Abschied von der Islam-Schönfärberei

Von Dr. David Berger

Wie wir spätestens seit dem Massaker von Manchester wissen, hat Frau Merkel große Probleme damit, den islamistischen Terror zu verstehen. Dafür gibt es zwei Ursachen:

Zum einen das Dogma von dem durch und durch friedlichen Islam, das Frau Merkels katastrophale Politik beeinflusst.

Zum anderen die Tatsache, dass sie in einer Umwelt aufgewachsen ist, in der die Religion durch die Staatsideologie passend gemacht wurde – und nicht umgekehrt. Wie sie denken allerdings noch immer viele Menschen in Deutschland.

Die gemerkelte Nation hat noch einen langen Lernweg vor sich, der ihr durch die Nannymedien hierzulande freilich noch weiter erschwert wird.

Mit zu diesem Lernweg gehört es, nach Israel zu schauen: dort kann man lernen, die Denkweise derer zu verstehen, die glücklich sind, wenn sie von der Tötung jüdischer Kinder hören. Ein „Verstehen“, das alles andere bedeutet als „Gutheißen“, sondern ermöglicht, die Ursachen für diese Verbrechen zu bekämpfen.

Das Israel Network publizierte jüngst das Video einer Muslimin aus dem Jahr 2012. In diesem berichtet die Frau stolz davon darüber, wie sie 8 Kinder aus Israel umbrachte. Und das Onlinemagazin schreibt dazu: „Beobachte die Augen dieser Terroristin. Sie ist aufrichtig. Sie sagt, was sie wirklich denkt, nämlich, dass das Töten von Juden das ist, was ihr in dieser und der nächsten Welt glücklich macht.“

Unser Autor David Berger hat diesen Artikel auf seiner Webseite veröffentlicht: http://philosophia-perennis.com/2017/06/10/frau-toetet-8-israelische-kinder/

 

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18 Kommentare on “Abschied von der Islam-Schönfärberei”

  1. zeitschnur sagt:

    Die Ausführungen Herrn Merls teile ich hinsichtlich des Islam, nicht aber hinsichtlich Merkels. Merkels Redeweise ist sehr häufig mit Volkabeln dieser Art durchsetzt und bleibt damit sinnlos und ohne konkrete Aussage, es sei denn, man nimmt darin Hinweise auf Unglaubliches wahr (s.u.). Wieso sollten wir uns mit Herrn Berger um die „richtige“ Deutung Merkelscher Sprechblasen streiten?! Gehen Sie da nicht genau der Strategie auf den Leim, die Merkel fährt?
    Immerhin spricht sie selbst von „unverständich“, woraus Herr Berger an der Stelle schließen darf, dass Merkel vielleicht den Islam nicht versteht bwz. die Denkweise mancher Muslime. Berger darf das durchaus meinen, was er meint. Es sind Hypothesen, aber die darf er aufstellen!
    Ihre Gegenbeweise sind nicht weniger brüchiger an der Stelle – Merkels Vater war Pfarrer, aber er war auch glühender Kommunist und ist aus Hamburg freiweillig in die DDR übergesiedelt. Man kann sich vorstellen, dass in Angela Merkels Umfeld tatsächlich das betrieben wurde, was Herr Berger vermutet. Ich kenne persönlich auch ganz andere christliche Menschen aus der ehem. DDR, die ausgegrenzt und verfemt wurden, aber es gab eben auch diese Systemtreuen. Und sie hatten das Sagen!
    Ich habe Merkels Gewäsch und ihr Schmierenspiel satt – sie redet so verwaschen und sinnlos, dass am Ende wir uns noch gegenseitig niedermachen. Das ist Kriegstaktik, kann man in jedem Handbuch nachlesen! Sie sollten das nicht verteidigen.

    Die Formel, für sie sei der Anschlag „unverständlich“, ist ein Hohn auf einen echten Anschlag! Es sei denn, sie ist an der Inszenierung der Anschläge beteiligt und etwas ist ihr aus dem Ruder gelaufen – dann ergibt die Rede von der „Unverständlichkeit“ Sinn.
    Bei der Verkommenheit unserer „Eliten“ würde mich nicht mal ein solcher Hintergrund wundern. Was haben wir uns nur aufgeladen mit dieser Regierung!
    In jedem Fall ist sie völlig vertrauens-unwürdig!

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    • "GsJC" sagt:

      Zustimmung auf diesem Weg für Ihren Kommentar, da ich die Zustimmung per „Gefällt mir“ nicht nutzen kann.

      MfG

      P.S.

      „Ich habe Merkels Gewäsch und ihr Schmierenspiel satt – sie redet so verwaschen und sinnlos, dass am Ende wir uns noch gegenseitig niedermachen. Das ist Kriegstaktik, kann man in jedem Handbuch nachlesen! Sie sollten das nicht verteidigen.“

      ————–

      Geht mir auch so.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Tja, Frau Jüngling,

      wiederholt haben Sie Ihren – kann man das so sagen (?) – Abscheu gegen Frau Merkel kundgetan. Ich bin zwar kein Fan von ihr und halte Kommunikation für ihre zentrale Schwäche. Aber für mich ist diese Frau vertrauenswürdiger als alle echten oder vermeintlichen Alternativen zu ihr. Emotionale Ausbrüche gegen Personen verwehren uns auch sachliche Betrachtungsweisen.

      Ob meine Argumentation „brüchig“ ist, lasse ich dahinstehen. Ich finde sie stringent. Einen Hohn in der Aussage, für sie sei der Anschlag „unverständlich“, kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

      Verschwörungstheoretische Anklänge wie „Es sei denn, sie ist an der Inszenierung der Anschläge beteiligt …“ und „Bei der Verkommenheit unserer „Eliten“ würde mich nicht mal ein solcher Hintergrund wundern.“ halte ich für schlicht unsinnig. Es gibt dafür nicht die geringsten Hinweise.

