Westlich geprägte Muslime und ihr illusionärer Traum von einem Reform-Islam

Von Dr. Udo Hildenbrand

Im Artikel „Ein aufgeklärter Islam“ berichtete das Magazin Focus (Nr. 43/2016) über eine Erklärung von Muslimen zum Islam:  „In der ‚Freiburger Deklaration‘ entwerfen liberale Muslime eine Alternative zu den traditionellen Vorstellungen von Verbänden, die ideologisch der Türkei folgen. Ihre Idee: ihren Glauben mit deutscher Leitkultur zu versöhnen.“

Die „Freiburger Deklaration“ ist laut Focus unterzeichnet von liberalen Muslimen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Aus dieser Deklaration von sieben als „liberal“ bezeichneten Muslimen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ergeben sich folgende Fragen:

  • Wie viele liberale bzw. säkulare Muslime gibt es in diesen Ländern unter den zwischen fünf und sechs Millionen Muslimen mit ihrem primär traditionalistischen, rückwärtsgewandten Glaubensverständnis? Wie groß ist diese Zahl? Haben sie sich organisiert, um ihr „liberales“ Verständnis des Koran und der Scharia wirksam in der Öffentlichkeit, insbesondere aber in der islamischen Öffentlichkeit vorbringen zu können?
  • Welchen Einfluss haben „liberale Muslime“ auf die überwiegend orthodox geprägten Muslime und muslimischen Institutionen und Verbände in den drei genannten Ländern?
  • Sind nicht die Protagonisten des sog. Reform-Islams in Wahrheit gutmeinende, aber letztlich einflusslose Exoten unter den Muslimen, die innerhalb der islamischen Gesellschaften z. T. massiv angefeindet, zumindest nicht erst genommen werden, bei vielen Nichtmuslimen aber unerfüllbare Hoffnungen wecken?
  • Besonders aber: Welche Einflussmöglichkeiten haben die sieben Unterzeichner und ihre Bundesgenossen gegenüber dem weltweit prägenden und alles bestimmenden, traditionalistischen Mainstream-Islam in den islamisch dominierten Ländern?
  • Mit welchen Konsequenzen für Leib und Leben müssten sie rechnen, würden sie in einigen dieser Ländern ihre Wunschträume vom aufgeklärten, säkularen, liberalen, progressiven Islam veröffentlichen, der dort als eine Verfälschung und Bedrohung des wahren Islam bewertet, dessen Verbreitung als Verrat verurteilt und auch hart bestraft wird?

In diesem Kontext ist auch zu fragen:

− Ist nicht bereits der Muslim Prof. Bassam Tibi mit seinem vor über 25 Jahren in die Welt gesetzten Konstrukt vom liberalen „Europäischen Islam“ nach eigenen Angaben gescheitert?
– Ist seine jahrelang bejubelte Traumvorstellung nach eigenem Bekunden nichts anderes als eine pure „Vision“ geblieben, ein Traum, der wie eine Seifenblase zerplatzt ist?
– Warum sollte ausgerechnet jetzt dieser neue, in Wahrheit aber alte „Traum“ vom aufgeklärten, europäischen, gar deutsch- bzw. national eingefärbten Islam plötzlich Realität werden, wo doch zeitaktuell riesige Probleme mit islamtreuen Muslimen noch viel deutlicher sichtbar werden als in den zurückliegenden 25 Jahren?
– Ist es im Zeitalter der Globalisierung überhaupt sinnvoll und erfolgversprechend, eine globalisierte Religion wie den Islam auf einen bestimmten Kontinent einzugrenzen, z. B. einen demokratiekompatiblen „europäischen Islam“ zu kreieren? Wie ist die bereits artikulierte Vorstellung zu beurteilen, in heutiger Zeit, in der fatalerweise das Ende der Nationalstaaten vielfach gefordert wird, die Weltreligion Islam zu nationalisieren und so etwa einen „deutschen Islam“ einzuführen? Ist dieses Vorhaben nicht genauso absurd wie der Versuch, ein „deutsches Christentum“ zu proklamieren?

Bei diesen Fragen sind vier entscheidenden Problembereiche überhaupt noch nicht im Blick:

− Verbietet nicht der „ewig gültige“, unveränderliche Koran von vornherein die Erfüllung von Wunschträumen nach einem „liberalen Islam“?
– Würde sich ein Islam mit der historischen Auslegung des Koran nicht selbst aufheben?
Wäre der erträumte „weichgespülte“ Islam nicht gleichbedeutend mit der Selbstaufgabe und dem Ende dieser Religion?
– Stehen nicht die Fülle der koranischen Gewaltaussagen sowie die äußerst problematischen Verhaltensweisen des höchst verehrten Religionsstifters Mohammed den Wunschträumen der sieben säkularen Muslime diametral entgegen?
– Wäre der „Islam light“ noch der Islam Mohammeds?

