Evangelikale sind uneins über Beteiligung am Evangelischen Kirchentag

Peter Hahne: „Finger weg vom Kirchentag!“

Sollten sich Pietisten bzw. Evangelikale am Evangelischen Kirchentag beteiligen? Um diese Frage ist es bei einem Christustag in Stuttgart am 15. Juni zu einem Schlagabtausch gekommen.

Vor rund 800 Zuhörern der von der Christus-Bewegung Lebendige Gemeinde organisierten Konferenz sagte der Fernsehmoderator und Bestsellerautor Peter Hahne, Pietisten sollten nicht bei dieser Veranstaltung mitmachen: „Finger weg vom Kirchentag!“Die Presse habe das letzte Protestantentreffen Ende Mai in Berlin als „belanglos“ kritisiert. 

BILD vom Kirchentag in Hamburg

Hahne zufolge geht es dem Kirchentag nicht darum, Jesus sichtbar zu machen und zur Nachfolge einzuladen. Das sei aber die eigentliche Aufgabe von Christen.

In einem Zwischenruf während Hahnes Ansprache sagte der Geschäftsführer der Christus-Bewegung, Pfarrer Rainer Holweger, dass sich seine Organisation am Kirchentag beteiligt habe, „damit die Besucher Jesus sehen“.

Nach Hahnes Vortrag erläuterte er, dass die Kirchentagsleitung die Christus-Bewegung gebeten habe, im Rahmen des Gesamtprogramms eine eigene Veranstaltung durchzuführen. Offensichtlich hätten die Macher eine Vielfalt geistlicher Angebote gewünscht, so Holweger.

Darauf entgegnete Hahne, dass man unterschiedliche Meinungen respektieren solle. Er habe „trotz der Möglichkeit, in den größten Hallen zu sprechen“, noch nie an einem Kirchentag mitgewirkt und werde es auch nie tun. 

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/christustag-schlagabtausch-um-pietistische-beteiligung-am-kirchentag-101427.html


18 Kommentare on “Evangelikale sind uneins über Beteiligung am Evangelischen Kirchentag”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Nun, die Rechten sind zu beschränkt – und die Linken sind nicht ganz dicht!
    Denn wer für alles offen ist, der ist nicht ganz dicht. Auch Grenzen haben ihren Wert und ihren Nutzen und ihre Notwendigkeit.
    Die Postmoderne ist entwurzelnd und entgrenzend und auflösend und manipulativ verdrehend und destruktiv und Werte-Relativistisch. Sie bedient sich der NLP-Manipulation in den Medien und der Sophistik und Rabulistik und sie ist die Ideologie und der Zeitgeist der neoliberalen Globalisierung seit den 80er Jahren mit ihrer Medien-Privatisierung. Siehe aber auch Ayn Rands neoliberalen und ordo-liberalen sogenannte „Objektivismus“ und die Gender Ideologie samt Gender Mainstreaming der Judith Butler – und Judith Reismans Kritik an ihr und an den beiden Pädophilen und unseriösen Wissenschaftlern Alfred Kinsey und John Money als Ideologen der Pädophilie mit ihren gefälschten Daten.

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  2. Rambo sagt:

    Seitdem Franziskus fast 4 Jahre im Amt ist, war unsere Kanzlerin schon 6 Mal zur Audienz und vermutlich plaudern beide allzu gerne über die Globalisierungspolitik. Ob der gute Papst sich da nicht etwas übernimmt, in Milano kommt es jetzt schon zu Ausschreitungen und die Italiener müssen die Suppe ausbrennen, während der Papst eine riesige Sicherheitseskorte beschäftigt und ja, wenn die neuen Gäste vor lauter Neugier den Vatikan stürmen, sollte sich Franziskus nicht wundern, wenn es etwas stürmisch wird, denn das kann man sich an 5 Fingern ausrechnen, dass nicht alle Schützlinge, die er in Europa aufnehmen will, dankbar sind.