      So we agree to disagree. Nicht das erste Mal.

      Was das „sich mit dieser Regierung aufladen“ betrifft, stelle ich fest, dass es außer nur noch theoretischen Chancen für Martin Schulz – der jetzt mit Sicherheit nichts besser machen würde als Merkel – keine echte Alternative gibt. Selbst die Partei, die sich in ihrem Namen für eine Alternative hält, will ja laut Herrn Gauland nicht regieren, weil sie dann zum Kompromiß gezwungen wäre. Es würden ihr dazu auch die Koalitionspartner fehlen. Wer also AfD wählt, zementiert Merkel.

      Wir haben uns folglich nichts aufgeladen. Vielmehr hat die SPD, als die parlamentarischen Mehrheit dafür da waren, Rot-Rot-Grün verhindert. Was ich durchaus als Verdienst dieser Partei betrachte. Allerdings hat die Linke mit den Beschlüssen ihres letzten Parteitags dafür gesorgt, dass sie – wie die AfD – nicht in die Verlegenheit kommt, an einer Regierung beteiligt zu werden.

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      • zeitschnur sagt:

        Oje – Kommunikation ihre zentrale Schwäche… und was ist mit der ganzen, in sich völlig unlogischen und widersprüchlichen politischen Tatenabfolge, heute hü, morgen hott?!
        Auch wenn ich am Ende eine Emotion kundgetan habe, habe ich zuvor genügend Argumente, auch auf meinem Blog und auf Tichys Einblick, im Bezug auf Merkels Politikstil dargelegt. Eine durch und durch verlogene und verdorbene Regierung sollte einen anwidern. Wer da emotionslos bleibt, ist entweder blind oder moralisch völlig abgestumpft. Und ja: nach all den schlimmen Entgleisungen dieser Regierung ist es durchaus naheliegend, mit einem Hintergrund zu rechnen, der mehr als schmutzig ist. Das hat nichts mit „Verschwörungstheorie“ zu tun, sondern mit eins und eins gleich zwei.
        Wenn die skeptischen Stimmen in die tausende gehen, kann man nicht mehr von einer VS reden, v.a. wenn diese Stimmen zu kompetenten und verlässlichen Leuten gehören. Es geht sichtlich nicht mehr mit rechten Dingen zu, und das seit Jahren der Merkelkomödie. Sie bricht Gesetze, sie herrscht und regiert nicht, sie fährt den EU-Karren in den Dreck, bricht auch dort ständig Regeln, Ansprachen, Gesetze, verschleudert Ihr und mein Geld, das wir nicht mehr haben, für Terroropfer hat sie nicht mal mehr ein Beileidsschreiben oder Fahnen auf Halbmast übrig. Und das nennen Sie eine „Kommunikationsschwäche“?
        Wer glaubt, in der großen Welt der G7-8-9–Treffen, der Bilderberger Konferenzen oder der NATO-Geheimmanöver samt ihren angeschlossenen Geheimdiensten würde nur christlich geschnupft und rosa gesäuselt, der ist nicht von dieser Welt und möge einfach weiterschlafen, bis es kracht.

        Diese Regierung hat mehr als einmal bewiesen, dass sie totalitäre Ziele hat, man denke nur an Merkels Alleingang mit der offenen Grenze und den anschließenden Wahnsinn im Land und der ganzen EU, die extreme Kriminalitätsstatistik, die sie so lange ableugnen ließ, bis sie sie öffentlich machen musste, ihre absurde und kostspielige (für die Bürger vor allem) „Energiewende“, an die Maas’sche Zensurgesetzgebung, die an Hitlers Heimtückegesetz erinnert, an die Schmierenkomödie mit Annetta Kahane, das unwürdige, hinterhältige und destruktive Auftreten Von der Leyens gegen die Bundeswehr etc. etc. Das interessiert Sie nicht, vielleicht finden Sie so etwas ja auch noch gut. Oder Sie wollen nicht wahrhaben, was für ein untreues Gesindel uns beherrscht. Und die Leute, die so gerne sagten „Wenn das der Führer wüsste“, hielten die Realisten auch für Verschwörungstheoretiker. Sie wissen vermutlich auch nicht, dass dieser Totschläger von der „Verschwörungstheorie“ eine Geheimdiensterfindung ist (vom CIA) – damit macht man jeden klein, der Kritik übt.

        Da Sie dauernd auf die AfD hacken: für die habe ich nirgends Werbung gemacht. An der AfD stört mich das, was Herr Gauland sagt: dass sie auf dem besten Weg ist, sich bequem ins System zu integrieren. Ich befürchte inzwischen, wir werden ohne einen Systemwechsel aus der Falle nicht herauskommen.

        Sie können gerne Merkel huldigen, bis der Tanker sinkt und bis zum Schluss „Jesus meine Zuversicht“ spielen – andere springen lieber auf ein Rettungsboot.

        Ihnen einstweilen eine geruhsame Nacht.

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Sehr geehrte Frau Jüngling,

        ich halte Ihren Beitrag vom 13.06.2017 um 20:18 INHALTLICH im Wesentlichen für ungenießbares Gewölle (Sie wissen schon, das ist das unverdaute Zeug, das eine Eule rauswürgt, nachdem sie eine Maus zur Gänze gefressen hat). Daher mache ich mir nicht die Mühe dazu etwas zu schreiben. Nur auf Ihren vorletzten Satz möchte ich kurz eingehen:

        „Sie können gerne Merkel huldigen, bis der Tanker sinkt und bis zum Schluss „Jesus meine Zuversicht“ spielen – andere springen lieber auf ein Rettungsboot.“

        Abgesehen von Ihrem Ausfall gegen mich – nein, ich huldige Frau Merkel nicht und ja, Jesus IST meine Zuversicht, die Ihre nicht? – hätte mich nur noch interessiert, auf welches „Rettungsboot“ Sie denn springen wollen.

