sei eine Verweichlichung der Gesellschaft.

Dies geschehe in erster Linie „aufgrund der Art und Weise, wie wir Menschen des Westens unsere Kinder erziehen, sie gegen jede potentielle Gefahr beschützen, sie davon abhalten, erwachsen zu werden und sie zu unselbständigen Wesen erziehen“, sagte van Creveld in einem Interview mit der konservativen Wochenzeitung JUNGEN FREIHEIT über sein neues Buch „Wir Weicheier“.

Dasselbe passiere mit den Armeen. „In den meisten europäischen Ländern, Deutschland ausdrücklich eingeschlossen, ist der Begriff Militarismus in der Bedeutung eines gesunden Stolzes des Soldaten auf seinen Berufsstand, zu einem Tabu geworden.“

Der Westen folge dem Beispiel vieler früherer Kulturen, die untergegangen seien. Die entscheidenden Faktoren seien stets dieselben gewesen: „Übermäßiger Wohlstand, der zu weniger strengen Sitten sowohl in geistiger als auch in körperlicher Hinsicht führt; eine wachsende Kluft zwischen Reich und Arm; der zunehmende Widerwille, Wehrdienst zu leisten, sowie eine Vorliebe für Söldner.“

Quelle: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2017/israelischer-militaerhistoriker-warnt-vor-zusammenbruch-des-westens/

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4 Kommentare on “Israelischer Militärexperte M. von Creveld warnt den Westen vor Verweichlichung”

  1. zeitschnur sagt:

    Habe den vollen Artikel schon vor ein paar tagen in der JF gelesen. Creveld spricht dort auch davon, dass es ein Fehler gewesen sei, Frauen mit ins kämpfende Heer aufzunehmen. In Israel ist das ja seit Beginn an so, dass Frauen mitkämpfen. Ob die Zahal deswegen stärker oder schwächer ist, kann man lange diskutieren, Faktum ist aber, dass sie stärker ist als alle arabischen und rein maskulinen Heere drumherum. Ich denke, dass Frauen mit Sicherheit, wenn sie bewaffnet sind und gut trainiert, wahrscheinlich noch viel rigoroser kämpfen als Männer. Auch die alten Assassinen sollen ja selbst im Islam bevorzugt Frauen ausgebildet haben – mit Erfolg.
    Aber eines ist sicher richtig: wenn man die Mann-Frau-Spannung mit ins Heer trägt, ergibt das, wenn man das nicht reflektiert und sehr gut organisiert, leicht Verwicklungen, die Energien binden und vielleicht sogar kontraproduktiv machen. Gibt es darüber seriöse Untersuchungen? Behauptet hat sich da schnell etwas Feministisches oder Maskulinistisches. Bewiesen ist es damit noch lange nicht.
    Auch die Verweichlichung ist mir zu unscharf.
    Was soll das sein?
    Zu wenig Disziplin, zu wenig körperliche Ertüchtigung?
    Übergewicht bei zu vielen?
    Oder gar zuviel Kultur und moralische Hemmungen?
    Und haben Heere nicht immer gehurt, gefressen, geplündert und sind entgleist, sobald es hart auf hart kam? das würde auch hier nicht anders sein, wenn es so weit käme – machen wir uns doch nichts vor. Sodaten waren, wenn man so will, immer „Weicheier“ und hatten keine Disziplin außer im Kriegshandwerk.
    War die Bundeswehr wirklich so schlecht, oder wurde sie seit der Umstellung auf Berufsheer und geplante Söldnerarmee nicht einfach zerstört, vorsätzlich natürlich, ansonsten eben hirnlos? Nicht wegen „Weichei“, sondern wegen schlechter Ausstattung, schlechter Orga und oft auch Diskreditierung?
    Und die völlig unterirdische Kampagne, die derzeit durch die Verteidigungsministerin gegen die Bundeswehr angezettelt wurde, schwächt noch weiter.
    Das alles ist für meine Begriffe irrational, genauso wie das Gewäsch Frau Käsmanns auf dem Ev. Kirchentag, genauso wie man den dauerkriegstreibenden Obama dort hat reden lassen als hätte uns ein US-Präsident, unter dem alle Kriege eskalierten, auch nur das Geringste zu sagen, genauso absurd wie die Grenzen offenstehen zu lassen, genauso unbegreiflich wie die Verbrechensstatistik, die man kürzlich veröffentlichte und vorher 1,5 Jahre geleugnet hatte. Wer noch einen Funken Vernunft im Kopf hat, versteht das alles nicht mehr.

    Unser Problem ist nicht eine „Verweichlichung“ der Soldaten, sondern eine perverse Politik, die abläuft gegen jede Vernunft, gegen jeden Einwand, ohne dass einer diesen Wahnsinn bremsen könnte. Und solange dieses Kartell hier regiert, kann man Bücher schreiben bis zum Abwinken und sich gegenseitig beleidigen und herabsetzen: Das alles wollen diese Leute doch nur: Divide et impera.

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    • ester sagt:

      ja vor allem das divide das klappt ganz hervorragend und genau das ist das Problem!
      Man kommt sich vor, als habe Terry Pratchet mit seinen Sciencefiction-Ideen (de Idee, dass alle Geschichte nichts ist als ein Würfelwettspiel, gelangweilter, intriganter Götter) recht und als wollten hier einige Leute einer höheren Macht ein absurdes Theaterspiel vorspielen, und sind stolz drauf, dass alle, alle mitmachen.

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  2. Adolf Breitmeier sagt:

    Die Kriterien einer ,,hilflosen“ und ineffektiven Armee sind richtig erkannt und aufgeführt worden. Ein Punkt fehlt: Wer die Ausrüstung seiner Armee auf einen Stand bringt wie wir Deutschen, der könnte sich die Armee sparen. Wer dann noch auf die irre Idee kommt, krampfhaft nach Erinnerungsstücken ,,vorausgegangenen“ Militärs zu suchen und sie für schädlich zu bezichtigen, dabei sogar ein harmloses Bild eines ehemaligen und geschätzten Bundeskanzlers in die Mülltonne tritt, der sollte seine Grenzen für jeden öffnen (ach, das haben wir ja schon getan, bin ich vergesslich), jeden alimentieren (ach, das machen wir ja gerade) und dann steht dem Weg in den kulturellen und nationalen Untergang nichts mehr im Wege. Na gut, ein paar Patrioten gibt es noch, die werden kurzerhand verteufelt (Nazi ist das Zauberwort), und nach einer weiteren Generation mit Erinnerungsverbot weiß keiner mehr, was Freiheit ist. Übrigens, der Terror hat einen Namen: Islam

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