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  3. Dazu sagt:

    Wir haben vielleicht etwas entscheidendes übersehen, während im Osten die Kirchen unterdrückt waren, weil damals noch die christliche Lehre im Vordergrund stand, war im Westen die Kirche ein gut bezahlter Arbeitgeber und Theologen hatten quasi als Amtspersonen ihr Schäflein im Trockenen. Die Zeit, die Masken fallen zu lassen, war für die, die die Kirche unterwandert haben, mit der Nachkriegsgeneration nicht gekommen, aber jetzt wiegt man sich in Sicherheit. Der Job war lukrativ und wir wollen es nicht wahrhaben, auch ich nicht, dass es auch ein Sprungbrett für Kommunisten war, die auf ihre Stunde gewartet haben und mit aller Gewalt mit Unterstützung der Muslimverbände die Christen spalten und ihr ideologisches Gedankengut durchsetzen wollen.
    Las gestern einen interessanten Artikel und ja, die Kommunisten streben danach, eine globale Elite zu sein, und glauben, dass sie die Geister, die sie gerufen haben, fundamentale Muslime, wieder los werden. Was sucht Merkel als evangelische Pastorentochter beim kommunistischen Papst Franziskus?
    Warum schämt sich Käßmann ihrer deutschen Wurzeln und stößt mit in das Horn, dass homogene Gesellschaften überlebt sind und veranstaltet eine Willkommenskultur mit mörderischen Folgen? Für mich gibt es nur einen Sinn, sie ist keine Christin, sondern eher Kommunistin im Talar, ihre Tochter bei den Grünen.

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    • Lutheraner sagt:

      Muss man jetzt befürchten, dass das Reformationsjubiläum die Henkersmahlzeit für europäische Christen ist, wo die Kommunisten dieses als Sprungbrett für ihre Reformation für den globalen Kommunismus nutzen? Überschätzen sich die Kommunisten nicht, wenn sie glauben, dass sie stärkere Mächte sind, die auch den fundamentalen Islam zu ihrem Partner gemacht haben, den sie bei Vollendung ihrer Utopie abservieren wollen, doch ich glaube, das geht nach hinten los. Warum hat Schwesig SPD die DITIB unterstützt, jenen Islamverband, der sich weigert, gegen muslimischen Haß Farbe zu bekennen?

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      • antiprotestantismus sagt:

        Was erwarten Sie denn von den Faschisten, die mit roter Farbe ihren braunen Dreck verdecken wollen? Hat sich doch Hitler den Islam auch zum Partner gemacht! Die „Linken“ haben also das beste faschistische Vorbild, das sie nur haben können!

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  4. "GsJC" sagt:

    Die Frage der Beteiligung an kirchlichen Veranstaltungen stellt sich ähnlich auch für Katholiken!

    Soll und darf man noch unreflektiert auf das Wort derer hören und an Veranstaltungen teilnehmen, die von Purpurträgern organisiert und gefördert werden, die Gotteshäuser für profanes Modetheater missbrauchen, bewerben und dabei und damit ohne jede Hemmung über die Gefühle von Gläubigen trampeln?

    Da fragt man sich als einfacher Katholik und Laie, der auf bessere Zeiten in der Kirche hofft, was dem „Unterwäschezähler von Köln“ demnächst noch einfällt, womit er bei Gläubigen einmal mehr ein ungläubiges Kopfschütteln hervorrufen wird oder ob das Ende der niveaulosen Fahnenstange mit der Modenschau/Catwalk in der Kölner Kirche „St. Michael“ im Juni 2017 schon erreicht ist?

    Aber es wird wohl nicht die letzte Entgleisung sein, mit der sich dieser „Oberhirte vom Rhein“ erneut und „ohne Wenn und Aber“ einmal mehr als ein mit dem Zeitgeist schmusender und hinterher hechelnder Diener erweist und sich mit diesen sehr seltsamen „nachpfingstlichen Geistesblitzen“ eher als ein von Kirchensteuern bezahlter Funktionsträger erweist denn als ein Oberhirte, dessen Wort es wert wäre, von Katholiken gehört zu werden.

    Vorschlag für das nächste Kulturereignis – dann vielleicht wieder im altehrwürdigen Kölner Dom, der auch schon so einiges über sich ergehen lassen musste. Ich verweigere hier die entsprechenden Quellen, bitte aber an eine der letzten „Gamescom“ mit „Lichtershow und Roboter“ zu denken.