        Gute Nacht. Ich muss heute Nacht arbeiten.

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    • zeitschnur sagt:

      Es nützt Ihnen rein gar nichts, nun auf der Metaebene den Moralisten zu spielen. Zur verhandelten Sache kommt nichts – wie auch. Sie sind ein Durchhalteparolen-Produzent.
      Nur ganz nebenbei, auch wenn es mir völlig gleich ist: Sie fallen doch selbst ständig aus, das fing schon mit einer völlig unverhältnismäßigen Kritik an Herrn Bergers Position an und zeigt sich noch einmal eindrucksvoll in Ihrem Kommentar heute Nacht gegen mich… austeilen und nicht einstecken können, immer das alte Lied…

      Mein „Gewölle“ ist indessen nur eine Listung dessen, was jeder wache Bürger täglich in der Zeitung lesen kann, also: das „Gewölle“ der Taten dieser Regierung. Wollen Sie – altbekannt – den Boten für das schlagen, was er mitteilt, und die Botschaft in den Wind schlagen?

      Es gibt verschiedene Modelle für einen (noch) friedlichen Umbruch. Man mag dazu stehen, wie man will – es gibt libertäre Ansätze, neo-sozialistische und einige andere, die in eine Richtung gehen, mehr direkte Demokratie zu wagen und das Parteienkartell abzuschaffen.

      Wer nicht offen ist für einen solchen (noch) friedlichen Umbruch, wird unweigerlich den friedlosen wählen. Das letztere ist Ihre Option, und meine ist das ausdrücklich nicht. Es ist Kriegstreiebrei, was unsere Eliten veranstalten – alternativlos, wie sie behaupten, und Sie fallen drauf herein und glauben das auch noch.

      Mit Merkel wird unweigerlich unsere Freiheit endgültig zerstört und Europa an die Wand gefahren werden. Wie es uns ergehen wird mit ihr, sehen wir an den Vorgängen der Türkei. Sie muss nur noch einmal von Ihnen gewählt werden… bis dahin frisst sie Kreide und lässt sich von korrupten afrikanischen Reierungen feiern dafür, dass die EU-Wirtschaftspolitik den afrikanischen Kleinbauern kaputtmacht.
      Wir stehen vor einem Bürgerkrieg – und das sage nicht ich alleine, sondern viele helle und reife Köpfe sehen das ab, v.a. auch ältere, erfahrene Männer.

      Und: selbst wenn man keinen Erfolg hat mit einem alternativen Votum, hat man dennoch mit der eigenen Stimme nicht das unterstützt, was uns zerstören wird. Soviel Moral sollte man eigentlich haben.

      Dass man den Untergang wählt, weil man glaubt, der Untergang mit Schulz sei schlimmer, ist absurd:
      Untergang ist Untergang – gleichviel.
      Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Liebe Frau Jüngling,

        es fällt mir schwer, jemanden als Diskussionspartner ernst zu nehmen, der fast 16 Jahre nach den verheerenden Anschlägen auf die Türme des World Trade Centers, auf den Pentagon und dem heldenhaft unter Einsatz des eigenen Lebens von den Passagieren erzwungenen Absturz eines weiteren Flugzeugs auf offenem Feld noch immer kruden Verschwörungstheorien dazu anhängt, die längst SACHLICH wie FACHLICH widerlegt sind und dabei noch auf Kindergartenniveau von Türmen spricht, die an der Spitze gerammt oder „erwischt“ werden, obwohl jeder weiß, dass Flugzeuge vollgeladen mit Kerosin mit äußerst hoher Geschwindigkeit in die Türme selbst hinein geflogen sind; Türme, die auch gar keine „Spitze“ im Baukörper aufweisen.. Da ich keine Lust habe, hierzu seitenlange Ausführungen zu machen, verweise ich auf diese Zusammenfassung:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorien_zum_11._September_2001#Kritik

        Sie dürfen mir glauben, dass ich mich schon vor Jahren ausführlich mit den Argumenten beider Seiten auseinandergesetzt hatte. Meistens sind die Leute, die 9/11 für einen „Insidejob“ halten die Gleichen, die meinen, die Mondlandungen seien nur vorgespielt worden und die Erde sei flach oder ein Hohlkörper, Osama Bin Laden sei gar nicht aufgestöbert und getötet worden und dergleichen Unsinn mehr.

        Zu Verschwörungstheorien empfehle ich das hier:

        Ebenso schwer fällt es mir, jemanden als Diskussionspartner ernst zu nehmen, der Herrn Dr. Bergers krude Unterstellungen als ernsthafte „Hypothesen“ bezeichnet und der allen Ernstes Angela Merkel und der Bundesregierung „totalitäre Absichten“ unterstellt.

        Das hat für mich mit intellektueller Redlichkeit zu tun. Und ich glaube auch, dass Sie sich damit weit unter Wert verkaufen.

        Das höchste Gut, oder vielleicht besser gesagt, ein sehr hohes Gut ist die Wahrheit, erfahren zu wollen, wie etwas wirklich ist, zuvorderst skeptisch und wachsam gegenüber der eigenen sündigen Neigung zum Vorurteil und zur emotional aufgeladenen Schlußfolgerung zu sein, einschließlich der tief verwurzelten Denkfaulheit und Weigerung, Dinge logisch zu Ende zu denken und dabei auch mal zu akzeptieren, wenn man etwas nicht weiß, Zusammenhänge nicht erkennt und vielleicht auch nicht über die notwendige intellektuelle Ausstattung verfügt, manche Rätsel zu lösen. Überhaupt, dass man doch von anderen Menschen und deren Fähigkeiten abhängt und man ohne Grundvertrauen nicht bestehen kann.

