UNO-Hilfswerk UNRWA betrügt mit einem Rühr-Foto, um Israel anzuprangern

Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten hat ein Bild von einem Mädchen in einem zerbombten Haus in Syrien verwendet (siehe Foto) und erklärt, es handle sich um ein Mädchen im Gazastreifen. Dies erklärte die Gruppe „UN-Watch“ am vorigen Freitag.

In einem Posting auf Facebook, auf Twitter und auf ihrer Website verwendete UNRWA ein Foto des Mädchens, das als „Aya“ vorgestellt wurde, und erklärte, dieses habe sein Leben land unter der israelischen Blockade des Gazastreifens gelitten. Die UN-Organisation warb mit dem Foto um Spenden für Menschen im Gazastreifen.

„Ayas Kindheitserinnerungen“, so heißt es u.a. in dem inzwischen gelöschten Post, „sind solche von Konflikt und Schwierigkeiten, Mauern, aus denen sie nicht ausbrechen kann, und der Angst, dass das einzige Heim, das sie kennt, wie klein es auch immer sein mag, nicht mehr da sein könnte, wenn sie aus der Schule heimkehrt.“

Die Aufnahme wurde von UNRWA sogar zum Coverfoto auf der Facebook-Seite gemacht. Das Bild stammte allerdings nicht aus dem Gazastreifen. Das Hilfswerk hatte es bereits im Januar 2015 in einem Twitter-Post zu Syrien verwendet.

Nachdem UN-Watch den Fehler publik gemacht hatte, entfernte UNRWA die Posts und veröffentlichte eine Entschuldigung.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin – Jerusalem-Post

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CDL: Es darf keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung beim Selbstmord geben

Die Pressesprecherin der Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL), Susanne Wenzel, kommentiert zustimmend die Kritik des Deutschen Ethikrates zur erstmaligen Genehmigung des Tötungsmittel Pentobarbital durch das Bundesverwaltungsgericht:

Im März 2017 hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden, dass Suizidwilligen der Zugang zu einem bisher in Deutschland nur für Tiertötungen zugelassenen Betäubungsmittel (Pentobarbital) zur Selbsttötung „in extremen Ausnahmefällen“ nicht verwehrt werden dürfe.

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes wurde im März bereits nicht nur von Seiten der Christdemokraten für das Leben (CDL) kritisiert. Erfreulicherweise hat inzwischen auch der Deutsche Ethikrat in einer Ad-hoc-Empfehlung vom 1. Juni 2017 verdeutlicht, dass es keinen Anspruch auf eine staatliche Unterstützung beim Suizid geben könne.

Die CDL begrüßen die klare Aussage des Ethikrates, dass es eine staatliche Unterstützung beim Suizid nicht geben kann. Bereits in seiner Empfehlung „Zur Regelung der Suizidbeihilfe in einer offenen Gesellschaft“ aus dem Jahr 2014 lehnte der Ethikrat ein „Regelangebot von Ärzten und speziellen Vereinen“ zur Suizidbeihilfe ab.  

Die CDL geht ebenso davon aus, dass durch die organisierte Sterbehilfe der Respekt vor dem Leben in unserer Gesellschaft weiter ausgehöhlt wird. Wenn es künftig tatsächlich „ausnahmsweise“ eine staatliche Unterstützung des Suizids geben würde, ginge die bedingungslose Achtung vor dem Leben am Lebensende schrittweise ganz verloren.

Das zeigt sich auch an den weiter voranschreitenden Arten der sog. „Sterbehilfe“ etwa in den Niederlanden und in Belgien. Diese beschränkt sich längst nicht mehr nur auf leidende Patienten in der Schlußphase schwerster Krankheiten, sondern betrifft bereits Menschen, die an einer kritische Diagnose oder Demenz leiden oder wie in Belgien schwerstkranke Kleinstkinder und Kinder.

Wir kritisieren ebenso wie der Deutschen Ethikrat vehement, dass das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil das selbstverständliche Gebot der staatlichen Gemeinschaft, „den hilflosen Menschen nicht einfach sich selbst zu überlassen“, mit dem staatlich garantierten Zugang zu Betäubungsmitteln nicht verfassungskonform verknüpft.