    Entsprechend der Idee von „Art und Amen“ könnten die gläubige Frau und der gläubige Mann auch sehr kultiviert und andächtig Pommes in einer Kirche essen. Ein etwas gehobeneres Niveau für den anspruchsvolleren Kirchenbesucher sollte ein vom Oberhirten moderiertes Grillfest bei Flötenspiel und Orgeluntermalung mit Stücken aus dem „Jüngsten Gericht“ von Marc-Antoine Charpentier bieten. Denn – warum soll eine Kirche immer nur nach Weihrauch duften und nicht einmal auch nach Bratenfett und Mayo, wo gerade Nahrung die Menschen aller Kulturen auf der ganzen Welt auf besondere Art und Weise verbindet?

    Und sollte die Atmosphäre zu andächtig werden und ein Besucher angeregt durch Charpentier auf die Idee kommen, nach dem hoffentlich noch vor ihm liegenden Gebetbuch zu greifen oder noch viel schlimmer, vielleicht nach einem Rosenkranz in der Hosentasche suchen, um ein ganz klein wenig Sühneanbetung zu halten, sollte ihn einer der Kirchenschweizer mit einem herzerfrischenden „Et het noch immer jot jejange“ von diesem Vorhaben unter der Androhung abhalten, aus dem Gotteshaus geworfen zu werden.

    Zusammengefasst hat „Catwalk-Woelki“ wieder einem weltlichen Event auf sehr niedrigem Niveau in einer Kirche zugestimmt und damit medienwirksam und nah am Zeitgeist zugeschlagen.

    Wer bei diesen Ideen unserer (?) schwer an ihrem Purpur tragenden Oberhirten auf den Gedanken kommen sollte, dass ihn solche Aktivitäten an „Lukas 19,46“ erinnern („Mein Haus soll ein Bethaus sein; ihr aber habt es zur Räuberhöhle gemacht.“), der hat den Sprung in eine „Moderne“ verpasst, in der die innerkirchliche Abrissbirne unter Glockengeläut und dem gleichgeschalteten Beifall handverlesener Seilschaften in den Generalvikariaten mächtig weiter waltet.

    MfG

    P.S.

    Bevor man mit der Sorge eines Oberhirten dazu aufruft, die Unterwäsche der Bistumsschäfchen zu zählen, ist es angebrachter und sinnvoller, bei sich selbst und seinen Mitarbeitern zuerst die Tassen in den Schränken zu zählen. Mindestens sollte man die Reihenfolge ändern: „Erst die Tassen in den Schränken und dann die Unterwäsche!“

    ———–

    Quellen:

    Organisatoren und Idee: Modenschau in „St. Michael“

    „Art & Amen ist eine Kooperation der Kirchengemeinde mit Künstlern, Kulturschaffenden, Gastronomen und anderen kreativen Menschen des Viertels mit dem Anliegen, St. Michael zu einem lebendigen Ort für Kultur & Spiritualität zu etablieren. Für das kreative Schaffen im Viertel, in dieser Stadt und über die Grenzen der Stadt hinaus.“

    http://www.artundamen.de/index.php/%C3%9Cber_uns.html

    lebloc 2017 – die legendäre Modenschau findet in „St. Michael“ statt
    http://koeln-kultur-kolumne.de/lebloc-2017-die-legendaere-modenschau-findet-in-st-michael-statt/

    http://www.ksta.de/koeln/-le-bloc–im-belgischen-viertel-in-koeln-besucher-freuten-sich-ueber-bestes-sommerwetter-27772602

    Video Modenschau in „St.Michael“

    Pfarrei „St. Michael“
    http://www.stgereon.de/st-michael-73.html

    Unterwäsche
    https://www.domradio.de/radio/sendungen/wort-des-bischofs/nackte-bekleiden-wort-des-bischofs

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  5. Romulus sagt:

    Nicht nur, dass die Entchristlichung durch ein politisch klerikales Establishment voran getrieben wird, welches sich eine Unterwerfung der Religion, um eine Diktatur zu errichten, geht es sogar so weit, die im Grundgesetz verankerten Rechte der Bürger auszuhebeln. Da muss ich der Linken recht geben, dass sie gegen die Privatisierung für Schulen als kommunales Eigentum Sturm läuft, obwohl sie wegen ihrer abwegigen utopischen Hirngespinste für mich nicht wählbar ist. Ein politisch klerikales Establishment möchte durch die Privatisierung der Schulen die Auswahl haben, welche Förderkinder eine Chance auf ein Berufsleben mit Sicherheit haben und welche trotz guter geistiger Ansätze, die im Interesse des Gemeinwohls mit sozialer Verantwortung agieren wollen, sofort ausgeschaltet werden. Auf uns kommen bittere Zeiten zu.

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  6. zeitschnur sagt:

    Das erinnert ein ganz kleines bisschen an unsere Debatte hier neulich zur Frage, ob man in Gottesdienste gehen kann, bei denen man den Verdacht hat, dass sie sakrilegisch sind und Christus lästern.
    Früher dachte ich ähnlich wie dieser Pfarrer von der Christusbewegung – Motto: solange ich noch dabei bin, bekommt Christus noch seinen Raum.
    Ich halte das inzwischen für eine Illusion.
    Prinzipiell habe ich daher für alle „Dissidenten“ Verständnis.
    Nur habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Dissdententum in der Kirche sehr oft selbst abstürzt ins Verzerrte und Fragwürdige.
    Es ist nicht möglich, selbst und ganz alleine zu definieren, was nun recht wäre.
    Das ist die Quadratur des Kreises, und vielleicht sind wir schon länger in der Wüste als wir glauben wollen.

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    • ester sagt:

      letzteres glaube ich immer mehr, wir sind schon viel länger in der Wüste, als wir es wahr haben wollen, und wenn man die Geschichte der Wüstenwanderung Israels im AT nachliest, so muss man etwas ganz seltsames feststellen.
      Gott wirkt von seiner Sicht und der Sicht der Schreiber des AT Wunder über Wunder und die Leute sind permanent am Meckern.
      Man kann das nun, nach dem Motto der KInderbibeln, mit Unverständnis betrachten von wegen „Nein, was waren die so undankbar!“
      oder zu versuchen, zu verstehen und verstehen kann man es nur dann, wenn man festhält, den Leuten war gar nicht klar, dass sie durch die Wüste sollten.
      Und das ist auch unser Problem!
      Wir hätten gerne die Fleischtöpfe ohne Sklaverei, oder wären vielleicht gerne einfach nur die Herren, und sehen das verheißene Land (Milch und Honig) durch die Brille der Fleischtöpfe.
      Dazu kommt noch was anders, eigentlich wäre die Wüstenwanderung nach 2 Jahren vorbei gewesen (man lese in Mose 4 nach), dass sie es nicht war, ist auch dem Versagen der Hierarchie zu verdanken.
      Und so taumelt auch das neue Gottesvolk durch die Wüste der Welt und realisiert es anscheinend gar nicht, auch und weil denjenigen, die darauf hinweisen mit Verweis darauf, dass wir ja nach Ostern lebten, erlöst seien und überhaupt die Schönste, die Klügsten und die Tollsten seien, mundtot gemacht werden.

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      • zeitschnur sagt:

        Welches „Hindernis“ steht dann einer Wiederkunft Christi, die ja seinen eigenen Worten nach „bald“ sein sollte, entgegen?

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      • ester sagt:

        Paulus sagt zu dem Thema im 2. Tessalonicherbrief, wir würden wissen, was das Auftreten des Mannes der Gesetzlosigkeit bislang zurückhalten würde, und der muss zuerst erscheinen, bevor Christus wiederkommt, um ihn mit dem Hauch seines Mundes zu vernichten.
        Ich habe keine Ahnung, was ihn zurückhält und noch weniger Ahnung, ob er vielleicht schon da ist, ist es aber soweit, dann kommt Christus wirklich bald.
        Kommt er aber nicht, so denke ich, besteht einfach noch Hoffnung.