        Ich habe keineswegs eine „völlig unverhältnismäßigen Kritik an Herrn Bergers Position“ geübt. Worin sollte diese Unverhältnismäßigkeit auch bestehen? Ich habe meine Kritik sachlich klar begründet. Dass er unabhängig davon als praktizierender Homosexueller ohnehin unter das Verdikt von Römer 1, 26 – 28 fällt, habe ich schon gar nicht mehr erwähnt und mich darauf beschränkt, rein sachlich und „unreligiös“ zu argumentieren. Sie müssen meiner Kritik natürlich nicht zustimmen, ihr aber ohne Begründung zu versuchen, die Legitimität zu entziehen, ist – freundlich ausgedrückt – sehr schwach.

        Zu glauben, wir stünden vor einem Bürgerkrieg halte ich für selbst produzierten Alarmismus. Es gibt sicher einige Akteure, die das gerne so hätten und die versuchen, die Lage Deutschlands in den schwärzesten Farben zu malen. Früher war das ein Alleinstellungsmerkmal der Partei SED/PDS/Die Linke. Nun haben die Neurechten in der AfD diese Methode ebenfalls für sich entdeckt. Diese Methode ist nicht lösungsorientiert, sondern angstzentriert. Deshalb lehne ich sie ab. Die Botschaft dessen, an den ich glaube, lautet:

        FÜRCHTET EUCH NICHT!!

        Daran halte ich mich. Nun komme ich zu Ihren „Rettungsbootversionen“. Denen ist wohl gemeinsam eine Ablehnung des Parlamentarismus; genauer gesagt der repräsentativen Demokratie unseres Grundgesetzes. Diese bewerte ich wahrscheinlich völlig anders als Sie das tun, deshalb ist es an dieser Stelle müssig, darüber eine große Diskussion anzufangen.

        Ich stelle dazu nüchtern lediglich folgendes fest:

        Fast alle totalitären Systeme der neueren Zeit haben ihren Ausgangspunkt darin gehabt, die parlamentarische Demokratie zu beseitigen. So waren es Hitler und seine Schergen, die das Parlament abfällig als „Schwatzbude“ bezeichneten und es dazu brachte, sich selbst aufzulösen, um angeblich den Volkswillen durchzusetzen, aber in Wahrheit jeden demokratischen Widerstand gegen die beabsichtigte Diktatur zu brechen. In diese Reihe gehört in der Türkei Erdogan, der nach dem selben Muster verfährt. Man kann nur hoffen, dass er etwas moderater sein wird als es Hitler war. Diese Muster beinhaltet immer die großspurige Behauptung, man selbst vertrete „eigentlich“ den Volkswillen (was nur das dumme Volk noch nicht völlig erkennt), während die Parlamente – im Neusprech der neuen Rechten auch gerne umformuliert bzw. erweitert bezeichnet als das „Establishment“ oder die „selbsternannten Eliten“ ja nur eigensüchtige, volksschädigende Absichten verfolgen würden. Nichts Anderes war es bei den Kommunisten, die so taten, als würden sie die Mehrheit der armen Proletarier gegen die bösen Kapitalisten vertreten. Wenn diese Leute an der Macht waren, wurde dann auch entsprechend „gesäubert“.

        Eine weiterer Versuch, die Kritik an der eigenen Überzeugung ad absurdum zu führen und sich lästiger Überprüfung von außen zu entziehen, ist die pauschale Verunglimpfung der Medien, die nicht die eigene Meinung verbreiten als „Lügenpresse“ oder im Trump-Sprech als „Fake News“. Das ist widerlich und letztlich undemokratisch..

        Direktdemokratische Elemente, wie sie es z.B. in Bayern gibt, können positive Impulse setzen, garantiert ist das freilich nicht. Sobald Entscheidungen etwas komplexer sind und eine große Reichweite und Auswirkung haben, können sie furchtbar schief gehen. Weil dem Wähler die Folgen seiner Entscheidung wegen deren Komplexität gar nicht bewusst sein können und weil diese Abstimmungen der Manipulation des Wählers Tor und Tür öffnen. Ein gutes Beispiel dafür ist für mich die Volksabstimmung in GB zum „Brexit“. Direkte Demokratie, die einhergeht mit einer substantiellen Schwächung der repräsentativen Demokratie, kann für mich daher kein Ausweg aus irgendeinem Dilemma sein, sondern führt nach meiner Überzeugung in die Irre.

        Ihr Schlusssatz „Dass man den Untergang wählt, weil man glaubt, der Untergang mit Schulz sei schlimmer, ist absurd“ zeigt, wie gefangen Sie in ihrer eigenen Welt sind. Ich sprach nie davon „den Untergang zu wählen bzw. wählen zu wollen“. Auch das unterstellen Sie mir einfach so.

        Wenn Sie es so werten, dass eine Fortsetzung der Kanzlerschaft Angela Merkels zum Untergang führt, dann steht Ihnen das frei. Nur sollten Sie diese Ihre Wertung nicht anderen als deren Absicht unterjubeln.

        Das ist das Mindeste, was man von Ihnen erwarten kann.

        Schönen Abend noch.

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  2. Nero sagt:

    Ich fürchte, dass es nicht nur fehlende Lernfähigkeit ist, sondern auf der einen Seite Naivität und auf der anderen Berechnung. Eine freie christliche Religion eignet sich nicht dazu, seinen Regierungsstuhl als politisch klerikale Elite dauerhaft zu beanspruchen und deshalb hat man im Islam die Unterwerfungsreligion entdeckt, die das Volk diktatorisch in Schach hält. Koste es, was es wolle, auch einen Blutzoll der Bürger. Dass der mohammedanische fundamentalistische Islamist auch eines Tages, wenn er die Bürger platt gemacht hat, auch vor den Türen des politisch klerikalen Establishments stehen wird, dieser Realität verweigern sie sich und meinen, ihre gepanzerten Limousinen und Bodygards werden das schon machen. Sie wissen genau, was da auf uns zu rollt, sonst würden sich unsere Politiker und Kleriker nicht vom Volk abschirmen lassen.
    Naivität kann ich bei unseren Politikern nicht erkennen, sonst wäre Aydan Özögüz SPD, die von denen, die schon länger hier leben, die Unterwerfung unter die Kultur der Gäste fordert, schon längst nicht mehr im Amt.