Niemand, erst recht nicht staatliche Instanzen, darf sich anmaßen, darüber zu entscheiden, ob ein menschliches Leben noch als „sinnvoll möglich“ oder „wertvoll“ anzusehen ist. Es kann weder eine aktive Zustimmung zur Selbsttötung durch den Staat geben, noch darf es eine Selbsttötung „auf Antrag“ geben, die von staatlicher Seite unterstützt wird.

Eine durch das Urteil drohende „Verpflichtung“ staatlicher Institutionen, sich zum Handlanger des Todes zu machen, indem sie leidenden Patienten quasi die Tötungsmittel in die Hand drücken, verstößt gegen die unbedingte Schutzpflicht des Staates. Dass diese Gefahr droht, zeigen mehr als 20 „Anträge“, die seither bereits beim Arzneimittel-Institut eingegangen sind.

 


ZpV stimmt Bischof Osters Kritik am BDKJ zu

Pressemeldung des ZpV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen):

Der BDKJ als Dachverband behauptet, in ihm seien 17 Jugendverbände organisiert, auf seiner Leitseite werden allerdings nur 16 vorgestellt. In einem unter „katholischer“ Flagge segelnden Schiff sind aber wohl kaum alle wirklich katholisch ausgerichtet. Es ist z.B. anzuzweifeln, dass eine „Aktion West-Ost – Arbeitsgemeinschaft für europäische Friedensfragen“ ein katholisches Statut zur Grundlage hat.  

Der Passauer Bischof Stefan Oster (siehe Foto) kritisiert mit Recht das BDKJ-Positionspapier ‚Theologie der Verbände‘, in dem Jesus zu einer Karikatur verkommen sei. Die Verbände gäben sich teilweise „mit einer ‚Lightversion des Evangeliums‘ zufrieden“. Jesus sei eben „nicht ‚so ein Netter‘, der die unterschiedlichen Wege, mit ihm zu leben, einfach nur bestätige“. Der BDKJ solle sich „gegen Abtreibungen engagieren und mehr mit dem Islam auseinandersetzen“.

Mit dieser Kritik trifft der Bischof den Nerv des mit Kirchensteuermitteln subventionierten „eingetragenen Vereins“. Wer die Arbeit der Jugendverbände verfolgt, musste in den Jahren des Bestehens des BDKJ zunehmend feststellen, dass sich dieser Dachverband zum Verfechter mainstreamorientierter Positionen in der immer mehr atheistisch ausgerichteten Gesamtgesellschaft machte.

So verhallte der Ruf des hl. Johannes Paul II. zur Neuevangelisierung nicht nur ungehört, sondern wurde geradezu als Beispiel von Lebensfremdheit in der modernen Welt von heute abgelehnt. Der BDKJ charakterisiert seine Tätigkeit als „katholisch, politisch, aktiv“; es ist jedoch nur zu verständlich, wenn  überzeugte Katholiken den Eindruck gewinnen, dass das politische Element des BDKJ bei weitem als wichtigstes gilt.

In der Kritik an den Äußerungen des Jugendbischofs hat sich besonders die Diözesangruppe Münster hervorgetan. Deren Vorsitzende Stegemann betonte, die Jugendverbände „schafften eine wichtige Kontaktfläche, weil sie die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt abholten und nicht gleich mit übersteigerten Ansprüchen an sie heranträten“.

Dass sie hier mit Allgemeinplätzen und Plattitüden argumentierte, wurde ihr offensichtlich nicht bewusst. Eine solche Haltung für das Urchristentum vorausgesetzt, hätte sich die Botschaft Jesu niemals ausbreiten können.

Bedenklich aber ist, wenn Stegemann Bischof Oster gegen Bischof Genn ausspielt: In der Zusammenarbeit mit ihm – Genn – kenne sie „sehr viel Wohlwollen und Unterstützung“.

Dies bedeutet, dass Genn Positionen des BDKJ toleriere, die Bischof Oster kritisiert. Der Oberhirte von Münster hat dieser Behauptung nicht wiedersprochen.