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      • zeitschnur sagt:

        Okay – ich dachte eher an ein Hindernis, parallel zu dem der Israeliten in der Wüstenwanderung, die 38 Jahre hätte kürzer sein können. Musste damals auch eine Art homo iniquitatis offenbar werden? Oder kann man das doch nicht so stark parallelisieren oder nur partieller?

        In jedem Fall wundere ich mich, je länger je mehr darüber, dass die Kirche bestimmte Sätze Jesu zunehmend aufgegeben hat, nicht mehr ernst genommen hat, etwa Jesu Worte in Joh 16: „Es ist gut für euch, dass ich fortgehe…“

        Das ist dort eine eigentümliche Argumentation bei jesus, über die man lange nachsinnen kann, aber es geht im Ende darum, dass die Zeit bis zur Wiederkunft

        1. die Ausgießung des „Trösters“ möglich macht – alleine möglich macht, wie es klingt (warum ist das so? Was meint Jesus hier?)

        2. zu klären, was Sünde ist: Nicht an Jesus zu glauben

        3. zu klären, was Gerechtigkeit ist: dass Jesus zum Vater geht und wir ihn nicht mehr sehen

        4. diese Zeit des Trösters ist eine Zeit der Gerichtsvorbereitung, wie Jesus in V 8 + 11 sagt: der Hl. Geist überführt die Welt und deckt auf, was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist

        Ergo: wir werden in dieser Zeit auf diesen Prozess vorbereitet, dieses Gericht, auf diesen Urteilsspruch am Ende.

        Diese Zeit zwischen der Himmelfahrt und dem Endgericht ist eine Zeit der Vorbereitung auf das Gericht: nichts mehr, wie es klingt.

        Frage: Was heißt es, dass die Gerechtigkeit darin besteht, dass Jesus zum Vater geht?
        Weil uns dadurch Zeit eingeräumt ist, „Gnadenzeit“?

        Je mehr sich der Mensch entscheiden muss und abgewendet wird von der Ungerechtigkeit, desto mehr wird letztere aber zutage treten. Eine Scheidung der Geister? Wie aber? Erleben wir diese Scheidung nicht wie eine riesige, kaum mehr durchschaubare geistige Verwirrung?

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      • ester sagt:

        also prinzipiell denke ich, man könnte und müsste über jeden einzelnen Satz der Schrift und besonders über jeden Satz aus dem Johannesevangelium jahrzehntelang nachdenken und käme immer noch zu keinem Ende.
        Andererseits haben die frühen Theologen erbittert über die Schrift gestritten und die orientalische Christenheit tief zersplittert zurückgelassen.
        Es gibt die nicht von der Hand zu weisende Theorie, dass genau das zu dem Siegeszug des Islam beigetragen hat, der einfach behauptet, dass man Gott eh nicht verstehen kann, sondern sich ihm schlicht und ergreifend zu unterwerfen habe. In Anbetracht der ewigen Streiterei um „Jotas“, die zu zig christlichen Kirchen geführt hat, befeuert durch Machtansprüche diverser Kaiser und Metropoliten, wo keiner mehr durchblickte, muss der Islam mit seiner im Grunde einfachen Lehre, die nicht fragt „wie ist das mit dem Geist?“, „Wie meint Jesus das?“, „wie sieht die Beziehung innerhalb Gottes aus und wie wirkt sich das auf die Beziehung zu uns aus?“, „Wie ist das Verhältnis von Gnade und Gerechtigkeit?“ usw. den frommen Menschen, die wohl damals auch gelitten haben unter dem ganzen theologischen Streit, vorgekommen sein, wie die Antwort auf ihre Gebete.
        Der Islam tritt auf mit: „Frag nicht soviel, mach halt, halt den Ramadan, gib Almosen, bete, was du beten sollst, geh einmal im Leben wallfahrten, iss kein Schweinfleisch und sauf nicht!“, was den Menschen vorgekommen sein muss, wie der Ausweg aus einem undurchdringlichen Labyrinth.
        Vielleicht auch deshalb hat die Kirche aufgehört zu fragen, was mit den „dunklen“ Stellen in der Schrift gemeint ist, oder anders ausgedrückt, sich gehütet, da irgendwas dogmatisieren zu wollen, auch und weil sie, die Kirche, die Erfahrung der Spaltungen um „Theologengezänk“ gemacht hat und das wohl nicht erst seit Luther!
        Es ist einfach nicht so, dass die Schrift sich selber erklärt, würde sie es, würde die evangelische Christenheit sich nicht in ca 20.000 Denominationen aufgespalten haben.
        Oder man unterstellt all den Leuten, die sich mühen um das rechte Schriftverständnis, schlechtes, was aber auch nicht zielführend ist, denke ich. Christus spricht im Fortgang des 16. Kapitels des Johannes-Evangeliums von der Welt, die sich freuen wird, und von uns, die wir traurig sein werden.
        Und vergleicht das mit den Wehen, da sind wir nun wieder bei der Frau aus der Apokalypse und der Frage, wo wir beide schon mal gelandet sind „wer ist das Kind, dass die Frau da gebiert?“