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    • zeitschnur sagt:

      An die „Naivität“ unserer selbsternannten „Elite“ glaube ich auch nicht! Es wäre aber zu fragen, ob nicht wir naiv sind, wenn wir glauben, dass das alles nur „aus dem Islam“ kommt. Vor hundert Jahren gab es weder islamistische Selbstmordattentäter noch ständig Mord und Totschlag unter Muslimen. Selbst in meiner Jugend noch kurvten Heere von Hippies bekifft und in freier Liebe und teilweise obszön angezogen durch die Türkei, den Iran, Afghanistan und Pakistan, ohne dass ihnen dabei ein Haar gekrümmt wurde oder irgendwelche Muslims durchgedreht hätten.
      Hier stimmt tatsächlich auch in andere Richtung etwas nicht.
      Der Islam ist zwar potentiell und real eine rigide Gesetzesreligion, dass aber seine gewalttätigste Variante, die eben noch vor 40 Jahren nicht die Oberhand hatte, so eskaliert, hat etwas mit unseren „Eliten“ zu tun.
      Das gewalttätige Potenzial dieser Religion lässt sich doch strategisch hervorragend nutzen!
      Haben nicht regelmäßig die USA solche Gewalttäter finanziert? Sie waren es doch, die die Taliban, Al Quaida und wahrscheinlich auch den IS aufgerüstet haben und bis heute den Steinzeitislam der Saudis fördern und hätscheln und mit ihm paktieren!
      Haben nicht die Deutschen ihnen allen Waffen in großem Stil verkauft?
      Und war nicht gerade wieder Trump in Saudi-Arabien und hat den größten Waffendeal aller Zeiten dort abgeschlossen oder so ähnlich? Und warum schüttelt ihm gleich danach Netanjahu die Hände? Diese deutschen Waffen werden ja nicht für das Gelege des saudischen Königshauses zum Spielen benutzt…Irgendetwas daran ist nicht koscher.
      Der Islam ist eine Nullreligion, eine Minusreligion, aber das, was der Westen treibt, ist ein falsches Spiel.
      Und es kann sein, dass unsere „Eliten“ dem Islamistengesocks, wenn es ausgedient hat im „Teile-und-herrsche“-Spiel, allesamt den Hals umdrehen und sie zum Teufel jagen. Und da sind wir und bleiben wir die Herren. Der ganze Islamismus funktioniert nur mit westlicher Technologie. Diese großschnäuzigen Leute sitzen auf einem Schleudersitz und sind zu dumm, das überhaupt zu bemerken. Man muss ihnen nur den Geld- und Waffenhahn zudrehen, und sofort fällt das Phantom in sich zusammen. Wegen ihrer Religion sind sie zu ungebildet und zu verblendet, als dass sie je selbst irgendetwas Intelligentes entwickeln könnten. Wachen wir endlich auf und sehen wir, was hier gespielt wird! Ja, die radikalen Muslime sind so zurückgeblieben, dass sie nicht mal merken, dass sie wie dummes Herdenvieh dem kampf unserer „Eliten“ vorgespannt werden. Man kann den Muslimen nur raten, sich sowohl von ihrer Religion als auch vom Westen zu emanzipieren und endlich erwachsen und mündig zu werden.
      Solange wir auf den Trick unserer „Eliten“ hereinfallen und ständig nur den Islam ins Visier nehmen als den alleinigen Aggressor, erkennen wir gar nicht, dass dieselben „Eliten“ diesen aggressiven Islam absichtlich anfeuern, um uns allesamt zu spalten und gegeneinander aufzubringen. Vieles an den Anschlägen der letzten Monate ist dubios – immer findet man die Ausweispapiere fein säuberlich vor, vieles wird nicht aufgeklärt, Das war schon bei 9-11 so. Wenn man bedenkt, dass in den USA 2000 Architekten und Bauingenieure sich wehren und sagen: dass bei der Zerstörung der Towers auf keinen Fall nur diese kleinen Flugzeuge einen solchen perfekten Einsturz erzeugt haben können, dann ist das bedeutsam und keine Verschwörungstheorie mehr… Wir wissen ja aus den Kriegen, wie Türme aussehen, wenn sie an der Spitze gerammt oder „erwischt“ werden: niemals stürzte deshalb der ganze Turm ein…
      Merkel macht es ja schon vor, was wohl geplant ist: sie schafft uns ein Problem nach dem anderen, und wenn sich die Empörung etwas gelegt hat, tritt sie als „Knotenlöserin“ auf.

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  3. Claus Stephan Merl sagt:

    Dr. Berger beginnt seinen Beitrag schon mal mit diversen unbelegten Unterstellungen:

    1. Wir wissen angeblich, dass Angela Merkel große Probleme damit habe, den islamistischen Terror zu verstehen.

    Woher haben „wir“ dieses angebliche „Wissen“? Und wer sind „wir“? Der Autor schweigt sich darüber aus. Er bringt nichts, kein Zitat, keine belastbare Schlussfolgerung, nichts, was diesen Satz rechtfertigen würde. Also ist diese Unterstellung schon mal nichts wert. Da auf ihr sein ganzer Beitrag fußt, ist damit schon sein Beitrag selbst obsolet.

    Erst nach meiner eigener Recherche bezieht er sich wohl auf die Aussage von Frau Merkel, für sie sei der Terroranschlag in Manchester „unverständlich“. Dieser könne jedoch nach Ansicht von Herrn Berger bzw. von Frau Judith Bergman, auf die Berger sich berufen dürfte, angesichts der Logik des IS intellektuell nachvollzogen werden.