Quelle und FORTSETZUNG dieses Beitrags von Dr. Udo Hildenbrand (katholischer Priester) hier: http://philosophia-perennis.com/2017/06/18/ein-aufgeklaerter-liberaler-islam-pure-illusion-realitaetsfern-irrelevant/

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10 Kommentare on “Westlich geprägte Muslime und ihr illusionärer Traum von einem Reform-Islam”

  1. Lutheraner sagt:

    Man muss Zeitschnur in vielem Recht geben und die Thematik Luther wurde in eine Seifenoper umgestaltet, die weder dem gläubigen ehrfürchtigen Martin Luther vor dem Christentum gerecht wird, noch der Problematik seiner Zeit und persönlichen Lebensbahn. Theologen, die schon längst keine Wurzeln mehr im christlichen Glauben wie Martin Luther haben, versuchen nun, über seine Personalakte ihren ideologischen Irrflug zu rechtfertigen. Ja Luther hat seinen Antisemitismus übertrieben, doch warum, diese Antwort bleiben unsere Theologen mit kommunistischem selbstherrlichem Gedankengut schuldig, denn sie interessiert nur ihr eigenes ideologisches Gedankengut, was sie uns einimpfen wollen. Das Verhältnis zu seiner Frau Katharina von Bora, die er als Partnerin auf Augenhöhe behandelt hat und nicht als untergebene Dienerin, wird bewusst hintergangen, denn wenn man nach Macht strebt als Klerus, kann man so was nicht gebrauchen, sondern alle Sünden von Martin Luther, um sich selbst auf den Olymp zu heben, was Luther nie getan hat. So sät man Zwietracht.

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    • Nero sagt:

      Mir hat ein Ausspruch eines Thomas Müntzer Darstellers beim Festumzug sehr gefallen: „Wir sind Brüder im Geiste , aber nicht in der Realität.“ Geeint hat beide das neue Testament, welches Luther aus den heiligen Schriften übersetzte und nicht als ideologisches Machwerk erfunden hat, nämlich dass es dem Klerus das Recht abspricht, für seine Macht die Gläubigen zu unterdrücken und ihnen die Botschaft Christi vor zu enthalten. Luther war in behüteten sozialen Verhältnissen aufgewachsen, seine Gönner ebenso, die aber genauso die Wut über den verlogenen Klerus empfanden wie das arme leidende Volk. Luther hätte vermutlich ohne diese sozialen Kontakte dem neuen Testament und der wissenschaftlichen Arbeit zum Siegeszug nie verhelfen können, aber er stand behütet außerhalb des armen und leidenden Volkes. Müntzer jedoch stand mittendrin und ergriff Initiative, sich nicht nur gegen die Unterdrückung des Klerus zu erheben, sondern auch gegen Machthaber, die die leibeigenen Bauern unterdrückten.

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  2. Adolf Breitmeier sagt:

    Die wichtigste und effektivste Säule des Islams ist die Todesstrafe (nicht nur die Androhung, sondern auch die tatsächlichr Durchführung wie Aufhängen an Baukränen oder Enthauptungen mit dem Schwert oder Steinigungen), sollte ein frommer Mohammedaner bei einer Person eine ,,Abweichung“ feststellen. Die Todesangst hält den Islam mehr zusammen als der ,,echte“ Glaube. Reformierbar ist der Islam gerade dadurch deshalb nicht. Da der Islam in ,,seinen“ Ländern andere Religionen sehr rigide verbietet oder unterdrückt, sollten ,,wir“ im Umkehrschluss mit ihm genau so verfahren. Eine andere dauerhafte Lösung gibt es wohl nicht. Wer seine Freiheit behalten will, der muss schon einiges dafür tun.

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    • Grüne sagt:

      Gut, dass die Grünen im EU-Parlament präsent sind, damit die Vorurteile gegen den Islam endlich aufhören. Unsere wunderbare gebildete Ska Keller hat schon den brillianten Vorschlag gemacht, wie wir global ein Miteinanderleben gestalten können, um uns besser kennen zu lernen. Also den Wiederaufbau ihrer Nationen können wir den Afrikanern nicht zumuten und da ist es doch besser, sie können als Siedler nach Europa einwandern. Auch Lettland soll das Glück haben, Vorbild in Sachen des globalen Miteinanders zu werden, indem dort syrische Dörfer aufgebaut werden, ist das nicht toll.