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      • zeitschnur sagt:

        Der Schlüssel ist das Gleichis vom Unkraut und vom Weizen – es ist uns auferlegt, das auszuhalten, liebe Esther!

        Vielleicht ist die islamische Haltung der des Knechtes vergleichbar, der sein Talent vergräbt und Gott vorwirft, wenn er eines Tages danach fragen wird, er fordere, wo er nicht gegeben habe.

        Ich denke aber, wir sollen bis an die Grenzen unserer Vernunft alles, was uns gesagt wurde, ausloten bis in den letzten uns zugänglichen Winkel. Wir dürfen das, wir sollen das und es ist Vorbereitung auf den Himmel. Dass wir dabei nicht irregehen, garantiert nicht der Papst, sondern der Hl. Geist. Eine Garantie, dabei irrezugehen, liegt darin, dass einer abkommt von der hörenden Haltung auf den Hl. Geist und sich lieber auf seine eigenen Einfälle versteift oder EBEN AUCH DIE ANGST VOR GOTT UND DEN STOLZ; VIELLEICHT AUCH EINEN DENKFEHLER ZU MACHEN. Der Islam verkörpert den perfekten menschlichen Hochmut! Aus lauter Angst, sich vom Hl. Geist korrigieren lassen zu müssen, denkt man gleich erst gar nicht weiter.

        Die Spaltungen der Christenheit (übrigens ist ja auch der Islam trotz seiner theologischen Einfachheit davor nicht verschont geblieben!) sind nicht durch das Denkenwollen und Forschen des Menschen entstanden, sondern durch die Versteifung auf eigene Konstrukte. Was aber was ist – was ist eigenes Konstrukt, was kommt von Gott, das bleibt uns ein Stückweit verschleiert, wie eben ein aufkeimendes Unkraut dem gesunden Weizen oft schwer unterscheidbar ist.

        Der Hl. Geist soll uns „Unterpfand“ der „kommenden Herrlichkeit“ sein, sagt Paulus. Diese kommende Herrlichkeit hat aber mit Beherrschtwerden und Unterwerfung nichts zu tun. Wer das behauptet, kommt nicht von Gott, auch dann nicht, wenn er ganz besonders katholisch traditionalistisch daherkommt. Die Liebe hat uns Paulus gleich mit erklärt – sie unterwirft NIEMALS und hasst es, wenn sich der andere unterwirft. Sie wirbt und kann alles, ausgenommen den freien Willen des Menschen, nicht ertragen. Wie sollte selbst ein liebender Mensch es ertragen können, wenn er sich den anderen unterwirft, dessen Liebe erzwingen wollte – das ist absurd. Alleine diese Terminologie straft sein Unternehmen Lügen. Er liebt nicht, sondern er hasst. Die Liebe nimmt allerdings niemals die Selbstentwürdigung hin. (Auch hier denken viele sentimental falsch! Das „Die Liebe erträgt alles/verzeiht alles“ schließt nicht die entwürdigende Selbstaufgabe mit ein!). Unter Aufrechterhaltung ihrer Würde, nimmt sie das Nein des anderen hin – aber sie bestätigt es nicht, sondern lässt den anderen einfach „dahinfahren“. In diesem Sinne „fährt“ der, der Gott ablehnt oder zum Tyrannen machen will, „dahin“, „ins ewige Verderben“. Nicht Gott schickt ihn in die Hölle, sondern Gott lässt ihn, wenn er es denn unbedingt (!) will, dorthin fahren.