    Nun bedeutet der von Frau Merkel verwendete Begriff „unverständlich“ ja nicht „aus Sicht der Terroristen nicht nachvollziehbar“, sondern aus der eigenen Sicht (und damit verbunden Wertvorstellung) unsinnig. Und damit hat sie zweifelsohne Recht. Warum soll sich irgendjemand diese irrsinnige „Logik“ des IS zu Eigen machen und diese damit aufwerten? Sich also damit erst Recht als Islamistenversteher gerieren?

    Warum soll man Verständnis für diese Taten aufbringen?

    Dass die Terroristen diesen Anschlag rechtfertigen und also auch im Sinne ihrer Ideologie verstehen, ist doch eine Binse; es sei denn, man ginge davon aus, dass der Terror NUR aus sadistischer Mordlust erfolgt (was nebenbei angemerkt zumindest in nicht geringem Maße der Fall sein dürfte).

    Auch aus diesem Grunde macht die angebliche Feststellung des Herrn Dr. Berger keinen Sinn.

    2. Eine Ursache für das angebliche Unverständnis sei „das Dogma von dem durch und durch friedlichen Islam, das Frau Merkels katastrophale Politik beeinflusse“.

    Auch diese Behauptung bleibt unbelegt und wird ins Blaue hinein aufgestellt. Wie ich oben bereits ausführte, kommt das Unverständnis zu Recht aus der eigenen Wertehierarchie, wonach brutale Gewalt gegen Zivilisten zur Einschüchterung von Menschen und Nationen zutiefst verwerflich und daher nicht verständlich ist,

    Dennoch frage ich weiter: Wer genau soll denn dieses angebliche „Dogma“ aufgestellt haben? Und wie soll es Eingang in die Politik der Bundesregierung gefunden haben? Denn entgegen der zuspitzenden Formulierung handelt Frau Merkel ja nicht allein aus eigenem Gusto, was ihr nach der Verfassung ohnehin unmöglich wäre.

    Offensichtlich gibt es weder dieses „Dogma“, noch beeinflusst es die deutsche Politik.

    3. Eine weitere Ursache für das angebliche Unverständnis sei „die Tatsache, dass sie (gemeint ist Merkel) in einer Umwelt aufgewachsen ist, in der die Religion durch die Staatsideologie passend gemacht wurde – und nicht umgekehrt.

    Zum Einen wird diese Beschreibung dem kirchlichen Leben in der ehemaligen „DDR“ so nicht gerecht. Es darf daran erinnert werden, dass es tatkräftig die Kirchen waren, die die friedliche Revolution von 1989 unterstützt haben. Auch wenn der sozialistische Staat nach Kräften versuchte, die Kirchen zu schwächen, Mitglieder der Kirchen, die sich nicht an atheistischen Weihen u.a. beteiligen wollten, zu diskriminieren und Religion selbst möglichst überflüssig zu machen, war ihm das letztlich nicht gelungen. Dieser Staat war untergegangen, die christlichen Kirchen in ihm hingegen nicht. Natürlich heißt das nicht, dass es keine systemtreuen Kirchenmitglieder in der sog. „DDR“ gegeben hätte und das alle Christen dort standhafte Märtyrer des Glaubens waren. Zahlenmäßig sind wahrscheinlich die Meisten Mitläufer gewesen und haben nicht Wenige der Stasi zugearbeitet. Dennoch vermochte es der atheistische Staat nicht, die Kirchen zu ersetzen.

    Was Berger damit meint, die Religion sei durch die Staatsideologie passend gemacht worden, weiß man auch nicht so Recht. Die Staatsideologie hat halt notgedrungen der christlichen Religion noch eine Nische zugestanden. Abgesehen davon waren ja einige Ideale des Sozialismus – so verlogen und unrealistisch sie gewesen sind – nicht völlig unvereinbar mit dem christlichen Glauben. Hier denke ich an die Idee der sozialen Gerechtigkeit und der Teilhabe des Volkes an den Staatsgütern.

    Inwiefern Merkel als Pastorentochter hier eine Prägung erfahren hat und wie diese aussah, will uns Herr Berger auch nicht nachvollziehbar erklären. Denn die Prägung kann ja individuell ganz verschieden ausfallen.

    Auch dieser Punkt bleibt daher fruchtlos, bezogen auf Bergers Behauptungen.

    4. Am Ende bezieht sich Berger auf ein Interview mit einer fanatisierten Muslimin aus dem Jahr 2012.

    Da geht es um Judenhass als innere Motivation für Terror. Ich bezweifle überhaupt nicht, dass es diesen Judenhass gibt. Die Geschichte beweist es, dass er zu allen Zeiten vorhanden war und entsprechend furchtbare Folgen hatte. Als Deutscher muss man nur auf die Jahre 1933 – 1945 schauen, um das zu erkennen. Der Judenhass als solcher aber erklärt den islamistischen Terror gegen Nichtjuden nicht unbedingt. Hier scheint mir die Argumentation des Herrn Berger wenig stringent zu sein.

    Auch sein Appell, man müsse die Motivation der Islamisten erkennen, um deren Ursachen zu bekämpfen, läßt den Leser doch ratlos zurück. Wie genau meint denn Herr Berger, läßt sich derartiger Hass bekämpfen bzw. gegen eine „Logik“ angehen, die sich gegen Musik und westliche Lebensart richtet? Macht sich Herr Berger tatsächlich diese von ihm selbst zitierte Schlußfolgerung aus dem Onlinemagazin Israel Network zu eigen:

    „Unsere Feinde müssen benannt, gejagt und entfernt werden, sonst werden wir aufhören, in einer freien und demokratischen Welt zu leben.“

    Das entspricht zwar der ohnehin vorherrschenden Rhetorik im westlichen Antiterrorkampf. Wenn es aber bedeuten soll, den Islam als Ganzes zu bekämpfen und auf diese Weise auch noch die friedliebenden Muslime – die es ja gibt – gegen uns aufzubringen, dann viel Spaß mit diesem Lösungsansatz.