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      • Nero sagt:

        Wer solche geistlosen Vorschläge macht, der kann ruhig als Entwicklungshelfer nach Zentralafrika gehen und beim Wiederaufbau helfen!

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  3. Rübezahl sagt:

    In Deutschland leben 6 Millionen Muslime, bei dem geplanten Familiennachzug durch SPD und Grüne wird die Grenze auf 10 Millionen gesprengt und davon haben sich gerade einmal ein paar hundert von der islamischen Gewalt distanziert und in Lebensgefahr gebracht, denn der Islam kennt keine Glaubensfreiheit!
    Karim bestätigt, dass die mohammedanisch geprägten Muslime „Wir hassen die Juden, wir hassen die Christen“ zu beten haben und DITIB, großzügig von der SPD mit Geldern aus dem Staatssäckel gefördert, verbietet eine Demo gegen die Gewalt, die von fundamentalen Muslimen ausgeht, steht also voll hinter diesem Haß, wo man Hassprediger gegen Ungläubige in ihren Augen in Moscheen auftreten lässt. Man muss noch nicht mal rechnen können, um zu ahnen, dass ein Religionskrieg auf deutschem Boden immer mehr wie eine Lawine auf uns zurollt und das noch von den Politikern der Altparteien unterstützt.
    Die EKD hat sogar den Hohn für Christen, dass sie den Vorsitzenden von DITIB zum Reformationsjubiläum in Nürnberg sprechen ließ, wo Glaubensfreiheit ein Fremdwort ist. Martin Luther und seine Mitstreiter haben die Christen in dem Sinne geprägt, dass der Klerus nicht das Recht hat, andere Menschen als Machthaber zu unterwerfen, sondern dass der Christ als eines der Schöpfungskinder der Schöpfung und Gott gegenüber verantwortlich ist und vor dem jüngsten Gericht Gottes dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

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  4. zeitschnur sagt:

    Berechtigte Fragen, allerdings habe ich dazu einige andere Gedanken:

    1. Naturgemäß sind „liberale“ Menschen selten offensiv. Hinzukommt, dass Liberalismus in der Religion letztendlich eine Auflösung der religiösen Gebräuche hervorruft und darum keine Alternative bedeutet, sondern eben einfach nur eine Lockerung rigider oder strenger Regeln.

    2. Andererseits ist es auch falsch, wenn man einen Zustand, also den heutigen, festfriert und sagt: das kann sich nie ändern. Es hat sich schon vieles, was unüberwinderbar schien, geändert, teilweise über Nacht, wie wir glaubten. „Der Zahn der Zeit“ hat bisher noch alles ausgehöhlt.

    3. Manche glaubten ja, dass der restaurative, brutale und blutige Islam unserer Tage (er war zwar tendenziell immer so, aber es gab bereits einmal eine Liberalisierung, ein Nicht-so-ernst-Nehmen im 20. Jh, das in erneute Tyrannei zurückgeführt hat) ein Abgesang sei. In einem gewissen Sinn stimmt das: was sich nicht in Freiheit entwickeln kann und freiwillig gern angenommen wird, ist auf dem absteigenden Ast!
    Hier wäre ein kritischer Blick auf die Kirchengeschichte – auch zum Vergleich – richtig: Mit der Brutalisierung kirchlicher Praxis, um den „rechten Glauben“ zu „retten“ war der Niedergang auch bei uns eingeläutet. Ketzerverbrennungen gab es 1000, ja, weit über 1000 Jahre lang nicht. Als sie „nötig“ wurden, war vermutlich schon vieles so tief in den Kies gefahren, dass es eigentlich hoffnungslos verloren war: die Religion war verflacht, veräußerlicht, heillos vermixt mit Falschem, die „Ketzer“-Bewegungen suchten allesamt letztendlich Freiheit und ein Wiedergewinnen des Sinns, der zugewuchert, entartet und verloren erschien. Der letzte rabiate Versuch des 19. und beginnenden 20. Jh, mit Rigidität „das Übel mit der Wurzel auszureißen“ (Pius X. im Gefolge Pius IX.) endete, wie Ketteler es vorausgesehen hatte, in der finalen Revolution, hatte doch der Herr selbst genau das ausdrücklich untersagt – niemand soll auf Erden glauben, er könne das Übel mit der Wurzel ausreißen, sondern das vermeintliche Unkraut mit dem Weizen aufwachsen lassen. Der Herr hat es doch gesagt: wer das tut, reißt auch das Gesunde noch vollends damit aus. Die von Jesus selbst für die Endzeit angekündigte Totalverwirrung auch des Glaubens, kann objektiv nur aufgrund der theologischen Entwicklung geschehen – und zwar der des Lehramtes, nicht der „Ketzer“. Die scheinbar so sichere Richtschnur des Papsttums führt die Menschen in den Wahnsinn – nicht etwas anderes, von dem man sich, wäre das Papsttum eine sichere Schnur gewesen, doch leicht hätte distanzieren können. Die Aussicht, dann könne man gar keinen Schiffbruch erleiden, wenn man sich nur daran hielte, ist vor unseren Augen mit seiner Formulierung in „Pastor aeternus“ sofort als Falschaussage entzaubert: und kein Mensch kann das mehr leugnen, es sei denn, er versteigt sich in Ideen von einer „Unterwanderung der Kirche“ durch böse Kräfte, bei der man sich allerdings fragen sollte, ob sie nicht schon mindestsn seit 1000 Jahren geschehen ist und das scheinbar so feste Kirchliche bereits durchsetzt ist von Falschem und Brüchigem.