        Wir müssen also forschen, und vieles im NT spricht dafür, dass das bereits gleich nach der Ausgießung des Hl. Geistes anfing.

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    • antiprotestantismus sagt:

      Wie ich hier beobachtet habe, definieren Sie doch selbst immer wieder, „was nun recht wäre“, z.B. die Verneinung der letzten beiden marianischen Dogmen, und noch vieles mehr, so vieles mehr, dass man in ihren Aussagen oftmals den Katholizismus gar nicht mehr wiedererkennt. Danach beurteilt, müssen Sie sich etwas eigenes gestrickt haben, von dem Sie dann behaupten, dies sei der Katholiizismus. In diesem Sinne gibt es infolge des weiter voranschreitenden Abfalls inzwischen sehr viele Katholizismen, die man den anderen als katholisch verkaufen wird.

      Sie sollten sich wieder auf den überlieferten, den echten Katholizismus zurückbesinnen! Achten Sie auf Ihr Seelenheil!

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      • zeitschnur sagt:

        Sie haben nicht verstanden, was ich vortrug.
        Lesen Sie meinen Artikel auf meinem Blog: http://zeitschnur.blogspot.de/2017/05/die-angeblich-irrelevanten-dogmen-von.html
        Uns ist nirgends in der ganzen Schrift gesagt, wir sollen um jeden Preis (!) alles mitmachen oder gutheißen, was Päpste machen. Wir sollen aber festhalten an der Lehre, die auch das NT bereits kennt.
        Die Dogmatik war stets in der Gefahr, Machtinstrument zu werden, auch schon in der frühen Kirche.
        Mit der fortschreitenden Zeit wurde sie förmlich pervertiert – d.h. nicht alles, was man glauben kann in der Kirche, ist als Dogma geeignet. Vielmehr nutzte man Glaubenssätze, die nicht in Frage standen oder keine besondere Bedeutung hatten im dogmatishen Gefüge, um damit selbstherrlich der eigenen Macht Ausdruck zu geben…
        Mit einem gewissen sachlichen Recht haben daher Protestanten immer wieder eingefordert, die Dogmatik nicht über die Exegese zu stellen.

        Wenn für Sie „katholisch“ heißt: man entfernt sich sichtlich und zweifellos von der biblischen Überlieferung und den frühen Vätern und vor allem dem freien Wirken des Hl. Geistes und profiliert die eigene Macht auf dem Weg der Definition von Glaubenssätzen, während der Hl. Geist nicht an menschliche Definitionen gebunden scheint, nicht an Hierarchen oder sonstige menschliche Machtansprüche in der Lehre gebunden war und ist (schon in Israel wurde das Priestertum vollkommen übergangen bei der Ankunft des Christus, die Schriftgelehrten wurden bloßgestellt in ihrer Verblendung, und stattdessen den „Unmündigen“ offenbart, wer er ist…), dann sind Sie selbst auf gefährlichem Weg.
        Ich kenne Hochschulprofessoren, die sehr konservativ sind, harte Dogmatiker und Apologeten der Dogmatik, aber sie stellen, ohne mit der Wimper zu zucken, Schriftwort in Frage. Und warum tun sie das? Weil die Überbetonung der Dogmatik sie in die Irre weist und dazu verleitet, selbst Jesusworte nicht mehr ernst zu nehmen. Sie wissen alles besser – schließlich sind ja die Dogmen wichtiger als Schriftwort-Überlieferung… das kann niemals sein! Stattdessen werden zweifelhafte Akte der Päpste ernster genommen als das, was der Herr sagte. Verkehrte Welt – leider typisch katholisch, aber deswegen nicht wirklich echt katholisch.