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  4. Michael Dicks sagt:

    Ist der Islam eine friedliebende und weltoffene Religion? – Mitnichten!
    a. In Saudi-Arabien darf keine Kirche gebaut werden und das Einführen von Bibeln steht unter Strafe. Wer eine Bibel mitbringt, wird verhaftet. Zudem fördert das saudische Königreich den Moscheenbau im Ausland, auch in Deutschland.
    b. Wo waren die friedliebenden Muslime nach 9/11, nach dem Attentat in Paris (180 Tote) und in Brüssel? Hätten da nicht alle wohlmeinenden Muslime auf die Straße gehen müssen, um gegen ihre radikalen „Glaubensbrüder“ zu demonstrieren? Dazu eine Moschee, angestrahlt in den Nationalfarben Frankreichs.
    Müßte nicht bei der alljährlichen Pilgerfahrt nach Mekka der Opfer von Attentaten gedacht werden?
    Wenn jedoch hier in Europa eine Moschee brennen würde, gäbe es wütende Proteste – siehe damals schon bei den islamkritischen Karikaturen aus Dänemark.
    Ganz zu schweigen von der diskriminierenden Behandlung von Frauen!
    Hinsichtlich muslimischer Flüchtlinge habe ich wegen dieser Punkte so meine Bedenken, nicht jedoch mit christlichen Flüchtlingen, egal welcher Hautfarbe und Nationalität.
    Es gibt z.B. eine japanische Gemeinde in Düsseldorf, eine afrikanische Gemeinde in Hamburg, eine polnische Gemeinde in Münster, alles kein Problem – bunt statt braun!
    In den christlichen Kirchen hat sich inzwischen vieles zum Besseren verändert (man denke zB. an die früheren Mißbrauchsfälle), sonst würde ich nicht regelmäßig zum Gottesdienst gehen. Und so müßte sich auch der Islam reformieren. Solange das nicht geschieht, kann ich diese Religion nicht als friedliebend ansehen.
    Michael Dicks
    Finkenstr. 60
    48147 Münster

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Lieber Michael Dicks.

      Sie schreiben:

      „Ist der Islam eine friedliebende und weltoffene Religion? – Mitnichten!“

      Wie immer, muss hier differenziert werden. Ich darf dazu die anerkannte Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher zitieren:

      „„Der Islam“ als private Religionsausübung oder ethisches Wertegerüst wird einer Demokratie kaum entgegenstehen. Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass die Ausübung des Islam als Religion, zum Beispiel durch Gebet und Fasten, im unversöhnlichen Widerspruch zu einer Demokratie stehen sollte. Allerdings gilt das nur in Bezug auf den Islam als persönlicher Glaube, nicht in Bezug auf den Islam als Rechtssystem, das Gesetze, Werte und Normen bestimmt.“

      Quelle: http://christineschirrmacher.info/2013/08/islam-und-demokratie-%E2%80%93-ein-gegensatz/

      Das bedeutet folgendes:

      Soweit es im Islam um persönliche Frömmigkeit und rechtes Leben geht, ist er nicht gefährlich. Soweit der Islam als übergreifendes Rechtssystem gelehrt und verbreitet wird, ist er es. Deshalb verstehen viele fromme Muslime, die den Islam eher als persönliche Lebensanweisung verstehen, oft die Kritik am Islam nicht und fühlen sich in ihrem Glauben zu Unrecht angegriffen, weil sie ja gar nicht unbedingt wollen, dass für alle Menschen islamisches Recht gilt.

      Diese Differenzierung muss daher unbedingt gemacht werden.Es muss also den in Deutschland lebenden Muslimen kommuniziert werden: Ihr habt hier die Freiheit, im persönlichen Umfeld Euren Glauben zu leben (natürlich immer im Rahmen der Verfassung). Ihr habt aber nicht die Freiheit, ein islamisches Rechtssystem hier einzuführen; und zwar weder für Euch selbst noch für die gesamte Gesellschaft, weil ein solches Rechtssystem gegen unsere Verfassung verstößt.

      Ich kenne durchaus friedliebende Muslime. Mit dem Begriff der „Weltoffenheit“ tue ich mir deshalb schwer, weil ich als Christ auch nicht „weltoffen“ sein kann. Jedenfalls dann nicht, wenn „Weltoffenheit“ bedeutet, sich dem Geist der Welt zu fügen. Insofern kann ich von Muslimen nicht fordern, was ich für mich selbst ablehne.

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      • Guten Tag,
        danke für Ihre Erläuterungen zum Kommentar von Michael Dicks, die ich grundsätzlich zutreffend finde.
        Freilich hatte Herr Dicks auch gar nicht die Frage gestellt bzw. infrage gestellt, ob Muslime bzw. deren private Frömmigkeit friedliebend und weltoffen sei (und dies verneint), sondern es ging erkennbar um den Islam als Weltreligion samt seiner politischen Dimension, die hierbei keine beliebige Verzierung darstellt, sondern system-immanent ist (Scharia, Umma, Religion-Staat….).
        Mit „Weltoffenheit“ war wohl keine Zeitgeisthörigkeit gemeint, sondern Toleranz, Gesprächsbereitschaft und Aufgeschlossenheit etc.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Liebe Frau Küble,

        Herr Dicks fragte nach dem Wesen des Islam als RELIGION. Und insofern hat der Islam eben mehrere Dimensionen. Natürlich müssen wir nicht darüber streiten, was er wohl mit dem Religionsbegriff gemeint hat.

        Mir geht es halt darum, dass einseitiger Antiislamismus nicht hilfreich ist, wenn nicht differenziert wird. Und zwar deshalb, weil sich dann auch Muslime, die mit islamistischer Gewalt nichts zu tun haben wollen, „zwangsweise“ solidarisieren müssen, weil sie ihre persönliche Religionsausübung angegriffen sehen. Und wir wissen doch, dass für jeden „religiösen Menschen“ immer auch die eigene Identität auf dem Spiel steht, weshalb Angriffe auf die jeweilige Religion zwangsläufig als persönliche Angriffe empfunden werden.