    Man kann also die Sache auch so sehen, dass der Islam mit seinem derzeitigen Brutalstauftreten seine eigene Zerstörung betreibt und nur mehr sein pathologisches Endstadium zelebriert. Dass er dabei, weil er ja keinerlei göttliche Verheißung hat aus unserer Sicht, noch viel extremer niedergeht als das Christentum, sollte niemanden wundern. Wie lange werden sich die Völker von diesem wachsenden Horror knechten lassen? Und: nichts auf dieser Welt ist unumstößlich, schon gar nicht ein so labiles geistiges Gebilde wie der Islam.

    4. Die Sache ist folglich nicht so klar, wie es scheint. Man darf darüber nachdenken, ob der Islam nicht vollends in sich zusammensackte, wenn ihm jede Finanzierung entzogen würde. Mit Petrodollars und amerikanischer und leider auch deutscher Finanzierung des Islamismus in der ganzen Welt und sogar in unserem Land, hat diese „Religion“ scheinbar Aufwind. Indes: sie hat nur viel Geld, um ihr Unwesen zu treiben. Wir wissen, dass bereits Hitler diese Bewegung unterstützt hat. Der Westen hat schon lange genuines Interesse an der Schürung dieses Religionshorrors. Ich frage mich hier: Warum? Wer hat darauf eine Antwort?
    Wir haben aber auch im Fall des Kommunismus gesehen, dass der Westen eines Tages seine Finanzspritzen einfach entzogen hat, und sofort brach das System zusammen, das so eisern schien. Oder gehörte das zu einem hintergründigen Spiel? Wenn das so sein sollte, wozu dient der Islam in diesem Spiel?

    5. Beten wir für die musimischen Menschen, die sich nach der Wahrheit sehnen – es ist böse Zeit.

    6. Ich frage mich ohnehin, was der Islam von einem niedergehenden Europa annehmen können soll.

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  5. francomacorisano sagt:

    In der Tat bräuchte der Islam eine Reformation.
    Diese wird aber leider nicht stattfinden!
    Daher ist und bleibt der Islam gefährlich:
    Gewaltorientiert, radikal und geringschätzig gegenüber Frauen, Homosexuellen und „Ungläubigen“.
    Der Islam passt NICHT nach Europa!
    Der Islam gehört NICHT zu Deutschland!!!

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    • Horst sagt:

      Meine volle Zustimmung! Bleibt die Frage, wann der realitätsverweigernde Berliner Politklüngel um und samt „Mutti“ dies endlich erkennen und dem gemäß handeln?

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      • francomacorisano sagt:

        Wenn die eigene Tochter vergewaltigt und der eigene Sohn verprügelt wird!
        Wenn radikal-moslemische „Kültürbereicherer“ in der Nachbarschaft einziehen und sich die Stimmung und die Sicherheitslage im Stadtviertel ändert!

        Erst wenn alle negativen Auswirkungen von Merkel grüner „Willkommenskultur“ auch im Rotweingürtel angekommen sind, wird sich etwas bewegen. Vorher leider nicht!

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