        Wegen dieser Perversion haben wir heute die Zustände, die wir haben.

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      • antiprotestantismus sagt:

        Genau das, was Sie auch diesmal schreiben, zeugt von ihrem Abfall.
        Sie haben sich im Verlauf der Zeit irgendwelche Ausreden und Ausflüchte gesucht und sich etwas konstruiert, um dem traditionellen, überlieferten Katholizismus, der keineswegs bei der Bibel oder den Kirchenvätern stehen geblieben ist, zu entfliehen, zu entrinnen.

        Der Katholizismus hat nichts mit der Papalismus-Irrlehre zu tun, wie Sie suggerieren. Desweiteren scheinen Sie eine Art Sola Scriptura zu vertreten, wonach uns ja die Bibel schon alles lehren würde. Das ist nicht katholisch! Das ist protestantisch! Um Ihre Sola-Scriptura-Irrlehre nicht noch zu fördern, unterlasse ich es, mit der Bibel zu argumentieren. Unter Katholiken braucht man das ja sowieso nicht!

        Es scheint mir auch zwischen den Zeilen gelesen (auch in Ihren Beiträgen auf Ihrer Website), so zu sein, dass Sie ein Männerproblem haben, das Sie dann auf angeblichen und tatsächlichen Machtmissbrauch führender Männer in der Kirche projizieren, um sich dann auf dieser Basis von der kirchlichen Männerherrschaft und auch von kirchlichen Lehren/Dogmen zu befreien, die Ihnen nicht zusagen. Vielleicht wird dieses Männerproblem, das ich bei Ihnen wahrnehme, eines Tages noch dazu führen, dass Sie das Frauendiakonat und -priestertum haben wollen, wenn das nicht schon der Fall sein sollte, und es dann versuchen, mit der Bibel zu rechtfertigen. Schließlich kann man ja, wie man das mittlerweile nicht nur im Protestantismus sieht, die Bibel für jeden Quatsch in Anspruch nehmen, um diesen Quatsch zu rechtfertigen und ihm Daseinsberechtigung zu erlangen.

        Als Frau brauchen Sie sich in der Kirche nicht minderwertig zu fühlen, denn auch ich, ein Mann, habe in der Kirche nichts zu sagen, und will es auch gar nicht. Und bedeutend will ich auch nicht sein. Sie und ich sind in der Kirche einfach da, wo uns Gott hingestellt hat. Und doch dürfen und sollen und müssen wir entschieden gegen den Machtmissbrauch in der Kirche etwas tun, ohne in Verbitterung, Wut und Zorn oder gar Hass zu verfallen. Denn dann hat der Satan genau hier den Nähroden gefunden, den er braucht, um die verbitterte, entzürnte, in Wut entbrannte und hassende Person in Gedanken dahingehend zu lenken, dass sie sich dann auch noch an die Lehren/Dogmen heranmacht.

        Ich schreibe das alles nicht, um Sie anzugreifen oder so, sondern (a) weil Sie mir sehr am Herzen liegen, da Sie ja meine Schwester sind, und (b) um andere vor Ihren Beiträgen zu warnen, damit Sie nicht in dieselbe Richtung hineingezogen werden.

        Liebe Grüße und Gottes Segen
        Anti-Protestantist

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      • zeitschnur sagt:

        Alles ad personam – Hilfe!
        Ich habe also ein Männerproblem und ein Dogmenproblem und folge dem Sola scriptura-Prinzip blabla bla? Sind Sie lesefähig?!
        Allein Ihr Nickname verrät, wer von uns ein beiden ein Problem hat: wer meint, er müsse ein Anti-irgendwas sein, outet sich alleine schon dadurch als problematisch.
        lernen Sie doch bitte erst mal das Lesen und Verstehen, da hapert es gewaltig.
        Ihre ad personam-Tirade ist ohne Würde, dreist und unverschämt.
        An die fraglichen Sachverhalte wagen Sie sich nicht – wie auch. Argumente – null.
        So nicht.
        Leben Sie Ihren Antiprotestantismus bitte anderswo aus.
        Dafür halte ich nicht her.

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