        Was die Systemimmanenz von Scharia, Umma u.a. betrifft, fand ich es sehr interessant, was Schirrmacher dazu ausführt. Nämlich, dass es sich bei dem Gedanken der
        Einheit von Staat und Religion im Islam vor allem um ein in die islamische Geschichte zurückprojiziertes Ideal handelt, während der Koran selbst keine eindeutigen Aussagen zur Staatsform macht.

        Der Koran ist überhaupt keineswegs so eindeutig wie das immer wieder angenommen oder behauptet wird. Tatsächlich steckt er voller Widersprüche.

        Spätestens das Schisma zwischen Sunniten und Schiiten belegt eindrucksvoll, dass es den einen Islam strenggenommen nicht gibt. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass bei aller zu Recht an den Pranger gestellten Verfolgung von Christen und anderen nichtmuslimischen Gläubigen durch die Schergen des IS, die zahlenmässig größten Opfer dieser Verbrecher andere Muslime sind.

        Ja, der Islam hat konstitutive gravierende Schwächen, die fast dazu einladen, dass sich islamistische Terroristen zur Rechtfertigung ihres Handelns darauf berufen, dennoch bleibt diese Berufung auf den Islam missbräuchlich und verdeckt die wahren Motive dieser Verbrecher. Denn sie sind in Wahrheit gesetzlose Anarchisten, die willkürlich Gewalt ausüben und sich dabei an der eigenen Macht über Leben und Tod berauschen, Menschen ohne jede Ethik, Moral und Gewissen, die sich dem Bösen hingeben.

        Gerade hieraus entsteht aber die Berechtigung, von Muslimen zu fordern, sich mit der Problematik ihres Glaubens auseinander zu setzen und sich gegen islamistischen Terror sichtbar zu stellen. Wäre man nämlich der Auffassung, der Islam beinhalte zwangsläufig per se den Aufruf zum Terror, dann könnte man rein logisch diese Distanzierung nicht einfordern. Denn sie wäre ja dann dem einzelnen Muslimen nicht möglich.

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      • zeitschnur sagt:

        @ Herrn Merl

        Natürlich wollen viele Muslime ihre Religion in eigener Facon privat leben – aber so einfach ist es nicht. Ich erlebe gerade derzeit wieder bei einem islamischen Verwandten, dass das so einfach nicht geht und in Todesdrohungen endet. Und dass die Betroffenen oft total zerrisen sind, wenn sie im Westen leben, dessen Way of life schätzen und lieben gelernt haben und dann in ihr altes Umfeld kommen, etwa zu Besuch und sich nicht mehr zurechtfinden und bedroht werden, weil sie westlich „riechen“.
        Es ist dieser Religion immanent, dass sie so eskaliert.
        Dass diese Eskalation seit ein paar Jahrzehnten Hochkonjunktur hat, ist eine Tatsache, aber es gäbe diese Hochkonjunktur nicht, wenn das islamische Denksystem nicht genau das auch hergäbe.
        Ich finde, Sie theoretisieren soviel – das alles muss sich an konkreten Schicksalen erst realisieren, und dann sieht die Welt plötzlich erheblich anders aus.

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      • Susi Sorglos sagt:

        @Claus Stephan Merl
        irgendwie rafft ihr Systemlinge einfach nicht, dass der Islam nicht friedlich ist. Diese Ideologie ist mit dem Christentum nicht vereinbar und Punkt.
        Sie bringt nichts Gutes. Das haben schon unsere Vorfahren erkannt.

        Der Islam(=Unterwerfung an Allah) hat sich durch Krieg, Plünderung und Sklaverei, Unterdrückung von Minderheiten(Konvertieren zum Islam, Tod, evtl. Bezahlen der Jizya) ausgebreitet: https://www.youtube.com/watch?v=zlNAgvZfdLo&feature=youtu.be

        Wie moderate Muslime im Westen denken: https://www.youtube.com/watch?v=W1w6tf2lxyk

        > Soweit es im Islam um persönliche Frömmigkeit und rechtes Leben geht, ist er nicht gefährlich.

        Doch, das ist er! Er bringt den Gläubigen um sein ewiges Heil. Allah ist lt Koran der größte Listenschmied(Täuscher) und täuscht erfolgreich diese gutgläubigen Menschen.

        Es gilt neben dem Koran auch die Sunna. Wer den Islam wirklich lebt, richtet sein Leben nach dem Leben des Mohammed(Warlord, Kinderschänder, … s. Hadithen) aus. Der Islam kommt mit einem Rechtssystem, nämlich der Scharia. Diese ist mit Demokratie nicht vereinbar. Ein Glück, dass die meisten Moslems es mit dem Islam nicht so genau nehmen!

        Es treten auch bei gut integrierten Moslems spätestens dann Probleme auf, wenn ein Familienmitglied einen Christen heiraten möchte, oder wenn jemand sich taufen lassen möchte. Ist für mch wie eine tickende Zeitbombe – absolut indiskutabel so etwas!

        Dass Sie eine Frau Merkel als vertrauenswürdig einstufen, obwohl sie gegen geltendes Recht verstößt und unkontrolliert Massen an Fremden, großteils junge Moslems, reinlässt, während der Genozid an den Christen im Nahen Osten und anderen islamischen Ländern im vollem Gange ist, finde ich ungeheuerlich!
        Was will man auch von angeblichen Christen erwarten, wenn schon die deutschen Bischöfe den Islam hofieren. Sie haben Christus verraten, das deutsche Volk und ihre christlichen Brüder, bravo, und jetzt geht beten, Ihr Heuchler!

        Am Beispiel des ehemals christlichen Libanon kann man wunderbar sehen, wohin uns unsere Toleranz führt…

        Im Übrigen haben wir in Deutschland keine Verfassung!

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